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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

A
Zitat von nektarine:
hallo!
eisenmangel vielleicht?


Ich hatte erst einen bluttest hab erhöhtes ferratin und eisen also kein mangel. Mein arzt meinte zwar ach keine Sorge aber hab natürlich gegoogelt und das klingt gar nicht gut was da steht zu eisenüberschuss etc

#61


LadyyyyX
Da hilft Sport. Kann es sein, dass auch dein Ruhepuls bisschen höher ist als der Norm? Das kommt von nicht-sportlich sein.
Ich habe mir nun einen crosstrainer zugelegt und werde versuchen, ob die Müdigkeit weggeht. Kämpfe nämlich auch dagegen an.
Wenn Menschen Fieber haben und krank sind, ist dann doch auch der Puls richtig hoch und man möchte am Liebsten den ganzen Tag schlafen. Und Extremsportler haben doch einen Puls von 45.

So nun, finde den Fehler. Das ist meine Theorie, könnte aber stimmen.

#62


A


Ständig Angst

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M

Ständig schlimme Angst vor Krebs

Hallo,

ich bin neu hier und hoffe, dass Ihr mir irgendwie helfen könnt.

Mich plagt derzeit wieder eine wirklich sehr schlimme Angst vor Krebs. Jedes kleinste Zeichen meines Körpers löst bei mir eine wahnsinnige Angst vor Krebs aus.

Alles fing mit einer Gastritis an, ich habe mich irgendwie so hinein gesteigert, dass ich Magen-/ Darm-/ Bauchspeicheldrüsen-/ Leberkrebs oder irgendeinen anderen Krebs in meinem Bauch haben könnte, da mir ständig so flau im Magen war. Das flaue Gefühl habe ich dann gegoogelt... natürlich kam dabei Krebs raus...auch als meine Beschwerden besser wurden ging mir der Gedanke Krebs nicht mehr aus dem Kopf.
Mein Magen ist besser, letzte Woche hatte ich aufgrund des Wetterumschwunges gelegentlich Kopfschmerzen und einen Druck hinter den Augen, natürlich habe ich dann als erstes den Gedanken Gehirntumor... das Wetter ist besser, die Kopf- und Augenschmerzen sind weg... am Wochenende bis Dienstag Abend war auch alles gut..aber natürlich kommt dann schon wieder ein anderes Problem... und zwar habe ich von Dienstag auf Mittwoch nacht sehr stark geschwitzt und gleichzeitig gefroren, auch gestern tagsüber überkamen mich "Hitzewallungen", vergangene nacht, hatte ich zwar wieder dieses Schwitzen und Frieren, heute ist es allerdings schon etwas besser... aber wieder bin ich mich SICHER, dass das Krebs sein MUSS... Sad

Diese ständige Angst und jedes kleinste Zwicken im Körper mit Krebs zu verbinden macht mich ganz verrückt.... Heute früh war ich so fix und fertig, dass ich Rotz und Wasser geheult habe, weil ich heute nacht wieder geschwitzt habe... Mein Freund kann das absolut nicht nachvollziehen und meint, dass ich nicht so rumspinnen soll, dass ich mir so viel im Leben kaputt mache, weil ich immer gleich nur ans allerschlimmste denke.... und ja, er hat eigentlich auch recht, aber ich kann nicht anders Sad

Ich habe Probleme mit der Halswirbelsäule, bin oft richtig verspannt und hatte auch letztens erst einen Zug... logischerweise könnten die Hitzewallungen auch daher rühren, dass ich evtl einfach wieder verspannt bin... aber ich bin der Meinung, es MUSS was schlimmes sein

Bei mir wurde am 14.02. erst ein großes Blutbild gemacht und es gab keinerlei Auffälligkeiten, außer einen minimal zu hohen Cholesterinwert... aber trotzdem denke ich mir " was wenn die im Labor was falsch gemacht haben, was wenn inzwischen was verändert ist"

Ich liege so oft nachts im Bett und weine, weil ich riesige Angst habe, sterben zu müssen... vorallem weil ich mit meinem jetzigen Freund überglücklich bin... die anderen Männer haben mich bisher nur "benutzt und verarscht", ich war lange auf der suche nach so einem Partner wie ich ihn jetzt habe... umso größer ist meine Angst, dass ich eine schlimme Krankheit habe und sterben muss und mein endlich gefundenes Glück nicht mehr geniesen kann.

Kennt jemand ähnliche Situationen?
Ich bin über jede Antwort/ Hilfe dankbar!

Liebe Grüße
Melf

#63


Luna70
Zitat von Melf:
Kennt jemand ähnliche Situationen?


Ja, ganz viele hier kennen das. Herzlich willkommen bei uns im Forum. Wenn du dich ein bisschen eingelesen hast, wirst du merken dass du nicht alleine mit dem Problem bist.

Das wichtigste: Hände weg von Dr. Google. Der hilft dir nicht, im Gegenteil mit jedem googeln wird es schlimmer. Es gibt für alle deine Symptome völlig harmlose Erklärungen. Das Schwitzen nachts kann z.B. stressbedingt sein. Behalte mal im Hinterkopf, dass du dir psychologische Hilfe holen kannst, wenn es gar nicht besser wird. Aber vielleicht hilft es dir schon, wenn du mal eine Zeit lang versuchst, dich überhaupt nicht mehr mit Krankheiten zu beschäftigen. Vermeide alles, was damit zu tun hat. Also auch keine medizinischen Sendungen im Fernsehen usw. Wenn dir einer was der Krankheit von Person xyz erzählen will, ergreife die Flucht. Lenke dich ab und gib der Angst möglichst wenig Raum. Freunde

x 1 #64


M
Vielen Lieben Dank

Ich hab schon ein bisschen "rumgestöbert"... mir kommt auch vieles hier so bekannt vor... wirklich sehr sehr vieles könnte von mir stammen...

Das mit Dr. Google versuche ich mir abzugewöhnen aber irgendwie erwische ich mich immer wieder, wie ich doch google.... schlimm...

#65


Luna70
Meinen absuluten "Google-Tiefpunkt" hatte ich nach einem Vorsorgetermin beim Frauenarzt. Eigentlich alles ganz normal wie immer, aber beim Rausgehen kam mir der Gedanke, dass der Doc irgendwie merkwürdig geschaut hat. Sofort war der Gedanke da "der hat irgendwas gesehen, aber nichts gesagt weil er erst das Ergebnis vom Abstrich abwarten will". Dann habe ich mitten in der Stadt, vor der Praxis, auf einer Mauer sitzend mit dem Handy gegoogelt, ob man Gebärmutterhalskrebs sehen kann. Natürlich habe ich auf der hundertsten Seite dann tatsächlich den Hinweis gefunden, dass man das im späten Stadium bei der Untersuchung womöglich sehen kann.

Dann habe tagelang die Arzthelferinnen mit Anrufen genervt, bis das Ergebnis da war und habe ich absolute Hölle durchgemacht. Und natürlich stundenlang gegoogelt. Danach habe ich mir geschworen, dass ich mir so einen Unsinn nicht nochmal antue und halte mich auch daran. Es hilft auch nicht zum Beruhigen, nie! Man findet am Ende immer etwas, was Angst macht.

x 1 #66


alfred
Zitat von Luna70:
Aber vielleicht hilft es dir schon, wenn du mal eine Zeit lang versuchst, dich überhaupt nicht mehr mit Krankheiten zu beschäftigen. Vermeide alles, was damit zu tun hat. Also auch keine medizinischen Sendungen im Fernsehen usw. Wenn dir einer was der Krankheit von Person xyz erzählen will, ergreife die Flucht. Lenke dich ab und gib der Angst möglichst wenig Raum. Freunde


Ja das wäre gut..nur hier gibt es auch viel zu lesen...bin da auch sehr zurückhaltend geworden.
Zu viel lesen kann auch Probleme machen...

x 1 #67


M
oh ja, das stimmt, man findet wirklich IMMER was.... und zu viel lesen und nachbohren ist wirklich nicht gut... so praktisch und toll das Internet auch ist.... in der Hinsicht ist es ein absoluter Nachteil und man macht sich nur noch verrückter .... und durch das viele nachlesen bilde ich mir dann noch mehr ein was ich evtl haben könnte.... ich stecke da irgendwie in einem Teufelskreis... irgendwas zwickt, googeln... Symptom Krebs, dann liest man sich alle anderen Symptome die man nicht hat auch durch... dann fühlt man sich noch schlimmer, googelt noch mehr usw... Rolling Eyes

x 1 #68


Kathywinchester

Ständig müde und angst

Hallo alle zusammen,

Ich bin neu hier und würde gern mal wissen ob ich mit meinem leiden alleine bin.

Seit einiger Zeit leide ich unter traurigkeit, ständiges krankheitsgefühl (ähnlich wie bei einer.Grippe/Erkältung) manchmal benommenheit, ab und zu kommt herzrasen und sodbrennen hinzu, öfter muss ich mich räuspern. Auch panikattacken sind da, sehr oft Abends oder wenn ich weiss ich muss rausgehen. Durch diese ganzen symptome habe ich natürlich auch Angst Krebs zu haben, schlau wie ich bin google.ich oft Sad. Ich war vor 7 Jahren in einer Klinik wegen Angststörrung und Borderline, vor 7 jahren verstarb auch meine Mutter.
Einen Arzt werde ich auch noch aufsuchen, da meine Hausärztin allerdings bis nächste Woche im.Urlaub ist muss ich bis dahin warten. Aber meine ständigr Angst zu sterben, Krebs zu haben oder oder oder bleibt bestehen.
Geht es jemandem von euch ähnlich oder hat so etwas schonmal durchgemacht? Sad

Lg
Kathy

#69


D
Hallo Kahty
das was du Beschreibst sind sicher alles Symptome deiner Angst und das ist ganz sicher denn genau wie dir geht es mir auch außer das ich noch mehr Symptome habe ! Man kann es zwar kaum Glauben aber die Psyche macht so viel und die ständige Angst acht es noch schlimmer . Ich selbst habe auch noch nicht den richtigen Weg gefunden aber wir müssen daran glauben das wir körperlich Gesund sind ! Lass dich nicht hängen und denk dran das du nicht alleine bist ! Liebe Grüße

#70


Kathywinchester
Vielen lieben dank für deine Antwort, es tut mir natürlich leid zu hören das du auch leidest Sad. Mehr symptome gibt es bei mir auch noch, leider. Aber wie du sagtest, es ist sehr schwer zu glauben das alles von der Psyche kommt, da es einem dann so.schlecht geht das man kaum raus mag oder aufstehen.mag weil die Kraft fehlt Sad

#71


D
Ja das ist schlimm ich war Wochen lang nur im Bett und dachte ich bin Sterbenskrank ! Du bist wie gesagt nicht alleine wir müssen einfach daran Glauben das es unsere Psyche ist .

#72


Kathywinchester
Ich hoffe es sehr das es "nur" die Psyche ist, wie gesagt nächste woche werde ich meine Hausärztin aufsuchen und hoffen das sie es auch bestätigen kann. Danke nochmals für deine Worte. Smile

#73


C

Einfach nur ständig Angst

Hallo ihr Lieben,

ich weiß jetzt gar nicht, wie ich anfangen soll.

Seit Mai letzten Jahres hatte ich dieses komische Gefühl in mir, das ich nicht kannte. Ich habe jahrelang an Depressionen gelitten und hatte diese auch noch im letzten Jahr, aber etwas anderes war dazu gekommen. Eine ziemliche Leere machte sich in mir breit. Dazu muss ich sagen, dass ich ohne Partner bin, mein Sohn war zu dem Zeitpunkt bereits erwachsen und ich hatte soeben meine letzte Maßnahme vom Jobcenter beendet. Kurzum, ich hatte überhaupt keine Aufgabe mehr. Erziehung war abgeschlossen, Partnerschaft hatte ich seit März aufgegeben und nun hatte ich auch keine Arbeit mehr. Ich hab mich zwar beworben, aber es hat nicht mit einer Arbeitsstelle geklappt. Da bin ich in ein so tiefes Loch gefallen und dieses mulmige Gefühl habe ich als Angst enttarnt.

Seitdem macht sie mir das Leben zur Hölle. Ich kann kaum schlafen. Wenn ich morgens die Augen aufmache, ist die Angst sofort da. Sie schlägt mir auf den Magen und zieht durch den ganzen Körper. Morgens graut es mir vor dem Tag, da ich dann mindestens 17-18 Stunden vor mir habe mit diesem grässlichen Gefühl, bevor ich endlich schlafen kann. Auch der Appetit ist mir flöten gegangen.Ich habe auch keine großen Hobbys oder Interessen, mit denen ich mich beschäftigen könnte. Ich war in der Psychiatrie und einen Monat später nochmal in der Tagesklinik. Immerhin wurde mir durch eine Medikamentenumstellung dort insoweit geholfen, dass ich seitdem keine Depressionen mehr habe. Das ist schon mal etwas Gutes, da ich vorher überhaupt nichts mehr auf die Reihe bekommen habe. Momentan bewerbe ich mich auch wieder, aber auch davor habe ich Angst, wenn ich wirklich eine Arbeit finde.

Am meisten Angst macht es mir, wenn mein Sohn mal ausziehen sollte. Er ist jetzt fast 20 und der Moment wird irgendwann unweigerlich kommen. Der Gedanke, alleine hier in der Wohnung zu sein, macht mich wahnsinnig. Ich kann das gar nicht erklären, wie schrecklich ich das finde, alleine zu sein. Natürlich denke ich auch darüber nach, dass es besser wäre, tot zu sein, aber dazu fehlt mir der Mut. Doch dieser jetzige Zustand ist unerträglich. Alles macht mir Angst; zuhause zu bleiben, raus zu gehen, mit Menschen zu reden, auch echte Kleinigkeiten machen mir Angst, z. B. dass ich einen Artikel beim Einkaufen nicht bekomme, dass ich einen Brief schreiben muss, dass ich die Wohnung putzen muss und es nicht schaffe...ach, da könnte ich so vieles aufführen. Manchmal renne ich wie ein Löwe im Käfig hin und her durch die Wohnung, ich atme stoßweise ein und aus, das nimmt mir den Druck für den Moment. Ich habe aber noch nichts gefunden, dass mir längerfristig hilft. Ich möchte einfach ein Leben führen ohne dieses Gefühl der Angst. Ich empfinde das schlimmer als ich die Depressionen empfunden habe, da ich diese Ängste eben auch körperlich wahrnehme, wie sie durch meinen ganzen Körper ziehen.

Ich weiß jetzt auch nicht, was ich von euch erwarte. Zum einen finde ich es schön, dass ihr diesen Beitrag gelesen hast. Vielleicht ergeht es einem von euch ja ähnlich, dann könnt ihr mich gerne anschreiben. Bitte kommt mir nicht mit Tipps wie, ich soll mir ein Hobby suchen. Ich bin 51 und habe außer meinen Katzen keine großen Hobbys. Ich gehe zwar gerne spazieren, aber ich kann nicht raus, wenn mir die Menschen Angst machen. Die Angst ist so im Fokus, dabei will ich das nicht, aber sie ist immer präsent. Ich habe nicht den leisesten Schimmer, wie ich so weiterleben soll. Soll das so weitergehen, bis ich sterbe? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mal wieder aufhört. Angeblich helfen Antidepressiva gegen Ängste, aber davon nehme ich schon zwei Sorten am Tag. Einen Partner zu finden ist auch alles andere als leicht. Wer will schon eine psychisch kranke Frau?!

Ich bin gespannt, von euch zu hören

Liebe Grüße

#74


M
Hallo Conny,

schwierige Lebenssituation in der du dich befindest.
Ist bestimmt nicht leicht im Moment.

Denke was dir fehlt ist eine Tagesstruktur.
Du hast einfach zu viel Zeit zum Nachdenken.
Daher kommt bestimmt auch deine Angst.
Du siehst mit Grauen in deine Zukunft, weil da ein gähnendes
Loch zu sein scheint.

Versuche dir irgend eine Struktur zu schaffen.
Wenn du nicht das Haus verlassen kannst dann
suche dir innerhalb der Wohnung etwas.
Mache dir einen Tagesplan. Und wenn es nur etwas ist
was zu putzen. Ein Haushalt bietet da eine Menge.
Klingt etwas komisch, habe ich aber auch gemacht.

Eventuell auch noch mal mit dem Arzt sprechen
ob es nicht ein geeigneteres Medikament gibt
gegen die Angst.
Auch eine Therapie wäre nicht schlecht um
deinen Zustand zu verbessern. Gemeinsam
könnte man da bestimmt was erarbeiten.

Spazieren gehen kannst du auch dort, wo wenige bis
keine Menschen sind. So mache ich das auch.

Alles Gute für dich.

Viele Grüße,
Mari

P.S.
Einen Suizid in erwägung zu ziehen ist nie die Lösung.
Schliesslich willst du doch weiterhin am Leben deines Sohnes
teilhaben. Es gibt da so viele Sachen um die du dich bringen
würdest, wie Hochzeit, Schwiegertochter, feierliche Anlässe und
sogar Enkelkinder die da kommen können.

#75


C
Hallo Mari,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich weiß natürlich, dass Struktur im Tagesablauf wichtig ist. Ich weiß nur nicht, was ich alles hineinpacken soll. Immer nur putzen ist nicht so mein Ding, ich putze nur, wenn es absolut nötig ist. Also fällt dieser Bereich auch schon weg. Ich hab mir schon alles Mögliche ausgedacht, aber ich komme auf keinen grünen Zweig. Und es sind nicht die Gedanken, die so schlimm sind, am schlimmsten ist das Gefühl, das ich in mir trage.

Mit meinen Medikamenten bin ich momentan zufrieden, denn ich habe wenigstens keine Depressionen mehr, da würde ich nichts dran verändern wollen. Ich hätte Bedenken, dass meine Depressionen wiederkommen, weil ich nicht auf alle Medikamente so gut anspreche wie auf die jetzigen. Und ich will nicht so schnell wieder in eine Klinik gehen, wo sie den Medikamentenwechsel machen würden. Eine Psychotherapie mache ich schon seit Jahren und hilft mir zwar den Moment, hält aber nicht lange an.

Ich wohne in Frankfurt, da sind überall Leute, ich kenne keine Stelle, wo weniger Leute anzutreffen sind und ich spazieren gehen könnte, aber manchmal klappt es und ich kann auch raus. Wenn ich einkaufen muss, habe ich komischerweise keine Probleme, weil ich dann eine Aufgabe habe.

Und ja, du hast vollkommen Recht, ich möchte weiter am Leben meines Sohnes teilhaben und seinen Werdegang verfolgen. Ich kann aber oft nicht weiter. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht wird es eines Tages besser.

Nochmal vielen Dank, dass du mir helfen wolltest.

Liebe Grüße und alles Gute für dich

Conny

#76


M
Hallo Conny,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Nun wenn dir das Einkaufen keine Probleme bereitet
könntest du den Einkauf vielleicht splitten.
Nicht alles auf einmal einkaufen sondern den Einkauf auf
mehrere Tage verteilen.

So würdest du öfters mal vor die Tür kommen.
Eventuell kannst du dich auch anschliessend mit einem Kaffee belohnen
und dabei deine Umwelt beobachten.
Mir hat das geholfen. Habe allerdings immer meine
Sonnenbrille aufgehabt. Sie gab mir die Sicherheit
irgendwie dann doch für mich zu sein.

Eine Möglichkeit wäre eventuell noch :

Du kaufst dir Leinwand und Acrylfarben und lässt
so mal deine Gefühle heraus.
Du wärst kreativ, hättest Zeit sinnvoll genutzt und
könntest im besten Fall eine Erleichterung empfinden.

Hierbei muss kein van Gogh oder Rembrandt rauskommen.
Du kannst auch einfach die Farbe nur so auf die Leinwand
klatschen. So wie dein Gefühl gerade ist.
Nicht umsonst wird oft eine Maltherapie im
Therapeutischen Bereich angeboten.

Übrigens sende ich mal viele Grüße nach Frankfurt.
Allerdings sollte es schon Frankfurt/Main sein und
nicht Frankfurt/Oder. Sonst wären es keine
nachbarlichen Grüße,

Mari

#77

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C
Hallo Mari,

ich bin erstaunt, dass du dir meinetwegen so viele Gedanken machst und mir Ratschläge gibst.

Ich mache sowieso öfter die Woche meinen Einkauf, also zweimal auf jeden Fall, da ich ja alles zu Fuß schleppen muss und in meinem Rucksack passt nicht der ganze Einkauf für die Woche für meinen Sohn und mich. Anschließend belohnen ist so eine Sache, da ich finanziell sehr eng bemessen bin, da ich seit kurzem Teilerwerbsminderungsrente bekomme und das ist nicht die Welt. Aber vorher hatte ich Hartz IV, das war auch nicht mehr. Jedenfalls überlege ich mir daher sehr gut, wofür ich mein Geld ausgebe. Trotzdem danke für den gut gemeinten Tipp.

Ja, wir hatten natürlich in der Klinik auch Kunsttherapie. Dort konnten wir mit Acrylfarbe, Fingerfarbe, Wachsmalkreide und allem Möglichem malen. Nun ja, wie du schon sagst, ein Meisterwerk ist da nie raus gekommen, ich fand die Therapie insgesamt ziemlich sinnlos, weil ich nie wusste, was ich malen sollte, drum habe ich meistens nur abgemalt. Für Zuhause habe ich dennoch Acrylfarben gekauft, aber bisher habe ich noch nichts gemalt.

Aber du schreibst des Öfteren, dass du dies und jenes auch gemacht hast, was du mir rätst. Hattest du auch Angstzustände oder ähnliches? Wenn ja, wie ist es bei dir weggegangen, denn davon gehe ich aus, da du immer in der Vergangenheit schreibst.

Ich habe mich jetzt, und werde das auch weiter tun, auf Minijobs beworben. Darin sehe ich eine gute Möglichkeit, dem jetzigen Leben zu entfliehen, da ich regelmäßig rauskomme, eine Beschäftigung habe und zudem täte es meinem Geldbeutel auch sehr gut. Ich habe letzte Woche sieben Bewerbungen geschrieben und nun immerhin schon einen Termin für ein Vorstellungsgespräch nächste Woche. Ich setze viel Hoffnung darein, dass es mir besser gehen würde, wenn ich eine kleine Arbeit hätte. Drück mir die Daumen.

Dann ist da noch eine Sache, die ich vor kurzem gelesen habe. Angstzustände können auch Anzeichen der Wechseljahre sein. Da ich vor drei Jahren meine Gebärmutter herausbekommen habe, weiß ich nicht, ob ich drin bin. Die bekannten Hitzewallungen habe ich nicht. Montag muss ich zum Frauenarzt, da frage ich ihn mal und vielleicht kann ich dann Hormone oder so bekommen, wenn ich in den Wechseljahren sein sollte und er mir sagt, dass die Ängste davon kommen können. Das wäre einfach zu schön.

Ich komme aus Frankfurt am Main und sende dir Grüße zurück nach Langen. Schade, dass du nicht in Frankfurt wohnst, sonst hätte man sich mal treffen können.

Conny

#78


M
Hallo Conny,

in der Tat, manchmal berühren mich einzelne Schicksale hier und man
denkt sich dann so, dass man ja mal mit Rat und Tat helfen könnte.

Schade das dir das Malen nicht hilft. Du solltest selbstverständlich
kein Bild mit Wiedererkennungswert malen. Sondern
einfach Farbe nehmen und es auf die Leinwand bringen.
Farben und Pinselstriche, je nachdem wie deine Stimmung ist.
Auch wenn es nur Rot und Schwarz ist, dass sich in wilden
Bewegegungen den Weg auf die Leinwand sucht.
Aber wenn du es nicht gerne machst und dir nicht viel bringt,
hat es keinen Sinn. Zwingen sollte man sich nicht.
Das wäre der pure Druck.

Ich selbst habe früher sehr viel gemalt. Mir hat das in der
Depression sehr geholfen. Leider, durch die Medikamente, hat
sich meine künstlerische Muse verabschiedet.

Mit Angst kenne ich mich nicht aus. Mal abgesehen davon
das ich mich ausserhalb meiner Burg extrem unwohl fühle
wenn ich unter das Volk muss. Vielleicht der Depression geschuldet.
Deswegen verlasse ich das Haus auch nur wenn es unbedingt
sein muss. Mich erschöpft es auch wenn ich zu Ärzten oder
andere Besorgungen machen muss. Allerdings nehme oder
besser zwinge ich mich, auch mal im Cafe zu sitzen und
Menschen zu beobachten. Da stelle ich dann fest, zuhause ist es
doch am schönsten. Wink Mache das nicht jeden Tag, denn
finanziell bin ich auch nicht gut gestellt.

Auf jeden Fall drücke ich dir die Daumen das es mit einer
Teilzeitstelle klappt. Ich denke da wärst du eine Menge an
Problemen und Sorgen los. Du wärst unter Menschen. Bekommst im günstigen
Fall ein Lob vom Chef, das stärkt dein Selbstbewusstsein bestimmt
enorm und die Einsamkeit würde sich größtenteils verflüchtigen.
Und mehr Geld zu haben und sich mal was leisten zu können ( etwas über das man
sich super freuen kann, ist auch gut für die Seele.)
ist ja auch nicht zu verachten.

In den Wechseljahren bin ich schon seit geraumer Zeit. Bin ziemlich früh da
reingerutscht. Hatte dann jahrelang Hormone dem Körper zugeführt.
Damit ging es mir prima, sogar meiner Stimmung hatte sich gebessert.
Allerdings sind Hormone auch nicht ganz ungefährlich.
Darüber solltest du dann ausführlich mit deiner Gynäkologin sprechen.
Allerdings musste ich sie absetzen wegen meines Blutdruckes der
viel zu hoch ist. Aber an dem Hochdruck waren sie nicht alleine schuld,
wenn überhaupt, da gibt es noch andere Faktoren. Was ich jetzt aber habe sind
die blöden Hitzewallungen, besonders nachts.

Also, ich drücke dir alle Daumen das es klappt mit dem Job.
Denn dieser könnte so einiges zum Guten verändern.

Ja schade das du in Frankfurt wohnst, sonst hätten wir
uns wirklich mal treffen können. Sad

Viele Grüße,
Mari

#79


F
Ich möchte auch meinen Senf dazu geben...

Auf mich wirkst Du nicht so,als wären die Depressionen in Schach gehalten.
Du leidest unter Ängsten und Depressionen,wie ich auch.

Mir haben Medikamente geholfen und leider muss man manchmal einiges durchprobieren.
Ich selbst habe 10 (!) Medikamente probieren müssen bis endlich eins anschlug.

Viele resignieren vorher,weil man den Eindruck gewinnt: es hilft sowieso alles nichts.

Ich war auch am Boden wie Du,keine Hoffnung mehr auf Besserung.

Antidepressiva haben ihre Tücken (Nebenwirkungen/Erstverschlimmerung).

Bitte sprich nochmal mit Deinem Psychiater,dass er Dir ggf. ein Neuroleptikum verschreibt.

Das andere ist Deine Angst vor der Einsamkeit nach Auszug Deines Sohnes.

Da würde ich Dir raten,eine Verhaltenstherapie anzuvisieren (ambulant).
Es ist wichtig,in solchen Umbruchphasen einen Ansprechpartner zu haben.

Ich hab mir übrigens auch schon unzählige Male gewünscht,tot zu sein.
Aber: ich lebe noch und überwiegend bin ich froh darüber. winkend

#80


A


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Dr. Hans Morschitzky
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