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Ich kann euch nur von mir erzählen. Ob ich's geschafft habe? Ja und Nein. Allerdings bin ich auch ein chron. Fall.
Geschafft hab ich es insofern, dass ich mich kenne. Ich weiss um meine Ursache und kann mich sehr gut reflektieren.
Agoraphobie, Platzangst bedeutet doch, dass Situationen erdrückend, angstmachend empfunden werden, die keine Fluchtmöglichkeit bieten.
Ich hab lange darüber nachgedacht und mir überlegt, dass es nicht an der Platzangst liegt, sondern genau daran mich eingesperrt zu fühlen. Angst davor, die Kontrolle über mich zu verlieren. Die Symptome also dort auftreten, die mein Innerstes widerspiegeln.
Ich fühlte mich eingesperrt, gefangen, ausgeliefert, ohne Möglichkeit zu flüchten.
Warum war das so? Lassen wir mal die Symptome weg, diese Angst vor der Angst und gehen mal tiefer. Wie kann es sein, dass ein fröhlicher, erfolgreicher, stinknormaler Mensch so einen schei. bekommt?
Nun, dieser Mensch war der Meinung, aus seiner Erziehung heraus, nur bei Leistung anerkannt zu werden. Hat aber viel Nachdenken gekostet, überhaupt mal auf diese Ursache und der Wirkung zu kommen. Als mir das klar war, kam noch mehr heraus. Vordergründig angepasst, unfähig mit Kritik vernünftig umzugehen, sprich, in einem Korsett eingeschnürt sein Dasein zu fristen. Das macht Stress. Und Stress lässt den Adrenalinspiegel ansteigen und mehr und mehr und Peng, Panik.
Hat man Angst erstmals erfahren, diese unbegründete, unlogische Angst, bleibt das Adrenalin wunderbar im Körper, denn nun ist man ja im Modus, kämpfen oder flüchten. Und bitte, wogegen kämpfen, gegen die Supermarktkasse? Ne, dann lieber flüchten. Eigentlich muss man so reagieren, denn bei Angst geht es ums Überleben. Das versucht man dann. Tut nix anderes , als einem Instinkt zu folgen.
Kapiert man aber, dass es nicht der Fahrstuhl, oder die Kasse, oder eine Örtlichkeit ist, sondern tief im Inneren in einem selbst, dass dort schon lange eine Überlastung ist, kann man beginnen, das zu erarbeiten.
Was sperrt mich denn nun wirklich ein? Hält mich gefangen und ängstigt mich? Warum meine ich, keinen Ausweg zu haben?
Wer bin ich denn wirklich? Wer ist die Icefalki denn in Wirklichkeit? Bestimmt kein Feigling, oder doch? Wenn ja, warum? Wo sind die wirklichen Kampforte, die mich stressen, mich ängstigen? Doch nicht der olle Fahrstuhl? Meine Mitmenschen, die mich belächeln könnten, wenn ich Umfalle? Und warum sind die so wichtig?
So, hier habt ihr einen kleinen Einblick, wie ich damit umgegangen bin. Und ganz ehrlich, immer noch tue. Denkweisen verändere. Ursachen verstehen, andere Blickwinkel zulasse.
Mich im Ganzen wahrnehme, auch die negativen Seiten in mir, aber auch meine positiven.