Zitat von Cloudsinthesky:Ich weiß nur einfach nicht, wo ich es angehen soll.
Das glaube ich dir und kann es sogar nachfühlen. Ich denke, und weil ich es auch selbst erlebt habe, dass dich dieser 1. Lagerungsschwindel total aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Allerdings hattest du schon vorher psychische Probleme. Bedeutet, dieses Ereignis hat dich so traumatisiert, dass sich dieses Gefühl eingebrannt hat. Du hast quasi den Schwindel erlernt.
Schwindel mag stellvertrend dafür stehen, dass du dein Leben nicht kontrollieren kannst, etwas, was dir natürlich extreme Angst einflößt. Und dass du den empfindet, das glaube ich dir wirklich. Deine bisherige Erkrankung hatte auch mit dem Körper zu tun. Du hast mit deiner Essstörung die Kontrolle haben wollen. Hast sie soweit überwunden und nun eine neue "Quelle" oder ein neues Leiden bekommen, dass sich deiner Kontrolle aber entzieht. Sprich, das Problem ist noch deutlicher geworden. Alles deutet auf dieses Problem Kontrolle hin.
Gut, ich bin keine Psychologin, sind eben so meine Gedanken. Ich verstehe auch nicht wirklich, dass deine Psychologin da nicht wenigstens einen Zusammenhang sieht. Insgesamt zu deiner Einstellung zu deinem Körper und deinem Empfinden dabei. Und ja, ich empfand diesen Schwindel auch als extremst beängstigend, und musste viel Energie reinstecken, um dieses Erlebnis zu verdauen. Übrigens sagen das auch meine Patienten, die den auch schon hatten.
Der Unterschied besteht in der Verarbeitung solcher Schrecken. Psychisch instabiler Menschen brauchen einen Zugang, von mir aus ein erarbeitetes Vertrauen in sich selbst. Und hier liegt der Knackpunkt. Wenn Symtome dermassen an den Kräften zehren, wie soll das dann möglich sein? Hier sollte der Therapeut ansetzen. Sei es mit Medis, oder was auch immer. Wohl dem, der sie verträgt, das kommt ja auch noch hinzu.
Unter Angst und den damit verbundenen Symtomen wirklich zu lernen, diesen Zugang zu sich selber zu finden, ist meiner Meinung nach extremst schwierig. Da muss ich auch passen. Ich hatte das wahnsinnige Glück, dass mir die AD die Symtome genommen haben. Erst durch die Ruhe konnte ich dann klar denken und die Aufarbeitung leisten.
Wenn ich nicht selbst so nen riessen Respekt vor Benzos hätte, würde ich zu einem einzigen Versuch raten, wie es wäre, mal totale Ruhe zu fühlen. Wenn die Symtome deutlichst gebessert werden würden, hättest du evtl. deine Antwort. Aber ich selber würde das nie machen. Ich wäre suchtgefährdet. Kenn mich da viel zu gut. Und sowas sollte dann auch mit einem Arzt besprochen werden.