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Guten Tag,

ich schreibe hier, in der hoffnung, dass mir vielleicht jemand helfen kann.
ich bin 25 und habe seit 20 jahren angst zu streben, teilweise mit panikattacken.
es ist nun soweit, dass ich jeden tag das gefühl habe, lange ists eh nicht mehr, die zeit rennt, stetig ist man gefahren ausgesetzt. ich sehe draußen ältere menschen und denke, was sich echt doof anhört, darüber nach, dass sie nicht mehr lange leben und wie das wohl so ist, mit diesem bewusstsein zu leben. generell gehen ich raus, sehe so viele menschen und denke, dass ein jedes leben so nichtig ist. so viele menschen, die alle sterben, wenn man bedenkt, dass wir alle einer unter so vielen sind.
ich habe angst um meinen freund, um alle meine lieben.
erst vor ner woche ist der fast ehemann einer entfernten bekannten einfach umgefalen, tod! vorher nie was gewesen und dann.... Aneurysma im kopf geplatzt.
der tod ist einfach immer da und er ist wie ein fluch für mich, eine kraft, die mich runter zieht und mir das leben schwer macht. die angst nie mehr da zu sein, einfach weg. und die angst meine zwei engsten menschen zu verlieren. ich will immer krampfhaft auf sie aufpassen und habe doch keine chance gegen das schicksal.

hört sich alles sehr dramatisch an und etwas verrückt vielleicht, aber mir macht es das leben so schwer! jeden tag angst und sorge!

08.03.2010 23:04 • 03.04.2010 #1


59 Antworten ↓


Herzlich willkommen hier im Forum!
Das ist ja wirklich ganz schön anstrengend.
Gehst Du in Therapie?

09.03.2010 07:26 • #2



Der Tod ist täglich präsent - Aneurysma im Kopf geplatzt

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Hallo Rubby.

Das ist ein wirklich hartes Thema. Der Tod gehört zum Leben und da kann leider niemand etwas dran rütteln.

Ich verstehe allerdings deine angst sehr gut, hin und wieder packt es mich auch und ich weine um meinen freund und meine eltern, obwohl sie momentan quick lebendig sind.

Mir wird dann meine ganze Hilflosigkeit gegenüber dem Leben und dem Lauf der Zeit bewusst und ich muss mich dann immer daran erinnern im hier und jetzt zu leben. Es nützt niemandem jetzt schon tränen zu vergießen. Natürlich kann alles schnell vorbei sein, aber hey, man hat gelebt, man hatte eine Chance und man muss wissen was man damit tut.

Wenn du noch keine professionelle Hilfe in Anspruch nimmst, wäre es gut, wenn du zumindest darüber nachdenkst. ich selber bin nicht in Therapie. Momentan komme ich so noch ganz gut zurecht.

Ich drück dich mal virtuell.

LG Lilly

09.03.2010 21:33 • #3


Zitat von rubby:
Guten Tag,

ich schreibe hier, in der hoffnung, dass mir vielleicht jemand helfen kann.
ich bin 25 und habe seit 20 jahren angst zu streben, teilweise mit panikattacken.
es ist nun soweit, dass ich jeden tag das gefühl habe, lange ists eh nicht mehr, die zeit rennt, stetig ist man gefahren ausgesetzt. ich sehe draußen ältere menschen und denke, was sich echt doof anhört, darüber nach, dass sie nicht mehr lange leben und wie das wohl so ist, mit diesem bewusstsein zu leben. generell gehen ich raus, sehe yo viele menschen und denke, dass ein jedes leben so nichtig ist. so viele menschen, die alle sterben, kein hahn kräht danach, wenn man bedenkt, dass wir alle einer unter sooo vielen sind.
ich habe angst um meinen freund, um alle meine lieben.
erst vor ner woche ist der fastehemann einer entfernten bekannten einfach umgefalen, tod! vorher nie was gewesen und dann.... anorisma im kopf geplatzt.
der tod ist einfach immer da und er ist wie ein fluch für mich, eine kraft, die mich runter zieht und mir das leben schwer macht. die angst nie mehr da zu sein, einfach weg. und die angst meine zwei engsten menschen zu verlieren. ich will immer krampfhaft auf sie aufpassen und habe doch keine chance gegen das schicksal.

hört sich alles sehr dramatisch an und etwas verrückt vielleicht, aber mir macht es das leben soooo schwer!! jeden tag angst und sorge!



hallo, ich verstehe dich sehr gut.. ich denke oft genau das gleiche.. genau das was du schreibst.. wahnsinn!

und ich bin schon 36, was soll ich sagen
geht mir auch seit vielen jahren so..
manchmal ist es wenier manchmal mehr.. abe im grunde denke ich fast jeden moment dran..

09.03.2010 21:44 • #4


Hallo,

danke für die Antworten.
Ja, ich war schon in Therapie. Die erste war garnicht gut, die Therapeutin nicht mein Ding. Seit ca. einem Jahr habe ich eine neue, die ich zu erst ganz gut fand, mittlerweile aber auch nicht mehr so ganz. es stehen noch sitzungen aus und ich gehe wohl wieder hin, da meine angst zur zeit so groß ist wie nie.
bin ein unsicherer mensch und habe probleme mit autoritäten und leider habe ich bisher keinen therapeuten gefunden, bei dem ich mich ganz fallen lassen kann. ich fühle mich nie richtig frei, alles zu sagen. das problem ist, dass ich meine probleme selbst gut kenne und weiß, wie es besser wäre etc. trotzdem komme ich nicht klar. habe aber das gefühl, die therapeuten lassen mich teilweise etwas im regen stehen- da ich ja theoretisch wüsste, wie man sich selbst helfen kann. gedankenstops, entspannung etc.
ich wünschte oft, ich wäre mit einem glauben groß geworden, dass ich an ein leben danach glauben könnte. leider ist meine mutter sehr rational, was auf mich abgefärbt ist.

mariposa227: wie lange ist das denn bei dir schon?
hast du einen weg, wie du damit umgehst?
ich denke, man muss doch irgendwie, so schnell es geht, hin bekommen, ohne diesen ständigen gedanken leben zu können. aber ich hab für mich auch den weg noch nicht gefunden. ich hoffe sehr, ihn bald zu finden um mein leben mehr genießen zu können.
seit ich aufgestanden bin, habe ich mindestens zwei mal schon dran gedacht

10.03.2010 10:14 • #5


also ich habe keinen weg gefunden. ich habe vor kurzem in vollzeit ne weiterbildung gemacht und da habe ich kaum drüber nachgedacht..ich war recht gut gelaunt und abgelenkt. dann haben die panikattacken - nachdem sie 2 jahre weg waren - wieder angefangen. da habe ich zum ersten mal gedacht, soll ich jetzt mein leben lang damit behaftet sein? ich weiss inzwischen, dass es an meinem partner liegt. er ist negativ, wo man negativ sein kann, er sieht immer bei anderen die schuld und sowieso ist alles blöd. wenn die sonne scheint und ab und an wolken da sind, sagt er dinge wie: nee, lass mal lieber mit der fahrradtour, es könnte regnen. ein optimist würde sagen, ja, los gehts, wenn´s regnet, dann stellen wir uns unter. ich habe vorher einen partner gehabt, der war das gegenteil von meinem jetztigen, der hat nur NIE was ernst genommen. das war auch nicht das non plus ultra. aber zu dem zeitpunkt - wir waren 9 jahre zusammen - habe ich NIE son quatsch wie panikattacken gehabt und das problem, was du oben beschriebst, gab es pratktisch nicht für mich. ich konnte mich fallenlassen und er war für mich da, durch seinen optimismus war irgendwie nie ein grosses problem da. das war für mich im nachhinein doch das richtige, denn er hat mich ergänzt.
leider habe ich jetzt so was negatives an mann zu hause, dass ich manchmal nur dasitze und warte, bis er zur arbeit muss.. weil ich ihn nicht mehr aushalte. zur - sicher nun auftretenden frage, warum ich mich nicht trenne, kann ich nur sagen, dass ich ein kind mit ihm habe und finaziell zur zeit abhängig bin.

jedenfalls die antwort auf die frage nach wegen ist, dass ich keinen finden kann, weil ich hier auch kaum noch aus dem haus komme. meine freundinnen verstehen mich nicht und es hat sich auch kaum jemand lust, sich damit abzugeben. daher bin ich viel allein wenn die kleine im kiga ist und ich bin dann - nach der hausarbeit hier im forum oder bei der verbotenen liebe im forum..weiterhin mache ich ne therapie aber das hat diesbezüglich nicht viel genutzt. pmr habe ich auch gemacht, aber die sorge ist immer im hinterkopf..

10.03.2010 11:43 • #6


Silvermoon
Hallo Rubby,
herzlich willkommen hier.

Mir geht es auch so wie dir.
Jeden Tag diese Gedanken....

Vor ungefähr sechs Jahren hat es bei mir angefangen. Bin jetzt fast 38 und frage mich auch ständig, ob ich das jetzt die nächsten (mindestens! ) 40 Jahre mitmachen muss.
Mittlerweile habe ich eine zweijährige Therapie hinter mir. Es hat mir ein bisschen geholfen.
Andererseits glaube ich fest daran, dass es nach dem Tod noch weiter geht, irgendwie... Aber ich bin gerne hier. Ich habe noch so viel vor. Und wer bleibt schon gerne "alleine" zurück?

Es ist einfach die Gewissheit, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben und wir müssen es irgendwie einfach akzeptieren.

Ich bin auch jeden Tag froh, wenn mein dreizehnjähriger Sohn wieder brav zu Hause ist und was glaubst du, wie nervös ich bin, wenn der mal außer der Reihe länger schläft als sonst....

@mariposa:
Habe wohl auch so ein Exemplar zu Hause. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er mich irgendwie runterzieht, die Energie raubt....
Momentan überlege ich, wohin unsere gemeinsame Reise noch geht oder wie lange wir sie noch gemeinsam gehen. Weil er ist ja nicht nur schlecht....
Aber dann kommen halt wieder so Fragen und Sorgen auf... Trennung? Alleine sein? ...


Grüße von mir

10.03.2010 12:18 • #7


Hallo Silvermoon und co.,

ich glaube solche gedanken haben viel mit dem lebensumstand zu tun. natürlich auch viel mit erfahrungen, vll. aus der kindheit, wo sich eben auch ängste entwickeln und man grundlegend geprägt wird.
ich suche immer nach einer erklärung, warum ich ständig nachdenke und ich nie entspannt mein leben genießen kann. ich mag leben, es gibt viele tolle dinge, doch die angst vor verlusten trübt das ganze. die ständigen gefahren, alles, was man so hört, in den medien, durch bekannte, was alles eben so passieren kann. klar, muss mir nicht passieren, aber ich kann mir nicht wie andere einreden: "das wird mir nicht passieren", man geht irgendwie davon aus, dass man von schlimmeren verschont bleibt, aber man weiß es einfach nicht. es gibt so viel, was passieren kann, krankheiten, unfälle etc.

ihr habt von eurer ehe erzählt und von negativen partnern, was natürlich auch dazu beiträgt, dass man die negativen dinge immer stärker vor augen hat und schwer einfach genießen kann.
mein partner ist auch keine frohnatur, aber auch nicht negativ. nur so, dass ich mir manchmal wünsche, mich nimmt wer an die hand und sagt, dass alles nicht so schlimm ist, der mich motiviert und mir sagen kann, warum ich dieses leben mögen soll. das wird wohl nicht so sein und ich muss selbst einen weg finden.

aber wie, wenn
einem jeden tag bewusst ist:
dass die zeit rennt
viele menschen erkranken
andere von heut auf morgen tot umfallen
meine über alles geliebte mutter irgendwann von mir geht
mein freund recht schlechte gene hat (gesundheitlich)
ich irgendwann einfach weg bin und meine gedanken, mein wesen, einfach weg sind
das eine krankheit in mir schlummern könnte
etc.

tja, gerade bin ich wohl völlig neben der spur und fühle mich dem tod wohl näher, als dem leben, da ich weiß, dass es mir genommen wird, nur die frage wie und wann....

gruß

10.03.2010 19:16 • #8


Silvermoon
Guten Morgen Rubby,

och Menno... ich würde dir so gerne jetzt etwas sagen, was dir von jetzt auf gleich helfen kann....

Wir müssen es einfach akzeptieren!

Wie gesagt, ich würde meinen Sohn am liebsten in Watte gepackt zu Hause einsperren
Als er noch kleiner war und auf Klettergerüsten rumgeklettert ist und rief:"Mama, guck mal wie toll ich das kann" ... ich hab nur kurz hingeguckt und im zugerufen wie toll er das macht... und gaaanz schnell wieder weggeguckt.... und ihn machen lassen.

Super schwer....
Nur so als Beispiel, wir müssen loslassen...und ich wüsste gerne ein Patentrezept.

Ja, so einen Partner wünsche ich mir auch wieder (ich hatte ihn mal). Immer wenn ich mir über irgendetwas Sorgen machte, sagte er immer: Das wird schon wieder, mach dir keine Sorgen! Und mir ging es wieder gut.

Da dein Partner es auch nicht kann, sage ich dir halt:

Liebe Rubby, das ist alles nicht schlimm. Alles ist gut. Worüber Sorgen machen, wenn kein Anlaß besteht?!
Versuche dir immer und immer wieder die schönen Dinge vor Augen zu führen, die Wunder des Lebens....
Lass dich mal ganz fest drücken.

11.03.2010 08:42 • #9


vielen dank!

ich bemühe mich sehr und heute gehts etwas besser.

ich will mehr schöne dinge machen und mich ablenken. leider finde ich oft den anfang nicht. ich sitze hier rum, bei meinem freund, der ist arbeiten. ich habe zur zeit nichts, außer das ich meine abschlussarbeit schreiben muss, nach einem eh schon zu lange andauernden studium und meinen nebenjob, 3-4 mal im monat. jetzt suche ich was zusätzliches, damit es nicht so langweilig ist und die gedanken fern bleiben.

ich fühle mich dann oft so unnütz und denke an all die tollen dinge, die man machen kann, die viele schon gemacht haben. in tolle länder reisen, abenteuer, auf der bühne stehen-singen, etc. dann bin ich auch oft ganz neidisch auf einige freunde, die wagen etwas, haben tolle erlebnisse.

ich dagegen denke nach, andauernd, habe nicht genug antrieb und sehe überall hindernisse. ich denke an das ende und kann nicht genießen, ich fühle mich einsam und kann nicht genießen, ich fühle mich unfähig und fehl am platz und kann nicht genießen. einfach verbort. mal ist´s weniger mal mehr, aber insgesamt zu viel!

12.03.2010 13:48 • #10


Hallöchen Rubby!
Zitat:
da ich weiß, dass es mir genommen wird, nur die frage wie und wann....

Tja, wann wir gehen müssen, weiß niemand vorher. Und ich finde, das ist auch gut so.
Du schreibst zum Beispiel, Du machst Dir solche Sorgen um Deine Mutter,weil Du sie irgenwann an den Tod verlieren wirst.
Aber anstatt sie jetzt schon zu beweinen: Genieße die Zeit mit ihr und all Deinen Lieben ganz bewußt. Sage nicht: "Das machen wir später". Nichts aufschieben, im Jetzt und Hier leben.
Weißt Du, rubby, wenn Du sooft deswegen traurig bist, dann denk mal daran, was Dir durch solche Situationen an Zeit für Deine Mitmenschen verloren geht.
Ich finde, man sollte ganz oft dankbar für das Leben an sich sein.
Und auch dankbar, das es Menschen gibt, die den Weg mit einem zusammen gehen.
Sei mal anständig von mir umarmt.......Simmi

12.03.2010 14:50 • #11


Hallöchen Simmi,

das stimmt alles, man sollte die zeit genießen, die man hat. und man sollte sich nicht um etwas sorgen, was noch nicht thema ist.
aber wie denkst du (ihr) über die tatsache ansich? es ist nunmal so, dass sie zeit rennt, bald werde ich 26 und gerade wurde ich erst 25. es geht so schnell. und die tatsache, dass noch zeiten kommen, in denen andere um einen rum krank werden oder man selbst? es ist noch nicht so weit, aber seht ihr nicht, dass es nicht lange dauert bzw. die zeit so schnell vergeht? mir fällt es oft schwer zu genießen, wenn ich doch weiß, dass ich nicht viel zeit habe und alles, was ich mir erarbeitet habe, all die kraft die ich aufbringe dann einfach weg sind. ansich lebe ich gerne, kann aber einfach nicht damit umgehen, dass mir alles genommen wird. jeden tag fühle ich, wie alles, was gerade ist, wer gerade lebt, ca. in 80 jahren spätestens geschichte ist. und oft hab ich dann so ein sinnlosigkeitsgefühl. warum heute dies und morgen das, wenn es in geraumer zeit sowas von unwichtig ist?!
könnt ihr das nachvollziehen? wie geht ihr mit dem tod um?
ich wünsche mir so, es anders zu sehen und allein das argument, dass gerade alles gut ist, hilft nicht viel.

viele grüße
rubby

16.03.2010 12:03 • #12


Hallo!

Ich kenne das auch den mir geht es nicht anders ich denke auch jeden Tag daran das irgendwas passieren könnte. Ich gehe schon ungerne ins Bett weil ich denke ich schlafe ein und wache nicht mehr auf!! Ich habe zuviele Schicksalschläge in den letzten Jahren gehabt und deswegen ist der Tod bei mir mittlerweile auch eine grosse Sache geworden. Obwohl ich laut Arzt zu 100 Prozent gesund bin habe ich Angst!

Trotzdem kopf Hoch!

MFG Anja

16.03.2010 12:16 • #13


Hi,

das ist doch alles kein zustand! ich denke den ganzen tag nichts anderes mehr. ich nehme jede regung meines körpers wahr, zwicken hier und da, zur zeit habe ich einen schmerz in meinen hüften, so ein drücken. hier und da ein schmerz im kopf, alles nicht so schlimm, zu ertragen, aber jedesmal diese angst, es könnte alles mögliche sein, harmloses und auch schlimmes. ich kann aber auch nicht wegen allem zum arzt rennen.
oft ist mir auch schummerig und ich werde nervös, auf der straße meistens. vielleicht kommt das von den gedanken, keine ahnung, aber es macht mir angst.
ich habe das gefühl auf messers schneide zu leben. ich weiß, ich muss sterben, irgendwann, aber das gefühl, es könnte jeder zeit passieren, macht mich noch verrückter. gerade nachdem der bekannte mit 27 einfach so tot umgefallen ist wegen eines anorismas.
immer, wenn ich gerade etwas besser drauf bin, hab ich irgendwo nen schmerz oder sonst was und bekomme wieder angst.
ich weiß nicht, es ist so schlimm, dass ich nun garnicht mehr davon wegkomme, sonst hat es immer geklappt nach ner zeit. warum hab ich bloß das gefühl, ich lebe in ständiger gefahr, jeder zeit kann was passieren, mit mir oder anderen und ich fühle es als sehr wahrscheinlich. nur eine frage der zeit.
ich weiß nicht, wie ich davon wegkommen soll, es macht mich fertig, ein teufelskreis, wo ich evtl. noch nen herzinfarkt von bekomme, wenn ich mich nicht einkriege.


alles was ich sehe beziehe ich auf den tot, alle leute, dinge aus der vergangenheit.
wir leben so kurz und mit vielen gefahren, das macht mich einfach fertig!!
fühl mich so hilflos!!

18.03.2010 14:42 • #14


Rubby, ich möchte dir helfen. Ich bin 22 Jahre alt und war seit Monaten auch von der Angst vor dem Tod geplagt. Es hört sich echt komisch an aber was mir geholfen hat, sind Nahtodberichte von anderen Leuten zu lesen. Diejenigen, die fast gestorben sind.

Ich habe viele interessante Beiträge gelesen, die mir den Angst etwas wegnehmen konnten. Der Wahnsinn ist, dass viele Berichte sich extrem ähneln. Es sei wunderschön und viele wollten nicht mehr ins Leben zurückgerufen werden weil es so schön war... Habe sogar von einem Komapatienten gelesen, der 17 Tage lang zwischen Leben und Tod schwebte. Es war eine wundervolle Geschichte, er habe wunderschöne Dinge erlebt und habe seine verstorbenen Angehörige wieder angetroffen. Die anderen (Freund etc...) würde später ebenso folgen. Hört sich vielleicht idiotisch an, aber warum sollte der Tod so schlimm sein? Ein JEDER wird es erleben. Egal was für ein Lebewesen. Ich kann seitdem das Leben wieder besser geniessen...

Der Tod erlebt ein JEDER. Es gehört zur Natur. Zum Leben gehört die Liebe. Wenn die Liebe da ist, ist man vollkommen. Bei Vollkommenheit hat man theoretisch keine Angst mehr vor dem Tod...

Auch ich bin geplagt von Angstattacken etc. Doch ich kriege es immer besser in den Griff. Du musst einfach dafür kämpfen, die Angst in den Augen sehen. Es gibt nichts zu fürchten. Auch wenn man den täglichen Gefahren ausgesetzt ist. Passiert ein schlimmer Unfall, wird man oft ohnmächtig, auch wenn man noch lebt. Und auch während einer Ohnmacht ist dein Bewusstssein nicht mehr wie vorher. Auch da ist man in einem völlig anderen Zustand, wo Angst keinen Platz findet...

Eine Therapie könnte sicher auch helfen. Lass dein Leben nicht von dieser Angst dominieren!

Lg Petrachen

18.03.2010 15:27 • #15


hallo petrachen,

danke für deine antwort. du hast einige wichtige dinge angesprochen, wie zb. berichte über nahtod erfahrungen. damit werde ich mich auch noch beschäftigen.
mal ist es auch schon etwas besser, aber insgesamt denke ich noch zu oft dran und bringe alles mit dem tot in verbindung. zb. wenn mein freund mich umarmt, stelle ich mir vor, dass er mir eines tages genommen wird,ich solche momente nie mehr haben kann, sie aber doch so schön sind und ich meinen schatz immer so lieben möchte, genau wie meine mum, etc. ich kann einfach nicht mehr genießen, da ich immer dieses bewusstsein habe und nicht mehr schaffe zu verdrängen. die vorstellung, dass mein freund, der wunderbarste mensch, so wertvoll, einfach eines tages weg ist, macht mich krank. ich schaffe nicht zu akzeptieren, dass wir alle zu nem best. zeitpunkt gehen müssen und alles, was wir erreicht haben, alle, die wir so lieben, einfach weg ist, mit mir ins nichts verschwunden.
ich hab einiges über den unsterblichen geist gelesen und wiedergeburt und wünschte, ich könnte es glauben, irgendwie. aber schwer vorstellbar, dass der geist ohne körper weiterlebt und in einem neuen menschen wiederkehrt. selbst dann ist man wer neues und das, was ich jetzt so liebe, existiert nicht mehr.
außerdem ist diese welt so rational, alles ist iregndwie begründbar, das meiste, übernatürliche dinge konnten nie eindeutig nachgewiesen werden. und wie mir scheint, ist der glaube eine art schutz, eine vorstellung, das der mensch sich an was festhalten kann,was ja auch sehr gut ist. es fällt mir sehr schwer, solche dinge zu glauben, gerade, da ich sehr rational erzogen wurde.
mir hilft einfach wenig eine phantasie, ein glaube, der diesem rationalen leben so widerspricht. es ist auch schwer vorzustellen, dass der geist jedes menschen weiterlebt und grundegendes immer bestehen bleibt. es gibt so viele menschen, gute, schlechte, gesunde, kranke, schlaue, dumme, etc. einfach schwer zu glauben, dass so dinge mit in ein neues leben genommen werden, ob gut, ob schlecht.
hach ne. ich würd so gerne glauben! das die angst endlich geht!!!

viele grüße

19.03.2010 19:16 • #16


Hallo Rubby,
wir können unserem Leben nicht mehr Tage geben aber wir können unserem Tagen mehr Leben geben.
Ich weiß das sind abgedroschene Phrasen die Du schon zig mal gehört hast aber ich kann Dir sagen das etwas wahres dran ist.
Ich habe 2 mal versucht mir das Leben zu nehmen und habe dann irgendwann gemerkt das es auch einige Schöne Dinge im Leben gibt und das es wirklich NUR auf die eigene Einstellung und Sichtweise geht.
Ich stehe jetzt wieder vor einer weiteren Therapie weil ich meinem Leben mehr Lebensqualität also mehr Sinn geben will.
Ich glaube genau darum geht es.
Du wirst nicht verhindern können das Du irgendwann stirbst aber Du kannst verhindern das Du nur auf diesen Zeitpunkt wartest.

19.03.2010 21:21 • #17


Hallo...
das man an den Tod denkt...ist eigentlich normal denn er gehört ja zum Leben dazu....
Angst davor habe ich auch nicht weil ich an Widergeburt glaube....aber um meine Lieben mache ich mir eigentlich auch viele Gedanken...das etwas passieren könnte,nicht das sie eines natürlichen Todes sterben könnten,sondern durch Unfall,Mord oder Unfall.....die Welt ist halt gefährlich geworden und sich sicher sein kann man eigentlich nirgenswo...
Wenn diese Gedanken aber Überhand nehmen und den Alltag bestimmen sollte man aber gegenlenken ....ich versuche immer ganz schnell diese Gedanken zu zerstreuen und einfach an etwas positives zu denken....

lg.Eva

19.03.2010 21:37 • #18


hallo,

es ist schon irgendwie erschreckend, das alles zu lesen.
ich meine, in einem alter, wo das leben spaß machen sollte; wo ziele da sein müßten, pläne usw. usw. .

die gedanken an den tod sind schon real und die gehören zum leben und auch alles, was drum herum so dann ist.

vll. fehlt dem einen oder den anderen eine wirklich schöne aufgabe, ein ziel, aber zu zweit. vll. könnte es ein wunderbares hobby sein, was man noch nicht entdeckt hat; es gäbe vieles, was das leben zu bieten hätte.

langeweile brauchte gar nicht da zu sein.
es gibt bücher, die kunst, galerien, ausstellungen. eine stadt steckt voller angebote; man muß sie nur wollen und sich dafür interessieren.

ablenkung ist die beste medizin!!!

nehmt euch gute vorbilder, die es immer gab und natürlich gibt.

lg
rose

20.03.2010 12:52 • #19


ich mal wieder. ich habe heute was schlimmes erfahren. meine mutter ruft mich an und sagt, die ehemalige pflergerin meiner verstorbenen oma ist einfach tot umgefallen. sie hatte aufgrund von blutarmut ne gebärmutterentfernung. einige tage später, als sie zuhause war hatte sie dann wohl n thrombose. ich finde das alles sehr erschreckend. die frau war 47. also nicht wirklich alt.
ich bin 36 und teile eure gedanken echt oft. ich kann mich fast nie wirklich entspannen von diesen gedanken und habe es immer im hinterkopf. heute war mir den ganzen tag schwindelig und ich habe gegoogelt nach der ursache von thrombosen.. toll..

20.03.2010 20:45 • #20



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