Guten Abend.
Ich leide seit Anfang Mai an Panikattacken. Damals war ich mit einer Freundin im Zug unterwegs und kurz vor Ankunft am Bahnhof fühlte ich mich auf einmal merkwürdig. Meine Arme und Beine Zitterten, mir wurde übel, alles war wackelig usw. Zum dem Zeitpunkt dachte ich noch, es hing mit meinen Kreislaufproblemen zusammen, also blieb ich auf einer Bank sitzen, während besagte Freundin essen und drinken organisierte.
Doch nachdem ich alles zu mir genommen hatte, ging es mir immernoch mies. Ich wusste nicht was los war, konnte nicht mehr laufen, da ich das Gefühl hatte, andauernd zusammenzubrechen.
Nachdem ich fast 2 Stunden da so saß und irgendwann einen Nervenzusammenbruch erlitt, rief sie dann einen Krankenwagen. Als der dann kam, wurde ich in ein Krankenhaus eingeliefert und untersucht. Doch man fand nichts.
Man sagte mir, es wäre alles in Ordnung und schickte mich wieder nach Hause.
Besser ging es mir aber nicht. Ich wusste nicht dass es Panikattacken sind und immer wenn eine kam, dachte ich, ich werde Wahnsinnig. Dauernd war ich am heulen, weil ich nicht mehr weiter wusste, ich musste ständig zu Ärzten gebracht werden und ging gar nicht mehr aus dem Haus.
Da ich aber eine Zusage für eine Schule dieses Jahr bekam, musste ich also ab September wieder zur Schule gehen. Die Nacht vor meinem ersten Schultag (auf den ich mich wirklich gefreut habe) bekam ich eine Panikattacke und einen Nervenzusammenbruch. Ich habe nicht geschlafen und war am frühen Morgen total kaputt.
Bin aber trotzdem hin, weil mir alle immer wieder vorher sagten, ich würde die Schule doch eh nicht schaffen, ich wäre ein Looser usw.
Einen Monat ging es mir mehr oder weniger gut.
Als es dann in der Klasse immer mehr Ärger gab und ich auch immer mehr Streit mit einem Speziellen Klassenkameraden bekam, ging es mir auch körperlich immer schlechter.
Mir wurde sehr schnell übel, ich konnte Tagelang nicht in die Schule. Ich war bei so vielen verschiedenen Ärzten, 2x im Krankenhaus und niemand hat etwas gefunden. Alle sagten, es wäre alles in Ordnung. Ich saß letztenendes zuhause und war down.
Teilweiße bin ich nichtmal mehr einkaufen gegangen, nachdem ich bei Plus an der Kasse zusammengebrochen bin, wenn ich alleine zu Hause war, hatte ich das Gefühl zu sterben, die meiste Zeit habe ich bei meinen damaligen Freund verbracht, der zusah, dass ich wenigstens was esse und Beschäftigung habe.
Da ich keinen plausiblen Grund hatte, weshalb ich nicht zur Schule konnte, wurde ich rausgeworfen.
Vor 1 1/2 Monaten dann lernte ich einen neuen Mann kennen, der mich auch von vorneweg gut eingeschätzt und beschrieben hatte. Mit ihm habe ich auch über diese "Probleme" geredet. Er kam direkt auch Posttraumatische BElastungsstörung / Panikattacken. Ersteinmal habe ich ihn für total bekloppt gehalten, doch wir sind zusammen zum Arzt gegangen und dieser meinte, das wäre gut möglich und auch das letzte, was ihm noch einfallen würde.
Also beschloss ich mich bei einer Klinik zu melden, um stationär zu gehen.
Da ich aber aufgrund dieser Probleme nicht arbeiten kann und auch mit den Ämtern nur Ärger hatte (Die auch kein Geld mehr zahlen wollen) habe ich auch keine eigene Wohnung mehr, was aber für eine Aufnahme wichtig wäre.
Jetzt gehe ich seit einem Monat ambulant zu einem Psychologen, der aber scheinbar nicht weiß, was ich bei ihm soll. Dass letzte mal schmiss er mich nach 15 min wieder raus.
Ich schreibe jetzt hier, da meine Panikattacken seit ca. 1 Woche immer schlimmer werden. Bisher hatte ich diese nur in der Öffentlichkeit, mittlerweile kommen sie auch, wenn mein Freund am arbeiten ist und ich somit alleine bei ihm sitze.
Ich schlafe mittlerweile Tagsüber, wenn er arbeitet, aus Angst wieder in Panik auszubrechen.
Heute war wieder so ein Tag, er war nur eine Stunde weg, sofort ging es mir (Trotz Ablenkung) immer schlechter. Ich musste eine Aspirin nehmen, da ich auf einmal starke Migräne bekam und promt traten sämtliche Nebenwirkungen wie Übelkeit und Atemprobleme auf, die sofort in eine Panikattacke übergingen. Er kam sofort nach Hause, als ich ihm eine Nachricht schickte, dass ich glaube durchzudrehen und kümmerte sich ganz liebevoll um mich.
Leider muss er morgen wieder von 7.00Uhr-18.00Uhr arbeiten und ist damit wieder den ganzen Tag weg. Dadurch habe ich jetzt schon wieder Angst, im Laufe des Tages wieder eine attacke zu bekommen und hatte ihn gebeten, doch heute lieber hier zu bleiben. Leider ist das nicht möglich und ich muss irgendeinen Weg finden um damit klar zu kommen.
Wenn ich Glück habe, kann ich Ende Januar in Stationäre Behandlung gehen, dazu müsste ich aber mal den Psychater erreichen...
Ich weiß, dass ich nicht sterben kann, wenn ich durchdrehe, aber in diesen Momenten kann ich an nichts anderes mehr denken, als dass ich vollkommen hilflos biin und nicht mehr weiß, was ich tuen soll usw.