Hallo zusammen
Ich wollte mal meine Geschichte zu diesem Thema kurz zusammenfassen.
Meinen Schwindel habe ich seit etwa 2 Monaten.
Es ist eine für mich bis dahin unbekannte Art von Schwindel.
Es fühlt sich so an, als wäre es ein inneres Schwanken oder Beben. Mein Gleichgewicht ist einwandfrei. Es ist nur innerlich, dieses Gefühl. Äusserlich dreht oder schwankt meine Umgebung nicht und ich selber meines Erachtens auch nicht, oder zumindest kaum merklich.
Keine Kreislaufprobleme, Blutdruck ok, immer mal wiederkehrender Eisenmangel- im Moment vielleicht wieder etwas tief, ansonsten Blutwerte immer ok.
Ich leide seit bald 2 Jahren an chronischen HWS-Beschwerden (starke Verspannungen, keine degenerativen Veränderungen). Dies ist einerseits bedingt durch meinen Beruf (Büroarbeit mit bis zu 10 oder noch mehr Stunden Sitzen am Tag) und Stress bei der Arbeit und privat. Es wurde ein HWS-Syndrom mit körperlichen und psychischen Ursachen diagnostiziert und eine daraus entstandene mittelschwere depressive Episode, sowie regelmässige Panikattacken. Nach fast 8 Monaten Krankschreibung und Aufenthalt in einer psychosomatischen Reha, arbeite ich nun seit 1 Jahr wieder 100% (oder eher 120%).
Die täglichen Schmerzen, Missempfindungen, Verspannungen und diverse Symptome in diesem Zusammenhang sind geblieben.
Der Stress ist wieder stetig grösser geworden und schlägt natürlich auch auf meine Gesundheit.
Ich habe diverse psychosomatische Beschwerden, welche bei mir immer wieder neue Ängste vor Krankheiten auslösen. Besonders schlimm für mich ist es immer wieder wenn ein neues Symptom hinzukommt, welches ich nicht kenne. Ist es psychosomatisch oder doch etwas körperliches?
So also auch dieser komische Schwindel seit ein paar Wochen...
Mein Hausarzt war sich sehr sicher, dass es entweder im Zusammenhang mit der HWS steht (kenne ich so aber nicht).
Oder vom Stress kommt. Dies hat er aufgrund eines Gespräches gemeint und mir Magnesium verschrieben, welches ich seit einigen Wochen täglich nehme aber keine Verbesserung spüre.
Meine Beobachtungen:
- Schwindel morgens besser, kaum da
- Zunahme gegen Mittag (nach längerem Sitzen?)
- Zunahme bei Stress / Arbeit
- leicht besser am Wochenende
- Bei Bewegung, Spaziergang, Fitness, Sport kaum bis gar nicht da
- Vor allem im Sitzen präsent, wenn ich mich nicht bewege
- Im Liegen da aber nicht ganz so schlimm
- in letzter Zeit Abends z.B. vor dem Fernseher oder beim Nachtessen am stärksten
Passt das zu psychischem Schwindel? Wird dieser durch die Angst davor verstärkt? Je mehr man daran denkt oder sich darauf fokussiert, desto schlimmer? Je mehr Ablenkung/Bewegung, desto besser?
Ich persönlich kann mir den Schwindel auch "nur" durch den wieder steigenden Stress erklären. Die Verspannungen sind sicher schlimmer geworden und schwieriger mit Bewegung und meinen üblichen Taktiken zu verbessern.
Sorry für den langen Text. Würde mich freuen über eure Meinung - bin da noch nicht so "Experte" zu diesem Thema und versuche im Moment selber vieles verstehen zu lernen.
Liebe Grüsse an alle.