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Hallo liebe Forenmitglieder,
langsam frage ich mich, ob ich die klassischen Panikattacken habe oder eine Abwandlung davon.
Bei mir ist es so, dass ich, wenn es mir schlecht geht, fast den ganzen Tag in Anspannung verbringe, mich also kaum erholen kann. Die klassische Panikattacke (ich sterbe gleich und dann geht es auch wieder vorbei) habe ich sehr selten. Eher immer in der Anspannung, die ich gerade beschrieben habe, immer mal wieder Spitze.
Wie ist das bei Euch? Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

17.10.2009 09:26 • 19.10.2009 #1


6 Antworten ↓


Sunray
Hey Molf!

Mir geht es genauso wie dir. Ich habe den ganzen Tag über irgendwelche kleinen Symptome auf die ich mich den ganzen Tag konzentriere und abends merke ich dann wie verspannt ich bin. Ich habe zeitweise richtigen Muskelkater durch die Anspannung. Meistens sind es meine Beine, die total angespannt sind.

Das Problem ist nur, dass die Anspannung nicht wirklich hilfreich ist zum besiegen der Ängste. Denn dein Körper ist sozusagen den ganzen Tag in einer Hab Acht Stellung. Sozusagen bereitet er sich ständig auf Kampf oder Flucht vor. Das musst du versuchen zu übergehen.

Wo merkst du denn die Anspannung? Bzw. Wie macht sie sich bei dir bemerkbar?

17.10.2009 11:21 • #2



Wie sind eure Panikattacken?

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Hallo,

ich habe auch den ganzen Tag Symptome - kommt allerdings noch dazu, dass ich bei einer PA das Gefühl habe umzukippen und deshalb auch die Angst davor da ist.

Ich denke es braucht Zeit bis man das wirklich in den Griff bekommt mit Zulassen der Angst und umdenken. Ist halt ein langwieriger Prozess. Ich kämpfe schon seit Januar diesen Jahres.

Viele Grüße, wölfin

17.10.2009 12:43 • #3


Hallo Molf,

ist bei mir ähnlich. Richtige Attacken hatte ich nur zu Beginn der Erkrankung bzw. wenn ich mich durch bestimmte Umstände unter (Leistungs-)Druck gesetzt fühlte, ansonsten neige ich eher zu Daueranspannung, die sich dann langfristig auf die Stimmung niederschlägt ( Depression).

Grüße

pc

17.10.2009 14:29 • #4


Zitat von Sunray:
Hey Molf!

Das Problem ist nur, dass die Anspannung nicht wirklich hilfreich ist zum besiegen der Ängste. Denn dein Körper ist sozusagen den ganzen Tag in einer Hab Acht Stellung. Sozusagen bereitet er sich ständig auf Kampf oder Flucht vor. Das musst du versuchen zu übergehen.

Wo merkst du denn die Anspannung? Bzw. Wie macht sie sich bei dir bemerkbar?


Bei mir ist es im Moment vor allem Übelkeit und Erbrechen. Leider kann ich mich so reinsteigern, dass ich dann wirklich Erbreche. Mir ging es in den letzten Wochen zeitweise schon wieder richtig gut, aber dann eben dieser Rückfall.
Bei mir ist auch eine ständige Anspannung zu merken, in den Beinen, vor allem im Bauchbereich. Je nachdem kommt dann noch Zittern (mir ist auch verdammt kalt und die Winterdecke kommt immer mit auf die Couch), heute leichter Schwindel und Mundtrockenheit hinzu. Mache auch die Progressive Muskelentspannung, aber leider kann ich die noch nicht (so hoffe ich zumindest) immer erfolgreich umsetzen.
Immerhin finde ich es schon mal interessant, dass ich anscheinend nicht der einzige Bin, der unter der Anspannung steht.
Danke für eure Posts und Euch natürlich viel Mut und Durchhaltevermögen. Ja, ich dachte auch, dass das schnell in den Griff zu kriegen ist, aber merke immer mehr, dass es ein Prozess ist. Wie hat Flightbox in meinem Erfahrungsbericht geschrieben: "Die Angst hat seit unserer Kindheit Zeit gehabt sich einzuschleichen, sie in den Griff zu kriegen geht daher auch nicht sofort." (freies Zitat )

17.10.2009 14:33 • #5


Flightbox
Hi Molf,

ja mit den Panikattacken das ist schon ein heftiges Ding für sich selbst. Wenn man die ersten durchlebt hat baut sich im Körper eine Daueranspannung auf. Soll heißen es ist ein ständiges Angstgefühl vorhanden, dass wieder eine Panikattacke kommt. Eben die sogenannte "Angst vor der Angst", die als fatale Reaktion Vermeidungsstrategien entwickelt. Unser Hirn ist ja schließlich intelligent und verinnerlicht sich das ganz schnell und geschickt, so dass wir diesen Kreislauf meist gar nicht mehr real wahrnehmen. Wirklich ein Teufelskreislauf, aber mit einem Ausgang. Gefunden hast du diesen möglichen Ausgang schon, leider weißt du noch nicht genau, wie du dich dort hinaus bewegen sollst. Dies herauszufinden und irgendwann geradeaus hinauszugehen ist ein Teil der von dir begonnenen Therapie. Aber bitte nicht vergessen, alles braucht eben seine Zeit. Ungeduld lässt dich auf der Stelle stehen oder wirft dich sogar zurück.
Zum Thema Entspannungsmöglichkeiten möchte ich dir hier auch eine aufzeigen, die auch einen meditativen Touch hat, also nicht jedermanns Sache ist. Bei einem Himmel, so wie er heute hier aktuell bei mir ist, also Sonnenschein, blauer Himmel und Wolken, lege ich mich ganz gemütlich irgendwo hin, wo ich dieses Geschehen genau beobachten kann. Dabei höre ich beruhigende Musik oder auch Lieblingssongs von mir. Wenn die Wolken dann so an mir vorbeiziehen übergebe ich ihnen einfach all meine Ängste und Nöte. Ich lege sie in die Hände der Wolken und sie ziehen dann langsam an mir vorbei. Eine bekommt meine Traurigkeit, eine meine Angst, eine meine Sehnsucht usw. Irgendwann sind diese nicht mehr zu sehen und neue Wolken mit positiven Gedanken ziehen ebenfalls langsam an mir vorbei. Die Sonne scheint dabei und sagt mir, dass ich in diesem Moment das richtige tue. Ungefähr nach einer halben oder auch vollen Stunde geht es mir sehr viel besser. Ich bin gelöst und nicht mehr angespannt. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für dich. Und mit der allseits bekannten PMR das klappt auch nicht immer bei mir.

Liebe Grüße
Flightbox

18.10.2009 08:51 • #6


Ich hab das genauso wie du!
Selten eine PA, sonder oft den ganzen Tag so ein komisches Angstgefühl. Man kann das immer so schlecht beschreiben. Aber es ist schrecklich...

19.10.2009 10:41 • #7





Dr. Hans Morschitzky