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A

Ann95a
Mitglied

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Hallo ihr Lieben! 🙂

Ich sage gleich Bescheid, dass ich vor ca. einem halben Jahr das Medikament Sertralin abgesetzt habe. Sertralin hatte ich nur wegen sehr starker Schlafstörungen eingenommen. Nicht wegen Ängsten oder Panikattacken. Nach dem Absetzen ging es mir einige Zeit furchtbar (Herzstolpern, Stromschläge. ) danach aber total super, ich war glücklich und hatte keinerlei Beschwerden!

Nun weiß nicht mehr, was ich machen soll, mir geht es seit ca. 3-4 Wochen nicht gut, meine Beschwerden sind mittlerweile nicht mehr auszuhalten, ich weiß nicht mehr, wie ich jeden einzelnen Tag überstehen soll. Ich glaube nicht, dass Sertralin noch der Auslöser ist, ich wollte es nur erwähnen.

Ich weiß nicht, ob meine jetzigen Beschwerden nun psychischer oder körperlicher Ursache sind. Zugegeben, ich war noch nicht beim Arzt, da ich mich schäme, zusätzlich habe ich Angst, in eine Klinik zu müssen, ich habe eine kleine Tochter, bin alleinerziehend, meine Familie interessiert sich nicht sonderlich für uns, ich wüsste nicht, wohin Sie sollte, sollte ich ein paar Tage weg müssen. Ich habe eine gute Freundin, die auch schon mehrmals auf sie aufgepasst hatte, allerdings ist Sie derzeit im Urlaub.

Ich fühle mich den ganzen Tag über verwirrt, benommen, nicht wirklich wach und anwesend, sobald ich am Morgen wach werde, geht es los. Mir graut es schon vor jedem Aufstehen. 🙁
Zusätzlich verspüre ich einen starken Druck im Kopf und Angst, mir ist immer wieder so übel, dass ich mich von jetzt auf gleich übergeben muss, wirklich von einer Sekunde auf die nächste, ich habe auch kaum noch Appetit. Zusätzlich habe ich mehrmals täglich das Gefühl, als würde ich jeden Moment umfallen. Diese Gefühl kommt schlagartig. Ich muss mich sofort hinsetzen und selbst dann verschwindet das Gefühl nicht.

Was momentan besonders schlimm ist und immer heftiger wird: Die Verwirrtheit und das Gefühl, nicht anwesend zu sein, total neben mir zu stehen. Es wird teilweise so schlimm, das ich denke, verrückt zu werden, gar nicht in meinem Körper zu sein. Ähnlich wie stark betrunken sein. Auch kommen Gedanken, Ängste über etwas, was gar nicht bzw sehr wahrscheinlich nicht passiert ist, mir aber so real vorkommen, bis ich tatsächlich fest davon überzeugt bin, dass es so ist!

Anschließend kommt dann die totale Panik, ich fange an zu weinen und könnte wahnsinnig werden. Ich kann dieses Denken über alles auch nicht abstellen, eher steigere ich mich von Tag zu Tag mehr hinein. Es ist schon wie ein Zwang.

Dadurch, dass ich auch ständig diesen Schwindel und diese plötzliche Übelkeit habe, bin ich mir unsicher, ob es die Psyche ist oder ob (auch) körperlich etwas nicht stimmt.
Kennt hier jemand diese Beschwerden? Ich kann mittlerweile wirklich nicht mehr, es ist wahnsinnig belastend und beängstigend. So oft hatte ich schon mein Handy in der Hand und wollte den Notarzt rufen. Selbst jetzt, während ich diesen Text verfasse, habe ich das Gefühl, gar nicht da zu sein, auch habe ich tausende Gedanken im Kopf, die eigentlich unsinnig sind, sich für mich aber schrecklich anfühlen.

Ich bin am überlegen, heute zum Hausarzt zu gehen, aber ich habe Angst. Wie soll ich dort anfangen? Ich werde doch gleich für verrückt gehalten oder nicht ernst genommen. Zumindest ist das meine Sorge. 🫣

20.07.2026 x 2 #1


14 Antworten ↓

boomerine
Ich denke. Du wirst müssen.
Bedingt durch deine Tochter.
Bitte überwinde dich und geh.
Bevor das Jugendamt an deiner Tür steht.
Du brauchst dich nicht zu schämen
Für was schämen ?
Es kann jeder von uns in eine misslichen Lage kommen, nur wenn die Möglichkeit da ist sollten / müssen wir sie auch nutzen.
Bitte geh, lass dir helfen, denk dabei an deine Tochter.

x 2 #2


A


Beschwerden, die nicht mehr auszuhalten sind

x 3


D
Zitat von Ann95a:
Wie soll ich dort anfangen? Ich werde doch gleich für verrückt gehalten oder nicht ernst genommen.

Doch, die meisten nehmen einen ernst, besonders, wenn man erwähnt, dass man glaubt, psychische Probleme zu haben.
Zu Beginn, dachte ich auch "die halten einen für bekloppt", aber das ist nicht mehr so.

x 2 #3


Soulmate_2026
@Ann95a
Guten Morgen,
es ist völlig verständlich, dass du dich so fühlst. Das Gefühl, allein durchs Leben zu gehen und keine Unterstützung zu haben, ist sehr belastend. Langfristig kann das ein großes Problem für die mentale Gesundheit sein. Wenn du nicht weiterkommst, ist es keine Schwäche, dir Hilfe zu holen. Es gibt viele Menschen, die dir zuhören wollen. Du musst das nicht alleine durchstehen. Es ist wichtig, dass du verstehst, was mit dir passiert. Vielleicht möchtest du dich ja doch an deine Hausarztpraxis wenden?
Alles Liebe für dich! Du schaffst das! 🫶

x 2 #4


L
Ein paar Fragen vorweg, danach sag ich dir warum ich dich das frage:
Wie lange hast du Sertralin genommen?
In welcher Dosierung?
Und hast du es einfach weggelassen, oder langsam ausgeschlichen?

Ich denke dass du ein verzögertes Absetzsyndrom hast.
Das ist bekannt, wenn man ein AD, oder auch NL, oder überhaupt Psychopharmaka zu schnell reduziert, oder überhaupt von heute auf morgen wegläßt.
Ärzte sagen einem das nicht immer dass man das langsam reduzieren soll, meistens empfehlen sie die Dosis alle 14 Tage zu halbieren, und dann wegzulassen. Auch das ist für die meisten zu schnell.
Es gibt Menschen, bei denen das gut geht, bei den meisten jedoch nicht.
Vielen geht es so, dass es ihnen zuerst mal ganz schlecht geht, dann folgt eine gute Phase, und dann kommt der Rebound Effekt, bei dem es einem schlechter geht als vor der Medikamenteneinnahme.
Für mich unverständlich dass man dir bei Schlafproblemen Sertralin verschrieben hat, das ist ein anregendes AD.
Bei Schlafproblemen gibt man eher AD die beruhigen.

Oft hilft es das weggelassene Medikament in sehr kleiner Dosierung wieder einzunehmen, damit stabilisieren sich die meisten innerhalb weniger Wochen wieder.
Ich weiß nicht in welcher Form du Sertralin zuhause hast, als Kapsel oder Tabletten, und in welcher Dosierung.
Am besten wäre es wenn du die 25 mg als Tablette zuhause hättest, und die dann teilen könntest.
meist reicht wirklich eine Viertel von 25 mg, um diese Zustände wieder zu verbessern, bestenfalls gehen sie innerhalb von 1-2 Wochen weg. Auf dieser kleinen Menge dann verbleiben bis du wieder stabil bist, und dann wirklich Bröselchen-weise, ganz langsam reduzieren.

x 7 #5


A
Ich sitze gerade beim Hausarzt und bin total nervös. Ich habe das Gefühl, ich falle vom Stuhl, mir geht es gar nicht gut, auch übel ist mir plötzlich wieder. 🙁 Zusätzlich Herzrasen, meine Uhr zeigt einen Puls von 136. 🫣
Ich werde mich gleich bei Euch melden und genaueres erzählen/auf eure Antworten reagieren. 🤗

x 3 #6


Schlaflose
Zitat von luciana:
Bei Schlafproblemen gibt man eher AD die beruhigen.

Genau. Sertralin ist ja ein anregendes AD, das oft Schlafstörungen verursacht. Nicht wenige Leute nehmen abends zusätzlich noch ein sedierendes AD, weil sie vom Sertralin nicht schlafen können. Es macht Sinn, wenn man noch Ängste und Depressionen hat, Sertralin zu verschreiben, aber nicht bei reinen Schlafstörungen.

x 4 #7


kadisha
@luciana
Ich kann mich Luciana nur anschließen. Habe es leider selbst erlebt. Du kannst mir gerne schreiben wenn du jemanden zum reden brauchst 🫂

x 2 #8


Soulmate_2026
@Ann95a
Hey, mach dir keinen Stress. Nur du bist jetzt wichtig.
Alles Liebe und vielleicht bis bald lachen

x 2 #9


A
Hallo zusammen,
ich bin endlich wieder zu Hause, da ich keinen Termin hatte, musste ich sehr lange warten. 🫣

Wie ich schon befürchtet hatte, hat man meine Beschwerden. . .zumindest was die Verwirrung und das Gefühl, neben sich zu stehen. . .nicht wirklich ernst genommen. 🙁
Ich wurde nur komisch angeschaut und direkt war die Übelkeit und der Schwindel das Hauptthema. Obwohl ich dieses Gefühl im Kopf, diese extreme Verwirrung, sehr viel schrecklicher finde.

Mir wurde Blut abgenommen, mein Bauch wurde abgetastet, ein Kreislauftest wurde gemacht und ein EKG.
Herausgekommen ist, dass ich einen zu hohen Blutdruck habe, er lag bei 160 zu 100. Alles andere war super. Keine Auffälligkeiten im EKG.
Der zu hohe Blutdruck ist für mich neu, seit Kind an habe ich einen zu niedrigen, noch nie hatte ich jemals beim Arzt einen zu hohen Blutdruck. Mein Arzt schob es erst Mal auf die Aufregung. Wenn er beim nächsten Mal wieder so hoch ist, wird er weiter schauen, meinte er. (Er weiß, dass dieser Blutdruck bei mir eigentlich völlig untypisch ist).

Er will mich am Mittwoch anrufen und mir die Blutwerte mitteilen. Verschrieben hat er mir Medikamente gegen die Übelkeit.

Was nun mit den anderen, für mich viel schlimmeren Beschwerden ist, weiß ich nicht. Er redete davon, dass ich genug schlafen und mich ausruhen soll, schob es noch darauf, dass ich wahrscheinlich zu wenig trinke oder dass mir das wechselhafte Wetter nicht bekommt. 😬Zu wenig trinken kann nicht sein, ich trinke recht viel am Tag.

Sertralin kann nach so langer Zeit keine Beschwerden mehr verursachen, meinte er. 🫣

Ich fühle mich nun noch blöder. Ich habe mich endlich zum Arzt getraut und bin genauso beunruhigt wie vorher. Klar ist es schön, dass das EKG in Ordnung war, aber dieses "benebelt" sein ist so belastend. Ich lief gerade durch die Stadt und hatte das Gefühl, alles um mich herum gar nicht wirklich wahrzunehmen. Ich habe auch jetzt wieder das Gefühl im Kopf, gar nicht anwesend zu sein, gleichzeitig fühle ich so eine Unruhe und Angst. 🙁

Irgendwie bin ich auch super vergesslich geworden, ich kann mich gar nicht mehr an heute Morgen erinnern. Alles ist weg. Irgendetwas stimmt nicht und das ist total schlimm. 🙁

Sertralin hatte ich vor 6 Monaten fast von heute auf morgen abgesetzt, was sicherlich ein Fehler war. Ich nahm 100 mg täglich. Danach, also nach dem Absetzen, ging es mir auch lange wirklich übel, bis es mir ganz plötzlich wieder richtig gut ging.

Warum man mir Sertralin gegen Schlafstörungen verschrieben hat, das weiß ich nicht, ich war davon überzeugt, dass es richtig sein wird, ich kenne mich aber auch nicht aus. Ich habe da natürlich den Ärzten vertraut. 🙈

Ich danke Euch sehr für all die lieben und hilfreichen Worte, es tut mir gerade gut! 🤗

x 2 #10


L
Ich habe befürchtet dass beim Arztbesuch nichts rauskam.
Ärzte negieren Absetzsymptome.
Das was du hast ist ganz typisch wenn man ein AD von heute auf morgen absetzt, noch dazu eine recht hohe Dosis.
Es nennt sich protrahiertes Entzugssyndrom.
Es gibt eine ellenlange Liste an Symptomen dabei, und deine gehören alle dazu.
Manche erwischt es schlimmer, andere milder. Nur wenig haben keine Symptome.
Man soll diese Medikamente wirklich sehr langsam und schrittweise absetzen.
Das Einzige was hilft, ist es wieder einzudosieren, aber wirkich nur mit einer sehr geringen Dosis. Meistens geht es einem damit nach wenigen Tagen bereits wieder besser.
Ohne Wiedereindosierung kann sich das sehr lange ziehen.
Leider helfen andere Medikamente dabei nur bedingt.
Als Beispiel: Medikament gegen Übelkeit hilft kaum, da die Übelkeit zentralnervös bedingt ist, durch das zu abrupte Weglassen.
Hast du dich nicht schlau gemacht bevor du aufgehört hast, oder hat dein Arzt dir gesagt dass du es einfach weglassen sollst? Das soll man nämlcih auf keinen Fall!
Psychopharmaka belegen Rezeptoren im Gehirn. Läßt man es plötzlich weg, fehlt in der Gehirnchemie plötzlich dieser Wirkstoff und es findet sozusagen ein Amoklauf im Gehirn statt.
Die Rezeptoren brauchen Zeit um sich wieder umzubilden.
Ich kann dir wirklich nur raten dass du versuchst eine sehr kleine Dosis wieder zu nehmen, dich zu stabilisieren, und dann sehr langsam abzusetzen.
Lies dich ein zum Thema:
"Protrahiertes Entzugssyndrom"
Du wirst dich in allem wiederfinden.

x 5 #11


Soulmate_2026
@Ann95a
Hey, das, was du beschreibst, kenne ich als Zustand rund um einen Burnout. Eventuell passt es zu deiner persönlichen Situation. Die psychischen Ursachen für „Brain Fog” (Gehirnnebel) sind vielfältig. Hauptursachen sind jedoch chronischer Stress, der das Nervensystem überlastet, sowie Ängste und Depressionen. Diese psychischen Belastungen stören das vegetative Nervensystem und verändern den Hormonhaushalt. Das hat Konzentrationsschwäche, mentale Erschöpfung und Gedächtnisprobleme zur Folge. Diese ständige Alarmbereitschaft des Körpers führt zu einem dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel. Dies beeinträchtigt das Gedächtnis und das Denkvermögen. Das soll dich aber nicht verunsichern. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und Meinungen.
Alles Liebe lachen

x 2 #12


Rogue
Hallo Ann95a,

es tut mir sehr leid, dass es dir so geht, ich schicke dir ganz viele Kraft-Gedanken!

Wer (bzw. welcher Arzt) hat dir denn das Sertralin verschrieben gehabt? Das klingt ja wirklich alles etwas merkwürdig, was sowohl die Indikation als auch die Begleitung beim Absetzen angeht.
Ich könnte mir vorstellen, dass dir ein Termin beim Neurologen und beim Psychiater helfen könnte (es gibt ja auch Ärzte, die beides sind). Der Neurologe, um abzuklären, dass diesbezüglich alles in Ordnung ist und der Psychiater, um dich medikamentös neu einzustellen oder der dir, wie @luciana beschrieben hat, nochmal eine minimale Dosis Sertralin verschreiben kann, um es dann richtig auszuschleichen.
Hausärzte sind oftmals nicht die richtigen Ansprechpartner bei Problemen, wie du sie hast.

Zitat von Ann95a:
zusätzlich habe ich Angst, in eine Klinik zu müssen

Davor brauchst du keine Angst zu haben, es ist ein leider immer noch weit verbreitetes Missverständnis, dass man bei psychischen Problemen gleich in eine Klinik "muss".
Zwangseinweisungen sind sehr selten und können nur dann ausgestellt werden, wenn ganz schwere und akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht, das ist bei dir nicht der Fall.
Es kann natürlich sein, dass dir ein Psychiater trotzdem eine Klinik empfehlen wird, aber das ist dann meistens eine psychosomatische Klinik, keine Psychiatrie (zumindest keine geschlossene Station), und das in Absprache mit dir und auf komplett freiwilliger Basis, und das geht auch nicht von jetzt auf gleich, da gibt es (teilweise ganz heftige) Wartezeiten.

Aber bevor das passiert, wird erstmal versucht werden, ambulante Lösungen zu finden, entweder eine ambulante Therapie oder eine Tagesklinik (dort ist man ca. 8 Stunden am Tag und schläft zu Hause).


Aber um nochmal auf meine Eingangsfrage zurückzukommen:
Wie bist du denn aktuell versorgt und in der Vergangenheit psychologisch/psychiatrisch versorgt worden?
Hast du einen Psychiater oder Therapeuten, hat du jemals eine Therapie gemacht?

Falls du aktuell diesbezüglich keinerlei Versorgung hast, würde ich an deiner Stelle dort ansetzen.

Alles Gute für dich! LG

x 1 #13


sandracookie
Huhu,
welcher Arzt hat dir denn das Sertralin verschrieben? Auch der Hausarzt oder ein Facharzt (in der Regel dann Neurologe oder Psychiater)?
Wenn letzteres der Fall ist, wäre dieser Arzt dann vielleicht ein besserer Ansprechpartner bzgl. einer noch möglichen Folge vom Sertralin absetzen.
Was mir ansonsten noch einfällt, wäre das Thema Nährstoffe.
Vermutlich wird der Eisenwert bei der Blutabnahme untersucht werden und das kleine Blutbild, das wäre schon mal sinnvoll.
Im Optimalfall auch Ferritin (Eisenspeicher), weil manchmal ist der Wert im Blut noch gut, obwohl die Speicher fast leer sind.
Zusätzlich wären die Schilddrüsenwerte interessant (i.d.R. schauen die Ärzte erstmal nur nach dem TSH, obwohl T3 und T4 auch wichtig wären).
Bei meiner Unterfunktion hatte ich Brainfog und Konzentrations- und Gedächtnisprobleme.
Seit ich L-Thyroxin nehme, ist das weg - war leider auch ein langer Weg bis es ärztlich abgeklärt war.
Weitere wichtige Nährstoffe, die man abklären lassen kann, wären Vitamin D und Folsäure, diese beiden muss man aber leider definitiv selbst zahlen.
Mein Tipp wäre dir die Blutergebnisse am Mittwoch nicht nur telefonisch mitteilen zu lassen, sondern auch einen Ausdruck/Kopie beim Arzt machen zu lassen, dann hast du selbst die Werte schwarz auf weiß und kannst schauen, was wirklich schon abgeklärt wurde und wo man nochmal nachhaken kann.

x 1 #14


L
Alle eure Ansätze scheinen logisch zu sein, stehen aber zeitlich nur im Zusammenhang mit dem plötzlichen Weglassen vom Sertralin.
Ich bin mir hier bei der TE 100% sicher dass es sich um ein protrahiertes Absetzsyndrom handelt.
100 mg Sertralin sind eine hohe Dosis. und die von heute auf morgen einfach wegzulassen gleicht einem overkill im Gehirn.
Ich verstehe nicht wie man bei Schlafstörungen Sertralin verschreiben kann, und dann noch so eine hohe Dosis von diesem anregenden, aktivierenden AD.
Welcher Neurologe, Psychiater würde das machen? Und vor allem wurde das Weglassen ärztlich indiziert?
Ich kann mir das nicht vorstellen, denn es ist mittlerweile auch bei den Ärzten angekommen, dass langsam ausgeschlichen werden sollte, um genau das alle zu verhindern, davon abgesehen dass es bei Schlafstörungen vollkommen kontraindiziert ist.
Ich vermute stark dass das ein nicht wohüberlegter Einfall eines HA war, der keine wirkliche Ahnung von diesen Medikamenten hat.
Liebe TE lies dich ein in dieses Thema, du wirst viel Hilfe finden, wenn du gut informiert bist, darüber was grade mit dir passiert.
Das alte Forum ADFD hat einen Schatz an Wissen über richtiges Absetzen von Psychopharmaka und Erfahrungsberichte, und das Forum PSYAB ebenfalls. Es gibt sehr viele Erfahrungsberichte in beiden Foren, und man möchte nicht glauben, dass alle dasselbe berichten und welche Leidensgeschichten damit verbunden sind.
Alle wurden entweder falsch beraten (einfach weglassen), oder haben selbst zu schnell reduziert, oder es wurden zu schnelle Wechsel der Medikamente empfohlen (eines weglassen, dafür ein anderes nehmen). Leider funtioniert das nicht so einfach.
Das Resultat sind Langzeitentzugssyndrome.
GSD nicht bei allen, es gibt wenige Ausnahmen wo es gut geht, bei vielen aber passiert genau das, wie es der TE geht.

#15


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