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~Stefanie~

~Stefanie~
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ich habe Panik in der Bahn, und deshalb meide ich sie wo ich nur kann

jeder Versuch es doch wieder zu schaffen, ging daneben und endete in totaler Verzweifelung

das resultat für mich nach einem halben Jahr: Taxi fahren und minus auf dem Konto schreiben

wie geht ihr mit "bösen" Orten um? woher nehmt ihr die Kraft es wieder zu versuchen?

13.11.2010 #1


71 Antworten ↓
J

jule5vor12
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Hallo Stefanie,

das mit dem "mir geht es plötzlich wieder gut, jetzt brauch ich nicht mehr zum Arzt", kenne ich auch. Ich habe auch schon vermutet das es ein bischen von der Jahreszeit abhängt, wie du sagtest wenn diese dunklen Tage kommen und es zum Winter geht wird es schlimmer.
Letztes Jahr fing das bei mir auch so im Oktober an. Dann bin ich von Arzt zu Arzt gerannt und hatte dann irgendwann im April diesen Jahres ein Termin beim Neurologen. Es ging mir aber von Woche zu Woche besser also habe ich mich nicht weiter drum gekümmert.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke hatte ich im Sommer viel weniger Ärger damit. Und jetzt wird es wieder schlimmer, wenn man wieder eine Panikattacke hatte die richtig schlimm war, die U-Bahn hatte im Tunnel angehalten, das war wirklich furchtbar, denkt man wieder mehr darüber nach und die Angst wächst und wächst. Es ist jetzt so schlimm das ich den Urlaub mit meinem Freund absagen musste, da mir nur der Gedanke an das Einsteigen im Flugzeug den Schweiß auf die Stirn getrieben hat. Er hat ja bis jetzt noch vollstes Verständnis dafür, aber wer weiß wie lange.
Wenn man solche Angst selber noch nie hatte denkt man ja, die sind doch bekloppt.
Wie kommt dein Freund damit zurecht?

Viel Unternehmungen machen wir nicht, da ich es nicht kann. Am liebsten sitze ich zu Hause lese oder bastel etwas. Aber wie meine Mama immer sagt, für so ein "altes Ehepaar Leben" wären wir noch viel zu jung.
Tja, ich würde ja auch gern mehr unternehmen, aber es ist nicht möglich.
Ich würde mir wünschen irgendwann aufzuwachen und es ist einfach weg. aber so einfach ist die Sache wohl nicht.

Ich habe gelesen das dein Job dir durch die vielen Schicksale zu schaffen macht, aber du es trotzdem als richtig empfindest?!
Ich habe einen relativ stressigen Job, mit Terminarbeit und jede Menge Überstunden, ich bin Zahntechnikerin, hört sich nicht so wild an ich weiß.
Aber ich liebe diesen Job, auch wenn er stressig ist. Ein gewissen Stress brauche ich auch. In diesen stressigen Situationen, habe ich auch keine Probleme mit Angstzuständen oder Panikattacken, erst wenn ich dann zur "Ruhe" komme komischerweise.
Wahrscheinlich wenn du zur Ruhe kommst hast du Zeit zum Nachdenken... ich kann das gut nachvollziehen ich würde solche Geschichten auch mit nach Hause nehmen.
Aber glaubst du das es wirklich der Grund oder Auslöser für deine Panikattacken sind? Du sagtest außerdem das du mit deinem Freund zusammengezogen bist, in eine neue Stadt.

Ich bin auch vor etwas mehr als einem Jahr mit meinem Freund zusammengezogen und gleichzeitig von zu Hause aus. Ich hatte immer schon Probleme mit großen Veränderungen. Egal ob gut oder schlecht. Ich fühle mich immermoch nicht wohl in der neuen Wohnung, aber es liegt nicht am Zusammenleben das funktioniert gut.

Also es muss was passieren, ob auf die harte Tour, deine Methode 1, oder langsam, aber so kann es nicht weitergehen.
Aber es ist gut sich mit jemanden auszutauschen der die gleichen Probleme hat. Mein Freund und meine Familie hören mir zwar auch zu und haben Vertsändnis, aber wirklich nachvollziehen können sie das nicht.

Lieben Gruß aus dem Ruhrpott nach Berlin

31.10.2010 16:48 • #67


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Strategie: Vermeidung von "bösen" Orten?

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J

jule5vor12
Mitglied

Beiträge:
2
Mitglied seit:
Hallo Stefanie,
hatte mehrere Beiträge von dir gelesen und festgestellt, das wir sehr ähnliche Probleme haben.
Bei mir ging die ganze Geschichte vor ca. einem Jahr richtig los. Ich war eigentlich noch nie ein "Draufgänger" oder sehr gesellig, aber so wie ich mich jetzt zurückgezogen hab war es noch nie. Die U-Bahn, nur bei dem Gedanken wird mir schlecht. Als ich das erste mal in der Bahn umgekippt bin, habe ich es darauf geschoben das ich nichts gefrühstückt hatte usw. nach dem zweiten mal bin ich zum Arzt, von Herz-Kreislauferkrankungen bis Diabetes wurde alles untersucht keiner hat an Panikattacken gedacht, ich ja selber nicht, warum auch Angst in der Bahn haben, wäre doch lächerlich?!
Ich war dann nach noch mehrmaligen umkippen bei einer anderen Ärztin die als Erste das Wort hyperventilieren gesagt hat. Mittlerweile würde ich sagen ist es so eine Art Agoraphobie.

Hab versucht wenn ich in der Bahn saß und mich die Angst überkam mit Atemtechniken dieses schnelle atmen zu verhindern, allerdings eher erfolglos. Versuche mich mittlerweile mit Lesen abzulenken, klappt auch nicht immer. Dieses Gefühl man wird angestarrt und die Leute warten nur darauf das man umkippt kenne ich auch. Es war mir so peinlich , das ich ständig die Zeiten zum losfahren geändert habe. Ich fahre mittlerweile so früh los , das ich fast ganz alleine bin, in eine volle Bahn brauche ich mich erst gar nicht zu begeben. Leider muss ich auch mit der Bahn fahren um zur Arbeit zu kommen. Solche Panikattacken überkommen mich auch teilweise in der Warteschlange an der Kasse,oder im Kino. Auch Sachen die ich früher gern gemacht habe vermeide ich jetzt wie z.B Musicals. Alles wo ich nicht schnell RAUS kann ohne das es für andere Leute unnormal oder "aufsehenerregend" ist.

Ich wollte mich jetzt nochmal zum Arzt begeben da ich Angst habe das die Angst noch mehr Überhand nimmt, toll jetzt auch noch Angst vor der Angst. Hast du schon inzwischen Erfahrungen mit einer Therapie gemacht? hab nicht alle deine Beiträge gelesen.
Es belastet ja nicht nur mich sondern auch meine Familie und meinen Freund da ich dieses und jenes nicht mehr machen möchte.
Ich habe aber gemerkt das die Vermeidung von diesen "bösen" Orten, bei mir wenigstens, nur noch dazu führt das meine Angst noch stärker wird. Und ich muss ja genau wie du irgendwie zur Arbeit kommen.

30.10.2010 20:55 • #65


Zum Beitrag im Thema ↓


jadi
also das gehört dann zu deiner verhaltenstherapie.....sag mal steffi welche ecke aus berlin kommst du?könnte dir vielleicht helfen mit thera suche...kannst mir auch pn schicken

#2


jadi
ich kann auf deine pn net antworten du musst das erst einstellen in deinem profil....

#3


S
Hallo Stefanie!
Noch eine Berlinerin hier... wie schön!
Ich kann Dich gut verstehen. Ich kenn das Problem mit dem Bahn fahren. Bei mir war das allerdings egal,ob Bus, Bahn oder Auto... alles gleich furchtbar.
Leider (oder vielleicht zum Glück) konnte ich das U-Bahn fahren nicht vermeiden. Irgendwie mußte ich ja zur Arbeit.
Wie jadi es schon geschrieben hat, das Üben ist Teil einer Verhaltenstherapie.
So eine Therapie habe ich auch gemacht und heute kann ich wieder ganz unbeschwert fahren.
Was zum Üben richtig gut ist hier in Berlin: S-Bahn fahren mit der Ringbahn. Einmal rum dauert eine knappe Stunde, der Vorteil ist, Du kannst jederzeit aussteigen und in die nächste oder übernächste wieder rein und Du landest letztendlich ja dort, wo Dein Ausgangspunkt war.
Stressfrei ist auch ersteinmal, sich auf den Bahnhof zu setzen mit Zeitung oder Buch... das Kommen und Gehen beobachten... und spontan entscheiden, ob Du Dich in der Lage siehst, ein oder zwei Stationen zu fahren.
Mach ruhig ganz kleine Schritte, auch die sind ein Erfolg!
Du kriegst das Problem bestimmt in den Griff!!
Viel Erfolg!
Simmi

#4


~Stefanie~
mhhh, ja leider ist schon der Gedanke ans Bahnfahren sehr schrecklich für mich...

ich muß mit der Ringbahn zur Arbeit und in genau der hatte ich die schlimmste PN meines Lebens...

mit dem Aussteigen ist das so eine Sache... der Weg zur nä Haltestelle kann lang sein, und ich habe Angst zwischendurch

"RAUS"

zu müssen und nicht zu können... im Auto denke ich habe ich immer die Kontrolle...

#5


jadi
oh gott bahnfahren....so weit bin ich noch lange net..........

#6


~Stefanie~
jadi bist du Millionär?

wie schafft man es ein normales Leben zu haben ohne Bahnfahren? ich gehe pleite grad bei dem versuch

#7


jadi
hmmmmmmm ihr wisst doch das ich net alleine rauskomme.und mein mann fährt mich überall hin NOCH!!

#8


~Stefanie~
ich will auch son Mann

#9


P
Hallo Stefanie,

Vielleicht können die anderen Berliner hier dir ja einen guten Therapeuten empfehlen; im Zweifelsfall findest du hier welche, die auch die Kasse bezahlt: https://www.psychic.de/psychotherapeuten.php
Mit Hilfe einer Verhaltenstherapie, einem guten Therapeuten und viel Eigeninitiative ist man die Ängste meist ziemlich schnell wieder los. Üben wirst du aber müssen, und das kannst du, wie schon beschrieben, auch alleine schon mal machen Die Idee dahinter ist, eine Panikattacke auch mal auszuhalten, zu merken, dass es garn icht so schlimm ist wie man selbst denkt, und Vertrauen zu finden in die eigene Fähigkeit, einfach zu merken: Die Angst kann mir nix! In meiner Therapie waren die schlimmsten Erfahrungen vor denen ich am meisten Angst hatte immer die, die mir am meisten geholfen haben. Man kann nicht ewig Umwege gehen oder Andere als Krücke benutzen. Irgendwann muss man einfach alleine angreifen, was man schaffen will. Dask ostet viel Überwindung und auch viel Kraft, aber es lohnt sich auf alle Fälle.

Liebe Grüße,
Bianca

#10


~Stefanie~
hallo Bianca, danke für die aufmunternen Worte...

aber leider halte ich keine panik aus, es ist zu dolle, ich werd dabei verrückt, wenn ich wegrenne oder aussteige oder an die frische Luft gehe oder oder oder wird es besser, aber ich kann nicht bleiben.....

vielleicht noch nicht...

ich weiß das ich muß, aber ich schaffs (noch) nicht

#11


P
Doch, du kannst das. Du wirst weder sterben noch ohnmächtig werden noch tot umfallen vor Angst. Angst kann einen nicht umbringen. Aber ich weiß, wie heftig sie sein kann. Ich dachte auch immer, ich schaff das nicht, ich halt das nicht aus. Dann bin ich eines Nachts aufgewacht mit Herzrasen und Angstschweiß überall und wusste sofort: Panikattacke. Aber anstatt wie sonst aufzustehen und mich abzulenken oder mich zu bewegen bin ich liegen geblieben, wie's mein Therapeut mir gesagt hat. Eine Attacke kann eh nie länger als 30 Minuten dauern meinte er zu mir, also hab ich mir nen Wecker gestellt und bin liegen geblieben. Das waren 30 Minuten in purer *beep* Todesangst, in Gedanken hab ich mich im Krankenhaus und sogar schon im Grab liegen sehen, ich hatte wirklich Angst. Und nach 30 Minuten war's vorbei. Und danach kam die Angst nie mehr so schlimm wie in dieser Nacht. Solche Schlüsselerlebnisse sind heftig, bringen einen aber weiter.
Allerdings: Allein wirst du das auch nicht schaffen, dazu brauchst du kompetente Hilfe und Unterstützung, vielleicht auch in Form von Medikamenten, auf jeden Fall aber in Form einer Therapie. Bemüh dich am Besten gleich um einen Platz, die Wartelisten sind oft ziemlich lang.

#12


~Stefanie~
jop, mein dichtester termin ist im Oktober


ich versuche ja schon ganz viel Pilongo... das Einkaufen hab ich schon ganz gut im Griff, schwebe aber immer so zwischen totaler Angst und PN-doch in der Bahn kann ich keine PN zulassen, weil die fremden Leute da sind, ich bin ja nicht allein

#13


jadi
ha ihr eine nummer gegeben...vielleicht hat sie ja glück.ist ne spitzen therapeutin...hab auch schnell nen termin bei ihr bekommen

#14


P
Wow, bis Oktober, das wär schon noch eine ziemlich lange Zeit. Im Zweifelsfall kann ich dir auch dazu raten, dich einfach mal an eine Klinik zu wenden. Die haben immer Plätze frei und da könntest du Vormittags zur Therapie und Nachmittags Heim und Zuhause schlafen; oder aber, wenn dir die Distanz und Ruhe gut tun, auch einfach über Nacht in der Klinik bleiben. Oft vermitteln sie in der Klinik auch an freie Plätze bei Therapeuten; man kennt sich ja untereinander. Oder du rufst mal beim Krisendienst an, der vermittelt auch oft freie Stellen..
Aber ich weiß, wie das ist, wenn es nicht dringend genug klingt. Dann wird man als "is ja nicht so schlimm" eingestuft und muss leider warten Hast du denn wirklich gesagt, dass es immer schlimmer wird bei dir und du wirklich dringend Hilfe brauchst? Manchmal hilft es, etwas zu übertreiben, damit man gut unter kommt.

#15


jadi
es gibt auch tageskliniken....wir haben hier bei mir auch eine....die therapie geht 12 wochen jeden tag von 7.30-15.30uhr..........

#16


~Stefanie~
oh mein gott Klinik hört sich gleich immer an, als würd ich verrückt sein find ich...

ich möchte auch nicht unbedingt meineKollegen auf der Arbeit im Stich lassen und wochenlang krank sein

#17

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jadi
dann kommt nur eine normale therapie bei dir in frage........warte ab bis nä. woche..und rufe gleich am montag nochmal an....oki

#18


~Stefanie~

C
ich hatte auch mal Panik vorm Bus und Bahn fahren....Zuletzt konnte ich es nicht mehr alleine....nur in Begleitung ging es....
Habe langsam wieder damit angefangen Stück für Stück....erst kürzere Strecken dann längere...zuerst in Begleitung dann wieder alleine....
Heute schaffe ich es es wieder ganz allein.....aber trotzdem hasse ich es noch und umgehe es

lg.Eva

#20


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Dr. Hans Morschitzky
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