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G
Hallo zusammen,

erstmal finde ich es unheimlich schön wie ihr das Forum hier aufeinander eingeht.

Aus diesem Grund habe ich mich überwunden um auch mal einen Beitrag zu verfassen

Zu meiner Geschichte :

Ich bin Ende 20 .

Ich habe schon als Kind mit Bauschmerzen zu kämpfen gehabt . Den Grund hierfür kann ich aufgrund von Stress in der Kindheit noch verargumentieren.
Ich würde mich als typischen runterschlucker bezeichnen und verarbeite Stress sehr schlecht bis garnicht .
Vor 2 Jahren ging es weiter mit stärkeren Magenschmerzen . Hier habe ich natürlich sämtliche Spiegelungen erledigt ... Diagnose Reizdarm (stress)

Vor 1,5 Jahren hatte ich einen Klinikaufenthalt da kurz vorher divuse Schmerzen wie Nacken- Wade-Beinschmerzen ( oft ziehen) und Muskelkater im Schulterbereich der in die Finger strahlt . Mitten in der Nacht wachgewesen . Es bestand der Verdach auf eine Erbkrankheit die die Organe angreift. Dies hat isch allerdings nicht bestätigt. Habe Zwangsstörung entwickelt und mir ständig auf die Hände geschaut etc.

Nach dem Klinikaufenthalt waren bis auf die psychische Komponennte alles wieder körperlich i.O.

Vor ein paar WOchen ging es wieder los. Panikschübe , Angststörungen vor vielen Dingen .Bin rastlos und nehme derzeit Opipram seit 1 Woche 3 mal täglich.
DAs macht es ein wenig aushaltbarer . Dennoch geht es mir noch unheimlich schlecht. Wann entflaltet Opipram seine Wirkung ?

Ich bin über die Zeit von Arzt zu Arzt gerannt hab (dummerweise) gegooglet ... HAtte Angst vor den typischen Krankheiten. Als Kind war ich schon fest überzeugt Krebs zu haben. Sehr sonderbar.

DA ich wieder völlig unten sitze habe ich wieder gegooglet und habe natürlich auch was passendes gefunden. Wer Gelenkschmerzen und Muskelkater eingibt wird schnell fündig mit FMS . Es macht mich fertig . Ich habe meine Hausärztin angerufen und sie meinte das kann Sie sich absolut nicht vorstellen. Die Triggerpunkte habe ich an mir selbs natürlich auch schon gedrückt . Verspüre hier auch nicht mehr SChmerzen als wenn ich mir auf die Brust drücke .


Dennoch habe ich unheimlich Panik. Ich komm nicht zur Ruhe habe einfach Angst das mein Leben so bleibt wie es jetzt ist. Arztbesuche waren alle ohne Befund. Neurologe Orthopäde .Alles gute Werte

Es soll immer wieder meine PSyche sein. Klar bin ich mental sehr angegriffen wie oben beschrieben. Aber kann die Psyche wirklich derartig bunte und unterschiedliche Beschwerden auslösen? Weiche Knie, Ziehen im Bein , im Fuss Krampfgefühle, Kopfschemrzen, Muskelkater, Kribbeln in d en Fingern , Einschlafende Gliedmassen.Teilweise gleichzeitig. Mal unterschiedlich
In der Nacht verspüre ich keine Schmerzen. Kaum steh ich auf und zack ...

Ich verenne mich immer wieder in neue Diagnosen und es macht mich noch fertiger:(
Ich habe leider nichts passendes im Forum gefunden. Könnt ihr mir hier eure Erfahrungen mitteilen? Danke für eure HIlfe

22.04.2019 10:41 • 23.04.2019 #1


8 Antworten ↓


M
Hallo,

wenn Du mal einige von den hier im Forum geschriebenen Beiträgen liest, wirst Du Dich mit Deinen Symptomen und Befürchtungen oft wiederfinden.
Auch die Frage: Kann das wirklich alles von der Psyche kommen? wird extrem häufig gestellt- Die Antwort ist einfach:ja.
Wenn alle Ärzte ( und das waren ja ein paar ) Dich für gesund erklären, weil apparative und sonstige Diagnostik keinen Befund ergab... dann wirst Du das wohl auch sein.

22.04.2019 11:16 • x 1 #2


A


Angst vor dem Ungewissen

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Icefalki
Hallo und willkommen im Forum.

Schliesse mich @med an , hier wimmelt es von diesen Symtomen. Was keiner begreifen möchte, ist, dass sich Ängste eben auch körperlich zeigen können.

https://www.google.com/url?sa=tsource= ... 40bJxZ7Fbi

22.04.2019 14:54 • x 1 #3


D
Hallo Greyland,

ich bin selber immer wieder erstaunt, was die Psyche alles auslösen kann. Und was ich in meiner Zeit als Hypochonder(Oh mann wie das klingt ) gelernt habe ist, dass immer wenn man sich auf etwas dies auch wächst. Will heissen: Konzentriere ich mich zum Beispiel darauf, dass meine Hände zittern, dann werden diese sich auch schwach anfühlen und zittern.
Seit einigen Monaten bin ich total auf meinen Mund fixiert und stehe ständig vor dem Spiegel. Und was ist? Ich habe ständig das Gefühl, dass Zähne lose sind und finde ständig Besorgnis erregende Veränderungen an meiner Mundschleimhaut. Zeige ich diese dann meiner Mutter (meine Eltern sind die einzigen, die von meiner Hypochondrie wissen), dann verdreht sie erstmal ihre Augen. Dann schaut sie und dann kommt meistens: Und wo siehst du da was?- Na, da, sage ich und zeige mit dem Finger drauf. Ich seh da nix! Also wenn du so weiter machst, dann schicke ich dich zum Psychologen!
Es ist wirklich so, dass man ständig irgendwelche Veränderungen feststellt, wenn man sich auf etwas konzentriert.

Aber ich finde deine Überschrift zeigt sehr schön, welches Problem wir Hypochonder wirklich haben. Angst vor dem Ungewissen Bei mir ist es so: Mir geht es eigentlich gut. Abgesehen von der täglichen Angst um meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Eltern. Jetzt geht es uns gut. Aber wird das auch noch in einem Jahr so sein? Wie oft werden wir noch gesund Weihnachten feiern? Am liebsten hätte man doch die Garantie, dass es die nächsten 30 Jahre so bleibt, wie es jetzt ist. Leider gibt es diese nicht
Es bleibt einem nichts anderes übrig, als sein Leben jetzt zu geniessen und zu hoffen, dass man selber und die Menschen, die einem wichtig sind, gesund bleiben.

Ich weiss, es ist verdammt schwierig und auch ich rutsche immer wieder in die Grübelfalle und mache mir Sorgen um die Zukunft. Vor allem, wenn man mal wieder eine ganz schlimme Veränderung an seinem Körper festgestellt hat
Aber einen ganz wichtigen Tipp habe ich noch: Nicht googeln! Egal was passiert! Ich selber habe immer wieder den Fehler gemacht, bzw. ich mache ihn immer noch ab und zu. Aber ganz ehrlich, hätte ich in der Vergangenheit nicht so viel gegoogelt, dann hätte ich heute weniger Sorgen. Denn man findet immer neue Symptome im Netz, die einem dann neue Sorgen bereiten. Und das Verrückte an der Sache: Man hatte diese Symptome vorher nicht, dann liest man es im Internet und ZACK, schon sind die Symptome da.
Und damit wären wir wieder am Anfang: Es ist erstaunlich, was die Psyche alles kann! Man sollte diese Kraft eigentlich nutzen. Ich meine, wenn man sie negativ nutzen kann, dann müsste es doch eigentlich auch umgekehrt klappen. Einfach mal versuchen positiv zu denken. Ich versuche es zumindest. Klappt nicht immer, aber manchmal schon.

Gruss
Markus

22.04.2019 15:35 • #4


M
Das kennen Medizinstudenten schon Jahrzehnte. Früher war es so, dass man zum 1. Mal den Pschyrembel gelesen hat und zack hatte man alles mögliche ( auch die nicht Hypochonder )

22.04.2019 15:46 • #5


Safira
Zitat von med:
Das kennen Medizinstudenten schon Jahrzehnte. Früher war es so, dass man zum 1. Mal den Pschyrembel gelesen hat und zack hatte man alles mögliche ( auch die nicht Hypochonder )

Das hat mir meine erste Therapeutin auch erzählt
Nur wie kommen die Medizinstudenten denn da wieder raus? Das hat sie mir natürlich nicht erzählt

22.04.2019 15:51 • #6


M
Mit der Zeit gewöhnt man sich an Krankheiten und wird gelassener. Das passiert bei Menschen ohne Angststörung automatisch.

22.04.2019 15:53 • #7


G
Es ist schon ein Teufelskreis. Man kommt sich ja selber doof vor. Bin ein sehr rationaler Mensch und versuche mir immer selbst zu helfen... Das macht es wogl nur schlimmer

Ab wann wird das opipram seine volle Wirkung erfüllen?

22.04.2019 15:59 • #8


G
Kennt ihr die muskelkater Symptome und Schmerzen auch ohne Fibo zu haben? Hab so Angst. Es sind nicht unbedingt Schmerzen aber drücken etc und Krämpfen so wechselhaft. Es macht mich wahnsinnig

23.04.2019 17:52 • #9






Dr. Matthias Nagel