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Kennt das jemand wenn man zu viel Gedanken im Kopf hat ?
Mir kommt das vor wie Zwangsgedanken. Aber nicht so in der Art wie : ich tue mir was an.
Es ist so das ich morgens aufwache und schon geht's in meinem Kopf los : Dir passiert nichts, es sind nur Gedanken, usw...
Davon wird man ganz kirre und es macht einem Angst.
Einfach mal ein normales aufwachen wäre schön...

16.05.2015 09:22 • 22.05.2015 #1


34 Antworten ↓


Delphie
Hallo Herzklopfen,

ja kenne das wenn zu viele Gedanken im Kopf sind. Die schwirren dann herum dort und und es ist zu viel. Also ein zu viel an Gedanken
Ab und zu habe ich es dann so, dass ich es kaum mehr in Worte ausdrücken kann was ich gerade denke, fühle mich regelrecht überschwemmt von den Gedanken und merke auch wie ich davon mich ablösen will, aber es geht nicht. Nicht angenehm, dieses Erleben.
Ich glaube, dass kennen so einige Menschen hier im Forum. Also das zu viel an Gedanken, meine ich.

Warum kommt es dir vor wie Zwangsgedanken? hast du das gefühl, du kannst sie nicht stoppen und die zwängen sich dir auf?
Sind es immer die gleichen Gedanken die du immer hast?
Was macht die an den Gedanken angst? hast du angst, dass die nicht mehr aufhören oder dich zu etwas leiten was du nicht tun willst?

ich kann verstehen, dass dich das ganz kirre macht.

Kannst du dich von den Gadanken ablenken? Also wenn du etwas machst und tust sind die dann weniger stark?

Mit lieben Grüßen,
Delphie

16.05.2015 10:09 • #2



Zuviel Gedanken im Kopf

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Es kommt mir vor wie Zwangsgedanken weil es jeden Tag das gleiche ist. Ich komm von dem Thema nur sehr schwer weg.
Möchte mir ja nicht den ganzen Tag Gegengedanken machen, sondern einfach mal was normales oder belangloses denken. So muss ich ja immer dran denken wie es mir geht...*nerv*

16.05.2015 12:19 • #3


Vielleicht wäre yoga und meditation was für dich.dauert ne weile das zu lernen aber möglich und ss gibt reichlich krankenkassenkurse.
Und vielleicht versuchst du dich mit musik wecken zu lassen und versuche aufmerksam der musik zuzuhören, mitzusingen ...
Ich hatte einen zwang mit Zwangsgedanken ( herd, steckdosen etc kontrollieren, bude brennt ab etc...) um dies zu durchbrechen, geht nur aktiv dagegen anzugehen, Ersatz gedanken schaffen und aktiv ziele setzen.heute nur 4x kontrollieren etc und natürlich auch durchziehen....gedanken ersetzen, auf hier und jetzt konzentrieren. Ich gehe mich jetzt fertig machen, ich putze mir die Zähne, ich höre musik, jetzt gehe ich arbeiten, , jetzt kaufe ich, was brauche ich alles...aktiv im hier und jetzt leben.

16.05.2015 12:32 • #4


Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Mir ging und geht es oft auch so...ich kann dir aber sagen, dass es besser wird wenn wir aktiv etwas dagegen tun. Am Anfang vor einigen Monaten konnte ich gefühlt 24 Std am Tag an nichts anderes außer irgendwelche Symptome oder an die Erwartungsangst denken. Wenn ich mal 5 min abgelenkt war und nicht daran gedacht habe, war es schon lang.

Ich habe dann mehr Sport gemacht, bin bspw. wieder zum Fußball gegangen obwohl es mir oft nicht gut ging, habe angefangen mit schwimmen, mal 'n Mass., trotz meiner zwischenzeitlichen Appetitlosigkeit angefangen vernünftig und gesund zu essen, regelmäßig progressive Muskelentspannung im Bett gemacht und siehe da...die Gedanken sind zwar oft noch da, aber ich muss mich nicht den ganzen Tag zwingen die Symptome zu ignorieren. Das klappt sowieso nicht...Stichwort: nicht an rosa Elefanten denken. Jetzt stehe ich morgens auf und automatisch wird kurz in sich reingehorcht. Dann sage ich mir nur kurz "das wolltest du doch nicht mehr und es ist alles gut" und dann wars das. Für mich ist das ein echter Fortschritt.

Mein Tipp: Mache Dinge die dir Spaß machen oder früher Spaß gemacht haben. Bei mir Fußball. Das wird dir vllt am Anfang nicht gleich wieder Spaß machen und du wirst denken "na toll, hier muss ich auch die ganze Zeit an Krankheiten oder Krankheitssymptome denken"...zieh es aber trotzdem weiter durch, auch wenn du es am Anfang eher durchstehst, als es genießen zu können. Das wird aber mit der Zeit besser. Und wenn es besser wird, dann halte dir bitte auch deine Fortschritte vor Augen. Gedanken wird man nicht so einfach los, schon gar nicht negative. Das braucht leider viel Zeit und Geduld. Aber wir können unserem Hirn und Nervensystem auch wieder antrainieren nicht ständig Panik zu schieben...das kannst du auch. Sei mutig, geduldig, habe einen starken Willen und Durchhaltevermögen. Erobere Dein Leben zurück!

Liebe Grüße

16.05.2015 12:48 • #5


Zitat von BeJoB:
Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Mir ging und geht es oft auch so...ich kann dir aber sagen, dass es besser wird wenn wir aktiv etwas dagegen tun. Am Anfang vor einigen Monaten konnte ich gefühlt 24 Std am Tag an nichts anderes außer irgendwelche Symptome oder an die Erwartungsangst denken. Wenn ich mal 5 min abgelenkt war und nicht daran gedacht habe, war es schon lang.

Ich habe dann mehr Sport gemacht, bin bspw. wieder zum Fußball gegangen obwohl es mir oft nicht gut ging, habe angefangen mit schwimmen, mal 'n Mass., trotz meiner zwischenzeitlichen Appetitlosigkeit angefangen vernünftig und gesund zu essen, regelmäßig progressive Muskelentspannung im Bett gemacht und siehe da...die Gedanken sind zwar oft noch da, aber ich muss mich nicht den ganzen Tag zwingen die Symptome zu ignorieren. Das klappt sowieso nicht...Stichwort: nicht an rosa Elefanten denken. Jetzt stehe ich morgens auf und automatisch wird kurz in sich reingehorcht. Dann sage ich mir nur kurz "das wolltest du doch nicht mehr und es ist alles gut" und dann wars das. Für mich ist das ein echter Fortschritt.

Mein Tipp: Mache Dinge die dir Spaß machen oder früher Spaß gemacht haben. Bei mir Fußball. Das wird dir vllt am Anfang nicht gleich wieder Spaß machen und du wirst denken "na toll, hier muss ich auch die ganze Zeit an Krankheiten oder Krankheitssymptome denken"...zieh es aber trotzdem weiter durch, auch wenn du es am Anfang eher durchstehst, als es genießen zu können. Das wird aber mit der Zeit besser. Und wenn es besser wird, dann halte dir bitte auch deine Fortschritte vor Augen. Gedanken wird man nicht so einfach los, schon gar nicht negative. Das braucht leider viel Zeit und Geduld. Aber wir können unserem Hirn und Nervensystem auch wieder antrainieren nicht ständig Panik zu schieben...das kannst du auch. Sei mutig, geduldig, habe einen starken Willen und Durchhaltevermögen. Erobere Dein Leben zurück!

Liebe Grüße



Heute bin ich mal ganz mutig denn ich habe jetzt dann ein Vorstellungsgespräch für einen 400 Euro Job. Hoffe das ich dadurch wieder mehr ins Leben komme und die Gedanken mal weniger werden.
Im Moment hab ich richtig Bammel davor aber ich bin stärker als die Angst und danach werde ich stolz sein egal was dabei rauskommt.

16.05.2015 13:54 • #6


Delphie
Hallo Herzklopfen,

das ist doch super, dass du da so mutig bist. Ich wünsche dir für dein Vorstellungsgespräch sehr viel Glück! Wann hast du es denn dein Vorstellungsgespräch? Wenn du magst, kannst du ja weiter uns berichten wie es lief und ob du genommen worden bist! ich drücke dir dafür die Daumen!
Ja, das kann sein, wenn du dann was zu tun hast, kannst du gar nicht so viel nachdenken und musst dich ja mit dem Job beschäftigen.
ist ja was wir alle meinen, dich abzulenken ist das Beste.

Ich glaube dir, dass du davor richtig Bammel hast. Genau, du bist stärker als deine Angst und du wirst es schaffen das Vorstellungsgespräch. Und egal was raus kommt, das wichtigste ist, dass du es dir getraut hast !

@BeJob,

du warst ja echt richtig aktiv, was du alles gemacht hast.! das schaffen nicht alle, gleich so viel zu machen und so aktiv zu werden. Aber super, dass es dir hilft und das die Gedanken weniger geworden sind.
Stimmt, wenn man sagt, ich denke jetzt nicht an rosa Elefanten, denkt man an sie .
Ich finde das hört sich bei dir gut an. Das du es schaffst nur noch kurz in dich hineinzuhorchst. Es ist auch ein Fortschritt!

@vonnchen,

das stelle ich mir ziemlich schwer vor, da dann raus zu kommen. Also bei den Zwangsgedanken. Und du hattest ja auch viele, die du hier alle aufzählst. Ich kenne das nur in zwei Sachen und das reicht mir schon. Einmal immer schauen ob die Türen abgeschlossen sind. Und dann immer darauf achten dass die Hände mit desinfiktionsmittel eingereibt wurden oder häufiges Händewaschen(aber das geht zurzeit also das Händewaschen).
Habe das aber auch bis jetzt so gelernt, dass man dann sich ablenken soll und im Hier und Jetzt bleiben soll.
Warst du auch wegen deinen Zwängen in Therapie oder hast du das alleine hinbekommen?

Mit lieben Grüßen,
Delphie

16.05.2015 15:10 • #7


@delphie : ja ich war in therapie, hatte erst sozusagen nach der zwangsstörung meine Panikstörung dazu bekommen. Es ging soweit, s dass ich damals sogar ab und zu zu spät zur damals noch Ausbildung gekommen bin und mit ausreden anfing. Dann hab ich gesagt, stopp so gehts nicht und verhaltenstherapie gesucht.die erst war sehr verständnislos und meinte sie hat ernstere krankheiten zu behandeln, war auch nur ne psychologin für alles mögliche. Dann hab ich wieder nenweile aufgegeben und weiter gelebt und dann sagte ich mir wieder kann doch nicht sein, muss doch hilfe geben und wieder gesucht und ne sehr gute liebe therapeutin gefunden. Übrigens in Verbindung mit einer studie die trotzdem freiwillig war und so musste ich nicht lange warten auf eine psychologin.

Sie hat mir in den popo getreten und mir eben genau gezeigt was ich machen muss und ist mit mir alle Konsequenzen durchgegangen wenn ich es nicht mache etc. und sie kam sogar 3 x zu mir und hat alles mit mir geübt und jeden fortschritt etc hab ich kit ihr besprochen und aufgeschrieben. So schwer es fällt aber man kann sowas nur überwinden wenn man es wirklich will und ziele setzt und nen plan hat. Hab klein angefangen. Zum beispiel nur mit der geringsten schwierigkeit, zum beispiel ne steckdose nur noch 5x kontrollieren und so weiter und dann irgendwann nur noch 3x ...und immer so weiter.gab auch tage da hat nichts geklappt, weil ich es einfach zu wenig wollte. Dann darf man aber auch nicht darüber jammern und muss sich mit der situation und seinen Konsequenzen zufrieden geben. War ich aber nicht und dank weitere popo tritte von therapeutin und vielen vielen Tränen immer weiter geübt. Irgendwann war der herd dran.der ist heute immernoch mein größtes problem aber nur noch halb so schlimm wie vor 2 jahren. Habe damals sogar fotos vom herd gemacht und nicht nur ejns und sicherung raus gemommen etc.und dann davon auch noch nen foto. Das mach ich alles nicht mehr. Für meine steckdosen brauch ich 1 bis 3 x morgens, für herd brauch ich zwischen 5 bis 10x .und ich übe jeden tag weiter. mein ziel ist 3x.und damit kann ich leben.ich komme nicht mehr zu spät. Ich denke tagsüber nicht mehr dran.joar. so ist es okay, und dann kam die panik.

Dann wurde der zwang wieder ein wenig schlimmer und ich dachte auch nur noch Baustellen über baustellen plus zukunftsangst. Aber mein alltag hab ich nicht verändert. Joar dann therapie weiter gemacht auf meinen wunsch und mir gehts auch wieder besser. Hab um noch mehr kohle zu haben mein nebenjob aufgegeben , geld war super aber Lebensqualität nicht mehr, ich habe mit meinem vollzeit job genug zu tun.habe mit yoga und sport angefangen. Überlegt was ich im leben will, versuche nichr immer alles gleich zu wollen, nicht mehr neidisch auf andere zu sein u d und und....und ich freunde mich mit meiner angst an und stelle mich ihr immer wieder.

Mein größter schlimmster schritt zu dem ich leider immernoch zu wenig mut hab ist wieder in den urlaub zu fliegen wie früher. durch die panikattacken noch schwieriger als nur mit flugangst durch einen schlimmen flug.aber naja ist ein ziel und ich bleub dran.aber das macht mich auch unzufrieden und unterstützt meine panikattacken. Auch hier gilt es zu überwinden aber fliegen ist leider mein größtes problem.und ich bin reiseverkehrskauffrau Und produktmanager. Tja schon doof, heheaber hey ich gehe erstmal die kleineren probleme an wie panik zukunftsangst und neue Wohnung wo ich mich wohler fühle suchen und ein erneutes Gehalts Gespräch führen

Ich hab auch Rückschläge aber ich will leben und das so glücklich wie möglich und das geht nur wenn ich alles was geht gebe. Andernfalls muss ich mit der situation zufrieden leben. Das sind Entscheidungen und das haben nicht nur menschen mit panikattacken sondern auch viele andere, jeder hat irgendwelche probleme , nur müssen die denn größer als das leben werden? Neeeeein

16.05.2015 15:35 • #8


Hallo da bin ich wieder.
Mein Vorstellungsgespräch war prima. Keine Angst und keine Gedanken. Es war als hätte ich nix !
Bescheid bekommen werde ich am nächsten Wochenende.
Ich versteh es nur nicht das es geht das ich nix habe. Dann muss es doch auch sein können das es ganz auch weg geht. Ich versteh das nicht.

16.05.2015 15:48 • #9


Natürlich kann das auch sein, du hast dich in dem moment einfach mal nicht mit der angst beschäftigt. Und nur ihr die Aufmerksamkeit geschenkt. und du tust das mit dem job ja für dich und dein Wohlbefinden, also für etwas gutes, also es macht dich zufriedener vielleicht und deshalb hattest du keine angst weil du zufrieden warst.

16.05.2015 15:59 • #10


@Herzklopfen

Das ist nichts was du zwingend verstehen musst. Bei mir ist es zB so, dass ich auch ständig Antworten brauche/suche "wieso ist das Symptom jetzt da und das andere weg?" oder "mir ging es doch die ganze Woche blendend, warum jetzt wieder nicht mehr?". Wenn du es schaffst, es zu akzeptieren und nicht alles zu hinterfragen, dann bist du einen großen Schritt weiter. Das soll nicht klugscheißerisch klingen...soweit bin ich ja selbst noch nicht, zumindest nicht immer.

Kleine Story von mir: Mir ging es die ganze letzte Woche viel besser. Endlich, seit Monaten ganze Tage ohne Symptome. Klar, ich konnte dem Braten noch nicht zu 100% trauen und unterschwellig war oftmals dieses Gefühl von "wann fängt es wieder an, oder was kommt als nächstes" vorhanden. Trotzdem konnte ich die Tage immer mehr genießen. Sonntag bin ich dann zum Fußball. Es war relativ warm. Beim Aufwärmen schlich sich dieses Gefühl ein "es ist so warm und du, als Herzkranker (was ich nicht bin sagt der Kardiologe), willst dich hier vollkommen verausgaben...super Idee". Dann konnte ich leider nur etwas mit angezogener Handbremse spielen, hab es aber trotz der Gedanken durchgezogen. Einige Std nach dem Spiel ist mir dann plötzlich total heiß geworden, ich habe richtig geschwitzt. Das war dann als ich in der Ruhephase nach der Anstrengung angekommen bin. Das hat mir schon sorge gemacht, da ich das gefühl hatte als würde mein Blut kochen. Ich bin dann eingeschlafen und ca 3-4 Std später mit einer ordentlichen Panikattacke aufgewacht (Herzrasen, etc). Konnte mich schnell beruhigen, trotzdem kam dann zwangsläufig die Frage auf "wieso ging es die ganze Woche gut und heute nicht?". "Wieso bekommst du jetzt seit Monaten zum ersten Mal wieder eine PA?"

Vllt kann man diese Fragen nicht endgültig klärend beantworten. Da wir viel sensibler auf Körpersymptome reagieren, können schon kleinste Dinge, die "Normalos" oder wir selbst früher, gar nicht bemerkt haben, dass negative Gedankenkarussell in Gang setzen. Vllt warst du beim Vorstellungsgespräch wirklich so konzentriert und fokussiert, dass dich dein Stress auslösender Teil in dir, nennen wir ihn mal Stressi, eine Weile in Ruhe gelassen hat. Das ist doch schön, so konntest du das Gespräch gut meistern. Leider ist es nunmal so, dass wir nicht immer so abgelenkt sind. Das heißt, wir müssen unseren Stressi oder Symptomi wieder abhärten, durch joggen, schwimmen, Ernährung, Mass., Entspannungsübungen oder was auch immer hilft. Hier gilt "probieren geht über studieren". Schaffen wir das, wird automatisch auch unsere Psyche wieder gestärkt. Daraus resultiert, dass wir uns nicht ständig ablenken müssen, sondern das die gelockerte Psyche, dass entspannte Nervensystem und das beruhigte Unternewusstsein schöne Gedanke wieder vermehrt zulassen.

Ich wünsche allen hier, dass wir es gemeinsam und jeder für sich schaffen wird

16.05.2015 20:28 • #11


Zitat von BeJoB:
@Herzklopfen

Das ist nichts was du zwingend verstehen musst. Bei mir ist es zB so, dass ich auch ständig Antworten brauche/suche "wieso ist das Symptom jetzt da und das andere weg?" oder "mir ging es doch die ganze Woche blendend, warum jetzt wieder nicht mehr?". Wenn du es schaffst, es zu akzeptieren und nicht alles zu hinterfragen, dann bist du einen großen Schritt weiter. Das soll nicht klugscheißerisch klingen...soweit bin ich ja selbst noch nicht, zumindest nicht immer.

Kleine Story von mir: Mir ging es die ganze letzte Woche viel besser. Endlich, seit Monaten ganze Tage ohne Symptome. Klar, ich konnte dem Braten noch nicht zu 100% trauen und unterschwellig war oftmals dieses Gefühl von "wann fängt es wieder an, oder was kommt als nächstes" vorhanden. Trotzdem konnte ich die Tage immer mehr genießen. Sonntag bin ich dann zum Fußball. Es war relativ warm. Beim Aufwärmen schlich sich dieses Gefühl ein "es ist so warm und du, als Herzkranker (was ich nicht bin sagt der Kardiologe), willst dich hier vollkommen verausgaben...super Idee". Dann konnte ich leider nur etwas mit angezogener Handbremse spielen, hab es aber trotz der Gedanken durchgezogen. Einige Std nach dem Spiel ist mir dann plötzlich total heiß geworden, ich habe richtig geschwitzt. Das war dann als ich in der Ruhephase nach der Anstrengung angekommen bin. Das hat mir schon sorge gemacht, da ich das gefühl hatte als würde mein Blut kochen. Ich bin dann eingeschlafen und ca 3-4 Std später mit einer ordentlichen Panikattacke aufgewacht (Herzrasen, etc). Konnte mich schnell beruhigen, trotzdem kam dann zwangsläufig die Frage auf "wieso ging es die ganze Woche gut und heute nicht?". "Wieso bekommst du jetzt seit Monaten zum ersten Mal wieder eine PA?"

Vllt kann man diese Fragen nicht endgültig klärend beantworten. Da wir viel sensibler auf Körpersymptome reagieren, können schon kleinste Dinge, die "Normalos" oder wir selbst früher, gar nicht bemerkt haben, dass negative Gedankenkarussell in Gang setzen. Vllt warst du beim Vorstellungsgespräch wirklich so konzentriert und fokussiert, dass dich dein Stress auslösender Teil in dir, nennen wir ihn mal Stressi, eine Weile in Ruhe gelassen hat. Das ist doch schön, so konntest du das Gespräch gut meistern. Leider ist es nunmal so, dass wir nicht immer so abgelenkt sind. Das heißt, wir müssen unseren Stressi oder Symptomi wieder abhärten, durch joggen, schwimmen, Ernährung, Mass., Entspannungsübungen oder was auch immer hilft. Hier gilt "probieren geht über studieren". Schaffen wir das, wird automatisch auch unsere Psyche wieder gestärkt. Daraus resultiert, dass wir uns nicht ständig ablenken müssen, sondern das die gelockerte Psyche, dass entspannte Nervensystem und das beruhigte Unternewusstsein schöne Gedanke wieder vermehrt zulassen.

Ich wünsche allen hier, dass wir es gemeinsam und jeder für sich schaffen wird



Wow das klingt für mich logisch und super geschrieben. Hoffe Du schreibst öfter hier und man kann sich austauschen. "Stressi" werde ich mir übrigens merken.

16.05.2015 22:01 • #12


Delphie
Hallo Herzklopfen,

das freut mich, dass dein Vorstellungsgespräch so prima war ! Und auch nix da war.
ich drücke dir natürlich auch die Daumen, dass du positives dann hört am nächsten Wochenende !
Es ist so, dass du da abgelenkt warst und dich mit was ganz anderem Beschäftigt hast. Klar kann dass auch wieder weg gehen, es wird auch wieder weg gehen. Gebe dir da zeit und versuche langsam dran zu arbeiten, was du ja auch schon machst und gut dabei bist.

@vonnchen,

danke dir für deine ausführliche Antwort auf meine Fragen hin !

Da hattest du ja eine sehr gute Therapeutin, wie du es hier beschreibst. Und eine die dich echt gut weitergebracht hat. Sehr gut, da kannst du echt stolz mit dir sein,was du da für dich schon erreicht hast in der Therapie und mit den Zwängen, die da mal so stark waren. Hut ab !

Genau, es ist ein Ziel und an dem bleibst du einfach dran und bestimmt wird es dann auch irgendwann klappen. Genau, versuche erst mal die kleineren Probleme ran zu gehen. Eins nach dem anderen !
Hast du schon eine neue Wohnung in Aussicht oder bist du noch ganz neu am suchen? ist ja auch eine große Veränderung, so eine neue Wohnung.

Du hast wirklich eine gute Einstellung. Finde dich da sehr bemerkenswert. Ich bedanke mich für deine Offenheit hier und danke für deine Zeilen.

Mit lieben Grüßen,
Delphie

17.05.2015 18:50 • #13


Ich finde es seltsam das es sich bei mir so wandelt. Erst waren es PAs, dann körperliche Angstzustände die Stunden gingen und nun sind es zuviele Gedanken und ein komisches Gefühl das nur sehr schwer auszuhalten ist.
Ist das normal das sich eine Angststörung so wandeln kann ?

Danke übrigens das Ihr hier so fleissig schreibt und so ein reger Austausch stattfinden kann.

Kann man eine Angststörung auch ohne Klinik überwinden ?
Ich hab den Mist nun ein Jahr und ich werde jetzt dann in eine Psychosomatische Klinik gehen und hoffe das es mir danach besser gehen wird.

17.05.2015 20:22 • #14


An Herzklopfen: therapeutische hilfe ist auf jeden fall gut sofern du es nicht alleine schaffst. Ob nun klinik oder ambulant ist denk ich mal egal. In der klinik wirst du eben in kürzester zeit und eben viel intensiver alles über deine krankheit lernen , was eben sonst nur einmal wöchentlich ambulant möglich wäre. Mach dir so wenig Gedanken wie möglich über das wieso weshalb warum. Fällt schwer, denn ich machs grad selbst wegen meinem doofen kloss im hals seit ner woche.
Wenn du motiviert bist und so gut es geht alles umsetzt wirst du auch mit dieser Störung besser umgehen können. Welches komisches Gefühl meinst du?

An delphie: mir würde es grad besser gehen, wenn mich dieser kloss im hals seit 7 tagen micht quälen würde aber hey, das wird schon wieder. Meine Therapeutin ist wirklich super, sie ist eben auch mal sehr direkt, wenn ich wieder über das wieso weshalb warum reden will.
Ich möchte einfach weiter leben in meinem leben wie es ist und mich nicht zurück ziehen müssen wegen der krankheit.
Dazu gehört dann aber eben auch sämtliche mögliche stressoren zu prüfen und eventuell zu beseitigen. Eine wohnung hab ich noch nicht, hab auch eine schöne, nur die Umgebung sagt mir einfach nicht mehr zu. Suche suche und suche aber das ist hier sehr schwierig und teuer.also geduld aber freue mich auf die Veränderung, ich glaube das ist ein punkt, der immer wieder im unterbewusstsein sich vordrängt.mag zwar irgendwie meine Wohnung aber eben die Umgebung nicht mehr so und wollte unbedingt mal in eimem Hochhaus ganz weit oben wohnen, find es schön aber so viele verschiedene mietparteien...hmmm naja...möchte einfach etwas schnuckeliger und grüner wohnen. Ich bin dran.

17.05.2015 22:00 • #15


Zitat von vonnchen:
An Herzklopfen: therapeutische hilfe ist auf jeden fall gut sofern du es nicht alleine schaffst. Ob nun klinik oder ambulant ist denk ich mal egal. In der klinik wirst du eben in kürzester zeit und eben viel intensiver alles über deine krankheit lernen , was eben sonst nur einmal wöchentlich ambulant möglich wäre. Mach dir so wenig Gedanken wie möglich über das wieso weshalb warum. Fällt schwer, denn ich machs grad selbst wegen meinem doofen kloss im hals seit ner woche.
Wenn du motiviert bist und so gut es geht alles umsetzt wirst du auch mit dieser Störung besser umgehen können. Welches komisches Gefühl meinst du?

An delphie: mir würde es grad besser gehen, wenn mich dieser kloss im hals seit 7 tagen micht quälen würde aber hey, das wird schon wieder. Meine Therapeutin ist wirklich super, sie ist eben auch mal sehr direkt, wenn ich wieder über das wieso weshalb warum reden will.
Ich möchte einfach weiter leben in meinem leben wie es ist und mich nicht zurück ziehen müssen wegen der krankheit.
Dazu gehört dann aber eben auch sämtliche mögliche stressoren zu prüfen und eventuell zu beseitigen. Eine wohnung hab ich noch nicht, hab auch eine schöne, nur die Umgebung sagt mir einfach nicht mehr zu. Suche suche und suche aber das ist hier sehr schwierig und teuer.also geduld aber freue mich auf die Veränderung, ich glaube das ist ein punkt, der immer wieder im unterbewusstsein sich vordrängt.mag zwar irgendwie meine Wohnung aber eben die Umgebung nicht mehr so und wollte unbedingt mal in eimem Hochhaus ganz weit oben wohnen, find es schön aber so viele verschiedene mietparteien...hmmm naja...möchte einfach etwas schnuckeliger und grüner wohnen. Ich bin dran.


Ich kann das komische Gefühl nicht richtig beschreiben. Es ist verbunden mit einem brennen und drücken im Brustkorb. Vielleicht oder wahrscheinlich die Angst in anderer Form.
Das ist schwer auszuhalten und ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll.
Leider ist mein Psychologe nicht so gut denn er sagt mir immer nur Stress reduzieren...

18.05.2015 07:24 • #16


@Herzklopfen

Erstens, Psychologen kann man wechseln...bzw. muss man wechseln, wenn keine Zufriedenheit da ist. Du scheinst den Glauben in "deinen" Psychologen ja schon verloren zu haben. Das macht dich natürlich unzufrieden oder lässt dich resignieren, was bei deiner Heilung nicht unbedingt förderlich ist. Vllt. denkst du mal darüber nach dich um einen neuen Psychologen zu kümmern. Es könnte dir helfen.

Nun zum Brennen und Drücken im Brustkorb. Ich empfehle dir hier ganz dringend physiotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Vllt. bekommst du ein Rezept, wenn du deinen Hausarzt darauf ansprichst. Alternativ würde dir vllt. ein Orthopäde ein Rezept ausstellen. Im Notfall könntest du auch als Selbstzahler zur Physiotherapie gehen.
Die Probleme kommen sehr wahrscheinlich aus dem Rücken. Von der Wirbelsäule laufen die Rippen zum Brustbein. Darüber hinaus laufen die Nervenbahnen aus dem Rücken nach vorne. Das Brennen und auch das Drücken bzw. bei vielen auch ein Stechen in der Brust, wird in zahlreichen Fällen von Blockaden in der Brustwirbelsäule ausgelöst. Diese können durch die ganze innere Anspannung und dadurch durch starke Verspannung im Hals-/Nacken- und Rückenbereich leicht entstehen. Eine Menschen sind da anfälliger, andere wiederum nicht. Generell sind Grübler wie wir aber in hohem Maße anfällig für Verspannungen. Ich hatte mehrere Wochen fast täglich richtig starkes Brennen, ich habe es Hitzeentwicklung genannt, im oberen Bauchbereich, manchmal auch im gesamten Bauchraum, beim Schwertfortsatz und teilweise in der Brust. Ich habe mich dann physiotherapeutisch behandeln lassen am Rücken und es war sehr schnell deutlich besser. Es ist noch nicht ganz weg, aber sehr selten, eigentlich nur noch nach starker sportlicher Beanspruchung (Fußball). Die Physiotherapie läuft bei mir aber auch noch. Das wirkt wirklich Wunder! Dazu kommt natürlich das Training der Muskulatur (Rücken, Bauch), damit hier einem Rückfall vorgebeugt wird.

Viele Grüße und ich hoffe du wirst es ausprobieren

18.05.2015 12:41 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von BeJoB:
@Herzklopfen

Erstens, Psychologen kann man wechseln...bzw. muss man wechseln, wenn keine Zufriedenheit da ist. Du scheinst den Glauben in "deinen" Psychologen ja schon verloren zu haben. Das macht dich natürlich unzufrieden oder lässt dich resignieren, was bei deiner Heilung nicht unbedingt förderlich ist. Vllt. denkst du mal darüber nach dich um einen neuen Psychologen zu kümmern. Es könnte dir helfen.

Nun zum Brennen und Drücken im Brustkorb. Ich empfehle dir hier ganz dringend physiotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Vllt. bekommst du ein Rezept, wenn du deinen Hausarzt darauf ansprichst. Alternativ würde dir vllt. ein Orthopäde ein Rezept ausstellen. Im Notfall könntest du auch als Selbstzahler zur Physiotherapie gehen.
Die Probleme kommen sehr wahrscheinlich aus dem Rücken. Von der Wirbelsäule laufen die Rippen zum Brustbein. Darüber hinaus laufen die Nervenbahnen aus dem Rücken nach vorne. Das Brennen und auch das Drücken bzw. bei vielen auch ein Stechen in der Brust, wird in zahlreichen Fällen von Blockaden in der Brustwirbelsäule ausgelöst. Diese können durch die ganze innere Anspannung und dadurch durch starke Verspannung im Hals-/Nacken- und Rückenbereich leicht entstehen. Eine Menschen sind da anfälliger, andere wiederum nicht. Generell sind Grübler wie wir aber in hohem Maße anfällig für Verspannungen. Ich hatte mehrere Wochen fast täglich richtig starkes Brennen, ich habe es Hitzeentwicklung genannt, im oberen Bauchbereich, manchmal auch im gesamten Bauchraum, beim Schwertfortsatz und teilweise in der Brust. Ich habe mich dann physiotherapeutisch behandeln lassen am Rücken und es war sehr schnell deutlich besser. Es ist noch nicht ganz weg, aber sehr selten, eigentlich nur noch nach starker sportlicher Beanspruchung (Fußball). Die Physiotherapie läuft bei mir aber auch noch. Das wirkt wirklich Wunder! Dazu kommt natürlich das Training der Muskulatur (Rücken, Bauch), damit hier einem Rückfall vorgebeugt wird.

Viele Grüße und ich hoffe du wirst es ausprobieren


Du hast Recht ich sollte vielleicht auch mal nach einem anderen Psychologen schauen.
Ich bin aber auch in einer psychosomatischen Klinik angemeldet und warte darauf.

Wegen dem Gefühl oder dem brennen. Danke für den Tipp das es vom Rücken her kommen könnte.
Ich bin eher der Meinung das kommt bei mir von der Angst bzw es ist ein Symptom. Das meine ich daher, denn wenn ich mich gut ablenke spüre ich es auch nicht mehr.
Aber vielleicht sollte ich es mal mit Physiotherapie versuchen.

18.05.2015 16:16 • #18


Ja und nein. Das Brennen, Drücken ist vermutlich vom der Angst ausgelöst. Allerdings würde ich vermuten nur indirekt. Die Angst lässt die Muskeln verspannen und lässt dich auch innerlich verkrampfen. Dann lösen diese, von der Angst ausgelösten Verspannungen, Blockaden o.ä. deine momentanen Symptome aus.

Das wäre meine Vermutung. Natürlich, wenn du daran denkst, wird es durch die Angstmaschinerie noch verstärkt. Da hast du sicher Recht.

Versuche es vllt trotzdem mal mit Verspannungs- und Blockadenlösen lassen. Physiotherapie oder ggfs. hilft auch Mass.. Ein Versuch ist es dir hoffentlich Wert...was hast du zu verlieren!? Man glaubt gar nicht, was Verspannungen, Verkrampfungen, Blockaden alles auslösen können.

Liebe Grüße

18.05.2015 17:26 • #19


Zitat von BeJoB:
Ja und nein. Das Brennen, Drücken ist vermutlich vom der Angst ausgelöst. Allerdings würde ich vermuten nur indirekt. Die Angst lässt die Muskeln verspannen und lässt dich auch innerlich verkrampfen. Dann lösen diese, von der Angst ausgelösten Verspannungen, Blockaden o.ä. deine momentanen Symptome aus.

Das wäre meine Vermutung. Natürlich, wenn du daran denkst, wird es durch die Angstmaschinerie noch verstärkt. Da hast du sicher Recht.

Versuche es vllt trotzdem mal mit Verspannungs- und Blockadenlösen lassen. Physiotherapie oder ggfs. hilft auch Mass.. Ein Versuch ist es dir hoffentlich Wert...was hast du zu verlieren!? Man glaubt gar nicht, was Verspannungen, Verkrampfungen, Blockaden alles auslösen können.

Liebe Grüße


Ein Versuch ist es auf alle Fälle wert.
Hat jemand einen guten Tipp wie man nicht die ganze Zeit an die Angst denkt ?

18.05.2015 17:42 • #20



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