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Gin

Gin

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Für alle die nicht wissen, worum es hierbei geht; Hier ist ein Link, ders ganz gut erklärt

http://www.wissen-gesundheit.de/Aktuell ... rittmacher

Und dann kommt natürlich mal wieder unser deutscher, übervorsichtiger Rechtsstaat mit seinen hohen Anforderungen, die man zu erfüllen hat ergo einen unendlich langen elenden Leidensweg der das Leben nicht mehr lebenswert macht für einen völlig zu Boden gestürzten Angstpatienten der keine Kraft mehr hat, zu atmen

Zitat:
Der Patient muss austherapiert sein, alle anderen therapeutischen Möglichkeiten müssen ausgeschöpft sein.
Es muss mindestens ein, besser zwei, stationäre Heilversuch gegeben haben.
Es muss eine ambulante Therapie versucht worden sein.
Es müssen ausreichend medikamentöse Versuche erfolgt sein, was bedeutet 2 bis 3 verschiedene Medikamente über einen ausreichend langen Zeitraum (Minimum 3 Monate) und eine Kombination von zwei Medikamenten.
Die Erkrankung muss schwerwiegend sein, entsprechend einem YBOCS-Wert von etwa 30.
Es sollten keine suizidalen Gedanken vorliegen


Ich finde das eine große Schweinerei und beneide mal wieder die anderen Länder, bei denen alles lockerer zugeht.
Deutschland macht mich oft echt krank...

Wie dem auch sei... Keiner von uns wird wohl je diese riesen Liste an Kriterien erfüllen können, aber was haltet ihr allgemein davon?
Wenn ihr die Option hättet (vielleicht wird es eines Tages einfacher sein, sich dieser durchaus etwas gefährlichen OP unterziehen zu können, ohne die ganze Liste abarbeiten und als total emotional toter Wurm dort antanzen zu müssen) würdet ihr es machen lassen?
Dieses kleine Plättchen im Hirn, welches man von außen selbst bedienen kann, schaltet die Angst komplett aus

Es gibt natürlich auch Nebenwirkungen bei manchen Menschen wie Aggressivität, aber mehr dramatisches sah ich diesbezüglich nicht.

Für mich klingt das durchaus traumhaft, aber es hat auch seine Tücken.
Mal davon abgesehen, dass man diese lächerlichen Kriterien erfüllen muss...

Ich find es halt immer amüsant wie sehr sich unser Gesundheitssystem über alles aufregt, sobald man entscheidet an sich Eingriffe vornehmen zu lassen, da man ja selbst über sich entscheiden kann, sind ja unsere Körper - aber das is ja alles immer so schrecklich und aaaah - aber wenn Frauen sich die Brüste vergrößern lassen wollen, oder sich die Knochen irgendwo rausnehmen und wieder ins Bein machen lassen um 'nen paar Zentimeter größer zu werden, wird das sofort ohne Wenn und Aber gemacht obwohl das genau dasselbe ist, ein Eingriff am Körper zum eigenen Wohlfühlen.

27.04.2016 23:10 • 10.10.2019 #1


10 Antworten ↓


Vergissmeinicht

Vergissmeinicht


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Liebe Gin,

ich habe davon schon gehört. Trotz allen Leidens; ich würde es nicht machen lassen. Blickt man erstmal hinter die Angst erkennt man, das sie letztlich einem hilft, das Leben zu führen, was man eigentlich will und wie man wirklich ist ohne sich verbiegen zu müssen. Trotz allem Erlebten gab es auch sehr viele positive Erfahrungen; tolle Menschen, denen ich begegnete und vieles mehr.

27.04.2016 23:16 • x 1 #2


Gin

Gin


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Ich würde so einen Eingriff auch erst machen lassen, wenn er besser erforscht und sicher wäre. Im Moment stochern die Ärzte ja noch. Aber sollte es je schnell, einfach und sicher gehen, dann würde ich es tun lassen, sollte ich bis dahin immer noch krank sein. Im Moment geht es mir eigentlich wieder ganz gut. Diese Methode is ja auch eher was für Angstpatienten die austherapiert sind, nicht so wie wir.

27.04.2016 23:19 • #3


Vergissmeinicht

Vergissmeinicht


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Liebe Gin,

ja, hatte die "Bedingungen" gelesen.

Dir eine gute Nacht

27.04.2016 23:21 • #4


Gin

Gin


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Die Anführungszeichen "" passen perfekt zur Lächerlichkeit der Bedingungen die man erfüllen muss xD
Schlimm wa?
Schönen Tag wünsch ich dir
Ich geh jetz meine Oma im KH besuchen

28.04.2016 11:02 • #5


Worrylein60

Worrylein60


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Warum nicht? mal eben schnell eine Gehirnoperation gegen Angst. Kleines Loch in den Schädel gebohrt, Elektrode d`ran und die Angst ist weg. Aber vielleicht kann man sowas bald schnell mal in Polen erledigen lassen, wie eine Brustvergrößerung. Und macht ja auch nichts, wenn man dann vielleicht aggressiv wird, vielleicht fängt man auch beim Essen an zu schlabbern, weil man den Löffel nicht mehr halten kann, Hauptsache die Angst ist -flusch- einfach weg.

Meiner Meinung nach ein Horrorszenario aus dem tiefsten Mittelalter.

Und sehr gut, daß diese Bedingungen alle erfüllt sein müssen, wenn überhaupt in Erwägung gezogen werden soll, da im Hirn rumzustochern.

Mir würde es noch mehr Angst einjagen, zu wissen, da ist ein Kabel in meinem Hirn, welches da manipuliert, noch mehr Angst, als ich je im Leben während meiner Angsterkrankung hatte. Und dieses Mal mit Recht.

Im Großen und Ganzen schließe ich mich hier Vergissmeinnicht an - die Angst, so schlimm und übel sie auch sein mag, hat ihren Sinn. Die Seele kann nicht reden, sie hat nur ein einziges Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen, welches man nicht überhören kann, und das ist eben Angst.

Da heißt es Aufarbeiten, Verarbeiten, u.U. Ändern und Loslassen, um Angst loszuwerden. Angst entsteht durch Gedanken, und diese Gedanken, die die Angst letztendlich erzeugen, wird auch ein Hirnschrittmacher nicht unterbinden können. Er kann nur die Verbindungen im Hirn "kappen", so es denn gelingt. Er kann aber einer unglücklich verheirateten Frau, deren Kinder ihr entfremdet sind und die ihren Job haßt, keinen Traummann ins Leben schicken, keine liebevollen Kinder und ihr auch nicht die Arbeit verschaffen, die sie befriedigen würde.

Und darin liegt meines Erachtens das Grundproblem. Die Frau macht so weiter, "vertut" ihr Leben Tag um Tag, Stunde um Stunde weiter, ohne es ggf. zu ändern. Was nützt "keine Angst" wenn es für diese Frau dennoch immer so weitergeht?

30.04.2016 17:43 • x 3 #6


Vergissmeinicht

Vergissmeinicht


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Sehr gut geschrieben Worry

30.04.2016 17:45 • #7


Nasdaq

Nasdaq


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Ob dich die Nachricht nach 2 Jahren noch erreicht ?

Nun , ich habe die THS machen lassen, eben bei jenem genannten Professor Sturm, als einer der ersten.

Bei mir waren es Zwangsstörungen.

Heute bin ich zwangsfrei - und betreibe eine eigene Webseite zu dem Thema.

Was die Voraussetzungen angeht, dneke ich nicht das die sonderlich hoch sind.

2 Therapien , 2 Medikamente und ein ausreichend hoher Leidensdruck - das erreciehn viele von uns mit einer " Pobacke "

Es soll ja auch kein Ersatz für die konventionelle Therapie sein.

Weder dies noch das, was manch andere hier darin sehen. Einen Rückfall in da tiefste Mittelalter.

Im Ggenteil: E sist tecnologie auf höchstem Niveau.

Laut einer Studie der Universitätsklinik Köln gab es bei über 1.200 Eingriffen keine Komplikationen.

Die tHS hat ihr Haupteinsatzgebiet bei den Erkrankungen Parkinson, Tremor, Tourette, Zwängen ( kassenzugelassen ), sowie als Heilversuche in Bereichen wie Suchtabhängigkeiten, Magersucht und Autismus, im Experimentalstadium bei Alzheimer.

Rein operationstechnisch hat man bisher rund 140.000 Operationen durchgeführt, der überwiegende Teil bei Parkinson, was rein von der OP - Technik bedeutet, das hier doch eine beträchtliche ERfahrung vorhandne ist.

Im psychischen Berecih siond es einige 100 in Deutchland an insgesamt 5 Zentren.

Bis dato - ich betreibe eine eigene Webseite zu dem Thema - hat es bei den psychischen Indikationen noch nie eien operationstehcnische Komplikation an dne deutschen Kliniken gegeben.

Was da an Ängsten umtreibt ist die gefürchttete Hirnblutung.

Die gab es bei einer Metastudie über 5 Zentren bei 0,4 % der Pteineten, da jedoch ( ebenfalls eine Studie von Professor turm ) ausschließlich bei Prkinson - Patienten über 80 Jhre.

Hier ist der Zusammenhang der das die Gefässe nicht mehr ausreichend elastisch sind.

Was mich deutlich mehr aufregt sind Kommentare wie der " Rückfall ins Mittelalter " - wenn damit die LObotomien gemeint sind, dann sei daruf hinewisen, das hier KEIN Gewebe zerstört wird und ie OP reversibel ist.

Ebenso, das man einen Unterschied zwischen psychischer Erkrankung und physischer macht:

Obleich es sich bei Parkinson um ein " nahe " leigende Zielgebiet handelt, wird es dort deutlich mehr akzeptiert als bei den psychischen Erkrankungen.

Ich denke, die Zeiten, in denen man das Gehirn als " Black Box " ansieht , als Sitz der Seele, an die man nicht tasten darf, sollten doch allmählich vorbei sein.

Warum verschreiben dann eigentich jene, die das offenbar vielfach so sehen, Psychopharmaka, sitzt in den fällen das Gehirn an anderer Stelle ?


Ich weiß nicht, ob man hier auf die eigene Webseite verlinen darf, daher lasse ich es leiber und bitte die , die weitere Infromationen wünschen mir eine Nahcricht zu senden.

Es handelt sich übrigens um eine Patientenwebseite, also von Betroffenen für Betroffene , un dnicht die Werbung oder sonstiges einer Klinik.

Der erfordelich YBOCS beträgt im Übrigen gemaäß der letzten Jahrestagung eher 26 und auch hier werden auch noch weitere Maßstäbe angelegt, so daß das keine " heilige " Grenze sein muß.

Alles Gute

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

18.07.2018 02:58 • #8


lazo12


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05.10.2019 11:06 • #9


Gennevilliers


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Kann man sich da einfach so anmelden dafür?

Gestern 21:41 • #10


lazo12


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Ich habe die Freiburger klinik per Mail angeschrieben. Dort mein Leidensweg geschildert und wurde zum Vorgespräch eingeladen

Heute 04:56 • #11



Dr. Christina Wiesemann


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