Hi, bin neu hier und weiß nicht ob ich überhaupt richtig bin.
Ich möchte gern mal meine Geschichte loswerden. Ich bin 35, verheiratet zwei Kinder. Eigentlich ist alles gut. Ich hatte nie irgenwelche großen gesundheitlichen Probleme. Alles fing eines Nachts im Frühjahr 2005 an. Meine Kleine war ca. 1 1/2 und weinte nachts. Ist ja nichts ungewöhnliches. Ich stand auf, ging zum Bett, beruhigte sie und wollte mich wieder hinlegen. Mir wurde aber ganz anders. Ich merkte wie alles anfing zu kribbeln, wie kurz vorm ohnmächtig werden. Gut dachte ich, zu schnell aufgestanden.. Aber dann bekam ich Herzrasen. Ich hatte es schon ca. 2 mal ganz kurz aber da war ich etwas körperlich überlastet. Es hörte aber schnell auf. Ich schenkte dem aber keine weitere Beachtung.
Nun aber hörte es nicht wieder auf. Ich hatte das Gefühl irgendetwas passiert mit mir. Ich hatte Angst zu sterben. Ich weckte meinen Mann. Wollte die Kinder bei mir haben, weil ich dachte meine letzte Stunde hat geschlagen. Der Krankenwagen wurde gerufen. Mein Mann brachte mich dazu mich hinzulegen, ruhig zu atmen. Als die Sanis reinkamen war das Herzrasen weg, dafür hatte ich wahnsinnigen Schüttelfrost. Sie nahmen mich mit, im KH wurde nichts festgestellt, ich bekam eine Beruhigungstablette mit für den Fall, dass es sich wiederholt. Es folgten danach immer wieder solche "Anfälle". Mittlerweile wurde ich durchgecheckt. Blut, ultraschall, Kardiologe. Nichts wurde gefunden. Ich bekam den Rat, Stress abzubauen und Sport zu treiben. Für den Notfall Beruhigungsmittel. Ich versuchte Yoga, bekam Mass. wegen meiner Rücken/Nackenschmerzen und Verspannungen.
Ich war vielleicht ein halbes Jahr beschwerdefrei, hoffte schon. Aber dann kamen sie wieder. Es war bis jetzt immer abends/nachts. Ich wache von einer Sekunde zur nächsten auf. Bin hellwach. Mir wird kalt oder heiß, habe das Gefühl, ich weiß nicht die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren. Im Bauch irgendwie. Meine Beine kribbeln ich bekomme Schüttelfrost, mein Puls steigt. Herzrasen. Im letzten Monat war es wieder verstärkt. Einmal sogar am Nachmittag. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben. Mittlerweile merke ich es schon am Nachmittag/abend. Immer vom Bauch aus. Wenn ich im Bett liege kann ich oft dann nicht einschlafen. Oder ich schlafe ein und schrecke wieder hoch. Meist so nach ein - zwei Stunden. Ich versuche mich zu beruhigen, atme tief, sage mir es ist nichts aber meist kommen dann doch alle Symptome. Das Herzrasen und dieses Gefühl ist am schlimmsten.
Ich habe eigentlich keinen Stress, Kinder lieb, Mann auch, sonst das übliche. Gut wir hatten Stress mit der Familie. Aber die Sache ist abgehakt. Irgenwie kann ich mich nicht damit anfreunden, das ich nichts habe.. Was ist da in dieser Nacht passiert? Seitdem bin ich nicht mehr unbeschwert. Meine größte Angst ist, das die Kinder ohne mich klarkommen müssten.

Sorry für die lange Ausführung.
Vielleicht hat ja jemand auch so etwas ähnliches erlebt,
grüße, Kara

25.01.2008 22:09 • 28.01.2008 #1


10 Antworten ↓


Hallo,

Du ich kenne das. So haben die Panikattacken bei mir auch angefangen. Nachts immer mal dieses Kribbeln im Bauch und das Gefühl, dass jetzt meine letzte Stunde geschlagen hat. Es ist echt furchtbar. Ich hab es jetzt gute 6 Jahre und schon einiges ausprobiert. Tabletten, Homeopathie und Beruhigungsübungen, Sport und Ablenkung. Aber wenn die Attacke kommt, dann kommt sie und ich schaffe es leider immer noch nicht ganz sie wieder in den Griff zu kriegen. Aber man kann das schaffen und vor allem Du kannst das schaffen. Das wichtigste ist sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich nicht in den Angstkreislauf hineinziehen zu lassen. Hört sich gut an, ist aber sehr schwer, ich kann es ja auch noch nicht richtig, aber ich arbeite daran.

Vor allem das schreiben im Forum nützt, da kann man einiges von der Seele reden. Ich kann dich echt gut verstehen.

Liebe Grüße und Kopf hoch

25.01.2008 22:17 • #2



Hallo Kara,

Weiß jemand Rat?

x 3#3


ZZerRburRuSs
hi kara

wenn ich so lese was du schreibst glaube ich gar nicht das du keinen stress hast
du schreibst das die sache abgehakt ist aber vielleicht ist sie ja nur oberflächlich auf eis gelegt und wurmt dich noch weiter ? oder du bist unzufrieden mit dem ergebniss und kommst auch da nicht weiter ?
das kann schon unbewussten stress machen .

sport und entspannung helfen sehr gut gegen die symptome von angst und panik und sind ja auch ansonsten ne feine sache.
man muss aber auch an der ursache für die symptome arbeiten sonst dreht man sich im kreise.

vielleicht könnte dir ja eine therapie helfen zu erkennen wo die ursachen für deine symptome liegen und alleine das ist meist schon mega hilfreich !


LG ZZ

26.01.2008 13:33 • #3


Hi,
das kenne ich auch mit dem nächtlichen Herzrasen, hatte es heute Nacht erst wieder. Es wird mir irgendwie komisch merke ich, manchmal zieht mein linker Arm auch bis hoch zum ohr, manchmal schrecke ich hoch und das Herzrasen ist schon da, oder ich denke meine linke Hand ist nicht da, oder meine Zunge und Lippe sind taub. Das ist die Hölle. Ich denke ich bekomme einen Herz- oder Schlaganfall. Manchnel danach auch dieses Friere, dann wenn die Entspannung wieder kommt zittere ich richtig wie Schüttelfrost. Schluckbescherden auch gehabt dabei, Angst ohne Ende. Ich wurde auch komplett durchgecheckt, nichts gefunden! Habe das jetzt seit ca. 10 Jahren. Es fing am Arbeitsplatz an als ich plötzlich Hitzewelle, Drehschwindel, Herzrasen und nichts mehr hören konnte. Hatte dabei dann auch einen Hörsturz links. Kam an die Infusion, hatte dann aber viele Jahre fast jede Nacht Herzrasen. Es stieg immer so ein Gefühl von den Beinen nach oben auf und dann gings los mit dem Herzrasen. Egal wo ich war es kam, ich hatte mich schon zurückgezogen, kein Sport mehr alles öffentliche ging nicht mehr so, weil ich immer angst hatte gleich kommt dieses komische Gefühl. Jetzt bin ich in Terapie seit 15 Stunden. Nehme Opipramol 50mg immer abends, doch wenn ich stress habe so wie gester am TAg, dann kommt das Herzrasen wohl nachts doch noch. Ich war heute morgen dann auch total fertig, das geht auch irgendwie auf den Kreislauf, muß aber durch die Terapie üben auch wenn es mir schlecht geht. Bei mir wurde soziale Phobie festgestellt und mittelschwerde Borderlinestörung (Gefühlregulationsstörung) bin immer unter strom so zu sagen, total empfindlich und habe Angst vor anderen Menschen. Disharmonie kann ich garnicht ab, dann geht das Herzklopfen schon los in solchen Situtationen. Doch nachts ist das Herzrasen mit dem ziehen im linken Arm anders finde ich, weiß nicht warum. Weil der Arm manchmal zieht habe ich Angst. Doch was nützt es ich muß dadurch und sage diesen Symtomen den Krieg an. Ich will glücklich sein und frei!
Das Leben ist schöööön! Positiv denken und sich ab und zu mal auf die Brust mehrmals klopfen und sagen "ich bestimme wo es lang geht" das hilft manchmal gegen Herzklopfen.

Falls das jemand mit dem ziehen im linke arm auch hat beim Herzrasen, dann schreibt mir bitte, das beschäftigt mich doch sehr.

LG Manuela

26.01.2008 14:27 • #4


Rjack78
hallo mir gehts leider genauso wie euch aber ich muss euch sagen das es hilfe gibt und die erste und aller beste methode ist sich damit auseinander zu setzen. wenn man mit leuten über dieses thema reden kann und der partner vielleicht auch noch das verständnis hat ist das schon die halbe miete. weil nur das am anfang hilft das vertrauen in sich und die person die dir in dem moment am nächsten ist. es ist verdammt schwer da raus zukommen aber es gibt hilfe und die fängt in diesem forum hier an. rede über deine ängste das befreit. so wie sich das hier anhört machst du dir extreme sorgen wegen deinen kindern, deinen kindern gehts gut und du musst die angst loswerden was mit ihnen geschieht das verschlimmert die sache nur extrem.

glaub mir alles wird gut und du bist nicht allein

26.01.2008 23:29 • #5


Meine größte Angst ist, das die Kinder ohne mich klarkommen müssten.




Genau das ist auch meine größte Sorge, das meine beiden ohne mich aufwachsen müssen.

Ich kann Dich so gut verstehen, meine Symptome ähneln Deinen sehr.

LG smartie

26.01.2008 23:45 • #6


Rjack78
,macht euch keine sorgen um eure kids denen gehts gut, im gegenteil beschäftigt euch mirt euren kids sie sind die perfekte ablenkung

26.01.2008 23:57 • #7


Kara,

im Grunde hast Du Dir Deine Frage schon selbst beantwortet.

Wir hatten Stress mit der Familie. Aber das ist abgehakt.

Wenn Du jetzt Panikattacken bekommst ist es nicht abgehakt. Nur verdrängt. Wenn die Panikattacken nicht wieder weggehen würde ich mir Hilfe holen.

27.01.2008 04:18 • #8


Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber eure Angst ist unbegründet.

Natürlich trifft es ein Kind wenn ein Elternteil stirbt, aber eben weil sie Kinder sind kommen sie auch schnell darüber hin weg und finden ihren Weg damit fertig zu werden.

Mein Papa ist gestorben da war ich 9 (mein Bruder 11 Jahre). Zuerst konnte ich garnichts mit dem Begriff Tod anfangen und (so schlimm das klingt) nach ein paar wenigen Wochen ist grade bei uns Kinder der Alltag eingekehrt. Da leiden Erwachsene (sprich damals meine Mutter) viel mehr.

Macht Euch nicht immer Sorgen um eure Kinder, die kommen meist sehr gut zu recht.

27.01.2008 13:31 • #9


Hallo, danke erstmal für eure lieben Aufmunterungen und Antworten.
Manches ist leichter gesagt als getan. Erst mal bin ich noch nicht da angekommen zu sagen: O.K. ich habe eine Angststörung.
Ich bin mir irgendwie noch nicht so sicher. Vielleicht ist es doch was anderes.
Das mit der Familie ist für mich natürlich nicht ganz abgehakt. Ich kann mit dem Problem aber mittlerweile ganz gut umgehen.
Das Problem wird nie ganz gelöst werden können. Dafür gab es zu viele Verletzungen. Der Kontakt ist abgerissen und seit da geht es mir besser. Es ist natürlich keine ideale Lösung aber was anderes geht nicht. Vielleicht noch nicht.
Trotzdem habe ich immer noch diese Anfälle.
Ich denke auch positiv. Bin eigentlich ein fröhlicher Mensch, wenn auch mit vielen Kanten.
Leicht zu sagen, die Kinder kommen klar. Natürlich kommen sie klar. Mein Vater ist gestorben als ich 14 war. Es war traurig, aber hat bei mir keinen Schaden hinterlassen. Meine Kinder sind das wichtigste für mich. Am liebsten würde ich alles schlechte von Ihnen fernhalten. Aber welche Mutter nicht. Trotzdem ich bin ein realistischer Mensch und dass ich eine Angststörung haben soll passt so gar nicht. Ich komme mir so albern vor. Andererseits, wenn ich hier so lese, bedeutet das, wenn man erst mal so was hat wird man es nicht wieder los? Gibt es jemanden der es losgeworden ist?
Tabletten will ich nicht. Ich überlege schon zweimal, ob ich eine Kopfschmerztablette nehmen soll. Das ganze Zeug was mir die Ärzte verschrieben haben, habe ich nicht genommen. Die Nebenwirkungen finde ich erschreckend. Außerdem wenn man sich schon tatal geschwächt fühlt kann man doch nicht noch was zur Beruhigung nehmen. Die Atosil Tropfen z.b. habe ich meiner Nachbarin gegeben. Ihre Mutter ist 93 und hat Schreianfälle. Drei Tropfen und sie ist ruhig.
Ich will doch nicht außer Gefecht gesetzt werden. Ich hasse es die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren....
So genug von mir. An Manuela: Ich habe übrigens kein ziehen im linken Arm. Bei mir kribbelt es nur. Ich hoffe für alle, das man irgendeinen Weg findet damit es besser wird.
Alles Liebe und eine gute Woche an alle,
Kara

27.01.2008 22:40 • #10


Wenn du keine Tabletten nehmen willst ist das doch okay. Du solltest dir jedoch einen Arzt suchen dem du das sagst und der dir andere Möglichkeiten anbietet (Entspannung, etc.).
Was hältst du eigentlich von Homöopatie??

Es gibt übrigens Leute die die Panikattacken ganz weg bekommen. Aber ich zum Beispiel denke ich werde sie immer haben, es gilt zu lernen damit klar zu kommen.

28.01.2008 03:00 • #11




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