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Hallo ,

ich denke das es bestimmt generell ein Problem ist mit Freunden, Familie etc darüber zu sprechen oder zu erwarten das diese es verstehen oder sogar Verständnis haben. Bei mir ist volle Unterstützung meines Partners vorhanden - obwohl ich manchmal angst habe das er mich irgendwann verlässt, weil ich ihn verstehen könnte. Ich wüßte selber nicht ob ich das aushalten würde! Aber das große Problem habe ich auf der Arbeit, habe dadürch das ich eigentlich recht offen darüber spreche (mein Fehler) oft auch einen blöden Spruch kassiert. Es werden sogar Äußerungen gemacht wenn jemand auf der Arbeit krank ist vonwegen: " ach red nicht über deine Krankheit sonst googlet die wieder danach und hat das in einer Woche auch"! Ich wünsche das wirkich niemandem auf der Welt, aber einen Tag mal so etwas erleben das würde den Menschen die so reagieren echt mal gut tun danach würden die sich wünschen so etwas nie gesagt zu haben.

Aber was will man machen es trifft meistens die, die eh schon so viel durchgemacht haben im Leben.

Wie seht ihr das? Mich würde Eure Meinung und Eure Situationen sehr interessieren?

LG Nina

29.01.2008 09:03 • 07.02.2008 #1


13 Antworten ↓


Guten Morgen Nina001,
ich denke da wir sehr viel in unserem Leben mit gemacht haben, haben wir dies auch. Es war einfach zu viel. Ich war eine sehr starke Frau, und die Situationen , Unfall, Krankheiten und dann der Verlust von Angehörigen, das haut jeden um. So war es bei mir. Aber ich weiß ich werde wieder die Powerfrau die ich war. Auch wenn der Weg lang ist. Egal wie die anderen darauf reagieren. Bei mir spottet nur meine Mutter. Die anderen verstehen es oder akzeptieren es zu mindest. Ich fange halt an nun umzudenken. Nicht einfach, aber lernbar!

29.01.2008 10:03 • #2



Wie geht Euer Umfeld damit um?

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Das wirst du auch aufjedenfall wieder. Denke das sich das Blatt auch irgendwann wieder ändern wird, wenn man nur fest daran glaubt! Und man sich selber nicht aufgibt.

Ja das stimmt irgendwann ist es einfach zu viel gewesen. Ich bin so wie ich jetzt bin mehr oder weniger durch meinen Vater geworden (auch wenn das Verhältnis jetzt wieder besser ist). Ich war im als Kind immer zu dick, er wollte immer eine andere Tochter haben - obwohl ich nur ein paar Killos zu viel hatte. Es war richtige Grausamkeit und als Kind kannst du dich nicht wären. Ich bin dann mit 15 in die Magersucht reingerutscht bis hin in die Bullemie. Habe mich dann mit19 selber daraus geboxt. Als es mir gerade in Punkto essen besser ging fing die Panik an. Naja und jetzt habe ich diese Krankheit seit 06.

Naja genug über alte Zeiten geschrieben - es wird nur noch gerade aus geguckt!


Lg Nina

29.01.2008 11:00 • #3


Hallole,
es ist wichtig auch über das vergangene zu reden. Man muss es verarbeiten und dann abhacken. Richtig!
Aber ich denke mit glauben alleine ist es nicht getan! Wir müssen was dafür tun! Leider!
Und es ist echt großartig das du deine anderen Krankheiten in den Griff bekommen hast! Hut ab! Kannst du stolz auf dich sein!

29.01.2008 11:09 • #4


Ja das stimmt, aber manchmal hab ich das Gefühl das ich noch zu viel in der Vergangenheit hänge. Und da irgendwie stecken geblieben bin. Bin auch schon in Behandlung seit einem Jahr (für die Panikattacken) und bereit was dafür zu tun. Ja ich bin bereit . Wir alle werden das schon meistern. Und der Satz von dir ganz unten hat sich sehr gut angefühlt beim lesen - vielleicht sollten wir uns selber öfter mal loben. Was wahrscheinlich ganz selten vorkommt!

DANK DIR!

Lg Nina

29.01.2008 11:19 • #5


Ja, Nina, lobe dich selber auch! Du hast doch bestimmt Menschen gesehen die es nicht so gemeistert haben wie du. Die haben die Probleme leider immer noch! Aber du nicht! Das ist doch ein Lob wert! Auch die kleinigkeiten sind des Lobes wert! Aber nicht gleich eingebildet werden!
Und es ist normal das man sehr viel in der Vergangenheit hängt. Man hatte es Jahre lang. Das kann man nicht so mir nichts dir nichts ablegen. Das ist aber in Ordnung. Schau, ien kurzes Beispiel: Meine Schwester und mein Vater sind vor anderthalb Jahren gestorben. Ich denke jeden Tag an sie. Das ist eine von meinen vielen Vergangenheiten. ABer ich will daran denken auch wenn es manchmal schmerzt! Sie sind meine Familie. Aber ich kann heute damit umgehen. Ich will sie nicht vergessen. Man muss s halt "nur" lernen wie man mit der Vergangenheit umgeht. Und schau, du bist doch auf dem richtigen Weg! Mach weiter so! Du machst es richtig! Und darauf kannst du schon wieder stolz sein!
So, nun muss ich aber zur arbeiten! Schönen Tag noch miteinander!

29.01.2008 11:26 • #6


Ja das habe ich sogar sehr viele. ok werde ich in der Zukunft öfter mal tun - versprochen.

Finde ich super das du es so geschafft hast!! Und das zeigt mir das es funktionieren kann.

Vielen Dank noch einmal und einen schönen Arbeitstag


lg Nina

29.01.2008 11:31 • #7


Hallo Nina,

Deine Gedanken hab ich auch.

Angst, dass mein Mann mich verlässt wenn ich mal wieder "rumspinne". Bisher steht er auch voll hinter mir - ein Glück.

Vor allem möchte er gerne, wenn die Kids älter sind mal größere Reisen machen (Ägypten, USA, China etc.).

Da mach ich mir heute schon einen Kopf, wie ich das schaffen soll - ich geh doch in kein Flugzeug, habe Angst irgendwo in einer einsameren Gegend zu sein (kein Arzt oder KH in Nähe).
Dabei ist ja noch nie was passiert, aber einfach die Sicherheit ist mir leider sehr wichtig.

Andere Menschen meinen immer es wäre ja nicht schlimm mit den Attacken - sie haben ja selber nicht drin gesteckt. Manchmal denke ich auch die sollten das mal mitmachen um zu wissen wie sowas ist.
Man weiss ja tief drin es ist nichts und trotzdem gehts manchmal gar nicht mehr....

LG
gajoko

29.01.2008 12:46 • #8


Hi ,

ich denke auch manchmal das viele die sich mehr oder weniger über die Angst lustig machen, selbst ein großes Problem mit sich haben. Eigentlich wollen sie nur von sich ablenken.

Wer hat denn nicht Angst?! Wohl keiner, klar ist das bei uns etwas anderes aber - jedoch ist Angst im normalen Zustand ja auch etwas positives.

Aber ich kann deine Angst gut verstehen, ich könnte nie in ein Land gehen oder ziehen wo die ärztliche Versorgung nicht wie in Deutschland ist. Da hätte ich immer noch mehr Angst das was passiert. Genau so wie vor dem Fliegen, bin selber noch nie geflogen - hab Platzangst und Höhenangst. Obwohl Fliegen ja noch ungefährlicher ist wie Autofahren. Aber alleine die Vorstellung das was passieren könnte ist ja leider bei vielen Dinge so.

Naja ich beneide die, die einfach tun ohne einen Gedanken daran zu verschwenden zumindestens was die normalen Dinge des Lebens angeht.

Ich hoffe das man irgendwann zurück blickt und das alles hinter sich gelassen hat.

LG Nina

29.01.2008 14:21 • #9


Liebe Nina,

seit meine Kollegen/innen wissen, dass ich eine Angsterkrankung habe
(6 Wochen Reha im Sommer 07 waren ja nicht zu verheimlichen) ist das im Büro entspannter. Ich brauche nichts zu verheimlichen, wenns mir schlecht geht ... Kreislaufprobleme etc ... ich darf einfach sagen: Leute mir gehts gerade schlecht, ich habe eine PA.

Aufklärung und Information - vorallem zu Hause - ist sehr wichtig. Meine Frau und mein Sohn wissen genau, was mit mir los ist... Mein 14-jähriger sieht das ganz cool. ... und das entspannt mich dann auch ein wenig.

Alles Liebe
Michael

29.01.2008 20:34 • #10


Hallo Michael,

bei mir ist das allerdings nicht so schön wie es bei dir anhört . Ich versuche es immer auf der Arbeit zu verbergen. Ich verlange von keinem das man die PA verstehen oder nachvollziehen kann, aber habe oft mit Anspielungen zu tun was meine Reaktionen in der Vergangenheit angeht. Ich bin ein Mensch der sich leider schnell unterordnet - quasi ein schwaches Mitglied und das merke die anderen und wissen das sie es mit mir machen können.

Was die Familie angeht wissen die auch bescheid, aber auch wenn ich erkältet bin und mit Symthomen ankomme die realistisch sind wird mir nicht mehr geglaubt. Mein Partner steht vollkommen hinter mir und unterstützt mich wo er nur kann, aber auch er ist oft mit den Nerven am Ende .

Sei froh das du so ein tolles Umfeld hast

Lg Nina

30.01.2008 11:56 • #11


Es ist schön, wenn es Leute gibt, die damit umgehen können. Mir passierte es so selten, daß ich kaum darüber rede. Aber es ist nicht so, daß wir die PAs haben, weil wir so viel durchgemacht haben. Es ist richtig, daß wir PAs haben, weil wir etwas nicht akzeptieren wollen, verdrängen. Bei einigen klingt das immer so sehr nach Mitleid: Ich armer Mensch, mein Leben war so schwer, jetzt auch die PAs. Ich habe Leute erlebt, die sehr schlimme Sachen wie Trauma ohne PAs überstanden haben.

30.01.2008 12:05 • #12


ich kann ja eigentlich nur von mir sprechen das stimmt schon ich weiß nicht was andere "durch gemacht haben" oder was passiert ist. Und ich will auch kein Mitleid haben und ich denke das will hier keiner. Ich denke das ich für meine 24 Jahre schon sehr viel mitgemacht habe, was nicht heißt das es nicht schlimmeres gibt. Es wird immer etwas schlimmeres geben wie sein eigenes Schicksal und schlimm liegt auch im Auge des betrachters.

30.01.2008 12:26 • #13


Hallo liebe Nina001,

ich kann dich gut verstehen und ich finde es schade oder besser traurig das Leute die nicht wie wir von dieser Krankheit betroffen sind darüber herziehen. Ich bin ehrlich und sage das ich früher manchmal nicht anders war, jung und naiv... man muss ja mit allen mit...
Heute denke ich ganz anders, nicht nur weil ich selber Betroffen bin, nein eines kann ich diesem Schicksal positiv abgewinnen und dort wirst du mir vielleicht recht geben... WIR VERSTEHEN DIE MENSCHEN BESSER MIT UNSEREM TICK ALS OHNE, WIR SEHEN DURCH DIE SCHWIERIGEN UMSTÄNDE MIT DEM HERZEN, WAS EIN GESUNDER MENSCH DURCH SEINEN EOISMUS VERLOREN HAT. Alle laufen blind durch die Welt aber dadurch das wir uns nicht fühlen, ohnehin schon sehr in uns hineinhorchen... sind wir feinfühliger geworden und haben einen anderen Blick für gewisse Dinge. Zumindestens geht es mir so.
Ich habe schnell gemerkt wer für mich da war in der Zeit wo es mir sehr sehr schlecht ging, die die es waren, sind noch immer an meiner Seite. Die Anderen die sich nicht gemeldet hatten in der Zeit und heute noch immer nicht, sind mir egal geworden. Lass dich nicht unter kriegen, bestimmt bist du ein ganz toller Mensch und die die das nicht zu schätzen wissen, trotz der Erkrankung (klingt hart ist aber wahr) sind deiner Person nicht würdig.
Sei nicht traurig, es werden bessere Zeiten kommen und es gibt noch Menschen die dich verstehen, wie wir alle hier.
Es ist ein kleiner trost, aber ich hoffe es geht dir ein wenig besser.
Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben, ich füjle mich nicht mehr alleine. Der Vater meines Sohnes (zwei Jahre ist er nun alt) sagt auch ich spinne, ich hätte nichts und ich bräuchte keine Medikamente... er sagt sie machen mich verrückt...
Er sagt auch das er schwäche verabscheuen würde, so wie wir sind wären wir schwach, egal... zum Glück sind wir getrennt.
Ich handel es heute so, wer mir nicht gut tut, den meide ich und es hat mir nicht geschadet. Alleine bin ich nicht, es gibt Menschen die uns verstehen. Habe keine Angst du wirst nie alleine sein.

Liebe Grüße benave

07.02.2008 01:15 • #14



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