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K

... hört es auch wieder auf

Hallo ihr Lieben ***

ich bin gerade sooo traurig, dass es nicht aufhört mit den Ängsten und der Panik
und dummerweise auch ratlos (und das obwohl oder gerade weil ich schon so viel darüber und über mich und überhaupt... weiß und versucht habe)

Ich lese die vielen Postings von Menschen, denen es ähnlich geht wie mir und frage mich WARUM diese Stärke der Ängste??
Wenn wir doch wissen, dass "nur" der Kopf ist, eine unbegründete Angst, etc... oder aber wenn wir jahrelang Therapie gemacht haben und unser Leben bis aufs letzte Ecklein durchstöbert und durchanalysiert haben - warum dann trotzdem diese Übermacht der Ängste...

Hört das auch irgendwann wieder auf ??

Bei mir hatte es aufgehört. Etwa eineinhalb Jahre konnte ich wieder (fast) ganz normal leben, konnte einkaufen, sogar auf Konzerte, vieles was in der Angstzeit nicht möglich gewesen wäre und habe oft die Möglichkeit der PA sogar ganz vergessen. Nun ging es wieder los. Vor ein paar Wochen hatte sich etwas angeschlichen,
leise, langsam,
ich glaube, ich habe die Zeichen nicht gesehen...
oder falsch gedeutet.

Meine Oma ist gestorben Anfang des Jahres, sie war mir seeeehr wichtig - überlebenswichtig fast in meiner Kindheit.
Es war eine sehr intensive Zeit
und durch meine Tochter war ich immer noch doppelt beansprucht,
man trägt den eigenen Schmerz und hilft seinem Kind bei der ersten Konfrontation mit dem Tod eines geliebten Menschen...

Ich habe (so wie immer) alles "gut" durchgestanden, war für alle da, habe weiter meine Arbeit gemacht, nebenbei meine berufliche Weiterbildung, Prüfungen abgelebt, Beerdigung,....

war wohl alles zu viel
bei den Bachblüten gibt es eine Blüte, "Elm", an die ich dabei denken muss
die Eiche, die immer allem standhält und irgendwann einfach umfällt,
statt wie manch andere Bäume auch mal stärker im Wind zu schwanken, flexibler zu sein, scheinbar "schwächer", aber dadurch auch stärker


Nun, mir hat es wohl erneut den Boden unter den Füßen weggezogen,
ich weiß warum,
ich weiß was ich tun könnte
aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll,

- UND ich habe trotzdem Angst!

Hört es auch wieder auf?
Wie ist das, wenn man durch die Angst durch geht, statt sie zu stoppen?

Viele Gedanken...
vielleicht hilft es, sie zu teilen

freue mich über eure Gedanken ***
liebe Grüsse,
Kolobri

#61


W
Hallo kolibri!Das ist ja schade,dass es Dir im Moment schlecht geht.
Schau,Du mußt den Tod Deiner Oma bewältigen-die Trauerarbeit kommt oft in Wellen und geht auch noch ne lange Zeit.Lass es zu.
Es geht uns allen nicht immer gleich gut,und auch das ist ok.
Setzt Dich hin und denk an Deine Oma,die Trauer darf raus.

Mach heute ein bißchen weniger und nimm Dir für Morgen nicht soviel vor.
Es wird wieder. Liebe Grüße

#62


Christina
Zitat von Kolibri:
Ich lese die vielen Postings von Menschen, denen es ähnlich geht wie mir und frage mich WARUM diese Stärke der Ängste??
Wenn wir doch wissen, dass "nur" der Kopf ist, eine unbegründete Angst, etc... oder aber wenn wir jahrelang Therapie gemacht haben und unser Leben bis aufs letzte Ecklein durchstöbert und durchanalysiert haben - warum dann trotzdem diese Übermacht der Ängste...
Das ist physiologisch begründet. Für die Angst ist ein evolutionär älterer Hirnteil zuständig und löst Alarm aus, lange bevor das Denken einsetzt. Mit unserem Wissen können wir uns wieder beruhigen, die Angst verhindern können wir damit nicht. Auf Dauer verhindern lässt sich die Angst nur, wenn wir unserem Hirn durch Übung und Erfahrung den Fehlalarm abtrainieren. Dann hört das auch wieder auf.

Zitat von Kolibri:
Meine Oma ist gestorben Anfang des Jahres, sie war mir seeeehr wichtig - überlebenswichtig fast in meiner Kindheit.
Es war eine sehr intensive Zeit
und durch meine Tochter war ich immer noch doppelt beansprucht,
man trägt den eigenen Schmerz und hilft seinem Kind bei der ersten Konfrontation mit dem Tod eines geliebten Menschen...

Ich habe (so wie immer) alles "gut" durchgestanden, war für alle da, habe weiter meine Arbeit gemacht, nebenbei meine berufliche Weiterbildung, Prüfungen abgelebt, Beerdigung,....

war wohl alles zu viel
Das tut mir sehr leid für Dich. Aber dass Du jetzt wieder Angst hast, würde ich unter diesen Umständen als normal betrachten. Du hast einen geliebten Menschen verloren und Dir nicht einmal Zeit für Dich und Deine Trauer nehmen können.

Zitat von Kolibri:
Nun, mir hat es wohl erneut den Boden unter den Füßen weggezogen,
ich weiß warum,
ich weiß was ich tun könnte
aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll,

- UND ich habe trotzdem Angst!
Falls das, was Du tun könntest, ein eisernes Konfrontationsprogramm mit standhaftem Ignorieren der Angst sein soll - da hätte ich nicht trotzdem, sondern deswegen Angst. Intuitiv meine ich, dass Du Dich liebevoll(er) um Dich selbst kümmern und Dir den schweren Verlust anerkennen solltest.

Zitat von Kolibri:
Wie ist das, wenn man durch die Angst durch geht, statt sie zu stoppen?
Dann lässt sie nach. Blöd ist eben nur, dass sie dann beim nächsten Mal nicht notwendigerweise ausbleibt, weil man ja gelernt hätte, dass kein Grund zur Angst besteht. Das muss man sowieso x-mal üben, bis das Hirn es "gefressen" hat. Und: Wenn man wegen einer besonderen psychischen Belastung wie Trauer z.B. die Angst "braucht", weil man sich ohne dieses Symptom selbst gar keine Beachtung schenkt, dann kann die Angst trotz Üben sehr hartnäckig wiederkommen.

Ich "brauche" die Angst aus anderen Gründen. So lange die nicht geklärt sind, kann ich mir intensives Üben schenken - es bringt mir nichts und macht mich nur depressiv.

Liebe Grüße
Christina

#63


K
Hallo wild,

danke für deine liebe Aufmunterung !
Ja, da hast du wohl Recht, Raum für die Trauer ist wichtig und es ist gut dann sorgsam mit sich umzugehen.

Wenn man solche Gefühle zu lange zur Seite schiebt werden sie irgendwann soooo gross, dass man dann tatsächlich das Gefühl hat, sie sind übermächtig und eine wahnsinns Angst machen.
Eigentlich bin ich ein Mensch, der immer genau hinschaut und Gefühle lebt, aber durch meine Doppel(oder Dreifach) Belastung Job, nebenberufliches Studium UND alleinerziehende Mutter, bin ich im letzten Jahr nicht wirklich gut dazu gekommen, mir Zeit für mich zu nehmen.Ich habe das immer gemacht und auch gebraucht, viel gemalt, gedacht, geschrieben, usw. und dann plötzlich war jede freie Minute, in der meine Tochter beschäftigt war genutzt von mir für das Studium.
Das rächt sich jetzt wohl gerade. Aber es ist ja nie zuuuu spät.

Viele Gedanken im Moment... mal sehen, wie ich etwas verändern kann.

Ich hatte morgen tatsächlich viel vor

Und das schaffe ich aber gerade gar nicht...selbst wenn ich wollte
... ist nicht immer leicht, sich (mir) das einzugestehen, aber absolut in Ordnung
Also streiche ich einiges in dieser Woche

Meine Kolleginnen waren soooo lieb heute und haben glücklicherweise Verständnis. Das hilft.

Ach... es kommen auch bessere Tage

Liebe Grüsse

#64


K
Liebe Christina,

danke auch dir,
du sprichst wie meine Therapeutin (das mit dem alten Hirnteil)
ich versuche mir das auch immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, aber wenn man es aus einem anderen Mund hört, wirkt es immer viel besser

deshalb: da hast du intuitiv genau die "richtigen" Worte für mich gefunden

Ich dachte eigentlich, dass ich mich sehr intensiv mit dem Sterben meiner Oma auseinandergesetzt habe, aber scheinbar nur mit dem Sterben, nicht aber mit dem Tod und vor allem nicht mit dem, was er für mich bedeutet. Irgendwie begegnet man mit dem Tod eines nahen Verwandten immer nochmal vielen Teilen der eigenen Geschichte / Kindheit.
Jedenfalls habe ich heute vormittag mir Zeit genommen Tagebuch zu schreiben und in Ruhe nachzudenken (statt an meiner Hausarbeit weiter zu schreiben).

Weißt du, ich war mein halbes Leben immer mit irgendwelchen Themen beschäftigt und habe sie bearbeitet. Nachdem ich die Panikattacken in den Griff bekommen hatte, wollte ich nicht mehr "bearbeiten".
Ich wollte mir (und meinem Stammhirn) beweisen, dass ich stark bin und dass ich das alles gut schaffe.

Mein Stammhirn kriegt aber wohl trotzdem Angst, weil ich durch den permanenten Stress, den ich seit einigen Monaten habe, meinen Körper in eine ständige Alarmbereitschft / hohen Adrenalinpegel versetze.
Also: Achtung Gefahr!

ja, Ruhe tut gut.
ich versuche einen Zwischenweg zu finden - die Angst und Ich
"eisernes Konfrontationsprogramm mit ignorieren der Angst" ist sicher nicht so gut, aber auch nicht gut ist es zuviel nun zu vermeiden
da muss man wohl viel in sich reinhören
und dafür braucht es Ruhe und Zeit

Mir ist klar geworden, dass ich mich besser um mich kümmern muss und mag. das hat mir die Angst gezeigt.
Ich finde, sie kann jetzt weggehen ....

Aber scheinbar tut sie das nicht,
sie traut mir nicht
wenn sie geht, mache ich wieder so weiter wie vorher

also muss ich ihr wohl beweisen, dass ich tatsächlich etwas verändere,
auf mich höre
mir selbst vertraue
mich auf mich wieder verlassen kann

soll ich dann noch sagen "blöde Angst" ??
nein, eigentlich tue ich ihr dann Unrecht

Hmmm irgendwie müssen wir noch einen Zwischenweg finden, denn es kann nicht sein, dass sie mich so fertig macht.

Christina, du schreibst "ich brauche die Angst aus anderen Gründen, solange die nicht geklärt sind, kann ich mir intensive Üben schenken" - ich hoffe, du kannst sie klären - deine Gründe. Hast du denn das Gefühl, dass du auf der richtigen Fährte bist, also kennst du sie? Und kannst du etwas tun um deine Angst zu mildern?

Liebe Grüsse,

Kolibri

#65


Christina
Hallo Kolibri,

schön, wenn ich Dir ein bisschen helfen konnte...

Zitat von Kolibri:
Mir ist klar geworden, dass ich mich besser um mich kümmern muss und mag. das hat mir die Angst gezeigt.
Ich finde, sie kann jetzt weggehen ....

Aber scheinbar tut sie das nicht,
sie traut mir nicht
wenn sie geht, mache ich wieder so weiter wie vorher

also muss ich ihr wohl beweisen, dass ich tatsächlich etwas verändere,
auf mich höre
mir selbst vertraue
mich auf mich wieder verlassen kann
Tja, das kenne ich irgendwie .

Zitat von Kolibri:
Christina, du schreibst "ich brauche die Angst aus anderen Gründen, solange die nicht geklärt sind, kann ich mir intensive Üben schenken" - ich hoffe, du kannst sie klären - deine Gründe. Hast du denn das Gefühl, dass du auf der richtigen Fährte bist, also kennst du sie? Und kannst du etwas tun um deine Angst zu mildern?
Bei mir geht es um meine persönliche Autonomie. Ich bin unglaublich gut darin, Anforderungen zu erfüllen und Ansprüchen zu genügen und mich dabei an allem möglichen zu orientieren - nur nicht an mir, meinen Neigungen und Bedürfnissen. Je weniger Selbstverleugnung, desto weniger Angst!

Liebe Grüße
Christina

#66


K
Hallo Christina,


du schreibts:
"Bei mir geht es um meine persönliche Autonomie. Ich bin unglaublich gut darin, Anforderungen zu erfüllen und Ansprüchen zu genügen und mich dabei an allem möglichen zu orientieren - nur nicht an mir, meinen Neigungen und Bedürfnissen. Je weniger Selbstverleugnung, desto weniger Angst! "

hhm... ob das ein durchgängiges Problem ist bei den Menschen mit Ängsten?
bin ich auch gut ´drin ... kommt jedenfalls sehr bekannt vor


in meiner Therapie hatte ich mir immer wieder a) mein Rückgrad vorgestellt, das mir den nötigen Halt gibt und b) eine/meine Haut, die mich umgibt, die mich schützt, die mir ebenfalls eine Art Stabilität gibt, indem sie verhindert, dass ich zerfließe in den ganzen Anforderungen und allem, was andere wollen (und ich nicht mehr weiß, was ich will)
... das fand ich sehr hilfreich (hatte es aber zwischenzeitlich wieder vergessen ...)

noch ein herzlicher Gruss
Kolibri

#67


M
das tut mir sehr leid für dich das du wieder damit zu kämpfen hast!
aber schließlich ist auch wieder etwas in deinem leben passiert das schlimm ist zu verkraften. der tod eines geliebten menschen ist schrecklich und will gut verarbeitet sein. das dauert! ganz viel kraft für die nächste zeit aber auch dieses tiefe tal wirst du bestreiten und du schaffst es sicherlich wieder ganz nach oben! toitoitoi

#68


K
danke madre

das mit dem Gras ist wohl wahr... den Spruch mag ich

dir auch liebe Grüsse
Kolibri

#69


M

wann hört das endlich mal auf

hallo zusammen,
hab lange nichts mehr geschrieben.einfach keine zeit gefunden.meine ständigen körperlichen symptome machen mich fertig.jeden tag was neues.
kopfschmerzen auf der linken seite--hirntumor!!
herzrasen-stolpern--herzinfarkt!!
schmerzen in beiden brüsten--krebs!!
könnte so weiter machen.ich wohne mit meiner 15j.tochter alleine.ich komme auf das alleine sein nicht klar.abends wenn es dunkel ist,ist es am schlimmsten.dann kommen meine ängste und die panik.und ich weiss nicht mal wovor.ich gehe in meiner wohnung in kein zimmer,ohne das telefon mitzunehmen.sogar aufs wc.ich schlafe im wohnzimmer auf der couch,weil ich mich nicht ins bett traue.und der absolute knaller ist.........:ich ziehe mich nicht aus.es könnte ja mal was sein,dann steh ich direkt in den startlöchern.das ist doch nicht normal.den ganzen tag beobachte ich meinen körper,ob er auch richtig läuft.die kleinste unregelmässigkeit,bringt mich am rande des wahnsinns.ich nehme keine medis,nur für die schilddrüse.war mal benzodiazepinabhängig und seitdem nehm ich nichts mehr.dafür tinke ich abends 2-3 fl.B. gegen die angst.ich will das aber nicht.kann mich aber anders nicht beruhigen.ich weiss einfach nicht mehr weiter.hab euch genug vorgeheult.
wünsch euch erst mal alles liebe. melody

#70


T
Hallo
deine Symptome kommen mir sehr bekannt vor ,kenne sie alle .Bist du in Behandlung und machst Therapie ? Ich denke der Alk. ist da keine Lösnug sondern macht es nur noch schlimmer .Ich kenne es wenn ich Alk. getrunken habe ging es mir am nächsten Tag noch schlechter .wie geht deine Tochter mit deiner Panik um?



LG.Tini

#71


M
hallo man ich komme auch aus wuppertal.aber wichlinghausen.

lg melody

#72


G
Hallo Melody,

Du brauchst dringend eine Therapie - sonst kommst Du da nicht mehr raus.

Jeden Abend 2-3 Fl. B. ist auch nciht grade gesund und man ist schnell in der Abhängigkeit - so gings meinem Vater !

Es kostet kein Geld - nur Arbeit und dann biste bald wieder auf dem Damm.

LG
GAbi

#73


T
Zitat von melody:
hallo man ich komme auch aus wuppertal.aber wichlinghausen.

lg melody



habe dir PN geschrieben





LG.Tini

#74


B

Es hört einfach nicht auf

hallo schreibe jetzt erst meinen 2. beitrag...
seit heute mittag geht es mir wieder schlimmer
ich bin innerlich total unruhig, meine hände sind schwitzig, zwischendurch verspüre ich schwindelgefühl, mein bein kribbelt und meine hände auch. ich weiß nicht mehr wie ich mich ablenken soll. Kennt nicht jemand ein medikament was das einfach mal abstellt. mir ist das auf der arbeit schon voll unangenehm....

#75


Cico005
Also mir ist halt aufgefallen hier im forum das keiner so den dirketen kontakt will. ich kann dir anbieten mich per messi anzuschreiben wenn du willst.

vielleicht klappt es ja doch irgendwann mal das man hier auch jemand findet der sich öfter als nur zwei mal melden


sagst einfach welchen messi du hast schickst mir ne pn wenn du willst.

#76


N
huhu, na den werde ich mal was dazu schreiben

Ich kenne dieses Gefühl sehr gut und weis, wie unangenehme es ist. Bei mir spizt sich dieser Zustand hoch bis zur Panikattacke. Manchmal dauert es eine Stunde, machmal ein Tag und ab und an sogar mal ne Woche. In diesen Momenten versuche ich mich an Dinge zu errinern, die mir halt, sicherheit und ein wenig ruhe geben. Mittlerweile, nach fast 10 Jahren Panikanfällen, weis ich aber auch wie wunderbar ruhig es in mir nach einer attake ist und ich freue mich schon auf das danach.

Auch wenn es sich blöde anhört, aber es ist ein Zustand den man überlebt. Ich habe auch lange Medis genommen und irgendwann fest gestellt das diese für mich überhaupt nicht funktionieren und eher schädlich sind. Deswegen würde ich auch niemand anderen dazu ermutigen. Es ist oft schwer von diesen Medis wieder los zu kommen, weil sie ja als *notnagel* und *akut hilfe* uns davon abhalten zu erlernen, das dieser Zustand zwar unangenhem aber dennoch aus zu halten ist. Nachdem ich alle medis abgesezt habe, habe ich endlich gelernt mich den Dingen zu stellen und erst seitdem habe ich große erfolge. Dies ist meine Meinung und jeder muss seinen Weg selber finden aber ermutigen medis zu nehmen möchte ich niemanden, ich weis wie schädlich das sein kann.
Einzig rescue-notfall tropfen aus der apo (pflanzlich) kann ich nur immer wieder empfehlen. Sie haben mir echt super geholfen und sogar Freunden von mir bei Prüfungen, obwohl diese nicht an eine Wirkung glaubten
Ich weis wie unangenehm es dir mit Sicherheit ist, aber ich bin der Meinung, dass es nicht das Ziel sein solte diesen Zustand einfach nur mit irgendwas weg zu bekommen um Leistungsfähig zu sein, sondern es hat einen ursprung und seine berechtigung. Vielleicht auch mal dem Körper einfach verzeihen können, das versuche ich zumindest. Zu sagen: *ok, ich bin angespannt und nervös, aber es ist schon ok, ich darf auch mal nervös sein* Ich habe gelernt, das zulassen immer noch die beste erfolgsaussichten hat. Ein wenig nachgiebiger mit sich selbst sein, versuchen entspannung durch zB. Entspannunsübungen, gemütlich in die wanne usw. Deine Seele sowie dein Körper wollen dir doch eigentlich damit was sagen. Überleg doch mal ganz genau, was dich momentan verunsichert und/oder belastet.... Nimm Druck raus....Und eins weis ich ganz genau, nach so vielen jahren....Umso mehr man versucht zu unterdrücken und zu überspielen, umso erfolgloser ist man damit und die Energie verschwendet sich auf die falschen Dinge...

#77

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K
Hi,

ich kenne das Gefühl. Ich hatte während meiner Arbeitslosigkeit jeden Tag, fast jede Stunde Angsstzustände, verbunden mit Depressiven Verstimmungen. Ich konnte nichts essen, mein Magen war total zugeschnürt. Gegen Abend ließ die Anspannung dann nach, ich denke, der Körper war dann aber auch zu erschöpft. Ich habe aber bewußt auf Medikamente verzichtet. Tue ich immer noch. Ich denke, ich will es selber schaffen die Angst in den Griff zu kriegen und nicht durch Medikamente. Schließlich sind es unsere eigenen Gedanken, die uns Angst machen. So blöd es sich auch anhört, aber versuche irgendwie auf andere Gedanken zu kommen. Hast Du eine Badewanne? Mir haben heiße Bäder geholfen oder auch eine Dusche. Gehe nach draußen, fahr Fahrrad, bewege Dich, durch Bewegung wird Adrenalin abgebaut. Versuche Dir positive Gedanken zu machen, evtl. denke an etwas, was Dir Freude bereitet. Ich merke nämlich so langsam, dass man mit den negativen Gedanken nicht weit kommt.

Liebe Grüße

Kad

#78


F
Hallo,

ich habe auf der Arbeit auch das Problem gehabt, dass die Symptome, die Du beschrieben hast, sehr stark waren und ich dadurch noch mehr Angst bekam.

Jeden Tag fühlte ich mich schlecht und habe nach einem halben jahr endlich einen guten Internisten gefunden, der für mich eine gute Lösung gefunden hat. Ich wollte nie irgendwelche Psychopharmaka nehmen, weil ich ANgst hatte, dass die mich irgendwie "benebeln" würden. Hatte auch mal Opipramol probiert, aber die machten mich einfach nur so super müde.

Da sich bei mir die Angstsymptome eben sehr aufs Herz ausschlagen ( der Puls ist sofort erhöht, wenn ich aus dem Haus muss ) dann starkes schwitzen, Unruhe usw. haben wir uns entschieden wieder einen halben Betablocker zu nehmen, den habe ich vor 8 Jahren schon einmal genommen um mich überhaupt wieder aus dem Haus zu trauen.

Ich muss sagen, dass war der beste Schritt für mich Richtung Besserung, denn mein ganzer Stoffwechsel hat sich dadurch wieder auf "Normal -Level" reguliert. Ich habe seit einer Woche keine ANgst mehr auf der Arbeit weil mein Puls nicht hämmert, das Schwitzen und die nassen Hände sind weg und ich finde auch, dass ich meine Gedanken sortierter im Griff habe. Jetzt bin ich viel gefestigter psychisch und kann traue mir mehr zu, da es mir körperlich besser viel viel besser geht. ich hoffe, dass ich diesen Zustand bald wieder ohne Medis erreichen kann, aber Zur zeit ist das so die beste Lösung für mich.

Suche Dir einen guten Arzt, und sprich mit Ihm über deine Beschwerden, der kann dir bestimmt gut weiterhelfen. Vielleicht schaffst Du das ja auch ohne Medis, aber ich bin froh, eine Unterstützung darin zu haben, Das muss jeder für sich selber entscheiden.

Lieben Gruß,

Flocke

#79


S

Meine ganze Geschichte...wann hört es endlich auf ??? :-((

Hallo Leute, ich bin neu hier weil ich hoffe hier ein paar hilfreiche Tipps von Leidensgenossen zu bekommen und mit Menschen zu kommunizieren,die einen verstehen...leider habe ich davon viel zu wenige... ( Ich wusste erst gar nicht so recht in welchen Themen-Bereich ich meine Geschichte posten soll...ich habe mich für "Angst vor Krankheiten" entschieden.Im weitesten Sinne hätte aber evtl.auch "Angst vor Einsamkeit" und "Reizmagen" gepasst...

Dann will ich hier mal meine Geschichte erzählen,ich muss dafür relativ weit ausholen und werde versuchen mich kurz zu fassen...was mir aber wahrscheinlich nicht gelingen wird,weil einfach sooo sauviele Faktoren zusammenkommen.Würde mich aber freuen,wenn doch jemand zuende liest..

Zuerst kurz zu mir persönlich...ich bin 30 Jahre alt,183 cm groß und wiege 75 km.Ich war immer ein lebenslustiger Mensch mit wahnsinnig viel Unternehmungslust und Spaß am Leben,allerdings schon seit jungen Jahren mit Neigung zu kleinen depressiven Verstimmungen und einer Schwäche Negatives zu verarbeiten. Dazu gesellt sich eine ziemliche Krankheits-Angst,allen voran Krebs.Im speziellen Speiseröhren-Krebs,da mein Schwager in jungen Jahren mit 34 Jahren daran gestorben ist. Gesundheitlich eingeschränkt bin ich durch eine Glutenunverträglichkeit,starken Heuschnupfen und Rückenproblemen (gekrümmte Wirbelsäule)...sind aber gesundheitliche Einschränkungen die mich eigentlich nie daran gehindert haben Spaß am Leben zu haben und auf den Putz zu hauen...

..bis zum Jahre 2010. Ich habe mit meiner Freundin einen sehr stressigen und mühsamen Umzug auf mich genommen...parallel zum 52-Stunden-Wochen-Job ohne Urlaub.Das hatte mich schonmal ziemlich ausgezehrt.Leider lief denn auch der gemeinsame Alltag nicht wie gewünscht,eine merkwürdige komische Atmosphäre machte sich im Alltag breit..irgendwas passte nicht mehr,irgendwas war nicht mehr wie früher.Schwierig zu beschreiben.
Dazu gesellte sich dann ein Mundproblem,was im April 2010 bei mir begann.Ein schmerzhaftes Bläschen bildete sich in meinem Mund, was nicht mehr weggehen wollte. Ärzte und Zahnärzte nahmen das Ding nicht wirklich ernst, und taten es als kleinen Aufbiss ab. Ich konnte mich damit aber nicht zufrieden geben,da das Ding einfach nicht zurück ging. So entdeckte ich leider Gottes das "Krankheiten googlen"...um auf die Spur meines Bläschens zu kommen.Hier landete ich natürlich schnell bei Mundkrebs etc...aber dabei blieb es nicht. Ruckzuck belas ich mich über die Symptome so ziemlich jeder Krebs-Art die es so gibt...und prompt versank ich in einer tiefen Selbstbeachtung,so ziemlich sämtliche Symptome sämtlicher Krebsarten durchlitt ich in den kommenden Wochen und Monaten. Hinzu bemerkte ich an mir graue Haare und Krampfadern an meinen Beinen..Sachen die ich früher locker weggelächelt hätte.Das gelang mir nun leider nicht mehr.Kein Leberfleck war mehr normal,nein,jeder war jetzt bösartig und konnte auch wehtun wenn ich mich nur stark genug drauf konzentrierte.Das tat meiner Beziehung alles andere als gut. Meine Freudin...9 jahre jünger als ich...hatte grosse Probleme damit,dass ich weinerlich,wehleidig und depressiv wirkte.Und auch dass ich meinen Körper permanent auf Krankheiten kontrollierte,blieb ihr nicht verborgen.

Was immer noch nicht weg war,war mein Mundbläschen,was ja immer noch sozusagen der "Ursprung allen Übels" war. Im August hatte mein Zahnarzt dann doch endlich mal die brilliante Idee es mir wegzuschneiden,was er dann auch tat.
Die Wunde heilte schlecht,es tat noch immer weh und es schien aus der Wunde wieder nachzuwachsen.Nun klang mein Zahnarzt gar nicht mehr so locker,im Gegenteil er meinte jetzt sollte man es doch mal im Auge behalten und gegebenfalls doch mal den Kieferchirurgen draufschauen lassen,ob sich nicht doch etwas Bösartiges dahinter verbirgt.Allein der Begriff "bösartig" lähmte mich,machte mich völlig fertig,nahm mir die Luft zum Atmen.
Was während dieses Sommers im Übrigen noch so alles passierte...

...Vater im Krankenhaus
...Tod geliebter Haustiere
...massive Probleme im Job aufgrund der psychischen und gesundheitlichen Probleme

..in den folgenden Wochen bekam ich nun auch massive Schluckprobleme und Sodbrennen.Womit ich wieder beim Thema Speiseröhrenkrebs landete,was mir auch wieder völlig die Sinne raubte.Mittlerweile hatte ich durch all das auch schon 5kg abgenommen.Mein Umfeld teilte mir immer wieder mit,wie schlecht ich aussah.Jetzt kamen auch noch neurodermitische Ausschläge am Auge und Hand zu,die sich hartnäckig hielten.
Wegen den Schluckproblemen schickte mich mein Hausarzt,der mich lange in die psychosomatische Schublade geschoben hatte,zum Röntgen-Breischluck.
Hier wurde kein Reflux oder ähnliches festgestellt,sondern "nur" wie der Röntgen-Arzt mir mitteilte,eine winzig kleine Ausstülpung in meiner Speiseröhre,die "nicht behandelt werden müsste und sollte"....
...eine Woche später fand ich einen 3 seiten langen Brief auf dem Tisch meiner Wohnung,in dem mir meine Freundin mitteilte dass sie mich nicht mehr weiss ob sie mich liebt und dass sich alles so geändert hätte seit wir zusammen wohnen.
Das Loch in das ich stürzte war so tief,ich fiel ins Bodenlose...das Sodbrennen wurde immer schlimmer,ich konnte kaum mehr aus meinen Augen schauen vor Neurodermitis...sah aus wie ein Monster. Dann bekam ich auch noch wahnsinnige Schmerzen im Backenzahn,in der Nähe meiner berüchtigten Blase. In ein paar Notfallsitzungen wurde mein Zahn wurzelbehandelt...und siehe da...mein Bläschen bildete sich zurück.Es hätte sich wohl um eine entzündete Zahnfleischtasche oder ein Reizfibrom gehalten was durch eine Zahnwurzelentzündung noch verstärkt wurde.Somit liessen die Beschwerden zumindest in diesem Bereich etwas nach,
Dann hatte ich 14 Tage Urlaub ...in diesen 14 Tagen beschlossen meine Freundin und ich eine Woche Mallorca zu buchen um auf andere Gedanken zu kommen.
Und siehe da....ich flog mit Neurodermitis am Auge,einer starken Erkältung und meinen ganzen anderen Beschwerden in den Urlaub..und während des Aufenthaltes schienen sich sämtliche Verspannungen zu lösen.Die Neurodermitis ging zurück,das Sodbrennen ging zurück,die Schluckbeschwerden besserten sich,das Essen schmeckte wieder...kurz ich blühte wieder ein bisschen auf.
Als ich dann zurück kam erlitt ich was die Neurodermitis betraf nochmal einen schweren Rückfall,als ich dann im Job an einen Standort versetzt wurde an dem ich mich wohler fühlte ging es mir allerdings wieder etwas besser.
In meiner Beziehung sah es leider immer noch nicht gut aus,auch der gemeinsame Urlaub schien wenig ausgerichtet zu haben,was die Liebe meiner Kleinen zu mir betraf.So versuchte ich mich seelisch ein bisschen darauf einzustellen irgendwann Single zu werden.Und in den Folgemonaten ging es mir wirklich zunehmend besser, das Essen klappte wieder besser (auch wenn die Schluckbeschwerden hin und wieder zu merken waren,aber ich habe sie nunmal immer im Hinterkopf und ich kann nicht sagen,wie es früher war.Ob sie da vielleicht auch schon da waren und ich sie einfach als normal akzeptiert habe) ich nahm wieder 5 kg zu,die Neurodermitis am Auge ging zurück,ich sah wieder gesünder aus,versuchte mich mit Sauna und Entspannungsmusik runterzuholen,was teilweise ganz gut klappte.Dann kam die Weihnachtszeit,die sowieso immer etwas Positives in mir auslöst,die ich dann noch im gemütlichen Stil mit meiner Freundin verbrachte.
Fürs neue Jahr hoffte ich dann einfach nur das Beste,um nicht nochmal ein Jahr wie 2010 zu erleben.In der 1.Januar-Woche wurde ich allerdings schon wieder etwas rückfällig,was das Krankheiten googlen betrifft.Wieder blieb ich beim Speiseröhrenkrebs hängen,mein Sodbrennen war wieder da,zu meinen Schluckbeschwerden gesellte sich jetzt auch noch ein Brennen im Oberbauch nach dem Schlucken der Nahrung.Auch im Brustbein-Bereich brannte es ziemlich,das Sodbrennen wurde auch wieder massiver.

Dann kam der letzte Freitag, der 14.Januar 2011....an diesem Tag verlor ich innerhalb von 24 Stunden zuerst meinen Job aus betriebswirtschaftlichen Gründen...und dann weil es noch nicht genug ist,kam ich am selben Abend auch noch meiner Freundin auf die Schliche,dass sie schon parallel was mit nem anderen Kerl laufen hat.Am selben Abend zog sie noch aus...somit habe ich innerhalb von 24 Stunden ALLES verloren was mir etwas bedeutet...keine Arbeit und keine Frau mehr !
Innerhalb von Stunden ging meine Gesundheit rapide in den Keller...seit Freitag steigern sich meine Symptome massiv.
Ich habe übelstes Sodbrennen (allerdings meist ohne dass Nahrung hochkommt,es kommt einfach nur brennende Luft hoch die alles zusammen zieht), dauernd muss ich nervös rülpsen was auch schon im Brustbein wehtut,die Nahrung rutscht nicht runter und tut weh im Hals..teilweise weiss ich gar nicht wie ich kauen muss um zu schlucken.Kriege dann einen regelrechten Nahrungsstau im Mund.Vorgestern Abend hatte ich im Bett einen Panikanfall,ich hatte das Gefühl ich kann gar nicht mehr schlucken,das war schmerzfrei aber ich hatte das Gefühl es geht nicht mehr.Eine Sekunde später gings dann wieder.Dazu knackt und knirscht es im Hals,Nacken,Brustkorb und Wirbelsäule...manchmal fühlen sich die Schluckbeschwerden auch gar nicht an als wenn was steckenbleibt sondern mehr als ob alle Muskeln und Nerven verspannt und gereizt sind und die Nahrung nicht runterlassen wollen.Ein anderes Mal brennt es dann wieder im Bauch oder in der Brust.
Auf der einen Seite weiss man,dass man massivem fast schon unmenschlichen Stress ausgesetzt ist / war und dass es wohl die Psyche ist,auf der anderen Seite kommt die massive Panik schwer krank zu sein was alles noch schlimmer macht.
Ich habe wirklich gehofft den Teufelskreis durchbrochen zu haben,nachdem es mir wieder relativ gut ging...aber nun dieser schwerr Rückschlag mit den Schicksalsschlägen und alles ist so schlimm wie vorher.
Nun bin ich auch noch allein und habe niemanden mehr,der mich von all meinen Symptome ablenken kann...ich weiss im Moment wirklich nicht weiter und sehe derzeit keine Mittel und Wege den Teufelskreis erneut durchbrechen zu können.....

Ich hoffe irgendjemand hat bis hierhin durchgehalten und kann mir helfen....ich würde mich sehr darüber freuen und es tat saugut diesen ganzen Mist einfach mal aufzuschreiben.

Ich danke euch schonmal für eure Hilfe

Euer Schnitzel80

#80


A


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Dr. Hans Morschitzky
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