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Liebe Frau Wolf,

ich bin ein großer Fan Ihrer Bücher. Bezüglich meiner Panik und Ängste hat mir Ihr Buch Ängste verstehen und überwinden sehr geholfen.
Allerdings kann ich mich im Bezug auf meine Panikart nicht so richtig in eine Gruppe einordnen, da ich weder Angst habe, dass mir etw. zustossen könnte, noch habe ich Klaustrophobie o.ä. Bei mir geht es lediglich um Situationen, in denen ich mich nicht so wirklich wohl fühle. Je mehr ich daran denke, was ich denn jetzt anderes, z.B. zuhause, tun könnte und je mehr ich fürchte, dass die unangenehmen Gefühle der Panik wie Schwindel, Übelkeit usw. auftreten, desto mehr steigere ich mich in Gedanken in die Panik hinein und desto wahrscheinlicher ist es dann natürlich auch, dass die Symptome wirklich auftreten.
Nur wenn ich gedanklich komplett abgelenkt werde, wie z.B. durch ein Gespräch mit jd., komme ich aus dem Panikkreislauf heraus, vergesse die Panik bzw. die Angst davor und entkomme somit auch den Syptomen bzw. der Panikattacke.
Meine Frage an Sie wäre hiermit, mit welchen Strategien (neben denen für die körperliche Entspannung) ich mich selbst GEDANKLICH aus dem Panikkreislauf heraus reissen bzw. ablenken kann. Leider habe ich zu diesem Thema bisher nichts an Literatur finden können.
Vielen, vielen DANK im Voraus.

05.03.2007 07:10 • 05.03.2007 #1


2 Antworten ↓


Dr. Doris Wolf
Hallo sweetypie,
danke für das dicke Kompliment.Ablenkung ist zwar eine gute Strategie, jedoch kann man sich nicht immer ablenken, und sie stellt auch eine gewisse Flucht da. So wie ich dich verstanden habe, geht es in deinen Gedanken nicht um konkrete Situationen sondern davor, dass du negative körperliche Reaktionen oder eine Panikattacke haben könntest. Vielleicht so: Hoffentlich wird mir nicht schwindelig, hoffentlich bekomme ich keinen Panikanfall.....? Der Weg aus diesem Kreislauf wäre, - auch wenn es zunächst paradox klingen mag - die Panik und den Schwindel zu akzeptieren: Panik, Schwindel, ihr dürft kommen. Ich werde euch aushalten können. Ihr werdet auch wieder verschwinden. Je mehr man sich etwas verbietet, desto häufiger kommt es und desto mehr Aufmerksamkeit beruht darauf - so wie du selbst auch die Erfahrung gemacht hast.
viele Grüße
Dr. Wolf

05.03.2007 08:48 • x 1 #2


Vielen DANK für die schnelle Antwort.
Ich werde versuchen, die Panik bzw. die neg. Symptome nicht mehr zuverdrängen oder mir zu verbieten.
P.S. Dieses Forum ist wirklich eine super Sache, denn so fühlt man sich mit seinen Ängsten nicht mehr alleine!

05.03.2007 10:42 • #3