Hallo Barbara,
das mit deiner Zellveränderung tut mir leid. Allerdings heißt das ja erstmal gar nichts. Eine Zellverändeung kann ja auch bei einer Entzündung oder ähnlichem auftreten und bedeutet zunächst einmal nicht zwingend etwas unangenehmes.
Für deine weiteren Untersuchungen wünsche ich dir trotzdem alles gute und drücke die Daumen.
Das mit deinem Sohn tut mir ebenfalls leid, aber leider kommt sowas nunmal immer wieder vor.
Natürlich ist es für dich als Mutter und Oma erstmal ein Schock, aber oft ist eine Trennung für die Familie einfach das Beste.
Für Kinder ist es sicher noch schlimmer, in einem permanent konfliktbeladenen Umfeld aufzuwachsen.
Trotzdem kann ich nachvollziehen, dass es dir momentan sehr schwer um´s Herz ist.
Was die Mammographie betrifft: ich finde es wirklich zum

, wie uneins sich hier die sog. "Experten" sind und wie sehr quasi der Frau die Verantwortung übergebraten wird.
Es ist unstrittig, dass sich über Sinn und Nutzen der Mammographie die (Experten-)Geister scheiden.
Die Zahlen widersprechen ja der gebetsmühlenartig ausgesprochenen Empfehlung, am Screening teilzunehmen.
Letztlich will sich aber wohl kaum ein Arzt auf das dünne Eis wagen, einer Patientin zu sagen, dass sie sich die Mammo eigentlich sparen kann.
Nicht auszudenken, wenn dann ein Befund übersehen würde.
Aber was, wenn man einen - der häufigen und wahrscheinlichen - falsch positiven Befunde bekommt ?
Was, wenn dieser falsch positive Befund bis zuletzt nicht widerlegt und eine Krebsbehandlung - unnötig - durchgeführt wird ?
Ich glaube, ein solches Szenario würden wir hier alle in diesem Thread nervlich nicht überleben.
Ich finde, die Ärzteschaft müsste eindeutiger Stellung zum Nutzen des Screnings nehmen und hierbei explizit auf die Zahlen eingehen, nämlich, dass von 1000 Untersuchten gerade mal eine Frau mehr an BK stirbt, wenn am Screening nicht teilgenommen wurde.
Und dem dann die vielen unnötigen Behandlungen, falsch positiven Befunde und unnötige Strahlenbelastung gegenüberstellen.
Und dann möchte ich das Fazit hören und eine schlüssige Begründung, warum man das Screening trotzdem empfiehlt.
Da ich eine Schisserin vor dem Herrn bin, werde ich wohl mit 50 einmal diese unsägliche Untersuchung machen. Allerdings außerhalb des Screenings, weil ich auf einer sofortigen Befundung der Bilder bestehen werde.
Und dann werde ich überlegen, ob ich das nochmal wiederhole oder weiter bei der Sono bleibe.
Ich habe ja eh einen dichten Drüsenkörper, der im Ultraschall deutlich besser beurteilbar ist.
Ich ärgere mich richtig, dass hier so wenig echte Empfehlungen pro oder contra ausgesprochen werden.
Ich denke, die Ärzte wissen selbst nicht, was sie denken sollen und um ja nichts zu verpassen, empfehlen sie, um sicher zu sein, halt die Mammo.
Es ist ja dann auch nicht ihr Schaden, wenn falsch positiv diagnostiziert wird.
Eins kommt mir bei der ganzen Sache auch noch in den Sinn: wenn es ( wieder mal) einen falsch positiven Befund gibt, dann springt ja eine sprudelnde Geldquelle der Diagnostik an.
Da können eine ganze Reihe Beteiligter sehr gut verdienen.
Wäre es nicht dumm, hier vom Screening abzuraten ?
So eine einfache sono bringt jedenfalls nur einen Bruchteil der Kohle.
Ich weiß, ein kätzerischer Gedanke, aber glaubt ihr, das ist so weit hergeholt ?
In der Welt - und gerade in Deutschland - dreht sich schließlich wirklich alles nur um´s Geld...
