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Eris
Hallo ihr!

Hat jemand von euch Erfahrungen mit stationärem Aufenthalt in einer Klinik für Psychosomatik?

Ich mache demnächst einen Termin und habe nun Angst davor, dass es nicht besser wird mit all den Symptomen, wenn ich nach ein paar Wochen wieder aus der Klinik komme. Sind diese Ängste unbegründet?

Liebe Grüße und vielen Dank im Vorraus für alle Antworten!

07.09.2013 18:54 • 10.09.2013 #1


69 Antworten ↓


Hallo Eris,

ich fahre am Dienstag in eine psychosomatische Klinik, ich bin sehr aufgeregt und habe ebenfalls schon Angst vor dem Aufenthalt dort. Hast du dir schon überlegt in welche Klinik du möchtest?
LG

07.09.2013 18:56 • #2



Erfahrungen mit stationären Aufenthalt

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Bei mir sind die Beschwerden durch den Aufenthalt noch 40 x schlimmer geworden....

07.09.2013 19:00 • #3


@Holgerson
Du hast recht, bei mir war es aber nur die ersten Paar Tage so, danach hat es sich gebessert....
Ist aber glaube ich für jeden anders.
Hab dort auch Leute getroffen, denen es allein schon besser ging weil sie wussten, dass 24h Hilfe anwesend ist.

LG

07.09.2013 19:05 • x 1 #4


Also Vollstationären Aufenthalt kann ich nicht beurteilen. War aber selbst für einige Monate in einer Tagesklinik. Also teilstationär.
Und kann aufjedenfall behaupten dass es was bringt. Alleine zu wissen dass noch andere Menschen das gleiche haben wie du, ist schon sehr befreiend.
Mir hat die Klinik damals sehr weitergeholfen und aufgebaut. Wichtig ist halt wirklich dass du im Anschluss nach der Therapie auch weiterhin ambulant weitermachst.
Dass du aufgeregt bist ist ja völlig verständlich. Ist ja ne vollkommen neue Umgebung mit anderer Tagesstruktur.
Für mich war die Klinik aufjedenfall der richtige Weg und ich bin heute noch froh dass es solche Einrichtungen gibt.

07.09.2013 19:34 • x 1 #5


Sorry Holgerson. aber manchmal ist es schlauer man sagt nichts zu einem Thema.

07.09.2013 20:39 • #6


Oh je Holgerson, du machst mir Mut! Darf ich fragen in welchen Kliniken du warst?
Ich mache seit Mai eine ambulante Therapie und vieles hat sich seitdem gebessert, vor allem meine Agoraphobie. Aber meine Therapeutin meinte, dass ich aufgrund meiner dauerhaften Symptome eine intensivere Betreuung brauche.

07.09.2013 20:58 • #7


Eris
@Holgerson: Ich weiß ja nicht, was du für Symptome hattest/hast, wo du warst und wie du dich darauf eingelassen hast, ob du Medikamente bekommen hast oder nicht, u.s.w.
Selbst ich als Angsthase, kann mir aber nicht vorstellen, dass der bloße Aufenthalt in einer Klinik ohne Medikamente und mit Psychotherapie meine Symptome noch verschlimmern kann. Mir geht's mittlerweile so beschissen, dass es gar nicht mehr schlimmer werden kann. Und ich habe den Shice nun schon seit 5 Jahren. Also beim nächsten Mal könnten deine Antworten etwas weniger nüchtern ausfallen oder zumindest ausführlicher.

07.09.2013 23:35 • #8


@Holgerson: solche Kommentare sind echt überflüssig, wir haben alle schon riesen Angst und sowas macht es echt nicht leichter.
::(

08.09.2013 00:05 • #9


Naja es kommt schon drauf an welche Klinik man sich aussucht. Und man sollte sich schon informieren was hauptsächlich dort behandelt wird. Viele Kliniken bieten ja auch Vorstellungsgespräche oder ne Probewoche an.
Und man sollte sich immer mehrere Kliniken anschauen. Allein schon weil die meisten eh lange Wartezeiten haben.
Warum Holgerson hier son Stress macht und den nicht begründet weiß ich auch nicht. Aber ich selbst war 12 Wochen teilstationär und kannte viele die zuerst vollstationär aufgenommen wurden bevor sie ein paar Wochen zur Tagesklinik gehen konnten. Man sollte es vielleicht auch zu schätzen wissen dass es solche Hilfen gibt...
Den nur durch Sport alleine lassen sich auch keine Störungen besiegen @holgerson

08.09.2013 09:46 • #10


Sorry, aber ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik kann halt bei manchen voll nach hinten losgehen. Manchmal ist ambulant einfach besser. (Nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Klinik den Hospitalismus fördert!).

Wenn ihr jetzt noch mehr Angst kriegt, stimmt das mit eurem Therapeuten ab und sprecht eure Sorge dahingehend direkt bei der Aufnahme an!

Ich musste meine Reha nach 3 Wochen abbrechen, weil meine Beschwerden immer heftiger wurden.

Jetzt bin ich seit 1 Woche im UKM und gerade im Wochenendurlaub. Gestern beim Einkaufen dann direkt die heftigste Panikattacke seit 6 Monaten gehabt.

Für mich ist Psychiatrie purer Stress - nie Ruhe, kein Schlaf, unfreundliches Pflegepersonal, medikamentöses Rumprobieren.

Und Stress ist für mich pures Gift.

08.09.2013 09:54 • #11


Kann ich verstehen holgerson... Meine Therapeutin meinte auch ich soll mir überlegen stationär in ne Klinik zu gehen aber allein der Gedanke daran löst bei mir Angst ohne Ende aus ...

08.09.2013 09:59 • #12


Schlaflose
Es gibt verschiedene Arten von psychosomatischen Kliniken und demgemäß geht es da unterschiedlich zu.
Ich war in der Klinik Berus. Das war fast wie in einem Hotel mit schönen Einzelzimmern mit Bad. Essen war super, morgens und abends Buffet, mittags immer Auswahl zwischen 3 Hauptgerichten.
Jeder Therapietag fing um 8.45 mit einer Teambesprechung statt (es gab 6 Teams), wo die neuen Patienten begrüßt wurden und auf Veranstaltungen hingewiesen wurde. Man bekam auch von seinem Bezugstherapeuten Zettel, wo draufstand, in welche Therapieverantaltungen man eingeteilt wurde für die nächsten 2-3 Wochen.
In der ersten Woche musste man hauptsächlich verschiedenen Vortragsreihen über unterschiedliche psychosmatische Themen besuchen. Die eigentliche Therapie ging erst in der zweiten Woche los. Das gab es unterschiedliche Gruppenthreapien, wohin man von seinem Bezugstherapeuten eingeteilt worden war. Ich glaube, zweimal die Woche hatte man einen Enzeltermin bei seinem Bezugstherapeuten. Daneben musste jeder zweimal die Woche zur Sporttherapie, und einmal die Woche zu einer Entspannunstherapie (Yoga oder Tai Chi). Außerdem musste man in den ersten 3 Wochen 2X die Woche zur Progressiven Muskelentspannung, danach 2X die Woche zur Tiefenentspannung.
Man hatte meist zwischen 9.00 und 17.00 seine Veranstaltungen, aber nicht durchgehend. 2-3 Stunden Wartezeit zwischen Veranstaltungen waren oft üblich. Da konnte man auf sein Zimmer und sich enstpannen oder in die Cafeteria gehen oder in der schönen Umgebung Joggen oder Waliking oder was sonst auch immer.
Leider gab es nicht allzuviele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung wegen mangelnder Ausstattung.

08.09.2013 10:00 • #13


Zitat von Daisy85:
Kann ich verstehen holgerson... Meine Therapeutin meinte auch ich soll mir überlegen stationär in ne Klinik zu gehen aber allein der Gedanke daran löst bei mir Angst ohne Ende aus ...


Wenns nur Angst ist, ist das ja in Ordnung. Aber Panikgefühle und Angststörungen können auch anders gelagert sein und z.B. aus Überlastungssituationen und Stress entstehen.

Unter Umständen sind da einfach andere Behandlungskonzepte angesagt. Sonst führt das genau in die falsche Richtung.

Da muss man halt selber drauf aufpassen, die Ärzte und Therapeuten gehen den leichtesten Weg....

08.09.2013 10:02 • #14


Ich Brauch kein Gruppen Blabla .. Sondern jemand der mit mir meine Probleme aufarbeitet und nicht nur oberflächlich... Jemand der den Grund der angststörung findet...

08.09.2013 10:06 • #15


Naja das löst eher panikattacken aus wenn ich an so ne Klinik Denk und jeder labert auf mich ein ich soll's versuchen ....

08.09.2013 10:07 • #16


Zitat von Daisy85:
Ich Brauch kein Gruppen Blabla .. Sondern jemand der mit mir meine Probleme aufarbeitet und nicht nur oberflächlich... Jemand der den Grund der angststörung findet...


Tja, bei mir war es auch z.B. so, dass mich diese Gruppen fertig gemacht haben. Da saßen 10 kaputte Leute mit hohem Rede- und Zuwendungsbedarf und haben permanent nur versucht über ihr Leid zu berichten. Jedesmal aufs Neue, ohne überhaupt mal was zu ändern....

Dann wurde gestritten und beleidigt und gezankt. Das Einzige, was ICH davon hatte, war noch größeres Spannungsgefühl und noch schlechtere Laune.

08.09.2013 10:09 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ja eben ich denke jeder hat genug mit sich selbst zu tun dann muss ich mir net noch das Problem der anderen reinziehen... Klingt egoistisch aber man muss doch erstmal schauen dass man selber klar kommt

08.09.2013 10:11 • #18


Was machst du jetzt für ne Therapie ?

08.09.2013 10:12 • #19


Zitat von Daisy85:
Ja eben ich denke jeder hat genug mit sich selbst zu tun dann muss ich mir net noch das Problem der anderen reinziehen... Klingt egoistisch aber man muss doch erstmal schauen dass man selber klar kommt


Isn ganz großes Problem in unseren Kliniken. Ich würde jedem ambulante Behandlung empfehlen, solang die nötige Stabilität gegeben ist.

Es sei denn, man kommt nicht weiter. Dann ist eine Klinik einen Versuch wert!

P.S.

Für die Themeneröffnerin: Das Alexianer in Münster hat einen sehr guten Ruf. Wenn, dann würd ich dorthin gehen.....

Ansonsten vielleicht auch Tagesklinik?

Oder die Psychosomatik in Laer, die soll auch ganz gut sein.....

08.09.2013 10:16 • #20



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