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Hallo an alle,
hab mit großem Interesse einige Beiträge gelesen und finde mich in vielem
wieder. Ich leide schon seit Jahren an Ängsten und speziell
seit drei Jahren unter massiver Brustkrebsangst, seit eine Freundin daran erkrankt ist.
Meine Lebensqualität ist sehr stark beeinträchtigt. Ich habe einen Zwang entwickelt
ständig die Brust abzutasten und verfalle dabei regelmmässig in Panik. Ich empfinde
alles als verdächtig und kann dann nicht mehr aufhören
zu tasten, es ist der Horror. Entweder ich taste ständig oder vermeide
extrem, das geht soweit dass ich Panik vor dem Duschen habe
aus Angst dabei etwas zu ertasten. Ein normales
Leben ist so nicht mehr möglich. Ich war in den letzten drei Jahren mehr als 50 mal beim Arzt. Wechsele dabei ständig zwischen fünf Ärzten hin und her, aus Scham immer wieder beim gleichen anzufragen. Schon allein dieses Jahr
habe ich zehn mal Ultraschall machen lassen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Und Lösungen wie man
aus dem Teufelskreis heraus kommt. Ich mache schon über vier Jahre Verhaltenstherapie aber es
hilft mir nicht weiter.
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

03.05.2013 15:49 • 08.05.2013 #1


32 Antworten ↓


Kann es vielleicht sein, dass dich das mit der Freundin geschockt hat? Hat es dich vielleicht mit deinen Urängsten konfrontiert? Hast du eventuell unbewusst oder auch bewusst daran gedacht, dass dir das auch passieren kann? Und das hat deine Unsicherheit und Ängste geschürt? Steckt vielleicht auch ein kleines bisschen Aberglaube hinter deinem Kontrollzwang? Könntest du den Blutergebnissen nicht anfangen zu vertrauen? Wenn du etwas hättest, hätten die Ärzte das dann nicht längst gesehen. Vielleicht solltest du den allgemeinen bekannten Spruch umdrehen: " Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! "

Kontrolle ist gut und du hast sie hinter dir! Vertraue dem Ergebnis!

03.05.2013 16:53 • #2



Angst vor Brustkrebs - ständiges Abtasten

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Ja ich vergleich mich da schon sehr mit meiner
Freundin und denk dass ich das auch bekommen
könnte. Das vertrauen in meinen Körper wie ich es früher
hatte fehlt mir. Die Angst hat sich da so
verselbstständigt. Und meine ganze
Wahrnehmung ist auf das eine Thema
gerichtet. Die Arztbesuche beruhigen
mich immer nur kurz. Ich muss wirklich
wieder lernen Vertrauen zu fassen. Weil
die absolute Garantie gibt es ja nicht. Aber
in den Momenten der Panik kann ich nicht
klar denken.

03.05.2013 17:48 • #3


Nataraja
Wenn man erblich bedingt, stark vorbelastet ist, Krebs zu bekommen, soll man einmal pro Monat seine Brust abtasten..vielleicht kannst du dich darauf ja begrenzen. Wenn es nicht gut klappt, setze dir einen Termin in deinem Kalender fest, an dem du dann deine Brust selbst untersuchst. Zum Frauenarzt soll man dann alle halbe Jahre.

Das ist dann aber wirklich ausreichend..Krebs nimmt nicht über Nacht auswuchernde Größen an, die tödlich sind.

So schlimm ist Brustkrebs nicht mehr..er lässt sich inzwischen gut behandeln, hab keine Angst davor!

03.05.2013 17:55 • x 1 #4


Vielleicht kannst du dein Kontrollbedürfniss auch mit einer "Sucht" vergleichen. - und gegen eine "Sucht" kann man etwas tun.

03.05.2013 18:09 • #5


Ich kann mich soooo gut in deine Lage versetzen. Ich habe es zwar schon zig mal hier geschrieben. Aber die Angst vor Brustkrebs ist bei mir immer präsent. Bei mir ist es leider so, dass ich gar nicht zum Frauenarzt gehe und auch gar nicht abtaste. Auch unter der Dusche lass ich die Brust völlig aus. Ich geh nur mit dem dem Duschkopf drüber. Ich habe irgendwie den Zeitpunkt verpasst regelmäßig zu gehen. Ich hatte es mir fest vorgenommen. Als ich vor zwei Jahren war wurden 3 harmlose Knoten festgestellt. Alls durch Mammographie Ultraschall und Biopsie. Ich habe es nur mit starken Beruhigungsmittel überstanden. Jnd auch nicht allein. Ich hatte mir von da an vorgenommen regelmäßig zu gehen. Ich war vorher ca 15 Jahre nicht. Ich bin dann in eine Gesprachsteraphie gegangen um meine Angst zu überwinden. Aber meine Therapeutin hatte mich aufgegeben, weil ich den Gang zum Arzt nicht schaffe. Nun stellt steh ich wieder am Anfang.

Sei froh dass du wenigstens den Mutu hast zum FA zu gehen. So weißt du wenigstens dass du gesund bist.

Ich lebe sozusagen auf einem Pulverfass und komm nicht davon runter. Genug gejammert. Eigentlich bin ich ja selbst schuld, dass ich nicht zur Vorsorge gehe. Aber ich dchsff es nicht. Es liegt auch nicht am Arzt. Nein es liegt an meiner Angst

Violetta

03.05.2013 20:49 • #6


Hallo Violetta, ja das kann ich so gut verstehen.
Ich hatte auch Phasen, da hab ich mich beim
Duschen gar nicht angefasst und sogar mit
geschlossenen Augen geduscht und mich nachher
abgeföhnt statt mit Handtuch abzutrocknen,
um ja nicht dran zu kommen. Und ich hab auch ständig
Angst dass es mich mal da juckt usw...weil wenn ich
mal aufgehört hab zu Tasten, dann will ich gar nicht
mehr dran kommen. Auch abends das umziehen, Nachthemd
anziehen usw. macht mir so Probleme.
Egal ob ich gerade beim Arzt war oder nicht, das beruhigt mich
dann gar nicht weil ich ja denke er hat ausgerechnet
da nicht geschaut. Durch all diese Einschränkungen
verliert man soviel an Lebensqualität.
Ich finde es dann so schlimm und deprimierend, dass
ich meinen körper an dieser Stelle so ignoriere
bzw als bedrohlich empfinde.
Entweder Taste ich ganz extrem tagelang oder
ich vermeide total, so wie du, aber das ist beides keine
Lösung. Ich weiß da gar kein Ausweg. Ich will auch keine Tabletten
nehmen, das einzige sind globulis aber da hatte
Ich auch noch nicht viel Erfolg damit.
Ich wünsch mir so einfach morgens aufzuwachen und
die Angst wär weg. Ich hab doch früher auch ganz normal
geduscht und mich angefasst, das kann ich mir heute
Überhaupt nicht mehr vorstellen!
Es tut aber gut zu wissen dass man mit dem Problem
und der Angst nicht allein ist.

03.05.2013 21:20 • #7


Ich habe wirklich gedacht, ich wäre so ziemlich die Einzige die diese Angst so lebt wie ich. Denn bisher habe ich immer nur gelesen, dass andere zwart auch Angst haben. Aber sie kontrollierwn sich ständig und gehen auch ständig zum Arzt. Mir geht wie dir. Ich mache sogar abends beim Ausziehen die Augen zu, , genau wie du. Teilweise habe ich Angst mich auf die Seite zu legen aus Angst einen Knoten zu spüren. Ist das nicht furchtbar? und Antidrepessiva nehme ivh nicht weil bei allen als Nebenwirkung steht, gelegentlich kann Sekret aus der Brust kommen. Alle anderen Nebenwirkungen wären mir egal. Ist das nicht krank? Ich weiß sas und kann nichts dagegen machen. So krbe ich Tag turu Tag mit drr Angst

03.05.2013 21:36 • #8


Ja das ist bei mir genauso, ich leg mich auch nicht
gern auf die Seite, genau aus dem selben Grund wie du!
Und schwimmen gehen oder BH kaufen ist ganz
schlimm, das anprobieren geht nur mit geschlossenen
Augen. Das ist so schlimm. Und das mit dem Sekret hab ich
genauso gelesen, und ua. auch deswegen das nicht genommen.
Manchmal kann ich noch nichtmal angezogen in den Spiegel schauen
aus Angst durch den Pulli was zu sehen! Das ist so schlimm.
Ich dachte auch ich bin da wohl ziemlich die
einzigste die das so erlebt!

03.05.2013 21:49 • #9


Chihuahua Love
Ich bin das krasse Gegenteil von Euch....vielleicht hilft ja meine Einstellung ein bisschen. Hatte nie Angst vor Krebs. Vor zwei Jahren entdeckte ich beim Baden einen Knoten, erschrack im ersten moment, vergaß es aber wieder. Mein Mann drängte mich zum Arzt zu gehen. Bin dann zu meinem Frauenarzt dem ich sehr vertraue. Dieser machte einen Ultraschall und stellte eine Zyste mit Füßigkeit fest. Er erklärte mir jedoch, das ich noch zur Mammographie gehen könnte, ich sagte nein, da ich völlig der Überzeugung bin, keinen Brustkrebs zu haben. Eingentlich sollte ich halbjährlich zur Kontrole kommen
Was soll ich sagen...ich gehe nicht, für mich ist das ne Zyste und fertig. Wobei ich letztens kein Knoten mehr spüren konnte.
Hätte ich eventuell angefangen zu kontrollieren, würde ich mich ohne Kontrolle bestimmt auch schlecht fühlen (Kontrollzwänge kenn ich zu genüge). Ich habe es einfach nicht. Hey an alle Mädels die eine Diagnose ohne Befund haben, das ist toll!
Würde Euch gerne ein wenig Optimismus rüberschicken...

03.05.2013 21:58 • #10


Dann sind wir schon zwei Bekloppte. Aber so wie du schreibst, gehst du wenigstens zum FA. Dann kannst du zumindest eine Zeitlang sicher sein nichts zu haben. Ich weiß es nie. Aber auf der anderen Seite mochte ich gar nicht wissen wenn ich Krebs habe. Fast alle, die ich kenne sind wenn sie die Diagnose Jrebt bekamen daran auch gestorben. Darunter meine Mutter als ich 18 war und mein Neffe als ich 13 und er 11 war.
Hinzu kommt noch dass ich jetzt in einem Alter bin, wo das Krebsrisiko erhöht ist, sprich Wechseljahre.

Am liebsten würde ich noch mit einem dick gefütterten BH schlafen

03.05.2013 22:00 • #11


Chihuahua Love
Ich bin auch in dem "netten" Alter, lach!
Habe zum Glück, zu meiner Brust ein normales Verhältnis, also was anfassen, BH usw. angeht....Ich glaube, ich habe diese doofe Zyste erst durch die heutigen BH`s mit Bügel bekommen, sitzt nämlich genau seitlich an der Stelle, wo die gerne drücken.

03.05.2013 22:02 • #12


Ui. Das ist nicht gut. Dann werde ich ei keinen BH mit Bügel mehr tragen. Das hat mich jetzt geschockt

03.05.2013 22:07 • #13


Chihuahua Love
Zitat von Violetta:
Ui. Das ist nicht gut. Dann werde ich ei keinen BH mit Bügel mehr tragen. Das hat mich jetzt geschockt


Huhu, ich habe eine Zyste...kein Krebs! ...und dazu noch einen recht großen Brust, aber schmale Gestalt. D.h. meine Brust wird durch einen BH seitlich gedrückt...trage trotzdem BH`s mit Bügel, sitzen am Besten. Nicht falsch verstehen wollen!

03.05.2013 22:12 • #14


Ja, das find ich gut deine Einstellung. Früher
war das bei mir auch so, nie hatte ich an sowas
gedacht. Dann kam das so plötzlich und hat sich so festgesetzt.
Ich weiss dass die Angst eigentlich nur für etwas anderes
in meinem Leben steht, die genaue Ursache hab ich nur noch
nicht gefunden und auch keinen Lösungsweg
um davon weg zu kommen.

03.05.2013 22:21 • #15


Ja, das find ich gut deine Einstellung. Früher
war das bei mir auch so, nie hatte ich an sowas
gedacht. Dann kam das so plötzlich und hat sich so festgesetzt.
Ich weiss dass die Angst eigentlich nur für etwas anderes
in meinem Leben steht, die genaue Ursache hab ich nur noch
nicht gefunden und auch keinen Lösungsweg
um davon weg zu kommen.

03.05.2013 22:22 • #16


Nein nein habe ich nicht falsch verstanden. Und ich weiß auch dass meine Ängste nicht normal sind. Ich würde in meiner dummen Angst sogar Angst vor einer Zyste haben. Weil ich sann wieder zum FA müsste um es abcheckenzzu lassen. Ich hoffe immer noch dass es irgendwann klick macht jnd diese *peep* Angst weg ist

03.05.2013 22:23 • #17

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Chihuahua Love
Zitat von Jeka:
Ja, das find ich gut deine Einstellung. Früher
war das bei mir auch so, nie hatte ich an sowas
gedacht. Dann kam das so plötzlich und hat sich so festgesetzt.
Ich weiss dass die Angst eigentlich nur für etwas anderes
in meinem Leben steht,
die genaue Ursache hab ich nur noch
nicht gefunden und auch keinen Lösungsweg
um davon weg zu kommen.


Genau so ist es. Hoffe, das Du für Dich herausfinden kannst, um was es wirklich geht. Du projezierst Deine Angst auf Deinen Brust, oder mehr auf eine schlimme Krankheit. Da ich kein Hypo bin, kann ich Dir wenig helfen/Zuspruch geben. Denn ich weiß nur, das sogar Aussagen von Ärzten nur kurzzeitig Linderung verschaffen. Auch weiß ich, das manche Menschen schon 20 Jahre "sterben" und psychisch tun sie das wirklich.

03.05.2013 22:34 • #18


Ja, absolut. Ich leb ja nicht mehr richitg, weil ich nix geniessen kann aus Angst. Dabei scheint es so einfach, mal anders zu denken. Aber das ist so extrem schwer, ich versuch das mit aller Gewalt, aber es ist so als ob die Gedanken sich verselbstständigen, so als ob man das nicht beeinflussen kann, die Gedanken und Ängste kommen und gehen wie sie wollen.
Und ich hoffe auch, genau wie Violetta, dass es mal klick macht und die Ängste sind endlich weg.

03.05.2013 22:42 • #19


Meine Therapeutin meinte ja ich muss zum Arzt gehen um meine Angst zu verlieren. Natürlich hat sie recht. Vorsorge ist wichtig. Aber ich habe keine Angst vor Ärzten. Ich gehe ja auch zu anderen Ärzten. Es ist die Angst vor einer schlimmen Diagnose. Und das kann immer passieren. Ich bin vdi enttäuscht, dass die Therapeutin sagte sie könne mir nicht mehr helfen. Ich mochte sie und ich konnte mit ihr über alles reden. Aber uch denke dass man bach ca einem dreiviertel Jahr Therapie keine Wunser erwarten kann. Sue hätte mir mehr Zeit rrven müssen. Das Übel bei der Wurzel packen. Konfrontation ust richtig. Uch weiß. Aber bei mur wohl nicht

03.05.2013 22:53 • #20



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