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Hallo zusammen,

2. Aufenthalt:
Ich hatte mich für die Teilstationäre Behandlung (12 Wochen) in einer Tagesklinik angemeldet.
Leider ging es mir von Anfang an nicht gut, da ich zuvor schon einmal in der 12 Wöchigen Behandlung war und mich das alles irgendwie überrumpelt hat. Ich hatte mit starker unruhe und unwohl sein zu kämpfen. Ich habe es aber weiterhin probiert bis ich eines morgens aufwachte und es mir wirklich ziemlich schlecht ging (erschöpft, schwach, nervlich am Ende) ich musste wie alle anderen um 08.30 Uhr dort sein aber daran konnte ich nichtmal denken. Also rief ich am morgen in der TK an um mich zu entschuldigen mit der Begründung das ich erschöpft und schwach bin.
Die Sekretärin meinte das sich mein zuständiger Therapeut sich bei mir nochmal meldet bezüglich einem Einzelgespräch. Darauf hin ca. 2 Stunden später rief mich meine Therapeutin an und hat mir zu verstehen geben das sie sich heute zeit für mich nimmt und das sie froh wäre wenn ich das schaffen würde da dass keine Option ist Zuhause zu bleiben (sie hat mir Hoffnungen gemacht das jemand für mich da ist und der mir zuhört)
Also machte ich mich fertig und fuhr ich hin. Kaum war ich in der TK angekommen hieß es aufeinmal, das sie keine zeit für mich hätte. Meine Gefühle fuhren in einer Achterbahn hoch und runter. Ich hatte in mir eine Wut und Verzweiflung.

Nach 2 Wochen in der TK:
Ich habe die Therapie abgebrochen. Grund dafür war das ich mich nicht verstanden, ernst genommen gefühlt habe.

Letzter Aufenthalt :
Bei meinem letzten Aufenthalt habe ich eine Diagnose bekommen mit der ich mich bis heute nicht identifizieren kann.
Mein damaliger Therapeut hat mir dadurch alle Türen von anderen Psychosomatischen Kliniken dicht gemacht. Keine Klinik will bzw. kann mich mit dieser Diagnose aufnehmen. Darauf hin habe ich noch mehr verzweiflung gespürt ich hatte keine Aussichten mehr. Mein Therapeut hat sich dann im Nachhinein bemüht bei den Kliniken anzurufen um mir den Aufenthalt zu ermöglichen. Das er es doch nicht als Hypercondrischen wahn sieht. Ich habe drauf hin 2 Kliniken in Sicht gehabt die mich aufnehmen würden. Ich hatte einen Termin bei meinem Therapeuten zu einem Einzelgespräch da fuhr ich dann mit meiner Freundin hin.
Er hatte mir die Diagnose: Hypercondrischen wahn raus genommen und meinte das ich das garnicht hätte sondern eine Somatoforme störung und somit weniger schlimm ist.
Aufnachfrage warum ich überhaupt die Diagnose davor bekommen habe. Hat er geantwortet weil ich damals so oft ins Krankenhaus gegangen bin.
(Ich bin nicht aus Spaß ins Krankenhaus gegangen ich hatte wirklich hohen Blutdruck, und habe angst gehabt zu sterben, da ich auch sehr starke Brustschmerzen hatte. Meine Freundin war so gut wie immer dabei wenn es mir so schei*** ging. )

Aktuell:
Habe ich mehr ängste als vor dem Aufenthalt.
Ich Zweifel an mir selbst das es nicht doch das sein könnte. Ich habe Angst wahnhaft zu sein. Aber erst seit dem er mir die Diagnose gestellt hatte. Ich habe Phasen da kann ich eindeutig sagen das dass es nicht so ist. Aber momentan mache ich mich damit verrückt gleichzeitig habe ich auch das Gefühl/ Gedanke.
Dadurch bekomme ich starke ängste und es ist schwer aus dieser Angstmühle raus zu kommen.
Ich merke das ich auch immer mehr Angst habe verrückt zu werden und das ich da nicht mehr raus komme. Ich bin verzweifelt, hoffnungslos, innerlich leer, fühle mich von niemanden verstanden, traurig, hilflos.


Meine weiteren Diagnosen sind u.a.
-Kombinierte Persönlichkeitsstörung ängstlich- vermeidene Anteile
-Angsterkrankung
-Somatoforme autonome Funktionsstörung herz Kreislaufsystem

Gruß

Dennis

12.11.2016 20:05 • 28.11.2016 #1


11 Antworten ↓


Nataraja
Ich würde mir an deiner Stelle nochmal einen Psychotherapeuten oder Psychiater/Arzt mit psychotherapeutischer Grundversorgung suchen.

Wie ist denn dein Blutdruck im Ruhezustand?

Nimmst du irgendwelche Medikamente?

Ich hab schon von manchen gehört, die Betablocker nehmen, nicht nur um gegen den hohen Blutdruck anzugehen, sondern weil die tatsächlich auch in so einem Fall ne angstlösende Wirkung haben.
Denn die fahren das ja alles runter..dann bekommst du nicht diese starken Beschwerden, die dir so eine Panik bereiten.

12.11.2016 23:41 • #2



Angst vor falscher Diagnose

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petrus57
Zitat von Sheep2016:
weil ich damals so oft ins Krankenhaus gegangen bin. (Ich bin nicht aus Spaß ins Krankenhaus gegangen ich hatte wirklich hohen Blutdruck,


Das war auch ein Grund für meine Klinikeinweisung. Hatte immer einen Blutdruck um die 200/115.

13.11.2016 07:19 • x 1 #3


Zitat von Nataraja:
Ich würde mir an deiner Stelle nochmal einen Psychotherapeuten oder Psychiater/Arzt mit psychotherapeutischer Grundversorgung suchen.

Wie ist denn dein Blutdruck im Ruhezustand?

Nimmst du irgendwelche Medikamente?

Ich hab schon von manchen gehört, die Betablocker nehmen, nicht nur um gegen den hohen Blutdruck anzugehen, sondern weil die tatsächlich auch in so einem Fall ne angstlösende Wirkung haben.
Denn die fahren das ja alles runter..dann bekommst du nicht diese starken Beschwerden, die dir so eine Panik bereiten.


Würde ein wahnhaft Erkrankter überhaupt mitbekommen, dass er wahnhaft erkrankt ist? Bei solchen Leuten fehlt doch die Krankheitseinsicht oder etwa nicht? Ich mache mich echt verrückt. Permanent die Angst wahnhaft / verrückt zu sein.

Bin bei einem neuen Therapeuten er meinte ich hätte Depression und eine schwere Angsterkrankung / Neurose. Aber beruight mich trotzdem nicht. Oh man

13.11.2016 20:36 • #4


Zitat von petrus57:
Zitat von Sheep2016:
weil ich damals so oft ins Krankenhaus gegangen bin. (Ich bin nicht aus Spaß ins Krankenhaus gegangen ich hatte wirklich hohen Blutdruck,


Das war auch ein Grund für meine Klinikeinweisung. Hatte immer einen Blutdruck um die 200/115.


Ja ich hatte auch sehr hohen Blutdruck 180/100 und mir ging es sehr schlecht. Aber manchmal hab ich auch nur so ein Gefühl das er hoch ist. Messe ich dann ist er normal. Das kann ich auch akzeptieren. Die Angst bleibt trotzdem. Total bescheuert... Ich mache mir echt Sorgen.

13.11.2016 20:39 • #5


Keiner da der mich beruighen kann oder was dazu sagen kann?

14.11.2016 13:06 • #6


Zitat von Nataraja:
Ich würde mir an deiner Stelle nochmal einen Psychotherapeuten oder Psychiater/Arzt mit psychotherapeutischer Grundversorgung suchen.

Wie ist denn dein Blutdruck im Ruhezustand?

Nimmst du irgendwelche Medikamente?

Ich hab schon von manchen gehört, die Betablocker nehmen, nicht nur um gegen den hohen Blutdruck anzugehen, sondern weil die tatsächlich auch in so einem Fall ne angstlösende Wirkung haben.
Denn die fahren das ja alles runter..dann bekommst du nicht diese starken Beschwerden, die dir so eine Panik bereiten.


Ich Messe keinen Blutdruck mehr.

Spironolacton nehme ich für den Bluthochdruck. Ramipril/ Valsartan und andere vertrage ich nicht.

14.11.2016 13:09 • #7


Icefalki
Sheep, macht dir das Wort Wahn so zu schaffen? Dass du verrückt werden könntest?

War damals auch mein größtes Problem. Ist aber nie passiert.

Übrigens überlege doch mal. Diese Gedanken passen so gut, weil einem durch die Angst alles bedrohlich erscheint.

Da passt eh nix mehr. Darum sind diese Gedanken total logisch. Also nix mit verrückt werden, bzw. Das, was wir uns so darunter vorstellen.

Was noch interessant ist, dass die Angst vor dem Verrückt werden unsere Hilflosigkeit widerspiegelt. Ausgeliefert zu sein, fremdbestimmt .

Ergo eigentlich etwas, das unter der Angst versteckt ist.

Darüber kannst du dir evtl. mal Gedanken machen.

14.11.2016 13:21 • #8


Zitat von Icefalki:
Sheep, macht dir das Wort Wahn so zu schaffen? Dass du verrückt werden könntest?

War damals auch mein größtes Problem. Ist aber nie passiert.

Übrigens überlege doch mal. Diese Gedanken passen so gut, weil einem durch die Angst alles bedrohlich erscheint.

Da passt eh nix mehr. Darum sind diese Gedanken total logisch. Also nix mit verrückt werden, bzw. Das, was wir uns so darunter vorstellen.

Was noch interessant ist, dass die Angst vor dem Verrückt werden unsere Hilflosigkeit widerspiegelt. Ausgeliefert zu sein, fremdbestimmt .

Ergo eigentlich etwas, das unter der Angst versteckt ist.

Darüber kannst du dir evtl. mal Gedanken machen.


Hallo Icefalki,

Danke für deinen Beitrag (:

Mir macht die Diagnose von dem Therapeuten zu schaffen.

Ich kann mich damit nicht identifizieren.
Wenn es so wäre das ich eine wahnhafte Störung habe, würde ich das akzeptieren. Aber ich finde mich einfach nicht darin wieder. Hab schon so viel dazu im Internet gelesen.

Seitdem hab ich die Angst wahnhaft zu sein und verrückt zu werden. Momentan ist es sehr schlimm. Kaum beruighe ich mich kommt dieser Angstgedanke wieder hoch wahnhaft zu sein. Manchmal überprüfe und beobachte ich mich. Kleinste Abweichungen interpretiere ich als wahnhaft. Ich stelle mir dann vor wie ich in der geschlossenen Psychatrie lande, ans Bett gefesselt. Und das die mich nie wieder rauslassen. Auch grübel ich viel nach. Jetzt hab ich nachts noch Schlafstörungen. Es ist zum Heulen. Dabei war ich im Sommer auf einem super guten Weg. Dachte ich hätte es fast überwunden. Und jetzt bin ich wieder in der Angstmühle gefangen.

Lg

14.11.2016 13:38 • #9


Nataraja
In ganz schlimmen Phasen, hab ich mich auch so stark reingesteigert, dass ich dachte wahnsinnig zu werden und in die Klapse zu kommen.

Das haben auch einige und deshalb wird man nicht verrückt.

Wir sind aber alle keine Psychologen. Dieses Forum ist hauptsächlich zum Erfahrungsaustausch gedacht und nicht, um Diagnosen zu erstellen.
Du solltest dich da auf deinen Therapeuten verlassen.

14.11.2016 13:54 • #10


Icefalki
Weißt du was, Therapeuten sind auch nur Menschen und Papier ist geduldig. Gerade im psychischen Bereich können Diagnosen wer weiss was alles bedeuten.

Streich die Diagnose mal aus deinem Kopf. Tatsache ist, dass du Angst hast.

Angst kann man vor soviel haben. Ändert sich die, wenn du eine Diagnose hast? Nö, ändert sich nix.

Du wirst hypochondrisch sein, weil du soviel Wert auf das Wort legst. Gleichzeitig warst du schon auf dem Weg zur Besserung, das kann doch auch wieder so werden.

Ängste haben etwas mit dem Bewerten der Lebensumstände zu tun. Warum sonst hat man Angst?

Viel wichtiger, so denke ich, ist rauszufinden warum man die Angst entwickelt hat. Das lohnt sich eher.

Oder den Umgang damit zu lernen. Was irgendein Therapeut als Diagnose schreibt, vergiss das. Ein anderer hat sie doch schon wieder rausgenommen. Daran kannst du doch sehen, wie relativ unwichtig sie war.

Ist das gleiche, wenn du wegen einer Blähungen Dr. Google befragst. Kommt am Schluss auch Krebs raus.

14.11.2016 13:56 • x 1 #11


la2la2
Du kannst frei entscheiden, wem du wann/was/wie mitteilst. Wenn dir eine Diagnose nicht passt, kannst du sie einfach in Zukunft komplett verschweigen. Falls du einen Bericht kopierst, kannst du die Dinge, die dir nicht passen einfach abdecken. Ohne deine Erlaubnis darf ein Arzt die Diagnosen zwar der Krankenkasse zu Abrechnungszwecken mitteilen, aber sonst NIEMANDEM. Die Krankenkasse wiederum darf ohne deine Erlaubnis keine Auskünfte erteilen.

Vergiss die Meinung des Arztes und gut ist.

28.11.2016 00:28 • #12



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Dr. Matthias Nagel