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ChiliVani
Hallo Ihr Lieben,

ich bin heute das 1. Mal im Forum unterwegs und hoffe ich finde hier Ansätze oder ebenfalls Menschen, mit ähnlichen Ängsten, die einen verstehen.
Ich bin 37 Jahre, gehe fleissig arbeiten, bin verheiratet und kinderlos. Versuche stets meinen Alltag normal zu gestalten, was mir manchmal sehr schwer fällt und genau da fängt mein Problem an.
Ich habe eine übermässige schlimme Angst vor Krankheiten, früher war es HIV, Herzinfarkt, Schlaganfall, Tollwut und nun sind es die panische Angst vor Metastasen im Bauchraum, da ich seit letzen Oktober 2017 schlimme Unterleibs und Unterbauchschmerzen habe, die einfach nicht mehr weg gehen wollen bin schon am Ende meiner Kräfte und habe schon einige Untersuchungen hinter mir
Magen und Darmspiegelung
Bauchultraschall
Blutuntersuchungen / erhöhte rote Blutkörperchen um 0,2 ml pro Blutliter ( auch Angst warum nun die roten Blutkörperchen erhöht sind ?)
ich habe so Angst vor dem sogenannten CUP Syndrom / Krebs ohne Primärtumor, dass ich fast nur noch an diese Krankheit denke und mein Bauch tut von tag zu Tag mehr weh..

Ich bin jetzt wieder in ambulante Therapie gegangen, weil ich keinen Ausweg mehr sehe. Selbst Venlafaxin 75 mg sind nur gut um meine schlimme Panikattacken im Schach zu halten, die generalisierte Angst bleibt..

ich Weiss auch, dass ich dies nur die Vorwand der eigentlichen seelischen Probleme:(
aber mein Problem ist, was wenn ich mich nur auf das seelische konzentriere und dann war es im Endeffekt doch der Körper?
dann habe ich meine Kontrolle verloren..

Sorry für den langen Text ;( wünsche Euch einen schönen Tag
ChiliVani

20.08.2018 15:53 • 21.08.2018 #1


9 Antworten ↓


Meermädchen07
Hallo,

wie gut ich Dich verstehen kann. Auch mich plagen Unterbauch- und Unterleibsschmerzen. Gynäkologisch wurde nichts gefunden. Blut war auch okay und neue Werte bekomme ich morgen. Mir fehlt die Kraft für das alles. Es ist so unfassbar zehrend.
Weißt Du, wenn ich Dir sage, dass CPU für Dich nicht in Frage kommt, weil man hätte im Ultraschall und unter Umständen im Blut was gesehen- abgesehen davon, dass es Dir nach all der Zeit schon extrem schlecht ginge, dann wird Dich das allerhöchstens kurzfristig minimal beruhigen. Dann schlägt die Angst wieder zu, Du hast ja mit den Schmerzen den permanenten Beweis, dass da was ist.
Jedenfalls geht es mir so und meine Gedanken drehen sich im Kreis... Bei mir ist es neben Krebs vorallem die Angst vor einer Entzündung, die unentdeckt bleiben wird, bis mich eine Sepsis dahinrafft.
Was macht man um da gedanklich auszusteigen?! Wie reagiert Dein Mann?
Alles Liebe

20.08.2018 17:33 • #2



Angst vor Metastasen im Bauchraum

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ChiliVani
Wow, lieben Dank erst einmal für die schnelle Antwort:)
es tut so gut, dass ich nicht alleine mit den Gedanken da stehe, was Du kenne ich nur zu gut und gehört leider zu meinem Alltag.
Wie Du es so treffend geschrieben hast, ist es verdammt kräfte zerrend, ich fühle mich unwohl in meiner Haut, habe Angst mich zu erfreuen,
da ich im nächsten Moment eh wieder diese schlimme Schmerzen habe und es mich wieder gedanklich gesehen in die Hölle bringt.
Die Sepsis Angst habe ich auch bezüglich der Bauch und Unterleibsschmerzen schon verspürt, dann bin ich letzt endlich bei dem CUP stehen geblieben,
ich habe im Internet eine Geschichte gelesen, welche mich so berührt hat, es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, dass junge Menschen, die ihr Leben noch vor sich haben, so aus dem Leben gerissen werden u die Angehörigen an dem Schicksal kaputt gehen:(
Und wie ergeht es Deinen Angehörigen damit?

manchmal denke ich mir, wieviel mein Herz noch erleiden muss, es hat schon so schlimmes ertragen müssen.
Mein Mann ist psychisch normal ( soweit es Normalität gibt), es gibt Tage, an denen er mit mir fühlen kann, sicherlich auch Tage an denen er genervt ist, aber er liebt mich und ist seit 8 Jahren an meiner Seite.
Es gibt auch tolle Tage, an denen ich mich selber normal fühle... jedoch seit 2018 wieder mehr schlechte...
Mein Dad ist an einem Herzinfarkt gestorben am 05.04.2018, was ich immer noch nicht verkraftet habe..... Herzneurose habe ich ab und an auch noch:(
Meine Kindheit war und ist für mein Leben gezeichnet von unerträglichem Leid, manchmal kann ich reden, manchmal möchte ich einfach nur alles vergessen und manchmal fühle ich mich normal in meinem jetzigen Alter...
ach herje soviel wollte ich gar nicht schreiben:/
ach ja ich war schon 5mal beim Frauenarzt ( Notarztbesuche) usw.......................


Lieben Dank nochmal für die Mitteilung deiner Ängste, fühl Dich gedrückt:)

Liebe Grüsse

20.08.2018 18:09 • #3


Meermädchen07
Oh man, ich finde es so bedrückend, wie ähnlich manchmal die Geschichten sind. Es ist wahrlich kein Wunder, dass wir hier sind. Ich hab gelesen, Du hast auch eine Traumatisierung? Ich nenne auch eine komplexe PTBS mein eigen. Jetzt dazu noch der Mist- es ist so elendig und ungerecht.
CPU hatte ich auch schon. Und auch ich habe Angst Freude zu empfinden. Ich weiß so genau was Du meinst.
Man sollte vielleicht bewusst versuchen, Freude zu erleben- aber das funktioniert auch nur in der Theorie.
Das mit Deinem Papa tut mir unendlich leid. Standet Ihr Euch sehr nah? Es ist so schrecklich. Man bleibt ja immer noch ein Kind, egal in welchem Alter. Das ist ja auch noch gar nicht Lage, Du bist ja noch mitten im Trauerprozess.
Mein Papa ist auch 2007 gestorben, blutjung mit 53. Auch am Herz. Meine Mama starb 2016, auch viel zu jung, das hat mir auch den Rest gegeben. Sie fehlt mir immer.
Was soll das? Woher will man die Kraft nehmen?
Ich freue mich für Dich, dass Du einen lieben Mann hast. Meiner ist auch psychisch normal (sofern möglich, sehr richtig bemerkt von Dir). Das trägt einen. Aber ich würde so gerne mal ein bisschen Unbeschwertheit in unser Leben lassen. Manchmal geht es, das stimmt. Aber in so Phasen wie gerade, ist es einfach nur furchtbar...
Vorm Wochenende war ich auch im Krankenhaus.., aber geholfen hat das nicht. Die Schmerzen sind so fies.
Ich hab mich total über Deine Worte gefreut. Ich denke manchmal so verrückt wie ich, bin ich völlig alleine. Man denkt ja auch immer man ist alleine mit seinem Syntom in dieser Heftigkeit.
Ich drücke Dich!

20.08.2018 19:23 • #4


ChiliVani
Ich hatte jetzt so einen langen Text verfasst und dann hängt sich der Pc auf (((((((
ich möchte Dir danken, dass Du meinen Abend etwas erträglicher gemacht hast, es tut so gut zu wissen, dass man mit seinen Ängsten und Sorgen um die
eigene Gesundheit nicht alleine ist.. ich brauche das im Moment, Menschen die fern sind und doch so nah sind:)
Ich drück Dich auch mal ganz dolle, es tut mir so unendlich leid wegen Deinen Eltern dies ist immer eine sehr schlimme Zeit und man meint die Welt geht für einen selber nicht mehr weiter
Du bist nicht verrückt und alleine auf keinen Fall
Ja ich habe so einiges an Therapieformen hinter mir und ich bin froh schon so weit gekommen zu sein, auch wenn ich das Jahr 2018 als schrecklich
empfinde... mein Dad war 66 Jahre alt.. ich war ein Papa Kind, obwohl ich meiner Mama jetzt im Moment so nahe bin wie niemals zuvor.. sie hat copd im stadium drei und ich werde ihr bei stehen, früher war das Verhältnis anders, aber ich liebe sie, sie ist meine Mama:)
ich bin ein totaler Familienmensch, meine 2 Schwestern und 2 Nichten sind mein ein und alles:) Mein Ehemann ist für mich ebenfalls ein Goldschatz... hach es könnte alles toll sein, wenn nicht meine schlimme Angst wäre vor CUP und vor dem Leben.....
2018 war auch sehr bescheiden, erst mein geliebter Dad, wir haben uns auch mal gestritten, selbst das vermisse ich so arg, dann meine Mama, die Oma von meinem Mann ins Altersheim gekommen, Umzug usw.... es war schon so viel grad.... ich bin ausgelaugt und meine Schmerzem im Bauchraum-Unterleib nehmen immer mehr zu... es ist wahrlich sehr berührend wie ähnlich unsere Geschichten sind.. ich hoffe wir können uns öfter mal austauchen, würde mich sehr freuen; ich bin die Van (Vanessa) u wie heisst Du ?
Liebe Grüsse und Dir noch einen ruhigen, entspannten Abend:)

20.08.2018 20:11 • #5


Meermädchen07
Guten Morgen
Ich hab Dir eine PN geschrieben

21.08.2018 06:45 • #6


Catharina
Hallo Vanessa, hattest du mal eine Bauchspiegelung? Wegen Myom oder endometriose?
Darf ich mal was persönliches fragen?! Warum habt ihr keine Kinder?

21.08.2018 10:57 • #7


ChiliVani
@catharina, vielen Lieben Dank für Deine Antwort:) gerade diesbezüglich hatte meine Frauenärztin mit mir gesprochen, ich werde bald eine Bauchspiegelung bekommen....sie wollen wegen Endometriose usw schauen... habe natürlich auch davor Angst, aber ich werde es machen lassen! ich hätte gern ein Kind, aber leider hat es bis jetzt noch geklappt... seit 8 Monaten versuchen wir es, aber ohne Druck bis jetzt.. hoffe Dir geht es gut? schönen Tag noch

21.08.2018 13:46 • #8


Catharina
Endometriose könnte z.b. Das Problem sein für die Bauchschmerzen und den unerfüllten Kinderwunsch.
Ich hatte auch eine Bauchspiegelung, weil ich nicht schwanger wurde und dabei wurden auch kleine endometriose-Herde gefunden.
Wie ist denn dein Zyklus? Und hast du da Bauchschmerzen?

Danke der Nachfrage! Ich bin grad im Urlaub, aber beide Kinder sind krank geworden und ich würde am liebsten heute noch nach Hause fliegen, aber ich muss wohl noch bis Donnerstag warten.

21.08.2018 14:28 • #9


ChiliVani
@Catharina das tut mir so leid, die armen Kids im Urlaub krank, da versteh ich es nur zu gut, als Eltern hat man bestimmt keine ruhige Minute mehr;( die armen kleinen..Donnerstag kann da doch noch sehr lange sein, hoffe es wird alles schnell wieder gut für die Kids!

Ich hab Gott sei Dank einen sehr regelmässigen Zyklus ohne Zwischenblutung. Also alles fing eigentlich letztes Jahr im Oktober 2017 an:
arbeitstätig bin ich im Sicherheitsdienst in der Post und Büroabteilung. An diesem Tag war mir mal wieder alles zu stressig und ich hatte
keine Lust den Postwagen für die 3 Pakete zu holen (ich wollte Zeit sparen, was ich jetzt sehr dumm finde) und hab die Pakete getragen.
Leider haben sie mir die Sicht versperrt, so konnte ich nix sehen und bin blindwegs über einen 1/2 meter hohen Stein samt den Paketen gestolpert. Habe einen Vorwärtssalto gemacht.. das war soooooooo peinlich, zumal es noch Leute gesehen haben. War ich wütend auf mich und die Pakete voll in meinen Bauch.. von da an hatte ich Schmerzen, wurde dann untersucht, nix zu finden, ausser ein paar Schramen.
Ende Oktober 2017 ging ich zum Notfrauenarzt, die meinten ich hätte ne Eierstockentzündung, also musste die Kupferspirale raus. Wir wollten eh ein Kind, da fand ich das nicht schlimm. Clamydien haben die noch getestet, kam aber nichts dabei raus. Ende vom Lied, Antibitotika und Schmerzen bis heute da... iwann wurde alles so schlimm und nun denke ich nicht mehr, dass es vom Sturz kommt, sondern eben an dieses CUP. Das schlimme daran finde ich, dass man so schnell st....bt ( kann es schlecht schreiben oder aussprechen). es macht mir so Angst..;( meine Frauenärztin meinte, sie vermutet eher eine Endometriose, deswegen muss ich nun eine Bauchspiegelung machen.. Habe echt ANGST. Wenn dann doch Metastasen gefunden werden? ich mach mich schon so verrückt. Habe jetzt seit 2 Wochen trockenen Reizhusten, denke immer das sind die Symtome von dem CUP. Möchte einfach wieder eine angstfreie Zeit. 2 Jahre war alles so toll, nun wieder der herbe Rückschlag, das zerfrisst mich so.... mein Umfeld usw ist grad so toll, trotzdem gehts mir innerlich so schlecht. An Suizid habe ich trotzdem noch nie gedacht, bei mir ist es eher andersrum habe enorme Angst vor dem Tod.
Huch wieder so viel geschrieben heute
ach ja meine Tage haben sich aber verändert, kürzer nur noch 4 Tage u es tut höllisch weh, danach sind die Schmerzen aber auch noch täglich da.
Dieses Jahr war halt auch so viel familiär:(


So das wars jetzt aber...
Eure Van

21.08.2018 16:46 • #10



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