App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

57

B

bx300
Mitglied

Beiträge:
23
Themen:
2
Danke erhalten:
6
Mitglied seit:
Hallo zusammen,
ich habe mich hier angemeldet weil ich Euch um Rat bitte wegen der Angsstörung meiner Frau (Alter 65, keine weiteren Erkrankungen)

Ich glaube ich muß jetzt gar nicht detailliert das Krankheitsgeschehen schildern, hier nur kurz:.
Es handelt sich um eine nicht differenzierte Angsstörung die vor ca 5 Jahren auftrat, zuerst mit massiven Blutdruckattacken. Im Laufe der Zeit entstand eine Angsstörung die sich vor allem durch ein extrem unangenehmes und lähmendes Gefühl im Bauch zeigt. Es sind keinerlei Trigger feststellbar, das Ganze scheint komplett zufallsgesteuert, es gab Zeiten in den mal eine Woche Ruhe war und es gibt Zeiten an denen es täglich auftritt.

Wir haben eine lange Reise durch die Gesundheitsbranche hinter uns.
Psychiater, Endokrinologen, Heiler, Magnetbehandlung, Hypnose , Emdr, komplette Labordiagnostik und was weiß ich sonst noch alles. Viele Bücher gelesen und youtube geschaut, Meditation begonnen und beibehalten und viele Medikamente und Nahrungsergänzungen versucht zB Vitamin D, GABA, Mineralien, Opipram, CBD, Escitalopram, Venlafaxin, Pregabalin, Trazodon.
Begleitet von einer seit vielen Jahren gesunden Lebensweise, viel Bewegung, gesunder Bio-Ernährung, ohne Rauchen, guter Partnerschaft.
Es paßt eigentlich alles, wenn nicht dieses Angstproblem wäre. Möchte auch noch erwähnen, dass meine Frau sobald diese Angst weg ist wieder ganz die Alte ist, positiv, extrovertiert, lebenslustig, es ist definitiv keine Depression!

Aber: Das wirklich EINZIGE das hilft ist Lorazepam /Tavor, ihr genügt 1 mg (manchmal die Hälfte) und der Tag ist gerettet.
Alles andere scheint nutzlos

Aus diesem Grunde fragen wir uns, weil wir endlich nach einer pragmatischen Lösung suchen:
Macht es den keinen Sinn alle anderen Medikamete (Serotoninwiederaufnahmehemmer) wegzulassen und einfach bei Bedarf Tavor zu nehmen?
Wie suchtbildend ist Tavor wirklich?
Und ehrlich gesagt die Suchtbildung an sich wäre "wurscht" bei kleiner dauerhafter Dosis.
Die Frage ist aber, ergibt sich automatisch eine Dosissteigerung um weiter zu helfen? Dann geht natürlich der Ärger los!
Und wie könnte man die Suchtbildung reduzieren, evtl durch Abwechslung mit anderen Benzos?

Wir wären dankbar für echte Erfahrungsberichte mit Tavor, vielen Dank im Voraus.

31.05.2021 #1


97 Antworten ↓
P

Pauline333
Mitglied

Beiträge:
6336
Themen:
18
Danke erhalten:
6025
Mitglied seit:
Auch, wenn eure Entscheidung fest steht und ihr ja auch ausführlich über die gravierenden Nachteile einer Tavor-Dauermedikation im Bilde seit, noch eine Anmerkung: Ich bin auch "nur" Angstpatient, dennoch hilft mir ein SSRI, da es ausgleichend auf den Serotinhaushalt und damit balancierend wirkt. Platt gesagt: ein körperlich glücklicher und entspannter Mensch empfindet kaum bis keine Angst. Das ist der Mechanismus. Auch ich bin beim Einschleichen durch die Hölle gegangen. Mit Tavor hätte ich direkt Ruhe gehabt. Mir war aber wichtig, dass ich ein Mittel nehme, von dem ich wieder gut los komme und das meine Angst nicht ausschaltet, sondern auf die gleiche Weise wirkt, wie eine gesunde Lebensweise auf die Psyche.

Wenn ihr eventuell der Meinung seid, dass SSRI gar nicht helfen können, da deine Frau keine Depression hat, könnte ich mir gut vorstellen, dass so eine Einschleichphase noch weniger toleriert wird als bei Menschen, die der Wirkung neutral oder sogar positiv gegenüber eingestellt sind.

Wenn deine Frau tatsächlich am allerliebsten ein freies, möglichst medikamentenunabhängiges Leben führen möchte, sollte sie sich einer guten Klinik anvertrauen, die den Entzug mit ihr macht und gleichzeitig vernünftig und eng begleitet ein SSRI oder SNRI einschleicht.

Verfolgt ihr weiter den Tavorweg wird sie niemals frei sein und ihr immer in Angst leben müssen, ob bzw wo ihr das nächste Rezept bekommt.

31.05.2021 18:54 • x 1 #90


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Therapieresistente Angststörung - Tavor als Dauerlösung?

x 3


B

bx300
Mitglied

Beiträge:
23
Themen:
2
Danke erhalten:
6
Mitglied seit:
Hallo zusammen,
ich möchte mal kurz berichten wie es sich entwickelt hat.
Wer wissen will, um was es geht, soll bitte das Eingangsposting lesen:

https://www.psychic.de/forum/agoraphobie-panikattacken-f4/therapieresistente-angststoerung-tavor-als-dauerloesung-t107255.html

Nachdem der alte Psychiater seine private Praxis geschlossen hat, waren wir auf der Suche nach einem neuen mit Kassenzulassung, da wir uns das auf Dauer nicht leisten können.
Der Hausarzt hat einen vermittelt, junger Mann in Gemeinschaftspraxis.

Meine Frau hat ihn aufgesucht, es gab eine Mini Anamnese, er hat dann empfohlen das Venlafaxin von 75mg auf 225 zu erhöhen und in 3 Monaten wieder zu kommen:
Meine Frau hat langsam gesteigert, ihr ist das gar nicht bekommen und so hat sie nach ca 2 Wochen mal angerufen um sich zu beraten. Er hat empfohlen weiterzumachen. Nach nochmal 2 Wochen ging es ihr zunehmend schlechter und sie hat wieder angerufen und wurde dafür ziemlich angepflaumt, hat aber dann doch einen kurzfristigen Termin bekommen.
Um das Ganze möglichst effektiv zu gestalten haben wir ihn vorab per Mail informiert:


Hallo Herr x.,
ich möchte Ihnen ein paar Vorab-Infos zum Termin geben:
Insgesamt ist mein Zustand kein bißchen besser, sondern schlimmer als er je war.
Venlafaxin 150 mg habe ich gar nicht vertragen, zur Angstproblematik kamen auch noch enorme Nebenwirkungen des Venlafaxins dazu, starke Unruhe und Nervosität. Und hoher Blutdruck mit teilweise 180mmHg.
Daher gehe ich damit jetzt langsam wieder herunter und bin inzwischen auf 75 mg.

Im Grunde genommen mußte ich fast jeden Tag im Bett verbringen mit diesen unsäglichen Ängsten.
Außer an den Tagen mit 1 mg Lorazepam Einnahme. Diese sind dann wie früher, also nicht irgendwie besonders euphorisch, sondern einfach "normal".

Ich bin inzwischen davon überzeugt dass Venlafaxin als SNRI mir nicht hilft, aber auch die anderen SSRIs die ich eingenommen habe (Trazodon Escitalopram, Opipram, Fluoxetin) und auch Pregabalin sowie Pipamperon, halfen nicht.
Ich möchte inzwischen fast sicher sagen, das Antidepressiva mir nicht helfen.
Ist denn vielleicht der Grund, dass ich gar keine Depression habe, sondern "nur" eine Angsstörung. Zumindest ist das meine Empfindung.
Ich würde am Liebsten ganz aus Venlafaxin bzw Antidepressivas ausschleichen, da ich oft denke, das ist ein Teil des Problems. Ich würde gerne wissen, wie es eigentlich ist wieder ganz ohne Serotonin-Wiederaufnahmehemmer zu leben. Mir scheint es kann nicht schlimmer als jetzt sein.
Man liest von Menschen die jahrelang mit 1mg Lorazepam gut zurechtkommen, ohne Dosissteigerung, ohne Toleranzentwicklung.
Ich frage mich, wäre das bei mir auch so?
Aber natürlich habe ich vor einer Dosissteigerung Angst.
Um diese Gefahr zu minimieren habe ich mir was überlegt. Was halten Sie davon?:

>Ausschleichen des Venlafaxins und auch keine anderen Antidepressiva verwenden.
>Im Notfall Tavor verwenden und versuchen nur jeden 2. Tag 1 mg davon.

>Jetzt wäre halt gut, wenn man noch ein anderes Medikament hätte, das man in Abwechslung zum Tavor nehmen kann, um die Suchtbildung zu minimieren.
Evtl ein anderes Benzodiazepan, obwohl ich weiß, dass da große Ähnlichkeit besteht.
Ich habe über die Non-Benzodiazepane (Z-Drugs) gelesen und frage mich, ob man diese evtl auch mit einsetzen könnte?

Also alternierend womöglich so behandeln:
1 Tag Tavor, am nächsten Tag ein Non-Benzo, am nächsten Tag ein anderes Benzo. Und natürlich ganz aussetzen zwischendurch, immer wenn es geht. Und hoffen dass der Spuk irgendwann wieder vergeht.

Ich habe Berichte gelesen von Menschen, denen Ashwaganda, eine Wurzel, gut geholfen hat und auch die Einnahme von GABA (Aminobuttersäure). Ich probiere gerade beides aus, und nehme auch noch Vitamin D3.

Noch ein Medikament wird immer wieder erwähnt, da es angeblich nicht suchtbildend ist: Buspiron
Halten Sie davon etwas?

Da sich meine Angstsymptome hauptsächlich im Bauch bemerkbar machen, habe ich versucht herauszufinden, ob so etwas öfter vorkommt. In diesem Zusammenhang bin ich auf das Thema Vagusnervstimulation bei Angsterkrankungen gestoßen sowie auf evtl Zusammenhänge zwischen Panikattacken und Histaminunverträglichkeit.
Haben Sie davon vielleicht auch schon gehört?

Mit freundlichen Grüßen

xx
PS: Ich und mein Mann suchen halt nach einer Lösung, diese Schreiben soll Ihnen gegenüber nicht despektierlich sein.


[color=#000000]Leider hat er die Mail nicht gelesen, also hat er den mitgebrachten Ausdruck kurz überflogen, ohne auch nur auf einen Punkt einzugehen. Sein Vorschlag war auf Sertralin zu wechseln oder in eine Klinik zu gehen.
[/color]
[color=#000000]Wir (ich als Ehemann war mit in der Sprechstunde) haben versucht ein Gespräch aufzubauen und versucht zu fragen und zu argumentieren. Er ging auf nichts sein, für ihn gibt es als Lösung nur Antidepressiva oder eine Klinik, falls diese nicht helfen.
Im Laufe des Gesprächs sagt dann meine Frau sinngemäß folgenden Satz:
[/color]
[color=#000000]"Glauben Sie mir diese Ängste sind wirklich schlimm, das hält man nicht aus. Ich würde es Ihnen mal wünschen, damit Sie wissen wie das ist..."
Daraufhin ist etwas unglaubliches passiert:
Er behauptet, meine Frau wünsche ihm eine Angsterkrankung und er hat uns RAUSGESCHMISSEN!
Man stelle sich vor, ein Psychiater wirft einen hilfesuchenden Patienten aus der Praxis!

Und ich schwöre, (ohne es hier natürlich beweisen zu können), wir waren in keinster Weise agressiv oder unhöflich.
[/color]

[color=#000000]Gut, dann haben wir ein paar Tage auf einen entschuldigenden Anruf geartet, der aber nicht kam...[/color]


[color=#000000]So und jetzt steht meine Frau wieder ohne ärztliche Hilfe da.
Obwohl, sie konnten ja nie helfen.

Also helfen wir uns jetzt selbst:
Sie steigt aus dem Venlafaxin ganz langsam aus, da immer noch enorme Nebenwirkungen da sind. Ziel ist Null Einnahme.
Und seit ca 14 Tagen nimmt sie täglich am Morgen 1 mg Tavor und hat dadurch -meistens- ihr normales Leben zurück.
[/color]
[color=#000000]Wir denken das kann die Lösung sein, viele ähnliche Bericht von Angspatienten beschreiben das auch so, viele konnten nur durch Lorazepam/Tavor wieder herauskommen.
Ein Problem bleibt, wer verschreibt das Tavor, wo kann man es bekommen. Wenn jemand für dieses Problem eine Idee hat, gerne per privater Nachricht, Danke
[/color]

31.05.2021 15:58 • #88


Zum Beitrag im Thema ↓


laribum
Tavor sollte nur für ca. 7 Tage eingenommen werden da das suchtpotential wie bei allen benzos sehr hoch ist. Könnte durch aus sein das es nicht bei 0,5mg bleibt da der körper ja auch eine toleranz entwickelt. Gib menschen die das wie Streussel auf einem kuchen futtern.

x 1 #2


B
Danke für deine schnelle Antwort, aber aus meiner Beschreibung wirst du herauslesen dass uns das so bekannt ist. Wir haben uns sehr mit allem auseinandergesetzt.
Offizielle Empfehlungen unterscheiden sich sehr oft von dem was wirklich passiert.
Daher bitte ich Euch sehr keine Allgemeinplätze zu posten sondern nur Leute die echte Erfahrungen mit der beschriebenen Problematik mitteilen können, Danke

#3


Schlaflose
Hier keannst du einiges dazu finden:

medikamente-angst-panikattacken-f76/low-dose-abhaengigkeit-von-tavor-gibt-es-erfahrungen-t52783.html?hilit=Low%20dose%20abh%C3%A4ngigkeit%20tavor

x 1 #4


Sonja77
Hallo...also ich kann dir von einigen bekannten und verwandten erzählen die als dauermedikation das Tavor bekommen haben

Alle die ich persönlich kenne und die Tavor als tägliches medi nehmen,haben so ihren Alltag wieder erlangen können...und keiner musste bis heute seine Dosis erhöhen...alle nehmen es schon einige Jahre lang und es sind immer 1 mg bei den einten und 2 mg bei den anderen geblieben....

Oftmals ist eine Abhängigkeit besser als kein leben mehr zu haben...

Mein Schwiegervater nimmt seit Jahrzehnten Valium als dauermedi....musste die Dosis noch nie erhöhen und dank dem medi geht es ihm soweit gut...

In Deutschland so wie in der Schweiz werden Benzos extrem kritisch angesehen während sie in anderen EU Ländern problemlos als dauermedi gegeben werden und keiner der mir persönlich bekannt ist hatte jemals Probleme deswegen..

Auch hier im forum gibt es einige user die seit Jahren Tavor nehmen täglich,und die immernoch die gleiche Dosis wie am Anfang nehmen

Ich wünsche dir und deiner Frau alles gute

x 4 #5


petrus57
Ich nehme schon seit gut 5-6 Jahren 0,5 - 1 mg Tavor am Tag. Brauchte bisher selten mehr.

x 3 #6


E
Mal eine Frage an die, die tavor dauerhaft nehmen und keine Erhöhung der dosis brauchen : kann vielleicht der Placebo Effekt da eine Rolle spielen?
Frei nach dem Motto, ich nehme die Tablette und weiß sie hilft mir?
Das würde mich mal interessieren.
Denn bei mir merkte ich nach einer Woche, dass ich mehr brauche um was zu merken.

#7


Sonja77
Zitat von kleinpübbels:
Mal eine Frage an die, die tavor dauerhaft nehmen und keine Erhöhung der dosis brauchen : kann vielleicht der Placebo Effekt da eine Rolle spielen? Frei nach dem Motto, ich nehme die Tablette und weiß sie hilft mir? Das würde mich mal interessieren. Denn bei mir merkte ...

Ich selber nehme keine Benzos aber ich kann dir von den verwandten mit Sicherheit sagen das es kein Placebo Effekt ist ..den die einten haben massive Störungen und schlimme psychische Erkrankungen....da würde kein Placebo der Welt nützen....
Es gibt eben sehr viel Leute denen das Tavor oder Valium ein leben lang in gleicher Dosis hilft.

x 3 #8


E
Zitat von NIEaufgeben:
Ich selber nehme keine Benzos aber ich kann dir von den verwandten mit Sicherheit sagen das es kein Placebo Effekt ist ..den die einten haben massive Störungen und schlimme psychische Erkrankungen....da würde kein Placebo der Welt nützen.... Es gibt eben sehr viel Leute denen ...

Danke, ich habe mich das halt grade gefragt. Interessant, wie unterschiedlich das wirken kann.
Dann sollte eine dauermedikation nicht so das Problem sein, denke ich.

#9


Sonja77
Zitat von kleinpübbels:
Danke, ich habe mich das halt grade gefragt. Interessant, wie unterschiedlich das wirken kann. Dann sollte eine dauermedikation nicht so das Problem sein, denke ich.

In vielen Ländern ist es das auch nicht...
Wenn man so einen massiven leidensdruck hat,das ein normales leben nicht mehr möglich ist....ist eine Abhängigkeit manchmal das kleinere übel und wird in Kauf genommen...

#10


E
Zitat von NIEaufgeben:
In vielen Ländern ist es das auch nicht... Wenn man so einen massiven leidensdruck hat,das ein normales leben nicht mehr möglich ist....ist eine Abhängigkeit manchmal das kleinere übel und wird in Kauf genommen...

Das stimmt. Andere Menschen müssen auch ihr Lebenang Medis nehmen um leben zu können.

x 1 #11


Calima
Zitat von kleinpübbels:
Dann sollte eine dauermedikation nicht so das Problem sein, denke ich.

Vielleicht würde es trotz aller Zuversicht Sinn machen, zumindest einmal zu durchdenken, was passiert, wenn es nicht funktioniert und was ein Entzug eines definitiv stark abhängig machenden Medikaments bedeuten würde. Berichte über Tavorentzug findet ihr ebenfalls im Forum. Die meisten sind nicht lustig.

Jede Entscheidung, die man trifft, hat Konsequenzen und fordert einen Preis, den man bereit sein muss zu zahlen. Und da müsst ihr unterm Strich die euch zur Verfügung stehenden Optionen gegeneinander abwägen.

x 3 #12


E
Zitat von Calima:
Vielleicht würde es trotz aller Zuversicht Sinn machen, zumindest einmal zu durchdenken, was passiert, wenn es nicht funktioniert und was ein Entzug eines definitiv stark abhängig machenden Medikaments bedeuten würde. Berichte über Tavorentzug findet ihr ebenfalls im Forum. Die meisten sind nicht lustig. Jede Entscheidung, ...

Ich habe, dadurch dass ich im Krankenhaus Tavor 2 Wochen durchgenommen und eh schon einen hohen Suchtfaktor habe, Probleme mit dem nicht mehr nehmen.
Selbst heute merke ich das noch.
Zu gerne würde ich jetzt eine Tablette nehmen um die Derealisation in den Griff zu bekommen. Das ist halt der schnelle und leichtere Weg.
Da ich aber mehr für den steinigen Weg bin, lasse ich es bleiben.
Zudem würde ich wahrscheinlich schnell abhängig werden.
Aber ich kann nachvollziehen, wenn Leute lieber so leben wollen und Tavor nehmen.
Das muss letztendlich jeder selber für sich entscheiden.
Die threads über den Entzug von Tavor habe ich gelesen und fand es sehr erschreckend.
Aber wenn jemand das als seine einzige Wahl sieht, sein Leben so weiter zu leben?

#13


Sonja77
Ich rede von den Leuten die niemals einen Tavor Entzug machen müssen,weil sie das medi ihr leben lang nehmen werden..
Von einigen kann ich sagen war es der einzige weg zurück in ein relativ normales leben zu können..

Natürlich rede ich nicht von einer normalen angststörung oder Hypochondrie...
Sondern von schweren psychischen Krankheitsbildern die leider keine Besserung mehr haben werden....

Aber jeder soll es so machen wie er es für richtig hält...

Ich persönlich bin gegen Benzos aus persönlichen gründen...obwohl ich weis das es mir damit viel besser gehen würde und obwohl ich es in meiner medikation habe seit drei Jahren..nehme ich es nicht..
Ich will und werde es ohne schaffen

x 3 #14


E
So sehe ich das auch.
Für manche Leute ist das die letzte Rettung.
Bei einer Angsterkrankung würde ich allerdings Ursachenforschung betreiben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die aus dem Nichts kommt.

x 2 #15


Calima
Zitat von kleinpübbels:
Aber wenn jemand das als seine einzige Wahl sieht, sein Leben so weiter zu leben?

Eine einzige Wahl gibt es nie. Man hat immer mehrere Wege, die man einschlagen kann.

Aber ganz egal, welchen man wählt: Man lebt immer mit den Konsequenzen und muss sich dessen bewusst sein, dass es die eigene Entscheidung war, die einen dort hingeführt hat, wo man irgendwann steht.

Wenn man das tut, ist jede Entscheidung die richtige - auch wenn sie vielleicht nicht immer ans gewünschte Ziel führt.

x 1 #16


E
Zitat von Calima:
Eine einzige Wahl gibt es nie. Man hat immer mehrere Wege, die man einschlagen kann. Aber ganz egal, welchen man wählt: Man lebt immer mit den Konsequenzen und muss sich dessen bewusst sein, dass es die eigene Entscheidung war, die einen dort hingeführt hat, wo man ...

Natürlich gibt es auch andere Wege. Aber wenn jemand es als brauchbare Alternative sieht, ist das doch irgendwo seine Sache.
Ich persönlich würde es nicht machen, aber nicht jeder will sich so durchbeißen, was ich an manchen Tagen sogar sehr gut verstehen kann.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Calima
Zitat von kleinpübbels:
Aber wenn jemand es als brauchbare Alternative sieht, ist das doch irgendwo seine Sache.

Sag ich doch Wink. Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen. Sich die Alternativen und Konsequenzen anzusehen, macht immer Sinn.

x 2 #18


E
Ich bin grade ein bisschen durch, brauche dann länger um was zu verstehen Very Happy

x 1 #19


Flousen
Also ich hab seit 9 Jahren Probleme mal mehr mal weniger und habe bis Dato nicht einmal ein Angstlösendes Medikament oder Allgemein ein Medikament angerührt! Mir wurde anfangs Citalopram verschrieben welches ich weggeworfen hatte. Dann wurde mir Diazepam als Notfallmedikament mitgegeben welches in meinem Schrank steht (Geschlossen) .. Ich Lebe mit der Einstellung wenn es mich aus der Bahn hauen möchte soll es das doch einfach tun? Passiert aber eben nicht .. Bin da 0 Fan von mit Medikamenten Probleme zu Unterdrücken da gibt es X andere Varianten...

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore