Hallo Ihr Lieben,

hab mal eine Frage, ob es euch auch so geht bzw ob ihr es kennt.
Ich habe Angststörung mit Panikattacken und Depressionen. Eine Persönlichkeitsstörung wurde ebenfalls festgestellt. Seit Januar gehts mir leider noch schlechter (12 Jahre habe ich meine Erkrankung) Derzeit leide ich sehr unter Zwangsgedanken und allgemein geht es mir total schlecht (trotz Doxepin)
Was mich eigentlich interessiert ist, dass ich IMMER etwas habe, ist ein Zwangsgedanke/befürchtung vorbei, kommt das nächste.... Ich habe IMMER vor irgendetwas Angst - Kennt das noch jemand? Habe das Gefühl dass ich bzw mein Körper ständig was sucht/suchen muss...
Es schlaucht und ich frag mich wie es weiter geht. Bin derzeit in Gruppentherapie (haben aber nur noch 10 von 40 Sitzungen) habe aber derzeit das Gefühl dass mir diese zur Last fällt. Es zieht sich dermaßen (seit Juni letzten Jahres)
LG

15.02.2015 10:13 • 15.02.2015 #1


18 Antworten ↓


Hallo Luna ,
da bist du hier in den besten Händen , ich denke mal der größte Teil der User kennt diese Symptome. Lies dir mal den Thread Somatisierungsstörungen durch , da findest du viele Tipps.

15.02.2015 10:21 • #2


trudeherr1912
Hallo und guten Morgen!
JA, das kennen wir ..................da bist Du hier an der richtigen Stelle angekommen um Dich auzutauschen.
Du schreibst, dass Du eine Gruppentherapie machst. Hattest Du schon eine Einzeltherapie, oder planst Du eine?

15.02.2015 10:28 • #3


Hatte schon mehrere Einzeltherapien, aber es kommt einfach immer wieder. Jetzt seit Anfang des Jahres noch schlechter...

15.02.2015 10:30 • #4


Zitat von _Luna82_:
Hatte schon mehrere Einzeltherapien, aber es kommt einfach immer wieder. Jetzt seit Anfang des Jahres noch schlechter...

Ich mache seit einem halben Jahr Therapie und hatte zwischendurch richtig gute Zeiten und jetzt hat es mich wieder voll erwischt.
Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben , ich weiß , das ist schwer.

15.02.2015 10:43 • #5


trudeherr1912
Wie sind denn die Abstände zwischen den schlechten und guten Zeiten?
Hast Du denn nach, oder während der Therapien eine Besserung gehabt?
Nimmst Du Medikamente?

15.02.2015 11:12 • #6


Zitat von trudeherr1912:
Wie sind denn die Abstände zwischen den schlechten und guten Zeiten?
Hast Du denn nach, oder während der Therapien eine Besserung gehabt?
Nimmst Du Medikamente?

Ich hatte mal ein , zwei Wochen das Gefühl es wird besser , dann kam ein Symptom , welches ich nicht einordnen konnte und schon ging's wieder los. Wenn ich bei meiner Therapeutin bin und sie mir vermitteln will , daß alles eine Kopfsache ist , bin ich vorerst beruhigt. Dauert leider nicht lange und so geht es mir auch mit Arztbesuchen. Manchmal könnte ich verzweifeln , daß es einfach nicht aufhört und da habe ich noch einen langen Weg vor mir.
Ich nehme Laif 900 und bin noch bei einer HP in Behandlung und hoffe , daß diese Kombi endlich ein bischen Erfolg hat.

15.02.2015 11:42 • #7


trudeherr1912
Von Laif 900 habe ich noch nicht gehört, kenne mich aber auch mit Medikamenten nicht gut aus. Ich finde das natürlich schon heftig, dass Du diese Zustände schon jahrelang hast und die Therapien nur für maximal 2 Wochen Besserung bringen.
Da war ich in den letzten 20 Jahren fast auf der Sonnenseite der Ängste, da ich immer mal zwischendurch angstfreie Monate und auch Jahre hatte.
Gibt es hier noch mehr Angstmenschen, wo mehrere Therapien so schlecht angeschlagen haben?
Was ist mit einer REHA? Die müsste in Deinem Fall wirklich angebracht sein.

15.02.2015 12:04 • #8


Zitat von trudeherr1912:
Von Laif 900 habe ich noch nicht gehört, kenne mich aber auch mit Medikamenten nicht gut aus. Ich finde das natürlich schon heftig, dass Du diese Zustände schon jahrelang hast und die Therapien nur für maximal 2 Wochen Besserung bringen.
Da war ich in den letzten 20 Jahren fast auf der Sonnenseite der Ängste, da ich immer mal zwischendurch angstfreie Monate und auch Jahre hatte.
Gibt es hier noch mehr Angstmenschen, wo mehrere Therapien so schlecht angeschlagen haben?
Was ist mit einer REHA? Die müsste in Deinem Fall wirklich angebracht sein.

Laif 900 ist hochdosiertes Johanniskraut , ich versuche auf jeden Fall Antidepressiva zu vermeiden. Da die Therapie erst ein paar Monate läuft , will ich mal nicht ungeduldig sein , zumal noch viel aus der Kindheit aufzuarbeiten ist und das der Auslöser meiner Ängste sein soll.
Reha würde ich lieber heute als morgen machen , aber da muß man erst austherapiert sein , sagt meine Krankenkasse.
Das du schon so lange angstfrei bist ist wirklich toll. Schreib doch mal wie du es geschafft hast.

15.02.2015 12:21 • #9


Schlaflose
Zitat von evelinchen:
Reha würde ich lieber heute als morgen machen , aber da muß man erst austherapiert sein , sagt meine Krankenkasse.


Das ist Quatsch. Ich habe eine Reha gemacht, bevor ich überhaupt irgendeine Therapie hatte. Außerdem wird eine Reha meist gar nicht von der Krankenkasse, sondern von der Rentenversicherung finanziert. Das ist auf jeden Fall so, wenn man in einem Arbeitsverhältnis steht.
Mein Antrag wurde zunächst abgelehnt, habe daraufhin Widerspruch eingelegt und wurde zu einem Gutachter bestellt. Nach dessen Beurteilung wurde ein 6-wöchige stationäre Reha genehmigt. Ich bekam dann sogar noch 2 Wochen Verlängerung.

15.02.2015 14:20 • #10


Zitat von Schlaflose:
Zitat von evelinchen:
Reha würde ich lieber heute als morgen machen , aber da muß man erst austherapiert sein , sagt meine Krankenkasse.


Das ist Quatsch. Ich habe eine Reha gemacht, bevor ich überhaupt irgendeine Therapie hatte. Außerdem wird eine Reha meist gar nicht von der Krankenkasse, sondern von der Rentenversicherung finanziert. Das ist auf jeden Fall so, wenn man in einem Arbeitsverhältnis steht.
Mein Antrag wurde zunächst abgelehnt, habe daraufhin Widerspruch eingelegt und wurde zu einem Gutachter bestellt. Nach dessen Beurteilung wurde ein 6-wöchige stationäre Reha genehmigt. Ich bekam dann sogar noch 2 Wochen Verlängerung.

Das ist gut zu wissen , da werde ich mich mal kundig machen.

15.02.2015 14:51 • #11


trudeherr1912
Hallo Luna,
ich war zwischendurch innerhalb der letzten 20 Jahre immer mal wieder Monate...und auch Jahre angstfrei, aber seit ein paar Monaten habe ich leider wieder eine schlechte Phase und starte nächste Woche die dritte Therapie.
Ich kann Dir gar nicht genau sagen, warum ich zwischendurch angstfrei war, genauso wenig wie ich sagen kann, warum es jetzt wieder los ging. Geholfen habe aber auf jeden Fall die Therapien. Meine Ängste liegen auch in der Kindheit begraben wo vieles schief gelaufen ist und viele, schlimme Dinge passiert sind. Ich glaube, dass ich diesbezügl. noch nicht alles aufgearbeitet habe, weil ich irgendwann an einen Punkt kam, wo ich meinte nichts mehr sagen zu können und zu wollen. Jetzt sind seit der letzten Therapie wieder 10 Jahre vergangen und vieleicht kann ich jetzt noch ein Stück weiter gehen. Schaun wir mal!
Was die REHA betrifft, muss ich Schlaflose recht geben. Das habe ich noch nie gehört. Ich selber hatte noch keine REHA, habe mich aber gerade gestern mit einer Bekannten unterhalten, die auch seit 25 Jahren zu den Angstmenschen gehört und bei ihr ging das innerhalb von 3 Wochen mit der REHA. Bei vielen Betroffenem ist doch gar nicht abzusehen, ob sie austherapiert sind. Habe hier und auch im wirklichen Leben noch nie einen Angstmenschen getroffen, der nach einer Therapie glücklich und zufrieden ohne Rückfälle dauerhaft gelebt hat. Da würde ich nochmal nachhaken.

15.02.2015 15:31 • #12


Zitat von trudeherr1912:
Hallo Luna,
ich war zwischendurch innerhalb der letzten 20 Jahre immer mal wieder Monate...und auch Jahre angstfrei, aber seit ein paar Monaten habe ich leider wieder eine schlechte Phase und starte nächste Woche die dritte Therapie.
Ich kann Dir gar nicht genau sagen, warum ich zwischendurch angstfrei war, genauso wenig wie ich sagen kann, warum es jetzt wieder los ging. Geholfen habe aber auf jeden Fall die Therapien. Meine Ängste liegen auch in der Kindheit begraben wo vieles schief gelaufen ist und viele, schlimme Dinge passiert sind. Ich glaube, dass ich diesbezügl. noch nicht alles aufgearbeitet habe, weil ich irgendwann an einen Punkt kam, wo ich meinte nichts mehr sagen zu können und zu wollen. Jetzt sind seit der letzten Therapie wieder 10 Jahre vergangen und vieleicht kann ich jetzt noch ein Stück weiter gehen. Schaun wir mal!
Was die REHA betrifft, muss ich Schlaflose recht geben. Das habe ich noch nie gehört. Ich selber hatte noch keine REHA, habe mich aber gerade gestern mit einer Bekannten unterhalten, die auch seit 25 Jahren zu den Angstmenschen gehört und bei ihr ging das innerhalb von 3 Wochen mit der REHA. Bei vielen Betroffenem ist doch gar nicht abzusehen, ob sie austherapiert sind. Habe hier und auch im wirklichen Leben noch nie einen Angstmenschen getroffen, der nach einer Therapie glücklich und zufrieden ohne Rückfälle dauerhaft gelebt hat. Da würde ich nochmal nachhaken.

Ich denke mal , daß du mich angesprochen hast.
Mit der Reha werde ich auf jeden Fall meine Ärztin befragen.
Da hast du aber schon einen langen Leidensweg hinter dir. Mich begleiten Ängste auch schon mein ganzes Leben , bloß haben sie mich nie so beeinträchtigt bzw. habe ich sie als nicht so schlimm eingestuft und sie haben sich nicht körperlich ausgewirkt. Ich kann auch nicht sagen , warum es bei mir im Moment so schlimm ist.
Ich wünsche dir , daß die Therapie etwas bringt und du dich bald besser fühlst.

15.02.2015 15:54 • #13


trudeherr1912
Ja,klar habe ich Dich gemeint. Sorry!
Vielen Dank für die guten Wünsche.............und auch für Dich natürlich alle Gute.
Bin sicher, das wir uns hier noch öfters treffen werden.

15.02.2015 17:11 • #14


Zitat von trudeherr1912:
Ja,klar habe ich Dich gemeint. Sorry!
Vielen Dank für die guten Wünsche.............und auch für Dich natürlich alle Gute.
Bin sicher, das wir uns hier noch öfters treffen werden.

Das hoffe ich sehr und schreib mal , wie deine erste Therapiestunde war.

15.02.2015 17:14 • #15


trudeherr1912
Mach ich, ist dieses mal ein männlicher Therapeuth!
Wir hören uns

15.02.2015 17:18 • #16


Aurorah
Ich kenne das auch - ständig neue Angstprobleme....

Ich denke, wenn man die Veranlagung zu einer Angststörung hat, dann ist das - erstmal ausgebrochen - eine chronische Erkrankung.
Bei mir fing das so mit 11/12 Jahren an - ich war extrem hypochondrisch. Nachdem diese Phase überwunden war, kamen in der Teenagerzeit mehrere Jahre schwere Panikattacken. Irgendwann hatte ich das einigermaßen im Griff, aber im Laufe meines Lebens immer wieder Phasen mit Angst- oder Psychosomatischen Störungen - immer mal wieder Panikattacken, dann mal eher körperliche Symptome wie monatelanger Schwindel oder unerklärliche Magen-Darm-Probleme oder extreme Schwächegefühle oder Zwangsstörungen. Immer wenn eine Sache überwunden ist, sucht sich der Körper etwas Neues.
Aktuell wieder Panikattacken, bzw. das Gefühl keine Luft zu bekommen.

Ich befürchte, ganz "OHNE" wird man nie dauerhaft sein, es steckt in einem drin (wie bei anderen, die ständig rezidivierende Harnwegsinfekte haben oder mehrmals im Jahr Bronchitis o.ä.). Jeder Mensch hat so seine Schwachpunkte, bei uns sind es halt die Nerven.....

15.02.2015 18:32 • #17


Ich glaube auch , daß man diese Krankheit nicht mehr los wird , vielleicht aber etwas abmildern. Man muß sich immer wieder sagen , daß es nicht gut ist wenn der Körper ständig unter Stress und Anspannung steht , aber das wissen wir ja alle.

15.02.2015 20:31 • #18


Hotin
Hallo _Luna82_,

Zitat:
Ich habe IMMER vor irgendetwas Angst - Kennt das noch jemand?
Habe das Gefühl dass ich bzw mein Körper ständig was sucht/suchen muss...


Das Dich das schlaucht, wenn Du Deine Ängste als sehr unangenehm empfindest,
kann ich gut verstehen.
Um vor etwas Angst zu haben, brauchst Du aber nichts zu suchen.
Angst ist ein Gefühl. Und dieses Gefühl sagt uns ständig, "hast Du alles richtig gemacht?" oder
"ist das nicht gefährlich, wenn Du das machst", oder "bin ich jetzt schwer krank, wenn es hier weh tut."
oder anderes.

Mit Deinem Willen, kannst Du Deine Gefühle beruhigen, wenn Du das möchtest.
Falls Du das bisher noch nicht geübt hast, solltest Du anfangen Deine Ängste anders zu bewerten.
Nur so kannst Du Deine Ängste abschwächen.

Deine Antworten die Du Dir in Gedanken selbst geben kannst, könnten zum Beispiel
sein.
"hast Du alles richtig gemacht?" - Ja, ich bin der Meinung, ich habe es richtig
und gut gemacht.
"ist das nicht gefährlich, wenn Du das machst"? - Das kann schon sein, aber ich möchte das gern
machen und ich achte darauf, das mir dabei nichts passiert.

"bin ich jetzt schwer krank, wenn es hier weh tut?" - Das kann sein, das der Schmerz von einer
schweren Krankheit erzeugt wird. Allerdings können es sehr viele
Ursachen sein, die diesen Schmerz auslösen. Fast immer hat es eine völlig
harmlose Ursache. Ich mache mich jetzt nicht nervös. Falls es über Tage hinweg bleibt, frage ich
mal meinen Hausarzt. Bis dahin bleibe ich ruhig.

Nur wenn Du anfängst, Dein eigener Chef im Kopf zu werden, und selbst zu
entscheiden, welche Angst berechtigt ist, und welche überflüssig ist, kann sich Deine
Angststörung besser werden.


Vielleicht hört sich das schwierig an, es ist jedoch gar nicht so schwer.
Es erfordert nur etwas ganz Neues zu lernen und viel üben.

Bin derzeit in Gruppentherapie (haben aber nur noch 10 von 40 Sitzungen) habe aber derzeit das
Gefühl dass mir diese zur Last fällt.

Wem der Rechenunterricht keinen Spaß macht, der wird vermutlich nie gut Rechnen lernen.
Also ohne eigene Bemühungen befürchte ich, kann es kaum besser werden.

Viele Grüße

Hotin

15.02.2015 23:12 • #19




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