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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage an Euch …

Im Moment lebe ich in dem ständigen Druck mich selbst abzuhorchen ob sich eine PA bemerkbar macht. Alles wird genau abgefragt ob das nun „normal“ ist oder der Beginn einer Attacke …
Bei mir fängt eine PA immer mit Herzschmerzen und Engegefühl in der Brust an und dem komischen Gefühl in einer endlosen Zeitspanne gefangen zu sein. Das ist immer so, ich starre dann die Uhr an und die Zeit vergeht nur quälend langsam. Obwohl ich mich eigentlich während der Arbeitszeit auf diese Entspannungszeit gefreut habe kommt sie mir dann unendlich lang und bedrohlich vor und ich kann es kaum erwarten endlich schlafen zu gehen …
Was tut ihr denn um euch zu entspannen und nicht dauernd in Euch reinzuhorchen ob eine PA kommt. Ich habe das Gefühl ich kann gar nimmer loslassen und steigere mich quasi selbst in eine Attacke hinein … Was kann ich denn tun ?? Wäre sehr dankbar wenn ihr mir einen Rat geben könntet !

18.07.2008 08:43 • 21.07.2008 #1


5 Antworten ↓


hallo pöffelchen,

"auf knopfdruck" zu entspannen hat bei mir noch nie funktioniert. ich bewundere alle, die sich durch meditation, progressive muskelentspannung usw. beruhigen können - mir ist das gelungen.

stattdessen habe ich versucht, mich soviel wie möglich über panikattacken zu informieren, sie zu verstehen und ab einem gewissen punkt zu tolerieren und zu akzeptieren. es besteht eigentlich kein grund, sich vor PAs zu fürchten. sie sind eklig und schrecklich unangenehm, aber sie sind eine völlig harmlose reaktion des körpers und können dir nichts anhaben. außerdem ist das kein seltenes phänomen, sondern betrifft unglaublich viele menschen. wenn du das verinnerlichen kannst, wirst du vielleicht entspannter sein und weniger angst vor der angst haben.

18.07.2008 11:26 • #2



Was tun gegen die Angst vor der Angst - Bitte Hilfe .

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Christina
Hallo Pöffelchen,

meiner Erfahrung nach hilft ein paradoxes Vorgehen: statt ängstlich auf die Angst zu warten, versuchen, sie bewusst herbeizuführen. Klingt erstmal bedrohlich, würde aber so in etwa aussehen: Du "sprichst" mit Deiner Angst/Panik, sagst ihr "Komm lieber gleich, lass es uns hinter uns bringen - ich will noch was vom Wochenende haben!" oder bei leisen Anflügen von Angst "Das soll 'ne Angstattacke sein? Ganz oder gar nicht, mit so einem Kinderkram geb' ich mich nicht ab!"

Als ich jedenfalls derart wild entschlossen allein zu Hause auf die Panik gewartet habe, ließ sie sich nicht blicken, das feige Stück...

Setzt allerdings voraus, dass man - wie Matze erklärt hat - sich der eigentlichen Harmlosigkeit der Angst bewusst ist.

Liebe Grüße
Christina

18.07.2008 14:36 • #3


Hallo,
Dein Brief lässt erkennen, dass Du regelrecht auf die PA wartest. Kann ich verstehen, wenn man Angst vor etwas hat, denkt man laufend daran.
Versuch doch in solchen Situationen etwas anderes zu tun, ob es nun ein Spaziergang ist oder ein Kreuzworträtsel. Das kommt darauf an, ob Du Dich gern bewegst, oder nicht. Einfach ein Buch zu lesen klappt wahrscheinlich nur, wenn das Buch für Dich so fesselnd ist, dass Du nicht nebenbei noch an die PA denken kannst.
Als es mir zum letzten Mal sehr schlecht ging, bin ich ins Museum gefahren und habe eine interessante Ausstellung besucht. Erst fiel es mir sehr schwer überhaupt wahrzunehmen, was da stand, aber mit der Zeit ließ die Panik nach und ich konnte mir die Teile ansehen. Danach fühlte ich mich allerdings wie nach einem Maraton, was aber den Vorteil hatte, dass ich sehr gut schlafen konnte.
Versuch es mal.

18.07.2008 15:17 • #4


Hi,
sag mal kommt die Angst so generell oder nur in bestimmten Situationen/vor so bestimmten Situationen. Wie lange hast du das schon? Ich kenne diese Momente, ich habe nun schon seit ca. 3 Jahren Probleme damit. Aber mittlerweile habe ich herausgefunden, das ich unter der Agoraphobie leide, das heisst, ich diese Angstzustände und Panikattacken nur noch (meistens) in bestimmten vorhersehbaren Situationen bekomme. Zu Beginn dieser ganzen Sache, es kam alles sehr plötzlich und ich wußte auch erst so überhaupt nicht was mit mir los ist. Da kamen die Attaken noch willkürlich und einfach so. Im Laufe der Zeit ist das aber immer weniger geworden. Wie ist es denn bei dir??

18.07.2008 19:38 • #5


Hallo Schnuff,
zunächst mal Entschuldigung für die späte Antwort! Zuhause habe ich leider kein Internet, da muss ich immer bis Montags warten

Also ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich seit ca. einem Jahr gar keine richtige Attacke mehr hatte. Jedoch damals kamen die Attacken immer daheim, immer abends. Dann brach diese "Leere" über mich herein, diese "endlose Zeit die ich mit was Sinnvollem füllen musste" Ich habe schon öfters das Gefühl, dass ich nicht richtig entspannen kann - nur wenn ich bei der Arbeit abgelenkt bin oder im zeitlichen Stress geht es mir gut. Aber sobald ich abends heimkomme und "entspannen muss" - zB ein Buch lesen was ich wirklich sehr gerne mache - packt mich die Angst dass die Zeit nicht vorbei geht. Das hört sich jetzt komisch an und ich weiss auch nicht wie ich das Gefühl beschreiben soll aber ich starre dann die Uhr an und zähle jede Minute und kann nicht abschalten.
Diese extreme Unruhezustände fingen vor ca. 3 Jahren an und zwar damit dass ich ca. eine Woche ganz allein war. Meine Eltern waren in Urlaub und mein Freund auf Seminar. Ich hatte schon vor dieser Woche unheimliche Angst wie ich diese Zeit "allein rumbringen soll" und fürchtete mich vor den endlosen, einsamen Minuten und Stunden - wobei es dann wirklich nicht schlimm war und die Woche schnell rumging. Aber seitdem hatte ich das ca. 5-6x. Vorhersehen kann ich diese Zustände bzw. die auslösenden Situationen auch nicht ... Aber im Moment quälen mich auch nicht die PA´s sondern meine immense Angst davor ... Dass ich nicht mehr abschalten kann und mich in der Angst gefangen nehmen lass

21.07.2008 08:17 • #6




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