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FrozenSun
Hallo ihr,

ich melde mich auch mal wieder. Da müsste man irgendwie meinen, wenn man Mediziner ist, dann kann man sich besser abregen, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich habe eher den Eindruck, durch die ständige Präsenz kranker Menschen erscheint mir die Welt umso gefährlicher. Gott sei dank steht der Fachrichtungswechsel greifbar bevor.

Seit letzter Woche habe ich nun immer totale Abgeschlagenheit, schnelle Ermüdbarkeit und diffuse Muskelschmerzen. Erst dachte ich ich sei fett erkältet, aber der Schnupfen ist nie rausgekommen, auch habe ich kein Fieber oder ähnliches. Nun da es keine normale Erkältung ist, frage ich mich was ist es? Manchmal fühlen sich die Muskelschmerzen auch wie Gelenkschmerzen an, aber sehr wechselnd und etwa so wie leichte Gleiderschmerzen.

Wahrscheinlich ist es wieder alles Quatsch. Habe Freitag einen Termin beim Betriebsarzt und jetzt schon Angst, dass meine Blutwerte nicht okay sind und ich mir nachher wieder ewig Gedanken mache es ist bestimmt Krebs.
Bin langsam echt erschöpft von diesen permanenten Schwachsinnssorgen. Aber ich sehe in meinem Beruf auch so viele junge kranke Menschen

Liebe Grüße
FrozenSun

23.09.2019 09:34 • 23.09.2019 #1


6 Antworten ↓


Hey,

ich denke viele hier können deine Ängste nachvollziehen, vor allem, wenn man viele junge Leute so sehen muss,
fragt man sich auch gleichzeitig ob man der/die nächste ist.
Was mir aber oft gesagt wurde ist, dass so Gedanken einen auch erschöpfen. Dieses ständige Nachdenken darüber
macht einen einfach nur schwach und verrückt, da man sich auch einfach nur komplett bei der Angst davor verspannt und sich 0 entspannen kann.
Muskel- oder Gliederschmerzen klingen ja wirklich nach einer Erkältung oder sonstiges. Hatte ich letztens auch noch. Was ich aber von mir kenne ist, dass ich es habe, wenn so ein Wetterwechsel los ist, wie vor allem momentan.
Momentan hat jeder irgendeine Grippe oder Erkältung und vielleicht schleicht sich sowas bei dir ja auch an, ich denke jetzt nicht, dass da etwas schlimmes bei rauskommt, aber du wirst da ja gründlich untersucht : )

23.09.2019 09:43 • x 1 #2



Diffuse Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit

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FrozenSun
Hey und danke für die Antwort.

Ja, das stimmt und auch mein Partner sagt mir immer wieder ach Liebling ich glaub nicht, dass es was schlimmes ist, aber es tut mir leid, dass du dir so Sorgen machst

Klar erschöpft einen sowas. Was mich wundert ist, dass ich in der letzten Zeit öfter so Symptome habe, allerdings ohne dass ich ersichtlich erkältet bin mit Halsschmerzen, Schnupfen oder, das bleibt einfach aus und dann denk ich mir kann es ja irgendwie keine Erkältung sein?!

Ja ich werde untersucht, aber auch davor hab ich in den letzten Jahren, aus Sorge, dass was gefunden wird, immer mehr Angst und bin teilweise vor manchen Untersuchungen aus Angst, diesmal finden sie bestimmt Krebs, total das Wrack. Einerseits möchte ich alles abklären, andererseits treibt mich die Angst vor einer schlimmen Gewissheit total um.
Kennt ihr das?

Danke, dass ich mich mit euch austauschen kann.

FrozenSun

23.09.2019 09:48 • #3


Ja ich kenne das viel zu gut, meiner sagt das auch immer, was mich auch kurz beruhigt. Jedoch habe ich dann wieder so Phasen wo ich nur drüber nachdenke und mich wieder komplett verrückt mache. Oftmals habe ich dann in Google nachgeschaut, was ich mir aber zum Glück abgewöhnt habe, da hat man ja dann sowieso alles erdenkliche

Eine Zeit lang hatte ich sowas auch. Bei mir war es tatsächlich ein Eisenmangel, Vitamin B12 Mangel usw. Das hat jedoch ein Heilpraktiker herausgefunden gehabt. Danach ging es mir auch wieder besser, weshalb ich vor allem jetzt auch an Vitamine denke, wo es wieder dunkler wird, vor allem Vitamin D3.

Mir wurde immer gesagt, dass so schlimme Sachen meist zufällig entdeckt werden, ohne große Symptome.
Aber die Angst ist natürlich da. Umso besser ist es aber wenn man aus dem Zimmerchen herauskommt und man
weiß, das alles gut ist

23.09.2019 09:55 • x 1 #4


domi89
Zitat von FrozenSun:
Kennt ihr das?

Klar... Ich hatte das mal einen Monat, das Gefühl wie ne Erkältung und es war doch keine. bei mir kam noch leichte Benommenheit/Schwindel dazu. War aber auch nix...

Und das mit dem zum Arzt gehen kenne ich auch... Auf der einen Seite will man wissen was es ist, und hofft natürlich dass es nix ernstes ist. Auf der anderen Seite will man nicht hin, weil es könnte ja etwas gefunden werden.

Ich selber habe mir, auch durch die Therapie, Arztverbot gegeben, bis es so schlimm ist, dass ich es nicht mehr aushalte, bzw neue Symptome dazukommen. Oder ich lege mir einen Zeitraum fest: In 2 Wochen gehe ich zum Arzt wenn es bis dahin nicht besser geworden ist. In letzter Zeit war ich deshalb gar nicht mehr beim Arzt, außer der normalen Kontrollen und festen Termine die ich mit dem Arzt gemacht habe. Dass Ziel ist: Nur noch einmal im Jahr zum Arzt, muss ich sowieso wegen Schilddrüse.

Naja außer ich bin Erkältet o.ä. und kann nicht arbeiten.

Ich hab eine Ellenlange Symptomliste - aber bis jetzt war das alles nichts ernstes.

23.09.2019 09:57 • x 1 #5


FrozenSun
Ach Leute das ist doch echt nervig -.- aber es ist schön, zu hören, dass es mir nicht alleine so geht. Ich merke auch immer, wie ich mich immer weiter und weiter hineinsteigere und die Gedanken sich immer mehr einengen und es dann offensichtlich wird, dass ich mich wieder festfahre. Komischerweise ist das in der letzten Zeit wieder schlimmer geworden, habe den Einsdruck je erfüllter mein Leben ist, desto mehr habe ich Angst vor dem Ableben...

Jetzt kommt das Gute: Ich wechsel nächste Woche von der Inneren Medizin in die Psychiatrie. Ich denke, da kann ich etwas Abstand gewinnen und auch noch etwas über mich selbst lernen. Die Somatik ist einfach nix für mich.

23.09.2019 10:13 • #6


Ich kann auch deine Ängste verstehen. Du hast beruflich auch sehr viel mit Krankheiten zu tun. Das ist richtig fies wenn du weiterhin da arbeiten willst. Ich muss zwar Diagnosen lesen und entziffern können, aber die sind Sachen die mit Orth.Schuhen, Einlagen, Prothesen, etc.einigermaßen heilbar sind. Selbst da hängt sowas immer von Patienten ab. Ich hab mir immer gewünscht Ärztin zu werden, das Geld meiner Eltern hat halt nicht gereicht und im nachhinein bin ich froh das ich doch keine geworden bin. Ich werde es nie erfahren ob ich tatsächlich sachlich geblieben wäre und keine Krankheitsängste entwickelt hätte, aber da ich so geworden bin wie ich bin, kann ich nur sagen gut das es nicht geklappt hat. Ein unerfüllter Herzenswunsch, aber lieber unerfüllt wie hingeschmissen.

23.09.2019 12:52 • x 1 #7




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