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Seit meiner Brustkrebserkrankung im letzten Jahr mit OP, Chemo und Bestrahlung habe ich panische Angst vor einem Rückfall.
Ich traue mich nicht die Brust abzutasten . Bei dem Versuch das zu machen bekomme ich eine Panikattacke und lasse es dann doch .
Den ersten Brustkrebs habe ich auch selbst getastet, deshalb trau ich mich nicht mehr.
Antihormontherapie musste wegen Unverträglichkeit vorübergehend abgebrochen werden was die Angst noch verstärkt.
Lenke mich im Moment mit Autofahren und Fernsehen ab.
Mein Mann ist da nicht der beste Ansprechpartner, er sagt nur, der Krebs ist weg.

29.04.2014 11:53 • 30.04.2014 #1


6 Antworten ↓


Hallo claire,

kann deine Angst gut verstehen. Bei meiner Schwester war/ das genauso, dass sie es beim erstem Mal selbst ertastet hatte und Angst hat, dass sich wieder was neues bildet. Sie hat immer noch mit Schmerzen zu kämpfen. Ich mache mir da auch Sorgen. Als es ihr schlecht ging, war ich immer für sie da.
Es ist wichtig, sich abzulenken. Vielleicht findest du ja noch andere Dinge, die dir Freude bereiten. Musikhören oder eine Entspannungsübung. Meine Schwester war auch mal in einer Sportgruppe ne Zeit lang, oder wir waren schwimmen.

Alles Gute für dich und weiterhin viel Kraft.

29.04.2014 12:05 • x 1 #2



Brustkrebs Rückfall - Panikstörung

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Hallo Claire,

ich kann dich vollkommen verstehen. Es ist bei einem sensiblen Menschen normal das du Angst hast. Kann dir den Tipp geben in eine Krebs Selbsthilfegruppe zu gehen. Bei meiner Tante war das in den 70er Jahren genau so und sie ist nie wieder erkrankt. Sie ist jetzt 92 Jahre alt und ist seit damals immer in diese Gruppe gegangen. Ich denke das das wichtig ist und dir helfen wird. Kopf hoch, dein Mann hat Recht, der Krebs ist weg aber sag ihm er soll ein bisschen verbindlicher sein und sich vorstellen er wäre an deiner Stelle. Wie würde er reagieren?

29.04.2014 15:03 • x 2 #3


Hallo Claire,
wie oft gehst du denn momentan zur Nachsorge?
Vielleicht hilft es dir, wenn du die bzgl. des Brustabtastens sagst: "Durch das Abtasten kann ich mir nur helfen, was ich eventuell taste, ist so oder so da, es zu wissen ändert NICHTS." (Ich kanns schlecht beschreiben...)
Bzw. auch eine BK-Patientin kann immer mal wieder was Gutartiges tasten, davor ist niemand gefeit. Also selbst wenn du mal was spürst, ist das noch lange kein Rückfall!

aber meinst du, Autofahren ist das Richtige? Ich mein, was dich ablenkt, ist ansich gut. Aber wenn es mal nicht funktioniert und du mit Panik fährst, kann das für alle Beteiligten sehr gefährlich werden.
Und nimm deinem Mann die Reaktion nicht übel; die Angehörigen gehen oft auch auf dem Zahnfleisch und wissen nicht, was sie sagen oder tun sollen.

29.04.2014 15:27 • #4


Hallo Alligato
Keine Sorge, Die Panikattacken bekomme ich lediglich bei dem Versuch die erkrankte Brust nach Knoten abzutasten.
Das ich das nicht beim Autofahren mache dürfte Klar sein. Aber ich merke wenn ich mich beim Autofahren konzentriere
lenkt mich das von der Krankheit ab ,da ist dann kein Platz zum grübeln.

30.04.2014 14:53 • #5


Hallo Mattes !
Deine Antwort baut mich wirklich auf !
Schön auch mal zu hören das nach so etwas auch mal alles wieder gut werden kann.
Meine Tante hatte vor ca. 20 Jahren das gleiche und blieb danach auch gesund bis heute. was aber dann doch schlecht ist,
meine Oma war auch betroffen . Das heißt wenn ich Pech habe ist der Krebs genetisch veranlagt.(Wird im August getestet)
Aber Danke für Deinen Zuspruch !
Liebe Grüsse claire

30.04.2014 15:05 • #6


Zitat von claire1964:
Das ich das nicht beim Autofahren mache dürfte Klar sein. Aber ich merke wenn ich mich beim Autofahren konzentriere
lenkt mich das von der Krankheit ab ,da ist dann kein Platz zum grübeln.

Achso, ich dachte schon. So klar ist das nicht - ich habe schon einmal mit einer Frau geschrieben, die während einer PA zur Ablenkung ins Auto stieg

30.04.2014 21:54 • #7




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