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frau-hase


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Marialola..Ich kann mir im echten Leben auch nie vorstellen, das es noch mehr solcher Menschen gibt die so drauf sind.
Bei mir is es auch so,wenn ich keine Beschwerden hab dann kann ich auch glauben das alles ok is. Aber leider hab ich meistens was,was mir furchtbar angst macht. Das is so Kraft zehrend. Gehst du denn regelmässig zum arzt? Das Krieg ich nicht hin....leider. früher war es anders rum.ich war bei jedem piep.
Soulfeather....bestimmt wollten sie die Dinger raus geschickt haben. Super das u regelmässig gehst.
Wie klappt euer Alltag mit dieser Krankheit? Schafft ihr auch mal entspannt zu sein?

13.04.2019 18:45 • #5281


marialola

marialola


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Frau Hase, ich habe diese Ur Angst vor dieser Krankheit seit früher Kindheit. Immer wieder mal entdeckte ich etwas, hielt es für K und war sicher, nun sterben zu müssen. Dann ging es immer jahrelang gut. Ab und zu fand ich etwas. Aber eben auch jahrelange Zeiten völliger Freiheit von Angst.
Bei mir gab es zwei Versonen. Phasen. Wo ich fast jede Woche beim Arzt aufschlug, immer völlig aufgelöst und panisch, auf das Todesurteil wartend. Dann erhielt ich Absolution und war vor Glück fast euphorisch. Ich hatte dann eine lange Zeit den besten FA der Welt, der nahm mich, wie ich bin.
Dann zog ich weg und schaffte die Anfahrt nicht mehr. Ich kann ja vor Angst kaum die Kupplung Greten. Und bei der Parkplatzsuche würde ich irre, dachte immer nur du erfährst gleich, dass du sterben wirst. Das wollte ich nicht mehr ertragen. Ich beschloss, mich davon zu befreien und bin über 20 Jahre zu keinem Arzt mehr gegangen. Sagte mir, warte ab. Wenn du in einem Jahr noch lebst, dann war es das nicht. Irgendwann ging das sehr gut. Ich war wirklich diese 20 Jahre Beschwerdefrei. Ich darf mich nur bis heute nicht im Spiegel genau anschauen und dusche nur im Dunkeln. Ich möchte halt nicht wissen, wenn ich sterben muss. Denn dann habe ich von den letzten Monaten auch nichts mehr.
Eine nicht einfache Situation.
Ein ganz wundes Thema bei mir, denn natürlich kommt der Teufel Angst ab und zu hoch und schaut, ob er mich wieder in seine Hölle ziehen kann

14.04.2019 10:39 • #5282


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von SoulFeather:
Ich war ja nach meinem Umzug erstmal 3 Jahre nicht mehr da, weil ich mich mit neuen Ärzten verdammt schwertue, v.a. bei sowas intimen wie Frauenarzt.


Also ich war zueletzt 2012. Und davor vielleicht 5-6 Mal im ganzen Leben. Ich habe weder Angst vor einer schlimmen Diagnose noch vor der Untersuchung. Ich habe einfach keine Lust zu Ärzten zu gehen, wenn ich nichts habe.

14.04.2019 11:40 • #5283


frau-hase


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Ach Marialola, und fas klappt?
Ich würde das auch so handhaben mit zum arzt geh'n aber die Gedanken lassen mich nicht los.
Ich nie trotzdem 10ü am am Tag an Krankheit. Furchtbar is das...Und andererseits will ich aber auch echt zum arzt. Ein Teufelskreis der mir wirklich die Lebensfreude nimmt.

14.04.2019 14:29 • #5284


SoulFeather

SoulFeather


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Ich würde das auch gerne so handhaben... ich hasse es ja auch zu Ärzten zu gehen, v.a. wenn man eigentlich keine Beschwerden hat, sprich Vorsorge.
Aber ich krieg auch den Gedanken nicht los "Was, wenn du jetzt 10 Jahre nicht zum Arzt gehst und dann Krebs bekommst, den man noch gut hätte behandeln können, wenn er früher entdeckt worden wäre?"... und das man sich dann selbst unendliche Vorwürfe macht, weil man quasi selbst Schuld ist, dass man vielleicht nicht mehr lange weiterleben darf...

Der Gedanke frisst mich dann einfach dermaßen auf... aber Frauenarzt ist halt aus mehreren Gründen echt verdammt schwierig für mich. Das fängt schon bei banalen Dingen an, dass man sich dort um/ausziehen muss. Schuhe ausziehen ist auch ein Problem, weil ich mit meinen *beep* Füßen bzw. mit meinen Socken nicht den Boden draußen bzw. den Boden in einer Arztpraxis berühren möchte (anderes Thema). Aber man lässt auf dem Untersuchungsstuhl nunmal nicht einfach die Schuhe an. Allein da fängt bei mir schon nach das Hin und Her an... ich hasse es einfach zum Frauenarzt zu "müssen". Man gilt ja schon als verantwortungslos und lebensmüde, wenn man nicht zur Vorsorge geht... so suggerieren es jedenfalls die Medien.

14.04.2019 14:47 • #5285


frau-hase


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Ja erwartet da geb ich dir vollkommen recht. Das wird uns so suggeriert. Andererseits hört man immer wieder das trotz Vorsorge die Leute an krebs sterben. Das ist alles Grosse schei..
Wie gesagt ohne Beschwerden geht's mir auch recht gut. Nur wenn ch irgendwas merke, und das ist eigentlich immer der Fall, werde ich panisch.
Die Therapie hilft mir dabei überhaupt nicht leider.
Dementsprechend weiss ich auch nicht, was ich dagegen noch machen soll. Ich bin ratlos.
Kann mir vorstellen was in Problem is in der Arztpraxis. Das sind ja alles Sachen die ineinander rein spielen. Die Probleme werden immer mehr so hab ich n Eindruck

14.04.2019 14:57 • #5286


marialola

marialola


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Ich versuche, rational abzuwägen.
Natürlich ist es eine wunderbare Sache, wenn man in der Lage ist, zum Arzt des Vertrauens zu gehen. Man fühlt sich auf der sicheren Seite. Eine zeitlang hat mir das geholfen.
Aber - und hier kommt das große Aber: Fakt ist, dass Menschen, die regelmäßig an der Vorsorge teilnehmen, auch öfter in KH eingewiesen werden, zwecks Abklärung.
Zum Glück überwiegend gibt es dann Entwarnung.
Darüber gibt es tatsächlich Statistiken.
Auch Frauen, die sich abtasten, landen öfter bei weiteren Untersuchungen.
Ich könnte das nicht ertragen, weil ich einen absoluten Hortor vor allem habe, was mit Medizin zu tun hat. Nicht weil ich Angst vor Schmerzen habe, sondern mir diese Patientenrolle unerträglich ist.
Fakt ist auch, dass diskutiert wird, ob Früherkennung immer Leben rettet, oder nur den Zeitpunkt vorverlegt, den ein Mensch für krank erklärt wird.
Nein, ich möchte keinem ausreden, dorthin zu gehen.
Aber, man muss vorher wissen, ob man mit den Konsequenzen klar kommt.
Logisch, die Ärzte können nur raten, nicht zwingen.
Aber ich könnte auch nicht ignorieren und zur Tagesordnung übergehen, wenn etwas Verdächtiges geklärt werden müsste. Damit könntei ich, freien Willen hin oder her, nicht umgehen.
Ich bin zur Zeit ziemlich schlecht drauf.
In meinem Umfeld sind einige Menschen, völlig wahllos, aus dem Leben gerissen worden.
Sie alle waren brave Arztgänger. Alle tot. Es ist immer der gleiche Ablauf.
Diagnose. Hoffnung. Qualvolle Behandlung. Tod.
Ich bin auch zu sensibel, habe mir das sehr extrem reingezogen.
Ich bin sicher, es gibt auch viele Menschen, denen geholfen wurde.
Also bitte, ich möchte keine falschen Ideen verbreiten.
Ich für mich habe es nicht mehr ertragen.
Dieses im Wartezimmer sitzen und auf das vermeintliche Todesurteil warten, dazu noch für total hysterisch gehalten zu werden.
Ich habe es 20 Jahre geschafft, mich nicht mehr selbst auf tödliche Zeichen zu kontrollieren.
Natürlich hatte ich auch mal Wehwehchen, da habe ich mir gesagt, was von selbst kommt, geht von selbst und so war es auch. Schulterschmerzen waren dann halt eine Zerrung und nicht gleich ein Tumor. Das ging wirklich ganz gut.
Ich hatte zuletzt aber auch ein Jahr, wo dieser Teufel, wie ich ihn nenne, diese Angst, wieder nach mir griff. Ein Jahr lebte ich in der Überzeugung zu sterben. Das ist krass. Man muss arbeiten, ist unter Menschen und denkt immer nur, jaja, ihr dürft weiterleben und ch erlebe das Frühjahr vielleicht nicht mehr.
Therapie?
Wie will ein Therapeur mir die Sicherheit geben dass ich nicht an dieser furchtbaren Krankheit eingehe.
Das kann keiner.
Das ist wie bei Leuten mit Flugangst
Niemand kann mir garantieren, dass das Teil nicht abstürzt.
Nur, diese Angst habe ich zB nie, ich genieße das Fliegen.
Ich halte es für absurd zu fürchten, dass ausgerechnet mein Flieger nun abgeht.
Ich wünschte, ich würde bei dieser Krankheit auch so denken können.

15.04.2019 11:02 • #5287


frau-hase


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Ja du sprichst mir aus der Seele. diese Ungewissheit aushalten ist wirklich schlimm. Und Vorsorge hin oder her...man weiss nihct ob es wirklich Leben rettet.
Und kann man dann mit dieser Patientenrolle umgehen wie du sagst. Klar, manche Sachen könnte man sicher beheben, die nix sclimmes sind, aber dennoch das Leben beeinflussen, bei Schmerzen beispielsweise.
Schulter, da sagst du was...Klar ich könnte zum arzt gehn, wahrscheinlich wäre es nix schlimmes woran ich sterbe aber sicher weiss ich das nciht. Also geh ich nicht und hab aber Schmerzen und die erinnern mich ständig an meine Angst.
Und Therapie...naja wie gesagt, da lauf ich seit 2 jahten hin, aber natürlich hilft das nicht, wie du schon sagst, der kann mir nur immer wieder sagen das ich lernen muss mit dieser Unsicherheit zu leben, aber wie? Das kann er mir nicht sagen und deswegen hildt es mir überhaupt garnicht.
Also versteh ich dich richtig...du gehst garnicht zum Arzt?

16.04.2019 07:46 • x 1 #5288


marialola

marialola


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Nun, wie ich schrieb, hatte ich eine krasse Phase, wo ich jede Woche hinrannte. Ich meinte etwas zu entdecken, mir wurde kochendheiß, war sicher nun zu sterben, bis ich drankam und Absolution erhielt.
Dann ging es mir super, ich sang und hüpfte vor Glück, bis ich etwas Neues sah.
Beschwerden hatte ich zum Glück nie.
Durch den Umzug schaffte ich die Anfahrt in dem Zustand nicht mehr.
Ich habe es dann gut 20 Jahre ohne jeden Arztkontakt ausgehalten, bis auf den Zahnarzt.
Ich war dann mal zur Tetanusimpfung. Da wollte die Ärztin mir gleich ein Check Up aufdrängen.
Da ich vor solchen Krankheiten aber null Angst habe, sagte ich sehr selbstsicher nein danke.
Natürlich ist es mir sehr unangenehm, wenn andere von ihren Vorsorgeterminen reden, oder im TV darüber berichtet wird. Mitunter habe ich dann natürlich kurz den Gedanken, lieber auf der sicheren Seite zu sein, aber man kann tatsächlich nicht ausschließen, dass falsch positive Verdachtsdiagnosen gestellt werden, die abgeklärt werden müssen. Von der unerträglichen Angst abgesehen, schaden solche Sachen durchaus der Gesundheit eines in Wirklichkeit gesunden Menschen.
Aber ich gebe zu, riskant ist meine Art schon

16.04.2019 18:28 • #5289


Violetta


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Hallo Marias, willkommen im Club. Ich gehöre , leider muss ich sagen, auch zu der Sorte Mensch , die zu keinem Vorsorge Termin geht. Da ich über 50 bin bekomme ich alle 2 Jahre eine Einladung zur Mammographie, die postum im Müll landet. Ich weiß, dass ist nicht richtig und nicht gut. Aber ich bekomme schon Panik und Gänsehaut, wenn ich nur daran denke. Ich würde mir wünschen, diese Angst zu überwinden. Aber es funktioniert nicht. LG Violetta

16.04.2019 18:51 • #5290


marialola

marialola


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Ich hatte dann natürlich schon mal Sehnenprobleme, oder mal irgendwo Schmezen, aber tatsächlich sind die nach Wochen und Monaten von selbst verschwunden. Aber vor einem Jahr rutschte ich dann richtig in die Hölle ab. Ich glaube die Story ist so krass, dass es keiner glaubt. Ich entdeckte bei der Intimrasur eine Stelle, heute denke ich ein eingewachsenenes Haar. Ich nachm die Schere und schnitt das auf, die teuflische Angst streckte da bereits die Finger nach mir aus. Ich entdeckte dann so kleine Punkte. Mir schossen Feigwarzen durch den Kopf. Wobei ich mich nirgends hätte anstecken können. Ich kam dann im Gedankenkarussel auf Papillomaviren, Abstrich, Krebsgefahr. Dr.Google tat ein Übriges. Ich drehte durch. Ich holte mir dann Vereisungsspray aus der Apotheke und hielt wacker drauf, viel länger als empfohlen. Dann würde alles weiß, schwarz, verkrustete. Nun war ich Dank Google bereits beim Vulva Karzinom. Ich dachte, ok, ade schöne Welt. Ich kuckte jeden Tag mit vorgehaltenem Spiegel, ja, das musste ganz klar das sein. Das Ende war mir gewiss. Dann hielt ich es nicht mehr aus, erinnerte mich an einen Arzt im Freundeskreis, den ich privat sehr mag. Durch den Sport. Ok, ich rannte da hin, völlig panisch. Der Doktor, Allgemeinmediziner und auch Psychotherapeut, schaute drauf (an Peinlichkeit für mich nicht zu toppen) und sagte tja, so kann ich gar nichts sehen, alles vollkommen verätzt. Ich bin sicher, dass das auch nichts ist, aber ich kann so nichts genau sehen, also nimm diese Salbe, drei oder vier Wochen und wenn es abgeheilt ist, kommst du wieder. Ich bin sicher, dann wird es sich in Luft aufgelöst haben, aber um sicher zu gehen, muss ich diese Zeit abwarten. Diese Wochen waren die Hölle. Es tat tierisch weh, aber schlimmer war meine Überzeugung, sterben zu müssen, Google Google Google. Der sagt, es gibt keine Hoffnung mehr. Ich konnte mich bei der Arbeit kaum konzentrieren, verlor Aufträge, Freunde, weil ich nicht mehr menschlich handeln konnte. Für die Partnerschaft eine kaum tragbare Belastung. Ich war eine wandelnde Leiche. Ich versuchte noch ein paar schöne Dinge zu unternehmen, dachte aber immer, wie schade, das erlebst du zum letzten Mal. Ich bin dann nach einigen Wochen wieder zum Doc und sagte, ich habe Angst Dir die Stelle zu zeigen. Ich werde lieber ein Jahr abwarten. Wenn ich dann noch lebe, war es kein K.
Er sagte ok, das kannst du machen, das ist völlig in Ordnung
Darauf überlegte ich und entschloss, mich jetzt dem Urteil preiszugeben. So oder so.
Das war unbeschreiblich.
Er schaute ganz gelassen und sagte dann Was du für eine Krankheit heilst, ist die ganz normale Anatomie. Das gehört nicht total glatt. Das ist dein völlig gesundes und normales Genital.
Ich war natürlich sofort wie neu geboren, aber an Peinlichkeit ist das nicht zu überbieten.
Durch den Kontakt habe ich natürlich ein Notanker.
Das war in Folge auch nötig, denn die teuflische Angst brach wieder voll durch, die 20 Jahre besiegt war. Danach kam noch ein viel Schlimmeres Ding, wo ich tatsächlich ein ganzes Jahr überzeugt war, sehr bald grausam zu sterben. Eins Jahr. Das hat mich gezeichnet. Zum Glück konnte der Doc mir auch da helfen, das ist aber eine lange Story. Aber ich brauchte lange, bis heute eigentlich, um mich halbwegs zu erholen und ganz langsam zaghaftes Vertrauen ins Leben zu fassen.
Aber ohne diesen engelsgleichen Doktor wäre ich zugrunde gegangen.
Denn solche Ärzte gibt es kaum. Wo man von Mensch zu Mensch über alle Schwächen sprechen kann. Der einen wichtig nimmt und nie verurteilt.

16.04.2019 18:56 • #5291


marialola

marialola


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Liebe Violetta, ich habe diese Einladungen schriftlich abbestellt. Das funktioniert. Dir haben mich nie wieder angeschrieben. Man muss das auch nicht begründen.
Inzwischen zeigt sich, dass ich so Unrecht nicht hatte. Mittlerweile ist dieses Screenings auch in Fachkreisen nicht mehr unumstritten.
Ich kenne auch eine Frau, die wurde operiert um festzustellen, dass sie zum Glück gesund ist.
Man muss sich seine Meinung dazu bilden.
Umgekehrt wird jetzt diskutiert, ob dadurch überhaupt Leben in so großer Zahl gerettet werden.
Es gibt viele Diskussionen in Fachkreisen.
Das Selbe gilt für die PSA Tests beim Mann.
Ich glaube also die Entscheidung gegen die Mammographie würde ich auch getroffen haben, wenn ich kein Ängstler wäre. Das läßt sich mit rationalen Argumenten begründen.

16.04.2019 20:38 • #5292


frau-hase


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Violetta aber du warst zwischenzeitlich zum arzt oder habe ich da was falsch in Erinnerung?
Richtig, dieses Screening finde ich grenzwertig weil das echt mittlerweile umstritten ist.
Ach es is schwer. Nehmt ihr eigentlich irgendwas ein gegen die Angst?

16.04.2019 20:48 • #5293


Violetta


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Zitat von frau-hase:
Violetta aber du warst zwischenzeitlich zum arzt oder habe ich da was falsch in Erinnerung?


Ich war zuletzt vor ca. 9 Jahren beim Gynäkologen. Zu anderen Ärzten gehe ich, zwar auch immer mit Angst. Aber die größte Angst ist die vor dem FA. Die Untersuchung finde ich nicht schlimm. ICh habe angst vor der Diagnose.

16.04.2019 21:06 • #5294


frau-hase


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Ja genau. Die Untersuchung ist nicht das schlimme, die Angst or Diagnose is schlimm. Zum Hausarzt war ich letztes Jahr zum Check weil es nicht anders ging.
Sonst bekäme ich ein Rezept für das Medikament nicht mehr

16.04.2019 21:10 • #5295


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Violetta:
Hallo Marias, willkommen im Club. Ich gehöre , leider muss ich sagen, auch zu der Sorte Mensch , die zu keinem Vorsorge Termin geht. Da ich über 50 bin bekomme ich alle 2 Jahre eine Einladung zur Mammographie, die postum im Müll landet. Ich weiß, dass ist nicht richtig und nicht gut. Aber ich bekomme schon Panik und Gänsehaut, wenn ich nur daran denke. Ich würde mir wünschen, diese Angst zu überwinden. Aber es funktioniert nicht. LG Violetta


Ich habe auch gerade wieder eine bekommen, zum vierten Mal. Bisher war ich hin, aber dieses Mal werde ich nicht gehen. Erstens kann ich wieder nicht an dem Tag, wo es sein soll, nicht und müsste anrufen, um es zu verlegen, zweitens habe ich einfach keine Lust darauf.

17.04.2019 06:50 • #5296


marialola

marialola


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Ihr könnt diese lästigen Einladungen endgültig abbestellen, ich konnte es nicht ertragen. Außerdem gab es auch Bemerkungen und Diskussionen mit dem Partner. Ich habe mich entschieden, solche Dinge nicht wissen zu wollen. Solange ein Mensch keine offensichtlichen Symptome hat, finde ich persönlich es besser, nicht so lange zu suchen, bis man etwas findet. Das Gegenargument ist natürlich, dass man sehr frühzeitig erkannte Dinge, sehr gut heilen kann.
Das ist eben der Punkt, ob das immer so ist und das wird diskutiert.
Es gibt nämlich Menschen, die jahrzehntelang einen Tumor irgendwo hatten und nie daran krank wurden. Erst bei der Obduktion wurde der festgestellt. Das gilt eben auch für Prostatakrebs. Die älteren Männer sterben an Altersschwäche, bevor sich der Tumor bemerkbar macht. Umgekehrt hört und liest man von so schrecklichen Fällen, von Leuten, die immer sehr gewissenhaft zur Vorsorge gingen, dann würde etwas gefunden und Trott aller Behandlungen starben sie. Das ängstigt mich besonders. Das macht einen so hilflos.
Ich kenne aber auch Leute, die geheilt wurden und danach sehr lange und gesund lebten und uralt wurden.
Ich hatte damals, wie ich erzählte, einen superlieben FA, zu dem ich damals ging, als die Angst unerträglich wurde. Damals war ich allerdings noch sehr jung und zugegeben war es da auch extrem unwahrscheinlich, so etwas Schlimmes zu haben. Aber dieser liebe Mensch war so locker und unkonventionell, da dürfte ich jederzeit auch mit anderen Symptomen hin, weil er meine Angst kannte. Er grinste immer zur Begrüßung und sagte: nicht lange reden, zeigen. Er riet auch grundsätzlich vor übertriebener Suche nach etwas ab. Er sagte, in seiner langen Praxis hat er noch nie erlebt, dass etwas Schlimmes so rasant entsteht. Die normale Betreuung durch einen guten Arzt würde reichen. Mir hat er damals sehr geholfen, aber trotzdem blieb die Todesangst im Wartezimmer. Ich war jedes Mal überzeugt, ein Todesurteil zu hören. Das ist ganz schlimm.

17.04.2019 08:22 • #5297


Violetta


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Zitat von Schlaflose:
zweitens habe ich einfach keine Lust darau



Wenn es nur "keine Lust " bei mir wäre, könnte ich damit gut leben. *Schlaflose* ich beneide dich um deine Unbekümmertheit. So wäre ich auch gerne

17.04.2019 08:46 • #5298


frau-hase


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Ohja schlaflose...Da beneide ich dich auch drum.
Liebe violetta, nimmst du Medikamente oder Therapie?
Ich mache wie es aber in entspannt kann ei r keine rede sein

17.04.2019 10:02 • #5299


Violetta


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Ich bin in Psychotherapie, aber mir hilft es nicht...Bis jetzt..
Ich nehme abends Amitrptilin. 75 mg..Zur Zeit bin ich seit Dezember 2018 krank geschrieben. In unserem Betrieb herrschen unhaltbare Zustände. .Ich bin seit 26 Jahren dort beschäftigt. Aber seit 3 Jahren haben wir eine neue Chefin. Anfangs war alles gut mit ihr. Aber mit der Zeit hat sie ihr wahres Ich gezeigt. Da ich psychisch sowieso angeschlagen bin, habe ich schlussendlich die Reißleine gezogen. Wie es weiter geht, weiß ich noch nicht. Ich habe alles einer Anwältin übergeben

17.04.2019 10:44 • #5300




Dr. Matthias Nagel

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