Pfingströschen
Gast
ich denke jeder hier kann deine Angst verstehen. Im Gegensatz zu den Meisten Forumsbeiträgen hier, ist diese wenigstens mal begründet *zwinker*.
Du gehst sicherlich durch die Hölle. Und ich kann mir gut vorstellen, dass du "mehr leidest".
Ich hatte das auch schon einmal, nur andersherum.
Bei meiner Weißheitszahn OP hatte ich furchtbare Angst vor der Narkose. Ich habe geheult und meinen damaliger Freund, der damals mit dabei war, angebettelt mich wieder nachhause zu fahren. Dann bekam ich die Spritze, mir wurde schwindelig und ich habe gesagt wieviel Angst ich doch habe, dann bin ich eingenickt. Die nächste Stunde war das schlimmste was mein Freund je erlebt hatte, sagte er mir im Nachhinein. Diese Ungewissheit, "kann da was passieren? Wenn etwas passiert ist es meine Schuld, weil ich ihr nicht geholfen habe." Dann die Geräusche aus dem Zimmer. Ich habe davon absolut nichts mitbekommen. Beim Aufwachen war er derjenige der weinte, ich habe ihn nur verdutzt angeschaut und ihm gesagt, dass doch alles gut war, wieso er jetzt so außer sich sei.
Du siehst - es sind häufig die Angehörigen die am meisten Leiden.
Natürlich ist es deine Freundin die den Tumor hat und behandelt wird, aber leiden tust letztendlich auch du. Sie wird im besten Fall gar nicht viel mitbekommen.
Aber dein Leid und deine Angst sind nachvollziehbar und begründet, aber keiner wird sie dir nehmen können. Ich drücke euch ganz doll die Daumen, dass alles gut wird.
Wenn es dir zu viel wird, dann kannst du dich auch an die Seelensorge wenden und deinen Kummer von der Seele reden. Ich wünsche dir viel Kraft, sei stark!
Alles Liebe
Pfingströschen
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