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A

Alina2245
Mitglied

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32
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641
Mitglied seit:
Hey,

momentan wie bereits erwähnt geht es mir nicht gut. Ich hatte das damals auch als es mir psychisch nicht gut ging das sich alles so unrealistisch angefühlt hat und ich mich manchmal gefragt habe ob ich wirklich lebe. Das habe ich momentan auch wieder auch die Angst oh Gott jetzt bist du in einer Psychose. Aber ich weiß das die Menschen die eine Psychose haben sich das gar nicht fragen können. Meine Frage ist wird das jetzt gerade durch den ganzen Stress ausgelöst weil ich auch nicht zur Ruhe komme? Und verschwindet das wieder? Ich find das ganz schön unangenehm.

02.08.2022 x 2 #1


172 Antworten ↓
F

Flame
Gast

Experte in eigener Sache zu werden ist wirklich gut und Wissen ist in diesem Zusammenhang tatsächlich Macht bzw. es geht darum,heraus zu finden,warum Zwangsgedanken auftreten und es einem häufig schlecht geht.

Und wie man dann gegensteuern kann.

Derealisation/Zwangsgedanken/innere Leere weisen darauf hin,dass man etwas verändern kann um das eigene Wohlbefinden wieder her zu stellen.

Der schwerste Schritt ist das Eingeständnis,dass was nicht stimmt und man nicht mehr so "funktioniert" wie üblich und das macht jedem Menschen zunächst grosse Angst.

Die erste Erkenntnis ist,dass es nicht nur um´s Funktionieren geht sondern um längst verloren gegangene Lebensqualität.

Das ist eine wichtige Erkenntnis zu spüren,dass man eigentlich nurnoch funktioniert hat.
Mich hat das sehr traurig gemacht.

Ich musste viel weinen auch unkontrolliert und wusste zunächst nichtmal warum,es kam einfach so "raus geschossen".

Die Seele/Psyche reagiert da schon sehr gesund und setzt Schutzmechanismen ein ,die man allerdings nicht haben möchte,weil es einen daran hindert,so weiter zu machen wie vorher.

Und dann fragt man sich: wie soll es weiter gehen,wie lange dauert das und werd ich wieder die Alte?

Häufig hat/zeigt auch das Umfeld wenig Verständnis,wodurch man sich (unbewusst) noch mehr dazu antreibt weiter zu funktionieren.
Hinzu kommen Scham und Schuldgefühle weil man den Alltag nicht mehr so bewältigen kann wie früher.

Die innere Verzweiflung wächst und an dieser Stelle ist geraten,sich Hilfe zu holen.

Erste Anlaufstelle: der Hausarzt,erst einmal ganz offen beschreiben,wie es einem geht.
Man kann sich medikamentös helfen lassen bei einem Psychiater,es gibt stabilisierende Medikamente.
Inzwischen verschreiben auch schon einige Hausärzte (zumindest übergangsweise) Psychopharmaka zur Erststabilisierung.

Parallel eine ambulante Verhaltenstherapie anstreben.
Man lernt dort andere (hilfreichere) Denk- und Verhaltensansätze.

Das geht alles nicht von heute auf morgen,es gibt Wartezeiten und man kommt nicht umhin,sich mit sich selbst und der eigenen Hilflosigkeit zu konfrontieren.

Mir persönlich hat geholfen,offen mit meinem Mann zu sprechen.
Ihm zu sagen,wie es mir geht und welche Ängste ich habe,das kann schon sehr entlastend sein.
Ich habe ihm auch meine ZG´s mitgeteilt,was schon eine riesen Überwindung war.
Jeder,der ZG´s hatte oder hat weiss,wie krass die sein können.

Aber nachdem ich sie ihm "gebeichtet" hatte,sie quasi "draussen" waren,haben sie ihre Macht verloren.
Dieser innere Druck,die Gedanken in sich behalten zu müssen war dann weg.

Ab und zu "melden" sich wieder ZG´s aber die kann ich inzwischen im Keim ersticken.
Weil sie mir lediglich signalisieren,dass ich inneren Stress haben und dann kann ich darauf reagieren.

11.07.2022 09:39 • x 1 #110


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Verschwindet eine Derealisation wieder

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E

Ex-Mitglied
Gast

Zitat von Alina2245:
. Dann habe ich auch noch gelesen das suizidale Zwangsgedanken akut sind und die gefährlichsten sind was es nicht besser macht

Wo?
Zitat von Alina2245:
Bin ich gefährdet? Ich hoffe nicht.

Ich denke weniger, weil:
Zitat von Alina2245:
ich habe keinen Todeswunsch oder das Bedürfnis dazu das kann ich ganz klar sagen! Ich möchte ja leben. Nur

Deswegen .

Ich hatte auch mal richtig üble Suizid zwangsgedanken. Ist ,glaube ich, sogar mein erster Beitrag damals im forum gewesen. Allerdings hatte ich auch mal echte Suizid Gedanken, kenne da was den Unterschied. Bei zwangsgedanken ( zg ) denkt man quasi gegen seine Moral. Ich zb hatte auch mal welche ,wo ich Angst hatte ,meiner Katze was anzutun. Himmel , ich vergöttere dieses Tier, gehe hauptsächlich arbeiten ,damit sie ein gutes Leben hat ^^ und rette Hummeln und Bienen, heule fast ,weil sie sterben . Bin also eher ned so der Tier Mörder. Trotzdem hatte ich einen zg ,dass ich sie umbringen " wollte " . Habe ich natürlich nicht, sie frisst mir weiterhin die Haare vom Kopf und piepst mich an .
Weil es eben so gegen meine Moral ist, konnte sich dieser Gedanke so einnisten . Ähnlich wie suizidale zgs .
Bei echten Suizid Gedanken willst du sterben. Es erscheint verlockend ,dem ganzen ein Ende zu setzten . Es ist DIE Lösung für alle Probleme.

Erkennst du den unterschied?
Bei zgs : oh gott, nein ,was denke ich hier nur ? Ich will das doch gar nicht.
Bei Suizid Gedanken: joa , klingt gut . Jetzt mal überlegen, wann und wie. Endlich hat die Qual ein Ende.

Also ,lange Rede, kein Sinn: du hast nur Gedanken, die eigentlich genauso viel Wert haben wie : welche Socken trage ich heute. Oder warum Bananen diese ekligen Fäden haben. Nämlich null.
Nix gefährliches , beängstigend wenn man den Quatsch noch nicht kennt , alles gut . Hat mir damals sogar ein Psychologe versichert .

10.07.2022 12:15 • x 1 #53


Zum Beitrag im Thema ↓


E
@Alina2245

Hey !

Dazu kann ich dir nur sagen "JA" das vergeht wieder . Und ja , es ist mehr als nur unangenehm . Ich wusste ja bis vor ein paar Momenten garnicht , was das ist und warum es sich so etwas entwickelt . Aber eins weiß ich jetzt , es ist eine Derealisation und sie verschwindet wieder , wenn sie deine Psyche wieder etwas beruhigt hat . Bei mir ist es vollständig weg gegangen und ich wünsche mir , dass es nie wieder kommt .

x 4 #2


A
@Beebi danke dir ! Das beruhigt mich etwas. Aber sowas ist doch auch nicht gefährlich oder? Habe Angst meinen Verstand dadurch zu verlieren

x 2 #3


E
@Alina2245

Nein ! Denke nicht , dass so etwas gefährlich ist . Es zeigt einem halt wirklich , dass deine Psyche wohl gerade wirklich am Ende ist . So war es zumindest bei mir . Ich habe das über Monate gehabt und dachte , es würde nie wieder verschwinden , aber es ist seit wenigen Wochen , weg .

x 1 #4


Tabe77
🔁 Video geteilt von Tabe77:

x 4 #5


Tabe77
Vielleicht hilft dir das

x 1 #6


S
Ja, sie verschwindet aber erst, wenn es Dir besser geht.

Nehme sie an, ich weiß, es ist ziemlich blöd, sich die ganze Zeit wie im Traum und unecht zu fühlen Mund das anzunehmen.

Etwas gelindert hat es, wenn ich kalt und heiss geduscht habe.

Sie kann genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen ist.

Ich habe sie immer über Monate. Solange muss das aber nicht dauern, ich möchte Dir keine Angst machen.

Und auch wenn man sowas von neben sich ist und denkt, man wird verrückt, es bleibt kein Schaden zurück.

Ich drücke Dir die Daumen, dass es bald vorbeigeht.

x 4 #7


WonderWoman86
Hey ich hatte das auch aber es irgendwie damals ganz angenehm gefunden, ich wollte teilweise auch einfach nicht mehr alles fühlen/ erleben. Die Derealisation ist ja eine Art Schutzschild deiner Psyche. Auch nach einem schlimmen Unfall zB kann es sein, dass man derealisiert und sogar Blackouts hat(keine Angst, bei Panik gibt es die nicht , "nur" Derealisation/Depersonalisation.)

#8


WonderWoman86
Portugal hat Recht: Heißkalt Duschen hilft, genauso wie rausgehen & Sport, Meditation, Yoga... Alles was dich entspannt 🙂

#9


S
@Tabe77 Danke für das Video. Sehr interessant!
Ich wusste nicht, dass Atmung damit in Verbindung steht.

Meine Physiotherapeutin hat mich drauf aufmerksam gemacht, dass ich den Atem teilweise anhalte, wenn ich mich konzentriere.

Danke nochmal!

x 3 #10


A
Wow, danke für eure Hilfe ! Kennt sich auch jemand so gut mit Zwangsgedanken aus?😂 meine Therapeutin ist jetzt 4 Wochen nicht da und mich nimmt das sehr mit.

x 1 #11


A
@portugal ich kann mir nicht vorstellen das Meditieren generell gegen Ängste und Depressionen hilft.

x 1 #12


E
Zitat von Alina2245:
@portugal ich kann mir nicht vorstellen das Meditieren generell gegen Ängste und Depressionen hilft.

Hast du es denn schon mal ausprobiert? Es gibt Studien, die belegen , dass Meditation einen Nutzen bei Angst hat.

https://psylex.de/stoerung/angst/therapie/meditation/

x 2 #13


S
@Alina2245 hab ich was über Meditieren geschrieben? #confused.com

#14


A
@portugal stimmt hast du nicht dann war es jemand anderes

#15


A
@kleinpübbels noch nicht wirklich, hast du Erfahrung damit?

#16


E
Zitat von Alina2245:
@kleinpübbels noch nicht wirklich, hast du Erfahrung damit?

Ja und noch 2 andere aus meinem Umfeld. Alle haben gute Erfahrungen damit gemacht.

x 2 #17

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A
@kleinpübbels dann muss ich das mal ausprobieren. Braucht das Übung oder funktioniert es sofort?

#18


E
Was meinst du ,funktioniert sofort ? Eine Wirkung wirst du erst nach mehreren Meditationen merken. Wie bei allem. Nichts wirkt sofort. Ansonsten empfehle ich gerne mal sich im Netz über Meditation einzulesen zwinkern

x 2 #19


WonderWoman86
Hallo Alina,
ja ich kenne Zwangsgedanken, habe hier und da noch aggressive gegen mich & andere, das ich mich verletze, jemand aus dem Fenster stoße etc. besonders wenn ich Stress habe oder emotional nicht im reinen bin (Ärger runterschlucken zB)
Gut hilft so blöd das klingt, Nicht über den Gedanken nachgrübeln und ihn einfach vorbeiziehen lassen bzw den Gedanken stark verlangsamt (wie in Zeitlupe) ganz bewusst nocheinmal denken. Klingt schlimm, ist es aber nicht! Was uns am meisten erschreckt an ZGs ist der Inhalt aber auch das schnelle "Aufblitzen" im Kopf. Langsame Bilder sind unserem Verstand viel zu öde um sich dauerhaft damit zu beschäftigen.
GLG!

#20


A


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Dr. Christina Wiesemann
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