Also ich hab im April 2009 noch Metoprolol (Betablocker) und Blopress (Blutdruck) genommen. Im Krankenhaus wurde Herzkatheter u.a. gemacht und da sagte die Kardiologin noch am OP-Tisch, die Betablocker soll ich mal besser weglassen, weil mein Herz super ist und ich muss mir diese Spassbremse nicht antun. Sie meinte, selbst wenn mein Herzschlag mal länger 90-100 ist, dann ist das bei einem gesunden Herz noch lange kein Grund für Betablocker, die aber leider viel zu schnell verschrieben werde. Ausschleichen, sagte sie. Hab bis heute mein Übergewicht abgebaut, 20 kg, die Blutdrucktabletten nehme ich seit Herbst 2009 auch nicht mehr. Alles ok heute, lag nur an Übergewicht und Trägheit.
Wenn man nämlich in eine Schonhaltung verfällt, dann wird es eher noch schlimmer. Man muss was tun.
Mich haben die Betablocker auch irgendwie trübe gemacht, müde und wie depressiv. Meine Eltern nehmen aber auch beide BB und denen geht es super. Es kommt vielleicht auch darauf an, ob schon ein psychischer Hintergrund da ist und dann können BB da eventuell nicht so förderlich sein. Meine ehemalige (gute) Psychiaterin war jedenfalls völlig gegen BB, meine Psychologin ist es auch, wenn keine Herzerkrankung vorliegt. Nur um ein gesundes Herz etwas zu drosseln oder zur Beruhigung sind BB Quatsch.
Du musst Dir halt immer selbst bestimmte Dinge sagen und natürlich auch daran glauben. Wenn Du Lust hast, dann lies mal hier:
http://www.news.de/gesundheit/855047080/wenn-die-psyche-aufs-herz-schlaegt/1/Es ist oft "nur" die Psyche! Aber man sollte es natürlich ernst nehmen, auch was Therapie angeht. Man kommt bestimmt raus aus dem Teufelskreis. Und wenn Du ehrlich bist, es ist doch immer: Gedanken - Beschwerden/Unruhe - noch mehr Gedanken - noch mehr Beschwerden. Und so schaukelt sich das hoch, bis zum scheinbaren Gehtnichtmehr. Die Lösung kann nur das Durchbrechen der Gedankenspirale sein, Ablenkung, vielleicht mehr Belastung/Sport, positives Denken.