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Nick21
Mitglied

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Hallo Zusammen,

nach mehreren Versuchen verschiedene Medikamente einzuschleichen ohne Erfolg hat meine Psychiaterin gesagt wir versuchen es mal ohne Medis und wenn es nicht klappen sollte versuchen wir Escitalopram.

Hab gerade mega Angst das ich das nicht packe und bin mega nervös.

Sicher ich habe das Sertralin überhaupt nicht vertragen und die Nervosität und Unruhe kann auch noch davon kommen.

Boar schieb ich gerade Panik das ist irgendwie ein Gefühl nach 10 Jahren die Kontrolle abzugeben und ins Ungewisse aufzubrechen.

05.01.2026 #1


6 Antworten ↓


Lingu
Das packst du!
Ich bin auch komplett Medi-frei und hab bisher vieles selbst irgendwie überlebt und überwunden.

Heute wurden mir wegen meiner Schlafstörungen (Fragmentierter Schlaf seit über 7 Wochen) Schlaftabletten vom Hausarzt angeboten, sollen aber Abhängig machen, daher habe ich sie dankend abgelehnt.
Ich versuche es lieber wieder so hin zu bekommen.

Zitat von Nick21:
Hab gerade mega Angst das ich das nicht packe und bin mega nervös.

Genau solche Gedanken sind unproduktiv. Denk positiv und glaub fest daran, dass auch wieder ändern zu können.
Es wird normaler sobald man sich nicht mehr drauf so fixiert.

Ich werde es auch ohne Medis schaffen. Ich bin mega nervös, aber das darf ich auch sein!

Zitat von Nick21:
Boar schieb ich gerade Panik das ist irgendwie ein Gefühl nach 10 Jahren die Kontrolle abzugeben und ins Ungewisse aufzubrechen.

Du hast immer noch die Kontrolle.
Vielleicht fühlt es sich gerade so an, als hättest du sie verloren – aber sie ist noch da.
Vielleicht kannst du sie im Moment nicht richtig erkennen oder sehen,
aber sie gehört immer noch dir.
Die Tabletten waren eine Unterstützung, nicht du selbst und nicht das, was dich ausmacht.
Sie hatten dich nicht unter Kontrolle – du hattest sie unter Kontrolle.

Und genau deshalb glaube ich,
dass du Schritt für Schritt auch ohne sie einen Weg finden kannst.

#2


A


Versuch ohne Medikamente klarzukommen

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N
Zitat von Lingu:
Das packst du! Ich bin auch komplett Medi-frei und hab bisher vieles selbst irgendwie überlebt und überwunden. Heute wurden mir wegen meiner ...

Hatte aber schon mit Medis Probleme, sitze gerade den ganzen Nachmittag mega depressiv auf der Couch und kann nur noch heulen....

#3


Lingu
Zitat von Nick21:
Hatte aber schon mit Medis Probleme, sitze gerade den ganzen Nachmittag mega depressiv auf der Couch und kann nur noch heulen....

Ich kenne diese Momente und bin selbst Jahre da drin gefangen gewesen. Heute immer noch, wenn ich nicht aktiv dagegen an gehe. Oder sagen wir, nicht dagegen - sondern es versuchen zu akzeptieren. Etwas finden, was entspannt und die Gedanken abschwächt. Such dir Möglichkeiten, Hilfen, kleine positive Dinge die deiner Seele gut tun. Versuche nicht nur auf der Couch rum zu sitzen und denke an Negatives die dich erstarren lassen.

Du musst dich jetzt nicht zwingen, etwas richtig zu machen oder an irgendetwas zu glauben.
Vielleicht hilft es, dir selbst nur einen ganz kleinen Moment zu geben, der dir ein bisschen gut tut – auch wenn es sich schwer anfühlt, überhaupt anzufangen.

Diese besseren Tage verschwinden nicht für immer – sie kommen wieder, auch wenn man sie gerade nicht sehen kann.

Wenn es für dich möglich ist, versuch nicht, dich in den Gedanken um Kontrolle und die Medikamente zu verlieren.
Manchmal reicht es, irgendetwas Kleines für die Seele zu tun – ohne Ziel, ohne Erwartung. Das nimmt den Druck weg.
Vielleicht Musik anmachen, ein bisschen bewegen, an etwas Vertrautes denken oder einfach kurz durchatmen.

Und vergiss nicht: Es gibt immer irgendwo ein Stückchen Sicherheit oder Erleichterung, die muss man nur finden.
Deine Psychiaterin hat dir mit Escitalopram noch eine Möglichkeit in der Hinterhand gelassen.
Allein das zu wissen darf dir ein kleines bisschen Sicherheit geben.

Du bist nicht allein!

x 1 #4


F
Antidepressiva werden bei Depressionen einfach überbewertet.
Ich hab inzwischen schon ein halbes Dutzend ausprobiert und komme immer wieder zu der Entscheidung das es ohne besser läuft.
Mit Antidepressiva bist du wie ferngesteuert was extrem belastend sein kann.
Die Dinger heilen auch nix sondern geben dir bestenfalls einen kleinen Schubs wieder aktiver zu werden.

Entscheidend ist ein strukturierter Tagesablauf und den zaubern dir auch keine Antidepressiva hin!
Feste Essenszeiten,ausreichend Bewegung und möglichst nicht mehr als 6 bis 8 Stunden Schlaf.
Wie du dir das zurechtbastelst bleibt dir überlassen.
Das was Psychologen sagen ist für viele einfach nicht umsetzbar und dann bastelst du dir einfach deinen eigenen Tagesablauf.
Kein Arzt kann dir vorschreiben wie du zu leben und was du wann zu tun hast!
So etwas baut nur unnötigen Druck auf der bei Drpressionen pures Gift ist.
Wenn du jammerst und nicht vom Sofa kommst liegt das nicht an den fehlenden Tabletten sondern an deiner Einstellung.
Ich hab auch praktisch jeden Tag einen Durchhänger,aber das hält mich nicht davon ab irgendwas zu machen.

#5


N
Zitat von Faultier:
Antidepressiva werden bei Depressionen einfach überbewertet. Ich hab inzwischen schon ein halbes Dutzend ausprobiert und komme immer wieder zu der ...

Bei Traumata auch?

#6


N
Zitat von Faultier:
Antidepressiva werden bei Depressionen einfach überbewertet. Ich hab inzwischen schon ein halbes Dutzend ausprobiert und komme immer wieder zu der ...

Ach ja und was du sagst ist alles richtig und auch wichtig! Aber es gibt halt Momente da wird alles zu viel, das heist nicht das ich da jetzt die nächsten Monate sitze.

#7





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