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Wie macht sich das bei euch bemerkbar,was habt ihr für Symtome und wie lange habt ihr die attacken dann?

bei mir gehen sie fast einen tag lang wenn ich keine Tavor nehme.

Ich habe kribbeln in den armen,wie nadelstiche,mir ist übel,ich muss ständig auf klo,habe im bauch so ein gefühl wie aufgeregt sein,herzrasen,schweres atmen,zittrigkeit,unruhe und kann mich dann einfach um nix kümmern.

21.09.2009 09:33 • 21.09.2009 #1


5 Antworten ↓


Gut, dass das hier mal jemand schreibt. Wollte das Thema schon selbst öffnen, weil bei mir zwar "Panikattacken" diagnostiziert wurden, ich aber bis nheute eigentlich nicht genau weiß was es ist.

Also ich hab eig. zwei Sachen die ich voreinander unterscheide: Angst und Panik. Hab zwar beides oft zusammen gelesen, aber auch wenn bei der "Panik" Angst dabei ist, sind es für mich zwei unterschiedliche Dinge die sich auch nicht immer gegenseitig auslösen.

Zur Panik:
1. Sehr schwer zu beschreiben.
2. Fängt mit so einer Schock/Adrenalin-Gefühl im Bauch (um den Solarplexus) an
3. Fühlt sich irgendwie "zerreissend" an
4. komt plötzlich mit dem Gefühl unter 1.
5. fühlt sich so an als könnte es in einem Moment nochmal viel stärker werden
6. der einzige Gedanke ist dann irgendwie FLUCHT


@ AmBoden
Die körperlichen Symptome die du beschrieben hast kommen aus meiner Sicht nicht direkt von der Panik sondern erst durch Hyperventilationen.
Kann mich natürlich täuschen, aber bei mir waren die "Paikattacken" anangs auch begleitet von solchen Hyperventilationen die sich durch Zittern (Hände, später Beine), vermeindliche Atemnot und häufigem Gähnen, einem trockenen Mund und nahendem Ohnmachtsgefühl geäußert haben.
Es würde mich nicht wundern, wenn es auch bei dir so ist und sollte dem so sein musst du dir eines klar machen: es ist unangenehm aber eine Hyperventilation ist nichts extrem Schlimmes, keine Krankheit und erst Recht nichts was lebensbedrohlich ist! SELBST Leute die davon mal umkippen also ohnmächtig werden, bei denen der Körper also von sich aus die Bremse zieht und ihnen quasi eine kleine "Zwangsentspannung" gibt, stehen danach wieder auf und fühlen sich zumindest körperlich erstmal besser, weil der Körper in dieser Zeit wieder normal weiteratmet und den CO2-Spiegel im Blut normalisiert.
Also: lass dich von diesen körperlichen Sachen nicht beunruhigen, denn es gibt keinen Grund dazu!

21.09.2009 11:31 • #2



Eure panikattacken?

x 3


Zitat:
Also: lass dich von diesen körperlichen Sachen nicht beunruhigen, denn es gibt keinen Grund dazu!


ja, nur wie kriegt man das in den kopf rein??

21.09.2009 13:10 • #3


Wie man das in den Kopf bekommt, du musst eine gute Erfahrung machen und an das haftest du dich dann, dann weiß deine Kopf hey so schlimm war es doch gar nicht. hört sich blöd an ist aber so...

ich hab letzte woche eine Schlimme PA gehabt in der S-bahn seitdem steige ich da nicht mehr ein, was für mich schei. ist weil ich nur mit der S-bahn in die Arbeit komme. Ich denke die ganze zeit oh nein und wenn mir das wieder passiert? da ergreife ich die Flucht...

lg

21.09.2009 13:14 • #4


@ Alle

Bitte denkt auch an das Thema und versucht mal genauer zu beschreiben was bei euch so eine PA eigentlich ist. Würde mich echt interessieren.

@ Sternchen86

Das mit der S-Bahn hatte ich auch. So wie viele andere denke ich. Meine Vermutung ist eh, dass das ganze was mit Kontrolle oder der Möglichkeit sofort aus der Situation rauszugehen, zu tun hat.
Ist man erstmal in der S-Bahn drin, kann man halt nicht jederzeit aussteigen. Dieser Gedanke wars irgendwie bei mir...

Mir hat Konfrontation geholfen! Klingt hart, hilft aber glaub ich wirklich.
Ich glaube es ist wichtig, dass du dich irgendwie mir solchen Situationen bewusst auseinandersetzt und versuchst dich ihnen zu nähern. Mit "nähern" meine ich, dass du dazu nicht sofort wieder in eine überfüllt S-Bahn steigen musst um damit auch noch zur Arbeit zu fahren. Wenn wir uns mal Gedanken über die Situation machen, könnten wir sie vielleicht in verschiedene Faktoren aufbröseln und einige davon rausnehmen.
Als ich ein Problem mit der S-Bahn hatte, waren es bei mir folgende Faktoren:
1. Ich kann nicht aussteigen, so lange die S-bahn fährt (Kontrollverlust, keine Fluchtmöglichkeit)
2. Man wird beobachtet. Wenn man paniktechnisch jetzt total ausrastet sind da 30 Leute vor denen man sich zusätzlich blamiert.
3. Die Abhängigkeit, weil man zur Arbeit MUSS. (macht die Flucht quasi noch unmöglicher)

Wenn du mir zustimmst, dass Konfrontation gut ist und die drei Punkte oben auch bei dir eine Rolle spielen, könntest du also einfach eine Linie und eine Uhrzeit aussuchen bei der es wenig Fahrgäste gibt. Zusätzlich solltest du das ohne jeglichen Termindruck machen.

Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Vorallem weil damit die Grundsituation des "in der S-Bahn fahren" zwar etwas entschärft aber als solche natürlich immernoch PA-tauglich ist. Es gibt aber auch hier Möglichkeiten sich langsam ranzutasten. Spontan fällt mir Folgendes ein:

1. Du könntest dir möglichst intensiv vorstellen wie du in der S-Bahn sitzt. Wenn du dir Vorstellung verschärfen willst, setz dich an ein Bahngleis oder stell eine Eieruhr ein und stell dir vor, dass du in Gedanken jetzt so lange in der S-Bahn bist bis sie klingelt.
(Ich hoffe das klingt nicht zu banal für dich, aber die Wirkung von Gedanken sollten gerade wir in diesem Forum kennen)

2. Wenn die S-Bahn-Situation vielleicht gerade wegen dem Kontrollverlust/der Fluchtmöglichkeit bei dir für PAs sorgt, dann such dir Situationen die AUCH deine Fluchtmöglichkeit einschränken die du aber nicht als ganz so angenehm empfindest. Bsp: Aufzug, Bus, Mitfahrgelegenheiten

Das hier sind letztlich nur meine eigenen Erfahrunge, aber ich hoffe, dass es dir vielleicht etwas hilft oder dich zumindest inspiriert. Und lass dich nicht davon unterkriegen, dass diese Konfrontation sehr unangenehm sein kann. Jedes Mal wenn du eine Situation wie mit der S-Bahn machst OBWOHL sie dir unangenehm ist, nimmst den PAs etwas mehr Boden !!

21.09.2009 18:19 • #5


ich hab heute versucht mit der s-bahn zu fahren , ich habe schweiß nasse hände bekommen, dachte ich kann nicht mehr schlucken und hab geschwitzt wie ne sau, am schluss saß ich heulend auf dem Bahnsteig und die S-bahn ist weiter gefahren, beim zweiten mal dachte ich mir stell dich nicht so an du steigst da jetzt ein und fährst zur Arbeit....pustekuchen bin an der nächsten Stadion wieder ausgestiegen und 2 km nach hause gelaufen, hab danach fürchterliche Kopfschmerzen bekommen und eine MÜdigkeit....
jetzt sitze ich zuhause und bin die ganze woche krank geschrieben und mein Chef tobt....:_(

21.09.2009 18:26 • #6





Dr. Hans Morschitzky