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Hallo, leider bin ich zur Zeit wieder sehr instabil. Rutsche gefühlt von einer leichten Panikattacke zur nächsten. Keine Ahnung was das ist. Mein Körper zittert oft innerlich. Vor allem die Beine. Neulich im Auto dachte ich, ich muss raus und durch die Gegend rennen. Konnte kaum still sitzen, war völligst hippelig.
Dann kurz vor Weihnachten hatte ich ein Erlebnis, welches mich total verängstigte.
Wir waren auf einem Geburtstag in einem Gewölbekeller, ohne Frischluft, ohne Fenster. Viel zu viele Menschen in dem Raum. Ich fühlte mich eh schon unwohl. Kam mir zu dick den anderen gegenüber vor. Wollte da gar nicht sein. Plötzlich überkam mich ein Gefühl, das ich kaum beschreiben kann. Gefühl alles geht aus dem Kopf raus. Schwindel, Gefühl von Ohnmacht und ich bekam schlechter Luft. Ich war überzeugt, jeden Moment ohnmächtig oder tot vom Stuhl zu fallen. Ich trank einen Schluck Wasser und ging an die Luft. Es wurde etwas besser, aber meine Beine waren wie Pudding. Ich hatte Todesangst. Aber es war anders als meine früheren Panikattacken. Die waren noch schlimmer. Hier war das Gefühl der Ohnmacht im Vordergrund. Das hatte ich bis jetzt noch ein paar Mal, aber nicht mehr so schlimm. Etwas kürzer. Aber das macht mir wahnsinnig Angst. Wollte am Samstag den Besuch eines Konzertes absagen, aus Angst, dass es wieder kommt. Ich bin hin und es kam nicht. Ich war relativ entspannt.
Was kann das sein, kennt das jemand?
Beim Hausarzt würde ich Ende des Jahres durchgecheckt. US und Blut, alles ok

09.01.2023 17:41 • 10.01.2023 #1


12 Antworten ↓


rednaxela
Zitat von hackloewenzahn:
Was kann das sein, kennt das jemand?

Wahrscheinlich das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die die Angst negativ beeinflussen können:

- Viele Menschen
- Wahrscheinlich eine Gewisse Geräuschkulisse?
- Schlechte Luft ist ebenfalls kontraproduktiv. Wenn du in einem stickigen Raum bist, kann das wohl vorkommen (Hab ich heute morgen ebenfalls zum ersten mal gelesen, dass das angstfördernd sein kann)

09.01.2023 17:44 • x 1 #2


A


Angsteinflößende Schwindelattacken

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@Haferbub meinst du, dass ist einfach meine Angst die das macht? Habe schon wieder Angst vor Hirntumor.

09.01.2023 17:55 • #3


H
Wo ich es noch nie hatte, ist beim Gassi gehen mit meinen Hund. Hatte es sogar mal ganz kurz beim Auto fahren und auf der Couch

09.01.2023 17:58 • x 1 #4


rednaxela
Zitat von hackloewenzahn:
dass ist einfach meine Angst die das macht?

Ja. Schau dir doch mal deinen Beitrag an:

Zitat von hackloewenzahn:
bin ich zur Zeit wieder sehr instabil

Zitat von hackloewenzahn:
von einer leichten Panikattacke zur nächsten

Zitat von hackloewenzahn:
Gefühl der Ohnmacht im Vordergrund


Warum sollte es ein Hirntumor sein? Das ist völlig unwahrscheinlich. Ein Hirntumor tritt nicht nur auf Geburtstagen auf, den hat man dauerhaft.
Wird ja wohl das naheliegende, nämlich deine Angststörung sein, oder was meinst du?

09.01.2023 18:00 • x 1 #5


Minime
Mir ist genau das auch mal passiert, auch auf so einer Feier in einem Gewölbekeller. Zu viele Personen für den kleinen Raum, stickige Luft, deutlich zu warm. Es hat sich angefühlt, als würde ich gleich vom Stuhl kippen, musste ganz oft raus. Bin dann irgendwann, nachdem ich ein paar mal draußen war nach Hause gefahren. Das fühlte sich so an, als ob der Körper sich langsam runter fährt, während eine normale Panikattacke ja eher
Vollgas gibt. Sehr schwer zu beschreiben. Ich habs nicht ausgehalten. Draußen stand fast auch die ganze Zeit eine andere Dame, die das auch nicht konnte mit der Luft. Ist mir danach in der Form nie wieder passiert. Ich denke es war die schlechte Luft, wenn es einem vielleicht eh nicht so gut geht, ist das dann zu viel. Die andere Dame damals war schwanger, denke, dass alles zusammen zu anstrengend für den Körper war.

09.01.2023 18:01 • x 2 #6


H
@Minime das hört ich ja ganz genauso an. Aber ich hatte es ja noch ein paar mal danach. Nie nehr so schlimm aber in Anfängen und da war keine schlechte Luft. Habe nur so Angst davor, dass es wieder so schlimm kommt.

09.01.2023 19:00 • #7


Minime
Angst nimmt mitunter die seltsamsten Formen an. Manchmal reicht die Erinnerung und schon geht genau das Gefühl von vorne los. In den Situationen danach, hast du dich auch so unwohl mit den anderen Umständen gefühlt wie im dem Keller? Weiter oben, schriebst du, du hättest dich da generell unwohl gefühlt, kamst dir zu dick vor. Also im Grunde wolltest du nur weg. War das danach auch noch mal so nur mit ausreichend Frischluft?

Wie auch immer, lass dich davon nicht abhalten. Immerhin hast du auch den Gewölbekeller überstanden, es war fies und beängstigend, aber ohnmächtig geworden bist du nicht.

09.01.2023 19:16 • x 1 #8


H
@Minime vielen lieben Dank für deine Antwort. Also bei den anderen Vorfällen kam es gefühlt aus dem Nichts. Also mega angespannt bin ich zur Zeit immer. Meine Mutter hat Demenz und zur Zeit gibt's ein paar Probleme und alles hängt an mir. Keine Ahnung, weiß auch nicht. Bin so Grundnervös und hippelig. Vielleicht ist auch alles gerade ein bisschen viel. Aber dass das alles von der Psyche kommen soll.
Aber du hast schon Recht, ich habe Panik, dass es wieder passiert und dann geht's mir nicht gut.

09.01.2023 23:31 • #9


Minime
Die Psyche kann einem eine Menge Symptome verpassen, also möglich wäre es schon. Denke der Luftmangel war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, und dann ging es los. Gerade wenn man viel um die Ohren hat, wie du jetzt mit der Demenz deiner Mutter und anderem, dass an dir hängen bleibt, ist man eher anfällig für die Streiche, die einem die Psyche spielen kann. Bei der Untersuchung beim Hausarzt war ja soweit alles in Ordnung bei dir.

Wobei ich es immer etwas unfair finde, zu sagen die Psyche spielt einem Streiche, im Grunde sind es Warnungen, dass wir nicht genug auf uns achten oder dringlich etwas ändern müssen. Ganz Unrecht hat sie ja nicht, die Psyche.

Gibt es etwas, bei dem du Entspannung findest? Tust du aktiv etwas für dich?

Zitat von hackloewenzahn:
Wo ich es noch nie hatte, ist beim Gassi gehen mit meinen Hund.

Da gehts mir auch immer am besten. Der ist eben doch der beste Therapeut. Da ist man schließlich auch irgendwie mit allen Sinnen mit einer Aufgabe beschäftigt.

10.01.2023 00:16 • x 1 #10


H
@Minime du hast Recht. Die Streiche der Psyche sind bestimmt ein Warnsignal. Meine Therapeutin meinte, ich stehe wohl kurz vor einem Burnout. Vielleicht hat sie Recht. Nein, ich tue eigentlich nicht viel für mein seelisches Wohlbefinden. Muss mir mal überlegen, was ich tun könnte. Aber du hast Recht, Hunde sind einfach die besten Freunde und Therapeuten.

10.01.2023 01:22 • x 1 #11


Minime
Oh nein, das tut mir leid. Kurz vorm Burn Out ist schon eine Ansage. Ich drück dir alle Daumen, dass du das Ruder noch rumreißen kannst und eben das nicht passiert. Es ist nicht egoistisch auch mal an sich zu denken und dafür zu sorgen, dass es einem gut geht. Pass gut auch dich auf. Weder dir noch anderen ist irgendwie geholfen, wenn es dir ganz schlecht geht.

10.01.2023 12:02 • x 1 #12


H
@Minime da hast du Recht. Ich bin gerade wieder auf dem Sprung zu meiner Mutter. Mir geht es auch gerade nicht so gut. Bin wieder so furchtbar hippelig und übernervös.

10.01.2023 14:16 • x 1 #13


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