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Tina10
Hallo ihr lieben,
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.Auch wenn mein Mann es nicht zugeben will ist er Hypochonder.Ich weiß das nicht alles was er an Symptomen hat keiner wahren Krankheit zuzuschreiben ist.Er hat auch Symptome die ,,echt sind'',aber ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll.Er hatte es früher vor unserer Beziehung schon mal,aber für ein paar Jahre war er dann wieder wie ein Mensch mit normaler Wahrnehmung.Seit 2,5Jahren geht das ganze wieder los.Während unserer Hichzeitsplanung hat er schon die ein oder andere Hypochondrie-Attacke gehabt.Ich könnte es damals noch nicht einschätzen weil es für mich das erste mal war das ich damit Bekanntschaft machen musste.Als kurz vor der geplanten Hochzeit Krebs bei seinem Vater diagnostiziert wurde,wurde es bei meinem Mann auch bin Tag zu Tag schlimmer.Die ganze Tortur machen wir jetzt schon wie gesagt 2,5Jahre durch.Leider musste unsere junge Ehe schon sehr darunter leiden und ich war kurz davor mich zu trennen...sehr oft.Aber ich habe die Zähne zusammen gebissen weil ich mir schäbig vorkam ihn krank allein und im Stich zu lassen.Ich habe ihn dieses Jahr Januar davon überzeugen können eine Therapie anzufangen.Leider war er nur bei 2 Terminen und hat es dann wieder schleifen lassen.Komischerweise normalisierte sich sein Zustand und wir hatten für ca.3 Monate echt sowas wie eine normale Ehe mit normalem Alltag.
Aber jetzt fängt das ganze wieder von vorne an und ich weiß echt nicht wie ich damit umgehen soll.Ich werde direkt aggressiv obwohl ich weiß das er krank ist,halt nur nicht so wie er denkt.Ich weiß nicht ob ich das ganze nochmal durchstehen kann.Die letzten Jahre haben mich meinem Verständnis und meiner Geduld beraubt so das ich bei dem Thema nerven wie Glasfäden habe.
Hat jemand von euch schon Erfahrungen die er/sie mit mir teilen kann.Ich habe das Gefühl das ich es kein weiteres mal durchstehen kann obwohl ich meinen Mann sehr liebe...
Bitte helft mir ....

10.06.2017 19:26 • 13.06.2017 #1


21 Antworten ↓


Perle
Hallo Tina,

hast Du Deinem Mann schon mal von Deinen Trennungsgedanken erzählt? Wenn nicht, dann solltest Du das tun, denn scheinbar ist sich Dein Mann der Gesamtsituation mit allen eventuellen Konsequenzen nicht bewusst, weil er in seinem eigenen Leiden gefangen ist. Schade, dass er die Therapie so schleifen lässt, denn das ist der beste Ansatz für eine Veränderung und das würde ich ihm in Zusammenhang mit Deinen Gedanken deutlich machen. Alleine kommt Ihr beide kaum aus diesem Karussell heraus.

Da ich selber hypochondrisch war, kann ich sagen, dass mir Menschen am besten getan haben, die mich nicht in Watte gepackt und mich nicht bemitleidet haben. Gehe nicht auf seine leidvolle Mine oder das Jammern ein. Ignoriere es oder verlasse den Raum, wenn Du es nicht mehr aushältst. Klingt hart aber hat auch was mit Deinem eigenen Selbstschutz zu tun.

LG, Perle

10.06.2017 20:00 • x 1 #2



Ehefrau eines Hypochonder-Ich fühle mich so hilflos

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Tina10
Hallo Perle,
Danke für deine Antwort.Ja ich habe ihm schon ein paar mal gesagt wie ich denke und das ich Trennungsgedanken habe bzw. hatte nur leider sind ihm seine ,,Krankheiten'' wichtiger und er gibt mir das Gefühl wenn ich ihn nicht ernst nehme dann müsse ich halt gehen,auch wenn er es nicht direkt ausspricht.
Ich versuche ihn nicht in Watte zu packen und den Attacken keinen Raum zu geben erstrecht weil ich ja sowieso keine Lust mehr habe dieses Leidige Thema zu besprechen.Wenn er wieder sagt er hätte irgendein Symptom versuche ich auch heraus zu finden ob es einer realen Krankheit entspricht oder wieder eine Attacke ist und genau das reicht manchmal schon aus das er sich ernst genommen fühlt von mir und das nach hinten los geht wenn es doch nur wieder etwas nicht reales war.
Ich habe Angst ihn mal nicht ernst zu nehmen und dann hat er wirklich was.
Du hast recht,allein kommen wir da nicht raus,aber wenn er es nicht selber einsieht und eine Therapie macht ist unsere Ehe verloren.
Wie hast du deine Hypochondrie besiegt?Was hat dich aus diesem Teufelskreis geholt?
Lg

10.06.2017 20:15 • #3


Perle
Hallo Tina,

das Wort Besiegen mag ich nicht, denn es klingt nach Kampf. Es geht aber nicht darum, den Körper bzw. die Seele zu bekämpfen oder zu besiegen. Es geht um das Verstehen der Zusammenhänge und was zu der Erkrankung geführt hat. Das ist ein Lernprozess, der bei mir über einen langen Zeitraum ging und mit verschiedenen Therapien und stationären Aufenthalten verbunden war. Fakt ist aber, dass die Seele über die Körperlichen Krankheitssymptome mitteilt, dass etwas im Leben Deines Mannes verändert werden sollte, weil es ihn belastet. Was das ist, wäre in einer Therapie heraus zu arbeiten. Es kann auch durchaus sein, dass er sich dieser Belastung selber noch gar nicht bewusst ist.

Du bist nicht verantwortlich für das Leben Deines Mannes. Du bist seine Partnerin auf Augenhöhe und nicht seine Krankenschwester. Sprich noch einmal mit ihm, auch wenn Du langsam am Verzweifeln bist. Mache ihm den Ernst Eurer Lebenssituation bewusst. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass Ihr gemeinsam zu dem Therapeuten geht und er vermitteln kann.

LG, Perle

10.06.2017 20:42 • #4


Tina10
Ich finde es super das du diesen langen Therapieweg auf dich genommen hast und dir erfolgreich dein Leben neu und hoffentlich weitestgehend hypochondrie-frei aufbaust.
Ich weiß das nicht von einem Tag auf den anderen wieder alles normal ist,das braucht Zeit und ich bin auch bereit ihm die Zeit zu geben und mit ihm zusammen alles durch zu stehen nur leider hat er wie gesagt die Therapie abgebrochen.
Ich denke mal das sich in den nächsten Wochen raus kristallisiert wie unser Leben weiter geht.
Ich weiß definitiv das ich die letzten Jahre nicht nochmal durchleben möchte.
Danke für die lieben Worte und die Aufklärung aus der Sicht einer Betroffenen.
Ich wünsche dir alles,alles gute auf deinem weiteren Lebensweg und noch einen schönen Abend
Lg Tina

10.06.2017 21:08 • #5


Er muss ehrlich sein und sich eingestehen, das er krank ist. Das ist der erste Schritt.

Ich weiß auch nicht ob du als bezugspartner ihm nicht schadest wenn du davon genervt bist. Ich verstehe dich, aber du hilfst ihm nicht mit einem wütenden gesicht und den immer gleichen Parolen.

10.06.2017 21:23 • #6


Schwierige Situation in der Du steckst. Wenn Dein Mann die Therapie abgebrochen hat , wäre er eventuell eher bereit einen Neurologen aufzusuchen und Antidepressiva einzunehmen? Vielleicht kann er den Besuch bei einem Arzt leichter nehmen als eine Therapie, die er ja in seinen Augen sicher nicht braucht. Allerdings setzt auch das eine gewisse Einsicht voraus.
Erkennt er so gar nicht dass er Hypochonder ist? Wie äussert sich seine Hypochondrie genau?
Ich würde auch mit ihm nochmals sprechen und ihm vor Augen führen dass Eure Ehe gefährdet ist wenn er nichts unternimmt. Sucht vielleicht gemeinsam nach Hilfsangeboten, würde er da mittun?

Bei uns habe ich die Hypochondrie und ganz ehrlich: ohne des totalen Verständnisses meines Mannes und seiner Unterstützung wäre ich schon längst verzweifelt. Er verlässt auch nie das Zimmer oder lässt mich alleine wenn es mir ganz schlecht geht. Daher kann ich diesen Tipp nicht so ganz nachvollziehen....sicherlich musst Du dich abgrenzen, "innerlich" aber ja im Zusammenleben mit einem Hypochonder kommt es in Angstphasen zu häufiger Wiederholung seiner/ihrer Leiden und der absoluten Angst daran zu sterben. So sehr man sich auch anstrengt man KANN das in diesen Situationen einfach nicht erkennen.

10.06.2017 21:43 • #7


Und noch was als Ergänzung: Vermutlich hat man als Partner keine "Lust" (wie Du geschrieben hast) sich das immer und immer wieder anzuhören.
Vielleicht hilft es Dir zu hören was mir hilft in solchen Angstphasen.
Mein Mann bleibt wenn es mir wirklich schlecht geht und ich mich total reinsteigere und heule und panisch bin vor allem erst mal bei mir. Also körperlich in meiner Nähe, sitzt neben mir, hält meine Hände und wenn ich dann wieder sprechen kann hört er sich alles an, egal wie oft. Danach gibt er mir seine Einschätzung die ich natürlich sofort entkräfte Ja da fühle ich mich in dem Moment total unverstanden und denke mir oft das er alles nur verharmlosen will und bin auch oft verärgert. ABER sobald sich mein Hirn wieder halbwegs einschaltet sehe ich dass er recht hat. Das kann allerdings Tage, Wochen dauern , DANN hilft es aber.
Zwischenzeitlich entwerfe ich /er/wir eine Idee welcher Arztbesuch/Untersuchung bei der konkreten tödlichen Krankheit anzuraten ist damit ich möglichst schnell Sicherheit erlange (also die Gewissheit gesund zu sein) . Das vereinbare ich (oder in schlimmen Phasen er) dann schnellstmöglich.
Das ist so unsere Vorgehensweise nach einigen Jahren Erfahrung mit dieser Krankheit. Vielleicht auch als Gedankenanstoß für Dich

10.06.2017 21:52 • #8


da gehörst du zu den wennigeren mit dem Glück, so einen zu haben.

10.06.2017 22:15 • #9


Tina10
Guten Morgen,
genau das ist der Grund warum ich mich an euch wende.Natürlich wäre es für mich ein leichterer Weg wenn ich bei Panikattacken das Zimmer verlasse aber das kann ich nicht weil ich mich dabei nicht wohl fühlen würde.Ich kann ihn nicht allein lassen wenn es ihm schlecht geht.
Wenn so eine Attacke kommt bin ich auch nicht nur ignorant und gucke ihn auch nicht die ganze Zeit böse an.Ich kann mich nicht davon frei sprechen ihn Anfangs genervt gegenüber zu treten in so einem Moment,aber ich versuche mich irgendwie wieder zu beruhigen mit dem Gedanken das er da nicht wirklich was für kann weil sein Kopf ihn diese Angstgedanken ein redet.Wenn ich es geschafft habe mich zu beruhigen in dem ich ein paar Minuten Garnichts sagen,rede ich ruhig mit ihm egal wie sehr mich das Thema nervt.Ich versuche trotzdem ihn in seinen Attacken nicht zu bestätigen.
Bei ihm kommt erschwerend hinzu das er chronische Magenprobleme hat und er raucht sehr viel.Er hat oft Sodbrennen und Magenschmerzen und durch das viele rauchen bekommt er natürlich manchmal auch schwer Luft was seine Panikattacken noch schlimmer macht wenn er wieder Schmerzen und Raucherbedingte Atemnot hat.Er ist wegen dem Magen auch in Behandlung und die Lunge lassen wir regelmäßig röntgen damit er was Lungenkrebs angeht wenigstens ein paar Wochen beruhigt ist(sein Vater starb letztes Jahr an Lungenkrebs).
Es ist einfach sehr schwer allem gerecht zu werden und ihm eine gute Stütze zu sein weil es natürlich auch mein Leben sehr beeinflusst.Teilweise engt mich diese Krankheit ein und ich möchte wieder ,,frei'' sein,aber ohne ihn ist mein Leben sinnlos weil ich ihn so sehr liebe.
Bitte seht mich nicht als böses wütendes Ungeheuer,aber versteht bitte auch meine Lage.
Ich bin hier um mir in irgendeiner Art und Weise Hilfe zu suchen.Zu verstehen wie Betroffene sich fühlen und dadurch besser mein Platz als Partnerin und Stütze zu erfüllen und um dadurch auch selber besser mit allem klar zu kommen...

11.06.2017 07:33 • #10


petrus57
Meiner Frau geht es mit mir genauso. Durch meine Jammerei wurde meine Frau auch schon krank. Ich versuche zwar mich zusammenzureißen aber leider klappt es nicht immer. Aber es gibt bei mir aber auch Phasen wo es mir besser geht.

Aber sobald mir mein Körper ein unbekanntes Signal sendet, geht der Mist von vorn los.

11.06.2017 08:25 • #11


Tina10
Es ist schlimm als Partner den anderen so leiden sehen zu müssen und nichts tun zu können...

11.06.2017 08:49 • #12


Hier sieht dich niemand als böses , wütendes Ungeheuer, keine Sorge.
Das Zusammenleben mit einem Hypochonder ist beinhart, ich glaube das wissen hier alle. Beschreib doch mal wie bei ihm diese "Attacke" abläuft, womit beginnt das? vielleicht können wir dir dann noch bessere Tipps geben.

Interessant finde ich dass er raucht wie ein Schlot obwohl er Angst vor Lungenkrebs hat. Ich beispielsweise (und ich glaube auch viele andere) versuchen eher ziemlich gesund zu leben um Restrisiken möglichst noch zu minimieren.
Ein Dauerproblem wie zB. das Magenproblem Deines Mannes ist halt auch ein Dauertrigger....kann er das in den Griff kriegen? Oder nimmt er andauernd Protonenpumpenhemmer und bekämpft nur die Symptome?
Kann er arbeiten? Lenkt ihn das ab oder verschlimmert das alles?

11.06.2017 09:04 • #13


Tina10
Die Attacke läuft so ab:
Erst ist alles recht normal,plötzlich klagt er über Schmerzen.Natürlich frage ich dann was los ist.Er beschreibt es mir.Wenn es ein Symptom ist was ich schon kenne bei seinen Attacken und was nichts mit seinem Magen zu tun hat dann beruhige ihn ihn und sage das er es ja schon öfters hatte und es wieder vorbei geht weil der Arzt ja gesagt hat das es keiner diagnostizieren Krankheit entspricht und nichts schlimmes passieren wird.Lässt er sich darauf ein ,was selten passiert,dann beruhigt er sich wieder.Fühlt er sich nicht ernst genommen oder glaubt mir nicht bricht er entweder in totale Panik aus(Atemnot,Herzrasen- bzw.Stolpern) oder er wird ganz ruhig,wirkt in sich gekehrt und denkt drüber nach wie lange er wohl noch zu Leben hat.
Was du angesprochen hast wegen dem Rauchen ist genau das was mich zum ausrasten bringt.Einerseits hat er Angst zu sterben und leidet an vielen Symptomen und angeblichen Krankheiten,aber er lebt nicht dem entsprechend.Wenn ich keine Luft bekomme dann rauche ich dich nicht so viel um es nicht schlimmer zu machen.Wenn ich Probleme mit dem Magen habe dann achte ich dich darauf nicht zu säurehaltig zu essen usw.
Aber genau das macht er nicht und das ist was mich rasend macht.
Einerseits leidet er ja so sehr andererseits lebt er kontraproduktiv.Ich verstehe das einfach nicht.
Er ist in Behandlung wegen seinen Magen und hat auch schon diverse Magen und Darmspiegelungen hinter sich.Das Resultat ist das ein Muskel der den Rückfluss der Magensäure verhindert bei ihm nicht richtig schließt und er somit chronische Gastritis hat.Entweder Op,wo statistisch gesehen 2 von 3 Patienten nach der Op nur noch Flüssignahrung zu sich nehmen können oder Therapie mit Tabletten was eigentlich gut angeschlagen hat.Aber da mein Mann meint er könne einfach wie er will Tabletten absetzten,weil er meint er hätte ja schon genug geschluckt,haben sich die Symptome des Magens wieder verschlimmert.
Wegen so ein Verhalten bin ich auch nur so aggro.
Bis letztes Jahr war er Selbstständig,aber wegen einer Darmentzündung und der Hypochindrie ging das nicht mehr.In unserer Ehe ist natürlich auch vieles auf Sparflamme.

11.06.2017 09:45 • #14


Perle
Mit unserem logischen Verstand wissen wir alle, dass rauchen schädlich ist. Wir wissen aber auch, dass es eine Sucht ist, die nicht mal so eben abzustellen ist. Aufgrund der Erkrankung ist Dein Mann einem enormen seelischen Druck ausgesetzt und das Rauchen beruhigt ihn oberflächlich, zumindest gaukelt ihm sein Gehirn das vor. Ich habe damals auch sehr viel geraucht. Hätte man mir die Zig. damals weggenommen, dann wäre ich vermutlich komplett ausgeflippt.

11.06.2017 10:36 • #15

Sponsor-Mitgliedschaft

Tina10
Das kann ich voll und ganz nachvollziehen da ich auch Raucher bin,deswegen habe ich ganz bewusst geschrieben weniger rauchen(er raucht ca. 20 Zig. täglich)

11.06.2017 11:02 • #16


@tina10

Solche Angsterkrankungen kann jeder bekommen.
Was würdest du machen, wenn du daran erkrankst und dein Partner schiebt dich ab? Ich selbst leide unter einer generalisierten Angsterkrankung zwar nicht an Hypochondrie aber es ist wirklich die Hölle. Momentan therapiere ich mich selbst mit Canna. CBD Öl. Ich finde das es mir gut gegen meine Ängste hilft. Vielleicht wäre das ein Versuch für deinen Mann?
Desweiteren braucht Ihr eine Paartherapie, dass wäre mein Vorschlag.

Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft. Es kann nur besser werden!

Lg

11.06.2017 14:29 • #17


Ach Tina das klingt wirklich anstrengend. Ich selbst war und bin Nichtraucher aber weniger rauchen ist vermutlich auch schwierig für ihn? Ist eine Sucht die schwer zu bekämpfen ist.
Mühsam würd ich eher seinen kleinkindhaften Umgang mit den Magentabletten finden. Man muss schon auch einhalten was der Arzt sagt , das- behaupte ich mal- ich bei anderen Hypochondern anders. Da wird eher sklavisch genau eingehalten was der Arzt sagt damit es besser wird und damit die Höllenängste vergehen. So nach dem Motto : Beschwerden weg - Angst weg.
Ganz ehrlich: Wenn sich Dein Mann weiterhin einer konsequenten Therapie bzw. Antidepressiva verweigert sehe ich schwarz dass er da rauskommt - ganz unabhängig davon was DU tust oder nicht tust. Wie immer Du dann damit umgehst. Es muss ihm von selbst klarwerden dass das "nicht von selbst" weggeht und eine Vogel Strauß Politik nicht weiterbringt.
Entweder es kommt ein totaler Zusammenbruch sodass er einsieht dass es so nicht und keinesfalls weitergeht oder er wurschtelt weiter. Da muss man sich dann entscheiden ob man so ein Leben will, zumal Deine Posts schon recht angespannt klingen

OT : was bedeutet aggro?

11.06.2017 15:12 • #18


Vielleicht als konkreter Tipp: Mir hilft " aber der Arzt hat doch dies und das gesagt und da ist und war nichts " gar nichts, wirklich nichts. Aber ein " dann lassen wir das untersuchen, im Notfall auch zweimal" hilft mir eher. Nicht in der totalen Angst und Panik aber doch recht schnell.

11.06.2017 15:22 • #19


Also, auf der einen Seite ist es toll, dass du für deinen Mann da bist. Er findet es garantiert auch sehr gut, auch wenn er das vielleicht nicht immer zeigt.
Auch ich bin froh, dass ich einen Mann habe-bei uns übernehme ich den Hypochonder-/Panik- Part... - der mich immer wieder beruhigt.


ABER: Dein Mann MUSS mehr tun!

Man kann nicht alles mögliche vom Partner verlangen und ihm das Leben zur Hölle machen-dein Leben klingt zumindest nicht sehr glücklich- und selbst nichts oder nicht viel tun, damit sich was ändert!

Er müsste doch eigentlich selbst sehr leiden und was ändern wollen! Oder geht es ihm doch nicht schlecht genug? Möchte/braucht er vielleicht Aufmerksamkeit?

Also, das mit dem Rauchen kann ich verstehen- aber in dem Fall MUSS er damit aufhören, PUNKT !

Er kann dich nicht immer volljammern -und das sag ich als Jammerlappen- weil er Angst vor Lungenkrebs hat und dann DAS....! Und dazu noch wirkliche Beschwerden wie Magenprobleme..
Alleine für SICH selbst müsste er was ändern! Aber natürlich auch für dich und eure Ehe.
Dir liegt ja auch was dran- und ihm nicht, oder wie?
Sehr fair...

Klar ist das schwer, gerade in so einer Verfassung-aber es gibt auch Leute, die überwinden ihre Süchte, man höre und staune..

Ich hab auch meine Alk. überwunden. Und kenne auch andere, die aufgehört haben zu rauchen , trinken etc.

Oder zumindest in Therapie begeben, eins von beidem. Faul sein zählt in so einem Fall nicht- und Zeit hat er bestimmt auch.

Möchte dich jetzt nicht gegen ihn aufhetzen und würde auch von Konfrontation abraten, vielleicht macht er dann nur dicht.

Aber vielleicht kannst du dir noch 'professionelleren "Rat holen, wie genau du ihn zum Besseren bewegst, mit welchen geschickten Argumenten.

Also, ich hab ja schon manchmal Angst vor Krebsarten wie Lungenkrebs , obwohl ich NICHT rauche und bei mir in der Familie niemand an Lungenkrebs gestorben ist (anderer Krebs, ok, aber nicht Lunge)
Da würde ich mir ganz schnell ne andere Sucht suchen.
Klar, ist schwer, wie gesagt und das weiß ich. Und du ja auch. Aber in einer Ehe muss man Kompromisse eingehen und darf einen anderen nicht zu sehr mit Angst und Gelaber über Krankheiten zerstören- und dann genau die Entstehung solcher Krankheiten aufs Extremste fördern und dicht machen , wenn es um Lösungen wie Therapie oder dein Leid (das auch noch durch ihn entstanden ist!) geht! Immerhin sollte er auch an deinem Wohlergehen interessiert sein, als liebender Ehemann.


Selbst jammern dürfen, aber du nicht?

Sorry, nee..100% Verständnis bekommt dein Mann hier von mir nicht..

Irgendwann brauchst du noch Therapie wegen ihm

11.06.2017 15:52 • #20



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