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Meine Angst-"Karriere" fing mit 18 mit hypochondrischen Ängsten an. Im Laufe der Jahre wuchsen sich meine Ängste zu einer generalisierten Angststörung aus, die u. a. auch Angst um geliebe Menschen etc. einschließt.

Ich fühle mich eigentlich mein ganzes Leben schon gefangen.

Auf der Arbeit fühle ich mich sehr fremdbestimmt und unausgefüllt, da ich so gar nicht selbständig arbeiten darf. Ich suche seit einiger Zeit nach einer neuen Stelle.
Ich versuche Vertrauen aufzubauen, denn meine Angst ist, vom Regen in die Traufe zu fallen.

Seit Jahren ist es u. a. auch der Druck "leistungsfähig" zu sein, eine ungeliebte Arbeit durchziehen zu müssen.
Das soziale Klima macht mir auch Angst-
Irgendwie habe ich oft Angst, irgendwann alleine dazustehen und vor mich hin zu darben. Dabei habe ich einen lieben Freund, Eltern, Bruder usw.

Irgendwann habe ich halt auch einmal diesen Satz gelesen: Versuch nicht an einen rosa Elefanten zu denken etc.
Das hat mich dann dermaßen erschreckt, daß ich seitdem immer wieder Angst vor solchen Gedanken bekommen, Panikattacken in dieser Hinsicht habe.

Das ist vor allen Dingen oft, wenn ich alleine bin, beim Aufwachen etc.
Ich wünschte mir so sehr, FREIE Gedanken zu haben.

Kennt jemand von Euch Eckhart Tolle oder Safi Nidiaye?
Eckhart Tolle behauptet ja immer, man solle seinen Gedanken nicht so viel Beachtung schenken.
Er litt ja früher selber an Panikattacken. Aber so lange jemand keine sogenannte "Transformation" hatte, ist das leicht gesagt.

Safi Nidiaye und Eckehart Tolle schreiben, daß Gedanken Emotionen sind und diese als Schmerzkörper in den Zellen gespeichert sind.
Sie sprechen von einem "Zellgedächtnis", das gelöscht werden kann, wenn man die Emotionen wirklich gefühlt hat.

Der Schmerzkörper entstehe, weil man in einer bestimmten Situation eine Sache nicht verarbeiten kann, diese Emotion nicht fühlt, verdrängt und diese speichert sich dann in den Zellen.
Ich versuche oft, aufkommende Emotionen zu fühlen, so wie sie es empfehlen.
Leider funktioniert das bei mir nicht richtig, ich komme manchmal erst recht Angst dabei.

Hat jemand von Euch Erfahrungen damit gemacht, vielleicht sogar positive?

07.01.2008 14:58 • 13.01.2008 #1


16 Antworten ↓


@carnation_15, ich habe schon davon gehört und bei einer Heilpraktikerin eine Sitzung gehabt. Aber eine ist zu wenig! Demnächst mache ich wieder eine. Aber das ist erst die Vorstufe was sie mit mir macht. Mir geht es seit dem etwas besser. Aber die Emotionen möchte ich auch noch ganz weg bekommen bzw wegarbeiten. Da ist man, so wie ich sie verstanden habe, wie in eine Art Trance oder Hypnose Art. Man erlebt das "erlebte" noch einmal und kann es nun richtig verarbeiten. Sie hat mir auch gesagt das man da praktisch im Baby alter anfängt. Später weiß man aber nichts mehr davon und man hat auch keine Schmerzen oder so. Das möchte ich auf jeden Fall ausprobieren. Ich hoffe das war dies wo du gemeint hast!

07.01.2008 17:29 • #2



Zellgedächtnis - Negative Gedanken/Emotionen löschen?

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Der Gast gerade war ich! Hatte mich ausversehen schon wieder ausgeloggt!

07.01.2008 17:30 • #3


Hallo Kajal,

ja, ich glaube, das ist genau das, was ich meine.

Das ist ja interessant. Ich überlege nämlich, ob ich eine kognitive Verhaltenstherapie machen soll oder welche Therapie sonst. Ich merke nämlich, daß ich es alleine nicht schaffe.

Du weißt also nicht, wie diese Art von Therapie genau heißt, die Deine Heilpraktikerin mit Dir durchführen wird?

Liebe Grüße

08.01.2008 09:04 • #4


Nein, ich habe den Namen vergessen, aber ich werde sie diese Woche mal fragen dann kann ich dir es sagen. Es ist aber beeindruckend. Ich bin solchen Dingen auch immer skeptisch gegenüber getreten, aber ich habe auch andere Erfolge gesehen. Tu etwas. Eswird auch dir helfen! Bestimmt.

08.01.2008 10:06 • #5


Das ist nett von Dir, Kajal, daß Du sie nach dem Namen der Therapie fragen wirst.

Du schriebst ja in einer anderen Rubrik, daß es Dir schon seit ein paar Tagen bessergeht, wie schön...

08.01.2008 14:51 • #6


Guten Morgen carnation_15, ich habe gerade mit meiner Heilpraktikerin telefoniert. Cranio-sacral Therapie, so heißt das was auch ich bei ihr demnächst machen möchte. Sie hat mir auch den Namen ihres Lehrers gegeben. Daniel Agostini, über ihn steht anscheinend auch viel im Internet. Muss selber macl nach schauen. Und es gibt ein gutes Buch. John E. Upledger - Auf den inneren Arzt hören, das hat sie mir auchnoch empfohlen. Das werde ich mir dann demnächst besorgen. Denn da ist es leicht verständlich für Laihen erklärt! Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig weiter helfen! Wie geht es denn dir zur Zeit?

09.01.2008 10:50 • #7


Guten Morgen Kajal,

vielen Dank für Deine vielen Tipps! Ich werde gleich einmal im Internet nachschauen.

Bei mir geht es rauf und mal runter, habe oft Angst vor meinen Gedanken. Angst, daß mir blöde, angstmachende Sachen einfallen, also Angst vor der Angst. Ab und zu kann ich mich selbst beruhigen.

Ich kann mir gar nicht mehr so richtig vorstellen, wie es ist, einfach unbeschwert vor sich hinzuleben, aber ich gebe die Hoffung nicht auf.

Wie geht es Dir heute?

Liebe Grüße

10.01.2008 09:47 • #8


Guten Morgen lieber "Gast"!

Es ist ein komisches Gefühl wennman sich wieder gut fühlt. Denn wir sind es micht mehr gewöhnt. Das erschreckt ein bisschen. Jeder Tag ist eine Herausforderung. Ich schreibe immer wieder bei mir hier im Forum rein was ich so "durch" mache. Es wird denke ich zur Zeit viel besser. Wenn du negative Gedanken hast, drücke sie nicht gleich weg. Ich mache das manchmal so und das hilft: Was ist wenn du jetzt gleich erstickst? Ja, das währe schlecht. Richtig! Aber du erstickst doch nicht! Du bekommst genug Luft! Mein Herz kloppft so stark, könnte dies ein Infarkt sein? Ja, könnte ist es aber nicht da du gesund bist. Gewönne dich dran das es dir gut geht
So sehen dann meine Gedanken aus. Meist klappt es. Ich möchte mir keine rosarote Welt schaffen, ich möchte die Tatsachen akkzeptieren aber mich gleichzeitig beruhigen. Aber jeder muss für sich seinen Weg finden. Und das kann man nur wenn man ausprobiert. Und die Gedanen sind einfach am schlimmsten. Und wir müssen wieder lernen uns normal zu fühlen!
Wie geht es bei dir voran? Ausser den Gedanken?

10.01.2008 10:04 • #9


Hallo Kajal,

ich war der Gast, vergesse immer einmal wieder, mich einzuloggen.

Du hörst Dich recht positiv an, daß Du auf dem aufsteigendem Ast bist. Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner Therapie. Ich fände es schön, wenn Du weiter berichtest.

Ich habe heute gegen 09:30 Uhr bei einem Verhaltenstherapeuten angerufen, nur um einmal zu fragen, ob er noch Platz hat für eine neue Patientin. Irgendwie klang er etwas genervt. Ich solle heute nachmittag ab 15.00 Uhr wieder anrufen.

Ich verstehe nicht, warum er nicht den Anrufbeantworter zu unpassenden Zeiten einschaltet. Ich komme mir jetzt schon etwas als Störenfried vor.

Aber ich werde zusätzlich auch zusehen, ob ich eine Heilpraktikerin finden kann, die die Cranio-Sacral-Therapie anbietet. Ich habe einmal bei Amazon nachgesehen. Diese Therapie ist wohl recht wirksam bei Panikattacken.

Ich leide unter verschiedenen Angst-Gedanken, die sich oft abwechseln:
Angst vor bestimmten negativen Gedanken, davor, daß einem geliebten Menschen etwas passiert etc. etc.

Manchmal beruhige ich mich, daß die Angst einfach eine negative Energie ist. Daß alle Ängste im Grunde einen gemeinsamen Auslöser haben, der nicht verarbeitet wurde und erlöst werden können.
Es muß "nur" der richtige Schalter gefunden werden.

Allgemein ist mir schon lange bewußte, daß ich mich in diesem Leben mit seinen Begebenheiten irgendwie "gefangen" fühle. Ich weiß auch, daß alles Leid dadurch entsteht, daß man etwas ablehnt/nicht akzeptiert.

Ich versuche zudem verstärkt, Vertrauen in mich und in das Leben aufzubauen und daß es etwas Unmanifestes (Seele?) gibt, das mich trägt, schützt und hilft. Ich glaube, daß es das im Grunde für alle Menschen gibt, man muß sich dessen aber bewußt werden und Vertrauen entwickeln. Glaubst Du auch daran?

Liebe Grüße

10.01.2008 11:35 • #10


Ich denke mir auch wenn es sich auch ein bisschen blöd und wie auch immer anhört, aber wir haben dies nicht ihne Grund. Klar denke ich das auch nicht immer. Aber wir sind dadurch andere Menschen geworden. Und ich wage es einmal zu behaupten das wir besser geworden sind, besser dadurch da wir noch sensibler wie andere Menschen sind. Wir können vieles nachfühlen das "normale" Leute nicht können. Auch an eine Seele irgendwo hier glaube ich. Ich hatte schon genug beweise dafür. Und wenn ich daran nicht glaube an was soll ich den dann glauben? Ich brauche die Hoffnung und den Glauben das meine Geliebten im Himmel auf mich aufpassen. Auch haben wir alle Beschützer. Nur wir verstehen sie manchmal falsch. Aber das ist ja nun ein ganz anderes Thema.
Ich hoffe das dein Anruf heute Nachmittag positiver war als der von heute Morgen! Und falls nicht, es gibt noch andere.
Und deine Angstgedanken kann ich voll und ganz nach voll ziehen. Seit meine Schwester und dann mein Vater vor anderthalb Jahren gestorben sind, erwische ich mich sehr oft das ich nach schaue ob mein Partner "nur" schläft. Ich habe angst das da einmal was sein wird. Er musste mir versprechen das es nicht bei mir sein wird! ( Als er das bestimmen könne! ) Aber das sind echt doofe Gedanken. Aber ich versuche vieles nun mit Humor zu nehmen. Anderst geht es nicht. Und dadurch denke ich einmal geht es mir immer besser. ABer es kann jeden Moment ein Rückfall kommen. Da mach ich mir nichts vor. Lieber bin ich innerlich darauf gefasst, als das es mich vom Stuhl haut!
Puh, das war jetzt mal wieder ganz schön viel! Sorry

10.01.2008 17:15 • #11


Gast war ich! Hallo!

10.01.2008 17:15 • #12


Der hat mich schon wieder getrennt! Ich war 2x der Gast!

10.01.2008 17:19 • #13


Hallo Kajal,

Du hast es sehr schön ausgedrückt, und es ist ein neuer und beruhigender Gedanke, daß "von oben" auf uns aufgepaßt wird, wenn wir darum bitten.

Bis jetzt habe ich eher an meine eigene "Seele" und Schutzengel gedacht, die mir helfen und mich schützen, aber zusätzlich an liebe Verstorbene, die für uns da sind, ... also das ist ein aufbauender Gedanke.

Wichtig ist es, Vertrauen daran und an das Leben allgemein aufzubauen, und ich glaube, uns "Angsthäschen" fehlt es vor allem an diesem VERTRAUEN.

Ich glaube nicht, daß das ein anderes Thema ist, im Gegenteil, zumindest ich persönlich finde eine ganzheitliche Betrachtungsweise sogar erstrebenswert.
Herauszufinden, wer man überhaupt ist und wohin man geht uw.
Aber es gibt natürlich auch Menschen, die das nicht interessiert oder gar nicht an etwas derartiges glauben können.

Ich denke, was die Ursache für die PA angeht, bringen wir wohl eine gewisse Veranlagung mit, und Kindheitserlebnisse, die einen aus dem Gleichgewicht gebracht haben, tragen ihr übriges dazu bei.

Jeder Mensch hat natürlich sein Päckchen zu tragen, wir PA dieses, andere haben etwas anderes zu bewältigen. Ich glaube auch wie Du daran, daß es Gründe hat, warum wir gerade diese Art von Menschen geworden sind.

Ich möchte auf jeden Fall, wie hoffentlich Ihr anderen auch, weiter daran arbeiten, damit klar zu kommen und im Endeffekt gestärkt daraus herauszukommen.


Ich habe übrigens diesen Therapeuten gestern nicht mehr angerufen. Ich versuche es heute oder Montag bei jemand anderem, irgendwie hat er mich abgeschreckt.
Für mich wäre es erleichternd, wenn ich einen Therapeuten/in finden würde, bei dem/der ich mich so richtig gut aufgehoben fühlen würde, und das Gefühl hätte, ich könnte mich zur Not "einfach fallenlassen".

Liebe Grüße

11.01.2008 09:29 • #14


Guten Morgen! Ja, es sit gut wenn du dir vielleicht einen anderen Therapeuten suchst! Man sokkte sich doch wohl fühlen bei jemand dem man sein Herz aus schüttet!
Ich habe einmal gehört das sogar Babys verstehen können wenn man vor ihnen etwass schlechtes sagt. Und das dies dann in innen drin bleibt. Und das müssen sie dann verarbeiten wenn sie älter sind. Sie wissen aber dann gar nicht richtig was sie eigentlich verarbeiten, aber es ist in ihnen drin. Ich weiß nicht ob das stimmt. Es hört sich weit hergohlt an. Aber auf der anderen Seite kann es war sein! Ich bin sehr behütet aufgewachsen. Aber auch erst als ich sechs Monate alt war. Davor war es anscheinend schlecht. Aber das weiß ich nur aus Erzählungen.
Ich weiß es nicht es ist so ein weit gefächerertes Thema, aber mich beruhigt eigentlich der Gedanke das da jemand im Himmel oder wo anderst jemand auf uns hinuter sieht und uns Kraft gibt! Anderst will ich auch nicht denken, sonst drehe ich durch! Aber ich habe ja kleine Beweiße für mich. Das reicht mir.
Und wer weiß warum wir so sind. Und wir kommen gestärkt heraus! Das ist sicher! Und es ist schön zu wissen auch wenn wir noch einen langen Weg vor uns haben.

11.01.2008 09:51 • #15


Ich kann mir das gut vorstellen, daß Babies schon vieles speichern, auf alle Fälle der Ton, in dem man mit ihnen redet, speichert sich mit Sicherheit.

Ja, laß uns gegenseitig Mut machen, ich bin überzeugt davon, daß man schaffen kann, aus diesem dunklen Tal zu kommen, vor allem auch, wenn man sich gegenseitig hilft.

11.01.2008 12:58 • #16


Ja, die gegenseitige Hilfe haben wir am nötigsten. Ich merke jeden Tag wie eine PA kommen will. Dann setz ich mich an den PC und weiß das ich ins Forum hier gehe. Und mir geht schon viel besser. Man liest sehr viel und lernt auch noch dabei. Und selber kann man sich alles von der Seele reden.

Ich denke auch das der Ton die Musik macht. Manchmal weiß man gar nicht warum es einem so schlecht geht. Und dann hört man von anderen aus der eigenen Vergangenheit, und dann erst weiß man warum man so ist. So ging es mir halt hin und wieder.
Und wie geht es dir zur Zeit? Alles klar?

13.01.2008 01:02 • #17



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