Zitat von Hypo-Tom: Vor 10 Tagen kam eine komische Erkältung dazu. Irgendwie nicht so richtig, Abends und Nachts die Nase zu, tagsüber ging es eigentlich. Auch hatte ich nicht das Gefühl, richtig krank zu sein. Corona war es nicht, ich muss mich für die Arbeit 3x in der Woche testen, alles immer negativ. Das mit der Nase ist nun besser, dafür habe ich in der Nacht noch einen trockenen Reizhusten. welcher mich 2-3 mal pro Nacht weckt. Überhaupt tritt dieser Husten eher im Liegen auf.
Wie siehts bei dir mit der Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer aus? Es ist Winter und die Luft kann da dank Heizung sehr Trocken sein. Schau dass sie so bei 50% liegt. Seit ich einen Luftbefeuchter (vom Typ Verdunster) habe, habe ich viel viel seltener Erkältungen/Husten.
Wenn, dann sehen meine Erkältungen mittlerweile leider auch immer so aus. Letztes mal hatte ich 6 Wochen lang starken trockenen Reizhusten. Dass dieser Nachts und vor allem im Liegen auftritt, ist ganz typisch.
Versuche mit leicht erhöhtem Oberkörper zu schlafen. Und ich mache dann abens vor dem Schlafen noch eine Inhalation mit Salzwasser (In einem kleiem Topf Salzwasser kochen, anschließend mit Handtuch über dem Kopf den Wasserdampf einatmen, vorsicht Verbrennungsgefahr). Ggf. musst du die Inhalation nochmal Nachts wiederholen. Besser als sich die ganzen Nacht zu quälen ist es auf jeden Fall. Es wäre auch ratsam hier einen Schleimlöser zu nehmen.
Und ja, Magen-Darm hat man halt mal. Du beschreibst da nichts ungewöhnliches. Heller Stuhlgang ist ganz normal bei einem Darminfekt. Das kann auch noch Wochenlang so anhalten und ist nichts schlimmes.
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Deine Angst vor Krebs ist tatsächlich völlig irrational, wie du ja selbst weißt. Ich selbst leide an Colitis Ulcerosa, eine chronische Darmentzündung (zum Glück in Remission gerade) und habe dadurch eine erhöhte Wahscheinlichkeit an Dramkrebs zu erkranken. Klar war ich nach der Diagnose auch erstmal geschockt. Aber letztendlich kann man es nicht ändern. Ich gehe halt nun alle 2 Jahre (statt alle 5) zur Darmspiegelung und nehme täglich meine Medikamente.
Wie ich damit nun umgehe?
Trigger
Ich kann damit eigentlich ganz gut Leben. Meine Wahrscheinlichkeit früher zu Sterben ist nun ein wenig erhöht.
Aber mal ganz blöd und naiv gefragt: Was ist an Sterben denn eigentlich so schlimm?
Jetzt mal ganz rational betrachtet. Sterben müssen wir alle, manche früher, manche später. Ist das wirklich etwas wovor man so eine Angst haben muss, dass es einem das Leben verdirbt? Sollte es nicht eigentlich genau das Gegenteil bewirken? Was wäre denn, wenn du nun Krebs hättest? Wenn du nur noch 6 Monate zu leben hättest? Würdest du dann voller Angst die ganze Zeit vorm Rechner sitzen und recherchieren wie Qualvoll dein Tod wird? Oder würdest du nicht lieber nochmal ein paar schöne Reisen mit deiner Frau machen so lange du dich noch gut fühlst? Dafür sorgen, dass es allen nach deinem Tod weiterhin gut geht und alle gut zurecht kommen werden? (Das kannst du auch übrigens jetzt schon zu deinen krebsfreien Lebzeiten machen)
Genau betrachtet hast du nicht wirklich Angst vor Krebs. Du hast Angst davor, dass du an einem Krebs stirbst, der nicht entdeckt wurde, den man hätte behandeln können, wenn man doch nur doch noch diesen einen Test, dieses eine Screening, diesen einen Scan gemacht hätte. Wenn du diese eine Webseite, mit diesem einen entscheidenen Tipp gefunden hättest. Ja dann! Dann hättest du nämlich überlebt und alles wäre gut gewesen. Aber diese Ärzte wollten mir ja nicht glauben. Aber ich wusste die ganze Zeit das es Krebs war! Ha, ich hatte Recht!
Das Problem an Krebs ist, dass nur ein kleiner Teil aller Krebsarten überhaupt frühzeitig erkannt werden kann. Und ein noch kleinerer Teil davon kann mit guten Aussichten behandelt werden. Studien zeigen auch, dass eine frühzeitige Erkennung nur relativ selten zu einem längeren Leben führt. Es spielt also überhaupt keine Rolle, ob du Krebs hast. Ändern kannst du daran aller Wahrscheinlichkeit eh nichts. Und mit der Gewissheit an Krebs erkrankt zu sein kannst du dir auch nichts kaufen.
Als ich über 6 Wochen lang 20 schmerzhafte, blutige Durchfälle pro Tag hatte, als ich meinen ersten Colitis Schub gekommen habe, hatte ich überhaupt keine Angst mehr. Ich war in einem deart miserablen Zustand, dass ich nicht mal mehr an Krebs gedacht habe. Ich wollte einfach nur, dass das Leid aufhört. Angst vorm Sterben hatte ich da wirklich nicht mehr. Sterben klang da viel mehr wie eine süße Erlösung.
Schwer krank zu sein ist für Betroffene gar nicht so schlimm wie man meinen mag. Natürlich wird viel geweint, und vielleicht bereut man, dass man sein Leben nicht mehr genossen hat. Aber in diesen 6 schweren Wochen, in denen ich mir eigentlich schon den Tod gewünscht habe, waren auch alle anderen Sorgen verschwunden. Ich hatte keine Panikattacken mehr, an denen ich schon über 10 Jahre leide. Und ich hatte auch keine Zukunftsängste mehr. Und mir war auch klar, dass die Welt sich auch ohne mich problemlos weiterdrehen wird und für alle in meiner Famlie weiterhin gesorgt wird.
Keine Krankheit ist schlimmer als die, die man sich ausmalt.