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FlorianD
Gast

Hallo!

Wer von euch nimmt Neuroleptika?
Habe soeben in der Sendung Visite auf NDR gehört das dieses Medikament tötlich sein kann und das Schlaganfallrisiko wird dadurch erhöht,also vorsicht bei der Einnahme.Wer Neuroleptika nehmen sollte,soll sich lieber schleunigst was anders verschreiben lassen.Ebenso habe ich vor längere Zeit gehört das Zoloft auch gefährlich und tötlich sein kann,es ist schon eine Frau dran gestorben.



Gruß,FlorianD

04.08.2010 #1


31 Antworten ↓
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crazy030
Gast

Streitet nicht!

Ich sag mal so, also ich stelle mich auch allem, immer schon. Und zur Thera gehe ich auch sein fast 8 Monaten, allerdings mit ziemlich großen Unterbrechungen (Urlaub, Psychologin oder ich krank etc., mal keine Lust). Tagesklinik war ich auch. Ja, ich bekomme meinen Alltag gebacken und hatte auch nie Phasen, wo ich nicht rausging oder so. Aber eben die blöden körperlichen Symptome... Richtig los werde ich das eben trotz allem auch nicht.

Meine Therapeutin ist gegen Medikamente bei Angst/Panik, mein Hausarzt auch, der davor auch und die neue Psychiaterin vor 2 Wochen sah da ja auch nicht wirklich eine Notwendigkeit.

Nun ist es aber so, wir haben ein Gehirn und da gibt es bestimmte Areale, wie eben auch ein Schmerzgedächtnis etc. Und wenn man über einen längeren Zeitraum schmerzen erträgt, selbst wenn der Auslöser eine Angststörung ist, dann ist es wahrscheinlich, dass diese Schmerzen abgespeichert werden. Das sind dann eben z.B. Kopfschmerzen oder Schmerzen in den Beinen, Rückenschmerzen und mehr. Das passiert aber nur, wenn diese Schmerzen am Anfang nicht therapiert werden oder nichts hilft.

Und hier besteht dann die Gefahr, dass das alles chronisch wird und egal, ob nun die Schmerzen oder die auslösende Angststörung. Nicht selten wird dann aus der Angststörung auch noch eine Depression, denn lange ertragene Schmerzen können depressiv machen.

Chronische Schmerzen oder psychische Störungen sind dann aber schwerer zu therapieren, sie sind extrem hartnäckig. Und hier mass man ganz klar sagen, den chronischen Verlauf kann man gleich am Anfang sehr gut umgehen, wenn man, neben der Therapie, dann doch Medikamente gibt.

Das kommt aber immer sehr auf den Einzelfall an und da ist es wichtig, wenn der Psychiater fähig ist, der Therapeut und Therapeut und Psychiater zusammenarbeiten. Und natürlich, wenn der Patient das alles ernst nimmt. In meinem Fall war es nicht so, auch von meiner Seite nicht, was ich auch einsehe. Mit einer guten Therapie und am Anfang mit dem richtigen Medikament würde es mir heute sicher besser gehen, was die etlichen chronischen körperlichen Beschwerden angeht.

Ich lebe mit den Beschwerden, nehme keine Medikamente, aber die Beschwerden sind eben auch ständig da, gehen nicht weg. Seit 1,5 Jahren.

04.08.2010 11:43 • #23


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A


Warnung vor Neuroleptika

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C

crazy030
Gast

jadi, ich nehme die Beschwerden doch auch hin. Aber sie sind eben auch da und selbst wenn meine Therapeutin immer mal sagte: "Machen sie mal die oder die Sachen, verreisen Sie mal... etc.", es änderte sich auch dort zu ihrem Erstaunen nichts. Ok, bei mir ist auch die Ursachenforschung noch nicht am Ende und fängt vielleicht erst richtig an. Wenn ich am 14.09. bei dem Spezialisten wegen ADHS war, bin ich auch schlauer.

Mir geht es natürlich wesentlich besser, als noch vor 6 Monaten. Und daran hat weder Therapie, noch ein Medikament Anteile. Ich hab einfach nur gelernt, mit den Beschwerden zu leben. Das ist ja sicher gut, aber die Gewöhnung macht es eben auch zur Gewohnheit, chronisch. Wirklich toll ist das auch nicht.

Ich will zwar nichts nehmen, wohl nur, weil ich eh Angst vor Medikamenten hab, aber es wäre sicher nicht übel, wenn wenigsten die ständigen Kopfschmerzen weg wären. Und ich merke ja manchmal selbst nach einer Aspirin, wie nicht nur die Kopfschmerzen verschwinden, sondern auch die anderen Symptome, die bei mir wahrscheinlich nur noch Begleitsymptome der Kopfschmerzen sind. Und ich kann nicht an jedem Ort, bei Verabredungen etc., plötzlich PME machen, die mir übrigens in der Klinik in 5 Wochen nicht half. Da müsste schon eigentlich was zur Vorsorge geschehen, eine vernünftige Prophylaxe.

Und in meinem Fall ging es eh nie um ein AD in therapeutische Wirkung als AD. Ich hab die immer nur gegen die chronischen Schmerzen bekommen, aber wie gesagt nie genommen. Z.B. Lyrica, da ist die therapeutische Wirkung gegen Angst zwischen 100 und 200 mg, viele nehmen mehr als 200 mg. Ich sollte 25 mg gegen Schmerzen nehmen. Oder die Amitriptylin, da sollte ich 10 mg nehmen, weil das die Dosis gegen Kopfschmerzen ist. Als AD müsste man 100-200 mg nehmen.

Hätte ich je eins von den AD genommen, dann wäre ich eh Lichtjahre von der Wirkung als AD gegen Angst oder Depression entfernt gewesen. Die Dosis bezog sich bei mir immer auf Schmerztherapie.

04.08.2010 12:29 • #26


Zum Beitrag im Thema ↓


C
Medikamente können immer auch unerwünschte Wirkungen haben. Auch mit Antidepressiva gab es schon etliche Todesfälle. Elontril fällt mir das ein, ein modernes AD, gibt es bei uns erst wenige Jahre. Allein in England sind daran um die 50 Leute verstorben, trotzdem wurde es bei uns zugelassen. In den Packungsbeilagen von manchen AD hab ich selbst schon gelesen "Selten: ......... (kann zum Tod führen), z.B. bei Seroquell oder einigen trizyklischen AD (Amitritylin z.B.). Manche Medikamente können halt unvorhersehbare Nebenwirkungen haben, auch auf das Herz.

Alle diese Todesfälle beziehen sich nicht auf Überdosierung oder Selbstmord, sondern ganz normale Einnahme.

Ich hab mal einen Pathologie-Bericht über Amitritylin gelesen, da nahm eine Frau eine ganz normale Dosis. Der Wirkstoff wurde aber nicht im Körper abgebaut, sondern staute sich quasi, weil sie was mit der Leber oder Nieren hatte (weiß ich nicht mehr genau). Ihr Körper wurde also schleichend vergiftet und ohne das sie es ahnte. Sie kam ins Krankenhaus mit übelsten Beschwerden, aber keiner konnte sich das erklären, sie starb. Erst in der Pathologie hat man dann die Ursache gefunden.

Möglich ist theoretisch alles.

#2


jadi
ich weiss schon warum ich keine medis nehme....die langzeitschäden können katastrophal sein..........

#3


C
Ja. Ich will es nicht dramatisieren, aber selbst bei neueren Medikamenten können die Leber - oder Blutwerte (und mehr) sehr negativ verändert werden. Ich quäle mich auch manche Tage und einige hier sicher auch, aber ich sage mir trotzdem, wenn es irgendwie geht, dann ohne AD.

#4


jadi
ich sage es noch mal ganz offen...bei angst und panikattacken sind keine medis notwendig......man muss es alleine schaffen ...sie dämpfen nur alles und machen eine konfrontation nur schwer möglich....der betroffene muss es bei klaren verstand durchleben denn nur so kann das gehirn es verarbeiten das die symptome ungefährlich sind....mann muss es selber wollen...doch leider bekommen viele medis nehmen sie,merken oh es geht mir ja besser......und gewöhnen sich so schnell dran und wollen garnicht mehr aufhören damit,weil sie denken wenn sie die net mehr nehmen das die angst zurück kehrt ,was sie auch tut ist ja klar man stellt sich ihr ja nicht.......dadurch nehmen viele die medis über jahre oder ein lebenlang und wissen garnicht was sie ihren körper damit antun.....langzeitschäden werden ignoriert...und bei manchen medis ist es sogar so das trotz einnahme die angst zurück kommt ...dann wird die dosis erhöht...somit hat man noch mehr risiken auf langzeitsschäden........herz und leber sind die leidtragenen

#5


V
Das gilt erstmal aber nur für Leute die noch ein Sozialleben haben. Paniker die schon vollkommen isoliert leben und nicht mehr am Alltag teilnehmen können und zusätzlich noch in Depressionen abgerutscht sind, sind erstmal auf eine gute Medikamenteneinstellung angewiesen, um überhaupt erst therapierbar zu werden.

Angst annehmen und in Konfrontation gehen geht nur, wenn man noch vor die Türe gehen kann. Das können allerdings viele nicht mehr. Sie stecken zu tief drin.

Allerdings werden in der Verhaltens-Thera Medikamente bei reinen Angstpatienten relativ schnell wieder ausgeschlichen, da sie wie Jadi schon schrieb ab einem gewissen Krankheitslevel nicht notwenig sind. Ausserdem können sie zu psychischer Abhängigkeit führen, was den Genesungsprozess nicht besser macht.

Alles in allem sollte man aber vorsichtig sein mit einer zusätzlichen Panikmache in Bezug auf Medikamente. Man muss es immer individuell abwägen und in Relation sehen. Insulin hat auch Nebenwirkungen, trotzdem würde niemand einem Diabetiker das Insulin ausschleichen.

Grundsätzlich sollte man immer mit Psychiater und Therapeuten genau abwägen. Im Einzelfall und ohne über den Kamm zu scheren. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern jede Menge Zwschentöne.

#6


jadi
muss grad lachen ich selber ging nicht mehr vor die tür bis vor ein paar monaten..........und ich habe keine medis genommen soviel dazu....und ich selber habe mir vieles selber beigebracht...und durch das forum ,viele gute bücher...und meiner therapie die ich aber nur alle 3 wochen habe.....habe ich es geschafft...kann zwar noch nicht alles aber bin auf einen guten weg...genau so wie einer der medis nimmt.........wenn nicht sogar weiter.........

das beispiel mit dem insulin....
das ist ja wohl notwendig für einen diabetiker....genau so wie die medis für andere krankheiten....organische.......

und bei angst und panikattacken betroffene schnell ausgeschlichen......manche schreiben hier sie nehmen sie über jahre..........jahrzehnte...usw

#7


V
Das gilt aber nunmal nur für dich und nicht für andere. Es gibt tausende Paniker, die es sich nicht zutrauen ohne Hilfe. Und denen sollte man eine für sie hilfreiche Therapieform zugestehen. Vor allem, wenn sie wissenschaftlich untermauert ist und auf jahrelanger Erfahrung basiert (kann man ja auch hier auf der Seite bis ins Detail nachlesen). Weder du, noch ich (auch keine Medis gebraucht und alleine geschafft) sind das Maß aller Dinge.
We gesagt, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Jeder Mensch ist anders, hat andere Bedürfnisse und braucht andere Hilfe.

#8


V
Erstaunlich, was du so alles lustig findest.

In diesem Thread geht es in ersten Linie gar nicht um Panikpatienten, sondern nur darum, dass Neuroleptika angeblich lebensgefährlich sind. Was faktisch und statistisch gesehen schon mal nicht der Wahrheit entspricht. Sie sind bei ärztlicher Überwachung ein sehr gut verträgliches Medikament.

Zum Insulin-Beispiel: Neuroleptika werden am häufigsten bei Psychosen, Schizophrenie und bestimmten depressiven Episoden eingesetzt – alles auch physische Erkrankungen. Und zur Behandlung oft notwendig.

Das hier viele über Jahre hinweg Medikamente einnehmen hat viele Ursachen. Oft sind Leute nicht informiert und wurden/werden falsch behandelt, das bedeutet aber nicht, dass man deshalb alle Medikamente aus Therapiemaßnahmen streichen sollte.

Bei sehe schweren Angsterkrankungen können Medikamente erwiesenermaßen Sinn machen. Das ist mehrfach belegt und wie gesagt, maße ich mir da sowieso kein absolutes Urteil an – ist nicht mein Job. Angsterkrankungen sind einfach zu übergreifen und vielschichtig, als nur einen heiligen Gral zu raten ziehen zu können.

Generelle und undifferenzierte Verteufelung (wie hier durch die Warnung geschehen) von Medikamenten halte ich für sehr gefährlich, völlig unabhängig von der Krankheit.

x 1 #9


jadi
ich merk schon.........gegen dich habe ich keine chance...meine anmerkungen sind alle dumm......und deine spitze............danke liebe vida......ohne dich wären wir nix.........seit dem du hier angemeldet bist gehts allen besser..........danke dir......

#10


V
Ohne Worte. Ohne Sachlichkeit. Sehr schade.

#11


B
Hallo Vida

Tausend DANKE für deine Beiträge !

Ich selber habe Medikamente (Psychopharmaka) bis vor etwa zwei Jahren völlig abgelehnt. Angst vor Nebenwirkungen und/oder Suchtgefahr.

Bei völliger sozialer Isolation und schwersten Depressionen (zusätzlich zur Angst) gibt es aber kaum andere Möglichkeiten.
Erst als ich mein Leben vor zwei Jahren beenden wollte, habe ich mich dann auf Medikamente (Citalopram) eingelassen.
Mir hat dies das Leben gerettet, und mich nun erst in die Lage versetzt, überhaupt an mir arbeiten zu können.

@Jadi:
Sorry, aber es gibt auch noch eine Welt ausserhalb des eigenen Tellerrandes.

Lebendige Grüsse, Der Beobachter

#12


jadi
ich rede von angst und panik.............von nix anderem......man sollte schon genauer lesen

#13


V
Auch bei dem Krankheitsbild Angst können Medikamente hilfreich sein. Siehe Beobachters Post und seine Fortschritte. Es gibt nunmal keine geradlinige Blitzheilung. Was dem einen hilft, ist für den anderen einfach nicht geeignet.

@Beobachter
Schön, dass du an dir arbeitest und es langsam aber stetig voran geht. Meine Mama sagt immer so richtig. "Wer es eilig hat, sollte langsam gehen" oder "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Recht hat sie. Und auch ich halte mich immer (öfter daran)

#14


jadi
eva renn nicht so oft gegen die wand ist nicht gut für dein chaosköpfchen

#15


C


macht das Köpfchen klar...

#16


jadi
asso alles klar..........ich probiers auch mal

#17

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S
Hallo Florian,


erstmal vielen dank über deinem tread bzw deine Warnung vor einem Medikament...ich kenne mich mit Medis nicht so aus, da ich bis jetzt keine nehme aber zum übergang würde ich schon welche nehmen, wenns hilft...und da ist schonmal gut zu wissen welche medis man gar nicht nehmen sollte...dabei denke ich aber auch das alle medis langzeitschäden hervorrufen können...


ach und p.s mal zu den anderen hier wenn ich manche beiträge hier lese wird mir schlecht....was ist denn hier los?hat das alles mal endlich ein ende?


schönen tag euch noch

LG Sabrina

#18


V
Ich bin auch der Meinung, dass man vorsichtig mit Medikamenten sein sollte und immer das Nutzen/Risiko abwägen. Das fängt bei mir schon bei freiverkäuflichen Kopfschmerzmitteln an. Im Zweifel bespreche ich mich mit meinem Arzt, wenn ich unsicher bin auch noch mit einem Zweiten und mit dem Therapeuten. So kann man sich selber ein besseres Bild machen. Für mich gehören Medikamente – auch das Abraten davor – in erster Linie in Profihände (schwarze Schafe mal ausgenommen, Ausnahmen bestätigen immer die Regel).

#19


jadi
fein brina hast gelernt förmlich zuschrieben.....
wie gesagt es ist meine meinung die darf ich ja wohl vertreten..zum übergang wäre es ok aber ich schrieb ja viele flüchten sich injahrelange mediseinnahme....und ich rede nur von PA/Ängstlern

#20


A


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Dr. Hans Morschitzky
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