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Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade schrecklich verunsichert.

Seit Wochen nehme ich eine Untersuchung nach der nächsten mit (MRT von Kopf und LWS, Röntgen der Lunge, große Blutbilder,..) , war mit Verdacht auf Thrombose mehrmals in der Klinik, dann mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall. Irgendwie hat sich davon aber nichts bestätigt. Ich gehe jetzt zur Krankengymnastik/Physio und mache zuhause Übungen. Ich habe eine tolle Therapeutin (Verhaltenstherapie) gefunden und hab mich alles in allem zwar weiter etwas unsicher gefühlt was meine Gesundheit betrifft aber es hielt sich die letzten Tage im Rahmen.

Gestern war ich nun zur jährlichen Kontrolluntersuchung beim Gyn. Damit hab ich nie Probleme und das war für mich auch kein Grund Angst zu bekommen. Mein Gyn hat die üblichen Untersuchungen gemacht und nach dem abtasten der Brust erstmals ein Ultraschall der Brust. Mit ernster Miene hat er den Bildschirm angeschaut, mindestens 15 Minuten geschallt und mich nebenbei über eine (leider bestehende) familiäre Vorbelastung ausgefragt. Raus aus der Praxis bin ich schlussendlich mit einem Überweisungsschein auf dem "Familiäre Vorbelastung, tastbarer Befund, bitte um dringende Abklärung durch Mammasono, Mammographie und gegebenenfalls Biopsie" steht. Mein Gyn hat gleich in der Praxis angerufen in der ich zur Mammo soll und gebeten mich absolut zeitnah zu untersuchen. Termin ist morgen. Wie es mir seit gestern geht brauche ich euch wohl nicht zu erzählen. Hat jemand ein paar aufmunternde Worte für mich?

Grüße

11.06.2014 13:48 • 13.06.2014 #1


17 Antworten ↓


Hallo,

oh Mist, das sind ja keine schönen Nachrichten. Hast du denn den Arzt etwas ausgefragt?

Fühl dich gedrückt ... ich drücke morgen ganz fest die Daumen, dass es sich anders erklären lässt und alles gut wird und das du vorallem gleich was gesagt bekommst und nicht noch Wochen warten musst.

11.06.2014 14:33 • #2



Brustkrebs mit 26? Kontrolluntersuchung

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Ach, wie blöd....also, natürlich kann hier niemand sagen, es ist nix. Das wissen wir nicht. Aber: ein tastbarer Befund heißt noch nicht, es ist bösartig. Dein Arzt fordert zunächst Sono, also Ultraschall, an, dann Mammografie, und ggf. Biopsie. D.h. er ist sich nicht sicher und möchte kein Risiko eingehen, gerade weil du noch so jung bist. Es gibt jede Menge Gründe, warum ein tastbarer Befund da sein kann, z.B. eine Zyste. Bei meiner Tante war es leider umgekehrt. Der Arzt dachte, es sei eine Zyste und schickte sie heim. Nach 6 Monaten stellte sich raus: doch bösartig. Dann wurde sie aber noch am gleichen Tag ins Krankenhaus zur Biopsie überwiesen, es wurde aber vorher schon gesagt, dass es mit Sicherheit Krebs ist, die haben das irgendwie schon sehen können. Sie ist übrigens seit zwei Jahren krebsfrei, benötigte auch keine Chemo und die Brust wurde erhalten. Also,im worst case: noch kein Todesurteil (wenn sicher auch nicht toll, das ist ja klar) Also, möglichst ablenken, jetzt aufhören das Internet zu durchforsten, und tu dir noch irgendwas Gutes. Sag uns dann morgen Bescheid, die wahrscheinlichkeit, dass es nichts Schlimmes ist, ist sehr, sehr hoch. LG

11.06.2014 15:04 • #3


Ich hatte ungefähr dieselbe Situation mit Anfang Zwanzig, ebenfalls bei familiärer Disposition. Mein tastbarer Befund stellte sich als Zyste heraus, obwohl der Arzt damals schon zu mir meinte, dass ich mich auf das Schlimmste gefasst machen soll (vielen Dank dafür!).
Irgendwie hab ich dann auch die Tage bis zur Mammografie herumgebracht. Zum Glück war der Radiologe sehr nett und mitfühlend, hat die Mammografie sofort ausgewertet und sicherheitshalber gleich im Anschluss noch eine Punktion gemacht, um mir dann die frohe Botschaft zu überbringen.

Wie Freibadschwimmer schreibt, es muss nicht Krebs sein. Aber ich weiß, wie du dich fühlst und wie schwer es ist, in dieser Situation klar zu denken. Sag uns Bescheid! Ich denke an dich und drücke alle Daumen!

11.06.2014 19:32 • #4


Vielen vielen Dank für eure lieben Worte

Ich sitze wirklich wie auf heißen Kohlen und Male mir die schlimmsten Dinge aus.. Ich werde jetzt versuchen mich weiter abzulenken, morgen um 10 Uhr ist der ganze Spuk hoffentlich vorbei. Ich habe nur Angst davor dass (auch wenn der Befund keinen Krebs ergibt) meine ganzen Angstprobleme von vorne losgehen. Ausgelöst wurden die erstmals nachdem ich im Januar vom Notarzt mit Verdacht auf einen Schlaganfall in die Klinik eingeliefert wurde. Nachdem jetzt wieder der Verdacht auf eine lebebsbedrohliche Krankheit besteht liegt diese Befürchtung nahe..

Ich hoffe das ist alles bald vorbei

11.06.2014 20:15 • #5


Nein, wenn der Befund gutartig ist, dann gehst du lächelnd da raus und holst dir ein Eis Lass es dir schmecken. Es ist sicher alles gut...

11.06.2014 20:19 • #6


Ich hoffe es ist alles gut?!

LG

12.06.2014 12:30 • #7


Hallo Tanne2701,

erstmal ist alles gut. Der Knoten ist da und muss beobachtet werden. Für den Moment gibt es aber erst einmal Entwarnung. Da auch die Lymphknoten auffällig sind muss ich dran bleiben und unbedingt in einem brustkrebszentrum mein Brustkrebsrisiko mit einem Gentest testen lassen.

Ich bin etwas beruhigter aber ich hätte mir ein positiveres Ergebnis erhofft

12.06.2014 15:06 • #8


OK....das freut mich ja erstmal. Was wurde denn gemacht..nur Ultraschall?

Dann lass dich mal schnell testen und dann kannst du weiter sehen, was es für Möglichkeiten gibt, falls das Risiko extrem hoch ist.

12.06.2014 15:19 • #9


Nein, volles Programm - Mammographie (4 Bilder) und ausführlicher Ultraschall auch von den Lymphknoten in den Achseln. Ja das werde ich machen

Danke für die Nachfrage und die lieben Worte Tanne2701

12.06.2014 15:37 • #10


Super...dann kannst du doch erstmal beruhigt sein.

Ich hoffe und drücke ganz feste die Daumen, das niemals was schlimmes daraus wird.

LG

12.06.2014 15:41 • #11


Ich lese hier auch die ganze Zeit mit, weil ich auch panische Angst vor Krankheiten. ..besonders vor Brustkrebs habe. Erst einmal super, dass erst mal alles gut ist. Aber darf ich mal fragen, warum der Knoten nicht entfernt wird, bevor er bösartig wird? Oder kann das nicht passieren?

12.06.2014 17:01 • #12


Ja das stimmt.. Danke dir

Oh Violetta das kenne ich, ich kann ein Lied davon singen. Doch, es kann wohl immer passieren dass er sich verändert. Deshalb muss ich engmaschige Kontrollen einhalten und einen Gentest machen lassen.. Also ausgestanden ist das noch lange nicht

12.06.2014 18:50 • #13


Ich meine nur so laienhaft....wenn die Gefahr besteht... auch wenn sie noch so gering ist....ob es da nicht besser ist, ihn frühzeitig zu entfernen. ..Ich habe auch 3 Knoten. Aufgrund meiner panischen angst wurde eine Biopsie gemacht, obwohl der FA meinte, das wäre nicht nötig. Naja auf alle Fälle hat der Doc zu mir gesagt die Knoten können nicht bösartig werden...nur größer und dann evtl stören. Darum habe ich damals nichts machen lassen...trotzdem habe i h tierische Angst und meide seitdem ..leider unvernünftigerweise Frauenärzte

12.06.2014 19:29 • #14


Evtl. sind unsere Knoten unterschiedlichem Ursprung. Den Arztgang zu meiden ist wirklich unvernünftig, ich selbst habe für much persönlich die Erfahrung gemacht dass es mich beruhigt Untersuchungen machen zu lassen und mir die Befunde aufzugeben. Damit kann ich mich in psychischen "Krisenzeiten" ziemlich gut selbst runter bringen.

Wie machst du das für dich?

12.06.2014 20:32 • #15


Ich habe keine Strategie. ..leider...es gibt gute und schlechte Tage. ..Vermeidung ist falsch. ..ich weiß. Aber ich glaube, ich will es nicht wissen, wenn ich Krebs habe ( ich weiß, klingt bescheuert) . Den Rest meines Lebens mit dem Gedanken zu leben, ich habe Krebs, egal ob er weg operiert wurde oder nicht, das ginge bei mir gar nicht. Ich habe zuviel diesbezüglich erlebt. Ich habe auch schon eine Therapie gemacht. Due Therapeutin war super. Ich konnte ihr alles erzählen. Bis der Punkt kam, an dem sie von mir erwartet hat, dass ich zum FA gehe, Konfrontationstherapie. Ich habe es nicht geschafft. Leider sagte sie dann, sie könne mir so nicht weiter helfen. Ich habe mir so viel erhofft. Leider alles für die Katz...

12.06.2014 21:05 • #16


So unterschiedlich kann man sein.. Ich würde es sofort wissen wollen um sofort dagegen ankämpfen zu können.. Ich habe bei meiner Mutter gesehen wie wunderbar das laufen kann und sehe heute wie viel stärker sie durch die Bewältigung wurde. Nicht dass es ein schöner Weg war, aber es zeigt einem was man schaffen kann wenn man es früh genug angeht.

Aber ich kann die Angst vor einer eventuellen Diagnose nachvollziehen. Das geht sicher auch jemand wie mir so der wissen wollen würde wenn er krank ist.

Und die Konfrontationstherapie ist richtig, aber zu einem falschen Zeitpunkt (was sich bei dir so anhört) bringt es leider herzlich wenig. Das tut mir leid für dich.

12.06.2014 23:36 • #17

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Leider...wie du schon sagst, Konfrontationstherapie ist richtig. ..aber es war wohl zu früh. ..ich wollte ja die Therapie machen, um meine Ängste zu verlieren. Ich war ca. 1 Jahr in Therapie und hätte wirklich gerne weiter gemacht weil ich mich gut aufgehoben fühlte. Aber wenn sje sagt, sie kann mir nicht mehr helfen. Was soll ich da machen? Leider habe ich in der Familie nur schlechte Erfahrungen gemacht bezüglich Krebs. Es ist zwar schon Jahrzehnte her, aber meine Angst steckt wohl zu tief

13.06.2014 07:15 • #18



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