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Hallo,

ich bin neu hier. Weiß noch garnicht so richtig wo ich anfangen soll. Nun ja, vor ca. einem Jahr ist für mich persönlich etwas ganz schlimmes passiert. Ich war mit meiner Mutter unterwegs um Karten für ein Festival zu besorgen, es ging mir gut. Doch auf dem Weg nach Hause ist mir miteinmal extrem schwindelig geworden. Wir haben uns auf eine Bank gesetzt, habe meine Beine ein wenig hochgelagert. (Tage zuvor hatte ich schon mitbekommen, dass ich ab und zu schlecht Luft bekomme.) Also, ich lag dann erstmal auf der Bank und wollte ein paar mal wieder aufstehen doch es ging nicht, nun fing mein Herz an richtig schnell zu rasen, ich dachte das war's jetzt. Meine Mutter hatte den Notarzt gerufen und dann lag ich eine Woche auf der Intensivstation. Die Ärzte sagten das ich Prima Werte hätte und sie nichts finden können. Nach meiner Entlassung ging es mir jedoch nicht besser, daurhafter Schwindel, Sehstörungen, das Gefühl als wäre alles nicht real (so sieht auch alles aus), mein Herz ist schneller als sonst aber nicht kritisch. So habe ich mich Monate lang rumgequält, zu verschieden Ärzten gelaufen bis mir einer sagte ich hätte eine Angststörung. So war ich dann 9 Wochen in einer Tagesklinik, die Körperlichen Symptome wurden wenig besser. Die Klinik hat mir so gut wie garnicht geholfen, zu kurze Gespräche, den Tag nur am rumsitzen gewesen, wenig hilfreich. So hab ich dann erstmal weiter gelebt. Meine Symptome waren mal besser mal schlechter. Dann hatte ich Anfang 2018 wieder einen Krankenhausaufenthalt, da ich ziemlich starke Schmerzen im Nackenbereich hatte, Kribbeln auf der einen Gesichtshälfte, Taubheit und sehr starken Schwindel, Untersuchungen über Untersuchen doch alles tip top. Bis heute weiß ich nicht wirklich was mit mir los ist, ich weiß das ich Angst davor habe, dass mir etwas passieren könnte wenn ich zum Beispiel unterwegs bin, vorallem alleine (Ohnmacht, Herzinfarkt, Schlaganfall etc.), sobald ich irgendwo schmerzen habe oder ähnliches was mich als körperliche Störung signalisiert wird. Mir ist immernoch dauerhaft schwindelig, mal weniger doll und das gibt mir unsicherheit (draußen/unterwegs), Schlechtere Sehkraft usw. Alles sieht komisch aus unecht, unreal...

12.07.2018 20:27 • 13.07.2018 #1


6 Antworten ↓


I
Hallo ladybird009,

schön, dass Du hier bist. Herzlich willkommen.

Deine Beschreibungen decken sich mit einigen von anderen Usern hier.
Ist schon eine fiese Sache für die Betroffenen.

Aber Du kannst Dich hier wenigstens mal mit anderen Betroffenen austauschen. Viell. bekommst Du den ein oder anderen Tipp, wo Du viell. noch ansetzen könntest, damit Du es wieder leichter hast.

Ich drücke Dir (und allen anderen natürlich auch) die Daumen, dass es Euch bald wieder besser geht.

LG

12.07.2018 20:40 • x 1 #2


A


Die Angst, dass mir etwas geschieht

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Vielen Dank!
Ich hoffe auch sehr das ich mich hier noch mit vielen anderen Betroffenen austauschen werde.

12.07.2018 20:44 • #3


FredM
Hallo Lady,

du schreibst, dass du bis heute nicht weisst, was mit dir los ist. Dabei hat dir doch schon ein Arzt gesagt, was du hast: Eine Angststörung.

Alle, aber auch wirklich alle Symptome, die du beschreibst, passen 100%ig auf diese Erkrankung. Die Angst kann sowohl ganz konkrete körperliche Symptome auslösen wie deine Sehstörungen, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Herzrasen und Verspannungen.

Aber auch irreale Symptome, wie zum Beispiel deine Angst vor irgendwelchen Krankheiten, oder dass dir irgendetwas passieren könnte. Das liegt daran, dass die eigentliche Grunderkrankung sich immer irgendwelche Sachen aussucht, wo sie sich zeigen kann, entweder körperlich oder gefühlsmässig.

Wichtig für dich ist zu wissen, dass du körperlich in Ordnung bist und ALLE Symptome aus der Angsterkrankung stammen.

Du schreibst, dass du schon bei allen Ärzten warst und auch schon zweimal in einer Klinik. Was sagt der Facharzt (Psychiater) zu deiner Erkrankung? Was hat er dir verschrieben? Machst du eine Psychotherapie, um zu schauen, woher die Erkrankung stammen könnte?


lg

12.07.2018 20:46 • x 1 #4


L
In der Tagesklinik, wurde mir nicht viel gesagt leider. Nur das ich auf dem besten Weg bin, das Problem in den Griff zu bekommen. Ich habe leider noch keinen Therapeuten gefunden der mich unterstützen kann, Verhaltenstherapie beispielsweise. Medikamente oder ähnliches habe ich nicht verschieben bekommen. Lediglich ein Medikament welches meinen schnellen Herzschlag etwas reguliert.

12.07.2018 20:52 • #5


dasomen
@ladybird009 Einen Arzt kann hier natürlich niemand ersetzen. Ich schon sowieso nicht...

Aber ich kann Dir erzählen, dass es bei mir ähnlich war in einer Zeit, in der ich das erste Mal mit Panikattacken zu tun hatte. Mir ging es so schlecht, dass ich sogar die Telefonseelsorge angerufen habe,...

Es war jetzt bei mir eher kein Drehschwindel, aber der Rest war sehr sehr ähnlich...nur war es bei mir das erste Mal im Liegen. Ich lag im Bett, den ganzen Tag hatte ich schon so ein furchtbares Körpergefühl und auf einmal hab ich eingeatmet und einfach das Gefühl gehabt, als würde mir die Luft im Hals stecken bleiben. Dazu hat mein Herz erst angefangen zu stolpern, dann zu rasen...und in den darauffolgenden Wochen mit diversen Ambulanz- und Arztbesuchen ging das dann so mehrfach am Tag, teilweise so oft dass ich das Gefühl hatte meinen Verstand zu verlieren...

Auch mir kam die Umwelt auf einmal sehr surreal vor...als würde um mich herum die Welt weiterlaufen und ich schaue von innen dabei zu, wie mein Körper sich weiter bewegt, irgendwie weiterfunktioniert, während meine Psyche sich längst verabschiedet hat...ganz schwer zu begreifen...

Sogar im Schlaf hatte ich Erstickungsanfälle, merkwürdige Krämpfe in Armen und Beinen und ein Kribbeln überall, das mich verrückt gemacht hat.

Zum Glück wurde das ganze dann nach einigen Monaten aber genauso schnell wie der Spuk begonnen hatte auch wieder besser. Zumindest was die Panikattacken angeht...ich hab zwar immer noch große Probleme mit meinem Leben, und es geht mir auch sehr schlecht. Aber zumindest bei den klassischen Panikattacken hat es mein Körper wohl zwischenzeitlich geschafft, die Psyche zu durchschauen und nicht mehr sofort zu krampfen. Das ist schon viel wert.

Das wünsche ich Dir auch. Dass Du wieder Kontrolle über Deinen Körper bekommst.

12.07.2018 20:56 • x 1 #6


Angstmaus29
Hallo und herzlich willkommen

Auch ich habe ähnliche Symptome die mich total einschränken ebenso die Angst vor Schlaganfall und Ohnmacht
Vielleicht wäre es ratsam nach einem Phsychologen ambulant zu suchen um der Sache auf den Grund zu gehen was der Auslöser bei dir ist

13.07.2018 11:59 • #7






Dr. Matthias Nagel