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1

J

joe899
Mitglied

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Mitglied seit:
Hallo zusammen,

mir gehts seit Tagen wieder schlechter, so dass ich folgende Symptome habe: Anspannung, Unruhe, Nervösität, Schwitzen, teils Hitzewallung, schnellere Puls etc. also alles was typische Stress und Angstsymptome sind. Ich habe seit kurzem eine neue Therapie angefangen und der Therapeut ist mit mir diese Woche durchgegangen, was das ganze auslöst. Und zwar indem negative Gedanken hochkommen, man ein Angstgefühl empfindet und körperliche Symptome hinzukommen, die als bedrohlich wahrgenommen werden, diese negativ bewertet und das die Angst verschlimmert. So weit macht das schon Sinn.

Mein Problem bzw. meine Frage ist: Wenn ich morgens aufwache, merk ich nichtmal, dass ich direkt negativ denke, ich wache unruhig auf. aber wie kann das sein, wenn noch gar kein negativer Gedanke entsteht? Kann das sein, dass meine Ängste, da sie über Jahre gehen, mittlerweile so unterbewusst tief eingesunken sind, dass ich die körperlichen Symptome spüre, aber gar nicht mehr merke, dass ich negativ Denke?

Desweiteren muss ich aber auch zugeben, dass ich ständig auf meine Symptome fokussiere. ich checke immer wie schwitzig meine Hände sind, wie schnell mein Puls ist oder höre generell in meinen Körper rein. das scheine ich durchgehend zu machen und halte damit den Stresspegel vermutlich aufrecht?

Ich fühl mich so verzweifelt, weil ich das Gefühl habe mit mir stimmt was nicht, dass ich ein Sonderfall bin und mir niemand helfen kann.

Außerdem muss ich noch sagen, dass ich z.B. gestern starke Angst empfunden habe den ganzen Abend und dann ab einem gewissen Punkt die Angst plötzlich verschwunden ist und ich zur Ruhe gekommen bin. das Muster, dass es spät abends besser wird habe ich schon häufig bei mir beobachtet was kann das sein?

27.06.2020 #1


7 Antworten ↓

S
Das geschieht schon meist automatisch der Körper muss erst wieder lernen dass wir Symptome nicht bedrohlich sind
Lg

#2


A


Ständig nervös/angespannt - alles unterbewusst?

x 3


j_1411
Hallo,
dein Kopf hat sich das alles quasi antrainiert. Im Prinzip wie schreiben oder lesen lernen. Vielleicht schläfst du nachts zwar durch, aber hast keinen tiefen Schlaf. Dann merkt man auch oft, dass man morgens unruhig ist. Der Kopf kann unterbewusst auch echt viel auslösen. Da reicht manchmal ein minimaler trigger.
Außerdem ist es oft so, dass sich die Symptome zu Beginn der Therapie nochmal verschlechtern, bevor es besser wird. Nicht aufgeben. Das wird Smile

x 1 #3


J

Seit Jahren im Dauerstress, alles nur psychisch?

Hallo zusammen,

Ich leide unter den folgenden Symptomen seit mehreren Jahren, so gut wie jeden Tag:
- Nervosität
- Erschöpfung
- Anspannung
- Zittern
- Gereiztheit
- Innere Unruhe
- Ungeduld
- Schwitzen
- Konzentrationsstörung
- Schwindel und Benommenheit



Also im Grunde alles Symptome, die mit Stress in Verbindung gebracht werden können.
Man ist die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es psychisch ist, aber mein aktueller Therapeut hat mit heute gesagt, dass es eher unüblich ist, dass man jeden Tag die gleichen konstanten Symptome / Beschwerden hat, wenn man unter einer Angsterkrankung leidet. Sondern es ist eher üblich, dass es von Tag zu Tag variiert. Deshalb hat er mir empfohlen, das ganze nochmal von der körperlichen Seite zu betrachten. Vor allem sind die Beschwerden auch da, wenn ich aktiv nicht über was negatives Nachgrübel. Wenn es also psychisch ist, muss es etwas sehr Automatisiertes / Unterbewusstes sein.
Ich muss außerdem sagen, dass die Beschwerden über den Tag sehr zunehmen, und um 18 Uhr den Höhepunkt erreichen und in der Nacht VIEL BESSER werden, fast verschwunden und das geht mittlerweile fast jeden Tag so, seit einigen Jahren. Körperlich wurde in der Vergangenheit die Schilddrüse vermutet, da mein TSH teilweise bei manchen Untersuchungen zu hoch war (aber das spricht ja eher für eine Unterfunktion?). Aber letztendlich hatten die Ärzte in der Vergangenheit die Schilddrüse nicht dafür verantwortlich gemacht. Deshalb meine Frage: Hat jemand noch eine Idee, was ich machen kann und woher die ständigen Stresssymptome noch kommen können, bzw. die Psyche vom Körper beeinflusst wird?

Vielen Dank

#4


Icefalki
Schilddrüse macht viel Murks, wenn es da ein Problem gibt. Warst du damit bei einem Endokrinologen, oder nur bei Hausärzten.

x 1 #5


J
Ich war tatsächlich damals bei mehreren Ärzten und die Meinung ging auseinander, weil die Ärzte damals einfach überfordert waren, da die Werte geschwankt haben und die Symptome paradox sind.
Aber die letzte Untersuchung hat keine Auffälligkeiten ergeben...

#6


HaZelGreY
Ich habe seit 20 Jahren eine Angsterkrankung und Panikattacken.
Ich habe auch täglich Symptome die nicht variieren sondern immer da sind. Ich habe auch nicht mehr diese typischen Panikattacken, bei mir können sie gut und gerne Stunden dauern.
Es ist nicht alles immer wie im Lehrbuch, jeder Therapeut geht auch anders damit um, ich habe auch in all den Jahren unterschiedliche Meinungen erlebt.
Lass dich nicht zu sehr verrückt machen.
Rede mit deinem Arzt evtl. Noch einmal darüber, lass ein großes Blutbild machen mit check up, wenn er wieder nichts findet, ist es psychisch und du solltest aufhören daran zu zweifeln und weiter zu suchen, du solltest dich dann darum bemühen an deiner psychischen Verfassung zu arbeiten.

#7


MissAngsthase
@ Icefalki,

kann man denn einfach so zu einem Endokrinologen gehen? Wird das von der Krankenkasse bezahlt?
Ich meine mal gehört zu haben, dass nur bei schlechten Werten der Schilddrüse, der Hausarzt eine Überweisung ausstellt. Oder muss man dann selbst zahlen, wenn man ohne Überweisung einen Termin möchte?

LG Smile

#8






Dr. Christina Wiesemann
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