Zitat von Jutschka:@Daishō
Dieseben Fragen stelle ich mir auch. Bei deinem Beispiel mit dem Auto liegt der Fall klar.
Andererseits habe ich auch folgende Überlegung im Kopf: Wenn ich ein schlechter Schüler in Mathe bin, dann nutzt es mir zu pauken was das Zeug hält. Dazu muss ich aber erstmal wissen, dass die Ursache meines Problems in meiner Faulheit liegt und am besten noch herausfinden, welche Grundlagen mir fehlen, um den zuküfntigen Stoff zu verstehen.
oder wie in deinem Beispiel:
Vielleicht trägt die Ursachenforschung nicht unbedingt zur Genesung bei, aber vielleicht kann sie vor Rückfällen bewahren.

Ich denke in dem Zusammenhang streiten sich auch die Experten, Verhaltenstherapeuten würden auch davon ausgehen, dass die Ursachen erst einmal nebensächlich sind. Psychoanalytiker und Tiefenpsychologen sehen das schon wieder ganz anders.

Manchmal ist es besser, die richtigen Fragen zu stellen, als Antworten zu haben...

Um bei deinen Beispielen zu bleiben: Der schlechte Matheschüler kann vielleicht noch selber erkennen, das er durch mehr pauken mehr Erfolg haben könnte. Wenn das aber auch nicht hilft, ist er mit seinem Latein bald am Ende. Dann verbrät er mit weiterer eigener Recherche höchstens noch weitere Ressourcen, die er anderweitig dringender braucht. Er kann aber auch den Lehrer wechseln. Diesen schauen lassen, ob andere Zugangswege nicht besser für ihn sind.
Für mich war Mathe auch
Dann bekamen wir einen Lehrer, der mit uns nicht 'Mathe machte' sondern Häuser, Flugzeuge und Raketen baute. Der mit uns den 'Kurs nach Eldorado' bestimmte, ebenso unsere aktuelle Position auf dem Weg dahin. Plötzlich machte die Sache Spaß, so sehr, dass wir oft nach Schulschluß noch unsere Häuser, Raketen im Modell bauten. Schnitzeljagden mit Kompass und 'nautischem Messbesteck'.
Faulheit ist ein gerne gebrauchter Begriff. Meist jedoch Unsinn. Manchmal sitzt man nur mit der Nase so dicht auf dem Problem, das man den Ausgang rechts und links nicht erkennen kann. Da bringt es nix, die Nase noch heftiger drauf zu pressen oder sich als 'Faul' beschimpfen zu lassen...
Und, wenn ich mit der Nase an der Wand stehe, was bringt mich dann eher weiter? Weiter die Nase an die Wand drücken und überlegen, wie ich denn dahin gekommen bin? Oder einen oder zwei Schritte zurück zu treten? Nach einer Tür oder auch nur einem Fenster zu schauen, durch dass es weiter gehen würde?
Ist es nicht besser oder sinnvoller erst das Problem zu beseitigen, um mir hernach Gedanken zu machen; um nicht erneut vor dem Problem zu stehen? Habe ich - mitten im Problem - denn die notwendige Objektivität, um die Ursachen wirklich zu erkennen?