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Hallo, ich bin 25 Jahre alt und leider seit 1,5 Jahren an einer Angststörung.
Alles fing an, als ich meine Ausbildung endlich beendet habe. Ich bin mit meinem freund zusammen gezogen, in eine ganz tolle Wohnung, eigentlich war alles perfekt. Bis wir ein Wochenende nach Holland gefahren sind und ich dachte, ich müsse sterben.die Symptome kennen wahrscheinlich alle. Schwindel, Benommenheit, zittern, es fühlte sich an, wie starke Kreislauf Probleme. Trotz cola-getränk und etwas zu essen wurde es nicht wirklich besser. Ich schob das alles einfach auf Kreislauf Probleme, Weill es auch wirklich heiss an dem Tag war. Ein paar Tage später war ich dann ganz normal auf der Arbeit, plötzlich wurde mir schon wieder schwindelig. Ich bekam extrem Angst und rief meinen Freund an, dass er mich bitte zum Arzt begleiten solle. Meine Kollegin legte mich inzwischen auf einen Stuhl und legte mir die Beine hoch. Beim Arzt angekommen, wurde festgestellt, dass mein Blutdruck völlig normal war. Auch bei der Blut Untersuchung wurde nichts festgestellt. Und da wurde mir klar, dass die symtompe psychischer Natur waren. Mit 19 Jahren hatte ich schon mal Angstzustände und Panikattacken, kurz nachdem ich mit dem abi fertig war. Diesen wurden jedoch von einem Therapeuten behandelt.
Ich habe dann ein halbes Jahr versucht ohne therapeutischen Hilfe klar zu kommen. Arbeiten ging halbwegs, ich hatte zwar relativ hohe krankheitstage, aber es ging irgendwie... Privat war ich sehr eingeschränkt und da das natürlich auch meinen Freund belastet, habe ich mich dann doch zu einer Therapie entschieden. Die Panik habe ich dann relativ gut in den griff bekommen, nur auf der Arbeit hatte ich damit noch zu kämpfen. Und das bis vor einem Monat. Ich hatte einen magendarm Infekt und lag zu Hause flach, seit dem geht nichts mehr. Ich kann nicht mehr arbeiten gehen, ich schaffe es nicht mehr einkaufen zu gehen, ich habe sogaar Panikattacken unter der Dusche. Ich bin komplett eingeschränkt. Ich weiss, dass ich da nur raus komme, indem ich meine Ängste überwinde. Mir ist auch völlig bewusst, dass sich alles in meinem Kopf abspielt. Aber wenn ich in dem Treppenhaus vor meiner bürotüre stehe und mich überwinden moechte, in mein Büro zu gehen, da schlottern mir die Beine, ich habe panische Angst, sodass ich nur noch an Flucht denken kann, ich habe Herzrasen und bin übersäht mit roten Flecken. Eben wollte ich zum Briefkasten gehen, weil ich dringend die krankmeldung an meine Krankenkasse verschicken muss, auf halben weg bin ich wieder nach Hause gegangen, weil ich so schlimm Angst hatte. Mein Freund versucht mich ueberall hin wo es nur geht zu begleiten, aber ich weiß, dass das keine Lösung ist, aber ich schaffe es nicht mehr zu überwinden. Ich bin total verzweifelt. Ich sehe in allem keinen Sinn mehr. Meiner HausÄrztin hat mir lasea verschrieben, hat da vielleicht jemand gute Erfahrungen mit gemacht? Ich hab die drei Tage genommen, aber dann war ich so furchtbar müde und hab es auf die kapseln geschoben. Meine Therapeutin möchte, dass ich opipramol nehme. Aber auch vor Tabletten habe ich Angst. Davon werde ich ja auch müde und hab noch weniger Kontrolle über meinen Körper, als ich jetzt schon habe. Das ist alles ein teufelskreislauf und ich habe das Gefühl, ich komme da nie wieder raus. Ich war immer ein sehr positiv eingestellter mensch, ich war dafür bekannt, eine fröhliche und lustige junge Frau zu sein und ich habe schon wirklich viel in meinem leben mitmachen müssen und bisher konnte ich mich immer auf mich verlassen. Ich habe jeden Tag ganz verheulte Augen, ich Grübel nur noch vor mich hin, wenn ich nicht gerade panisch bin und ich Vertraue mit selbst nicht mehr. Am Sonntag habe ich es geschafft für ganze 20 Minuten in ein jazzlokal mit meinem Freund zu gehen, ich habe sogar zwei Getränke bestellt, ohne Panik zu bekommen. Und als ich dann am Dienstag zur Arbeit gehen sollte, ging wieder nichts mehr. Es ist so aussichtslos. Ich überwinde mich, stelle mich meiner Angst und am Ende hat es nichts gebracht. Am Ende hänge ich wieder zu Hause, weil ich es nicht auf die Arbeit geschafft habe. Ich versuche nicht im Selbstmitleid zu zerfließen, aber mir scheint im Moment alles aussichtslos. Meine beziehung belastet der zustand natürlich ungemein. Ich habe ein furtchbar schlechtes gewissen meinem Freund gegenüber. Er tut so viel für mich und am Ende schaffe ich es dann doch wieder nicht. Er gibt mit niemals das Gefühl, dass ich ein schlechtes gewissen haben müsste, aber ich sehe, wie traurig er ist und wie sehr es ihn belastet, dass es mir so schlecht geht.
Bitte, kann mir jemand Hoffnung geben, dass alles wieder gut wird? Kann mir jemand Tipps geben, wie ich da durch kommen kann? Wie ich zu dem schei. Briefkasten komme, ohne vorher umkehren zu müssen?
Sorry für die ganzen Tippfehler, bin gerade etwas nervös und ich hab den ganzen Text auf meinem tablet geschrieben

Danke für eure Antworten!

03.04.2013 16:25 • 02.05.2013 #1


5 Antworten ↓


Huhu,

weißt du, was unser beider Problem ist: unsere Partner. So hat es mir meine Therapeutin erklärt. Sie versuchen uns nämlich zu helfen, indem sie uns bei jedem Schritt unterstützen oder sogar Aufgaben komplett für uns erledigen. Dadurch kommen wir nämlich gar nicht erst in die Verlegenheit, etwas gegen unsere Angst zu tun. Warum auch? - Es läuft ja alles bestens Du kennst ja meine Problematik, dass ich nicht alleine bleiben kann. Mein Freund hilft mir immer, irgendwelche Babysitter für mich zu organisieren, wenn er nicht für mich da sein kann. Wenn ich zur Therapie muss, fährt er mich.
Bei dir ist das genau so. Dein Freund will dir natürlich nur helfen, deshalb begleitet er dich überall hin und fährt dich zum Briefkasten. Aber jetzt stell dir mal vor, er wäre nicht da und du wärst auf dich selbst gestellt. Du hättest zum Briefkasten weiterfahren müssen. Du müsstest überall alleine hin gehen ( sicher, hier und da könntest du es bestimmt einrichten, dass dich eine Freundin oder ein Elternteil begleitet, aber IMMER würde das auch nicht gehen).
Ist eine grausige Vorstellung, oder ?

03.04.2013 21:15 • #2



Wird es wieder besser? Angst belastet die Beziehung

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Hey Alex,

Danke für deine Antwort! Ja, du hast recht. Man wird dadurch noch unselbständiger und Hilfe nimmt man ja gerne an... Aber im Moment ist mein Zustand so akut, dass ichs alleine nicht mehr schaffe. Ich versuche es immer wieder, zu erst alleine, aber meistens schaffte ichs nicht. So heftig ist es jetzt seit einem Monat. Ich hoffe, dass das Opipramol meine Ängste hemmt, sodass ich halbwegs wieder normal ins Leben zurück kann.
Kurios was der Kopf mit einem alles anstellt, oder?

03.04.2013 21:47 • #3


huhu
zum opipramol.....mich hat es damals entspannter gemacht,hatte es zum bedarf und der war oft......ich fand es gut

18.04.2013 22:34 • #4


Hi, danke.fuer die antwort! Ich nehme es.seit 5 tagen. Bis auf miedigkeit spuere ich leider noch nichts. Aber die volle wirkung soll erst nach 2 wochen eintreten. Ich hoffe, es.hilft (

18.04.2013 22:43 • #5


ja die einstellung braucht meist 2 wochen..........

02.05.2013 07:54 • #6




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