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Binchen95

Binchen95
Mitglied

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Eigentlich lief es relativ gut in letzter Zeit, nun lag ich letzte Woche aber mit einer fetten Grippe flach und gestern als es mir endlich etwas besser ging kam einfach aus dem Nichts eine so heftige panikattacke wie ich sie schon sehr lange nicht mehr hatte. Ging fast 2 Stunden lang bis ich mich etwas runterfahren konnte und jetzt stecke ich so tief in der angst vor der angst fest. ich hab den mist seit mittlerweile fast 8 jahren und weiß eigentlich womit ich es zu tun habe aber die Attacke gestern hat mich gefühlt auf werkseinstellung zurück gesetzt. Ich habe konstant das Gefühl gleich geht es wieder los, der körper fühlt sich als wenn er brennt innerlich, die Angst das das Gefühl jetzt nie wieder weg geht ist das schlimmste, aber genau wegen der Angst geht es ja nicht weg, ich komme aber einfach nicht runter. Dachte eigentlich gestern abend das es besser geworden war schon aber ich bin dann schon direkt mit herzrasen heute wach geworden und schon ging es weiter. Ich hasse das, ich meine ich weiß doch was es ist und ich weiß auch eigentlich das es nicht immer so schlimm bleibt aber ich kann es einfach nicht umsetzen und komme aus der angst nicht raus.

20.12.2025 #1


18 Antworten ↓


Daniel1988
@Binchen95 Hallo, ich kenne das Gefühl.
Irgendwann kommt der Moment wo es wieder besser wird mit den Panikattacken.
Dann lebt man deutlich besser. Und manchmal Jahre später plötzlich aus dem Nichts…
Zack,
Von 0 auf 100 Prozent alles zurück.

Man fängt gefühlt von Vorn an.

x 2 #2


A


Rückschlag durch Panik

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Binchen95
@Daniel1988 es ist einfach so belastend. Vor einer Woche hab ich bei Panik die Schultern geguckt und weiter gemacht und heute trau ich mich kaum aus dem bett.

#3


E
Ich hatte ja leider auch eine Grippe und während der Grippe, die ersten zwei Tage bekam ich aus lauter Angst und den Gefühlten Symptomen auch noch Panikattacken.

Denke halt auch, wenn es kommt dann benötigt es manch mal wieder etwas mehr Zeit die Panikattacken wieder los zu werden und die Angst vor der Angst ist leider dann das schwierigste, diese Unsicherheit und Gedankendrehen wann könnte es wieder los gehen verunsichert.

x 2 #4


Lina60
Liebe @Binchen95 leider ist mir bekannt , was Panikattaken sind. Bei mir ging's auch immer mir Herzrasen los ( beim ersten Mal dachte ich sogar an Herzinfarkt.) und war vor allem präsent, wenn mich etwas stresste ( z.B auch Angst). Zuerst habe ich in diesen Momenten Benzol genommen, die relativ schnell wirkten. Aber da man das auch Dauer nicht soll ( Abhängigkeit) liess ich mir Antidepressiva verschreiben. Anfangs kann es dauern ( einschleichen) bis die positive Wirkung eintritt, und man das passende Medikament findet, doch wenn es so weit ist , bekommt man sehr sehr selten Panikattaken, ist eher stabil.

Vielleicht solltest Du mal mit Deinem Psychiater über diese Möglichkeit sprechen..alles Gute !

#5


Binchen95
@Elemente ja dieses wann geht es wieder los oder auch dieses es hört nie mehr auf ist das schlimmste

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Binchen95
@Lina60 das habe ich definitiv vor, ich merke deutlich das ich aus dieser akuten phase ohne hilfe nicht raus komme. Passt natürlich das das ganz dann zum Wochenende und dann noch kurz vor den Feiertagen wo alle zu haben kommen muss...

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B
@Binchen95 ich kenne das sehr gut!

Irgendwann gingen die Panikattacken mir so auf den Sack , dass ich schon extrem abgenervt war als ich bemerkte , dass mein Herz gleich wieder anfängt wie wild zu pochen und ich hab versucht die Angst irgendwie in Wut umzupacken.. das hat mir tatsächlich geholfen, denn es ging mir so auf die Nerven, mein doofes Herz nicht im Griff zu haben.

Also jedes mal , wenn dein Herz wieder versucht dir Streiche zu spielen sag dir „jetzt lass mich in Frieden, du nervst“

x 1 #8


B
Achso und noch was, ich hab dann meistens eiskaltes Wasser in den Mund genommen und gegurgelt wie verrückt und mir das Wasser über die Pulsadern laufen lassen, solange bis ich gemerkt habe das es besser wird.

x 2 #9


Binchen95
@Bienchen172024 das mit der Wut klappt meistens echt gut das stimmt, bin schon oft draußen umher gelaufen und hab mich innerlich mit mir selbst gestritten 😂 aber dafür steck ich gerade noch zu fest in der Anspannung gerade. Bin jetzt erstmal zu Freunden für den Abend damit ich mich nicht wieder zuhause einigel in der Sicherheit, sonst festigt sich das ganz flott wieder. Das finde ich ja auch so unfair, verfestigen tun sich die ängste nach einer Attacke, verflüchtigen tun sie sich gefühlt erst nach 100.

x 2 #10


B
@Binchen95 das ist das beste was du tun kannst! Wissen deine Freunde von deinen Ängsten? Damit sie dich auffangen können falls sowas nochmal auftritt.

#11


Binchen95
@Bienchen172024 ja die wissen bescheid, einer meiner Freunde ist selber schon viele Jahre betroffen aber in der Heilung schon viel weiter als ich, er ist immer eine sehr große Hilfe.

#12


B
@Binchen95 geteiltes Leid ist halbes Leid 👍🏼

Irgendwann kommen wieder bessere Zeiten🙂‍

#13


Binchen95
@Bienchen172024 genau, irgendwann wird es wieder besser, das muss jetzt nur noch bei mir im Köpfchen ankommen

#14


E
Zitat von Bienchen172024:
@Binchen95 ich kenne das sehr gut! Irgendwann gingen die Panikattacken mir so auf den Sack , dass ich schon extrem abgenervt war als ich bemerkte , dass mein Herz gleich wieder anfängt wie wild zu pochen und ich hab versucht die Angst irgendwie in Wut umzupacken.. das hat mir tatsächlich geholfen, denn es ging mir ...

Manch mal kann es wirklich sich in Wut umwandeln oder man ist so fertig in dem Moment mit der Welt das man innerlich fast zerplatzt vor dieser überwältigenden Angst in einen und wütend auf vieles ist, man fühlt sich ja tatsächlich auch ausgeliefert. Ich konnte aber auch schon mit etwas Glück die Panik die hoch kommt verpuffen lassen.

x 1 #15


Binchen95
@Elemente das ist ja das was mich so ärgert, bis gestern konnte ich das auch gut verpuffen lassen. Aber immer wenn es bergauf geht kommt eine und haut mich wieder um

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fourofour
Zitat von Binchen95:
das ist ja das was mich so ärgert, bis gestern konnte ich das auch gut verpuffen lassen. Aber immer wenn es bergauf geht kommt eine und haut mich wieder um


Es gibt viele Wege mit denen man aus dem Kreislauf herauskommen kann. Welche Methode für einen passt, hat man für sich herauszufinden. Emotionen wie Angst und Wut kann man kanalisieren, wie @Elemente es beschrieben hat.

Eine Panikattacke entsteht, wenn der innere Stresspegel die Angstschwelle überschreitet. Bevor es dazu kommt, sollte man den inneren Stresspegel so niedrig wie möglich halten. Eine Erkältung kann den Pegel erhöhen. Ist der Pegel vorher schon erhöht gewesen, ist der Puffer für die Erkältung geringer.

Wichtig ist auch die eigene Einstellung zu einer Panikattacke. Mir ist durchaus bewusst, das sie alles andere als Spaß sein können. Mit Achtsamkeit betrachtet sind sie eigentlich ungefährlich. Denn sie sind "nur" die Entladung der aufgestauten Energie + die ausgeschütteten Stresshormone.

Je mehr man sich gegen eine PA streubt, je mehr man sie verteufelt oder Wut gegen sie aufbaut, desto mehr Raum nimmt sie in den Gedanken ein. Im Prinzip stellt man sie auf einen Sockel von dem sie, von weit oben herab auf uns böse herunterschaut.

Meine Erfahrung ist - je weniger ich mich dagegen gerwehrt habe, desto weniger hat es mich belastet. Desto weniger hatte ich Angst vor der Angst.

Des Weiteren finde ich einen Punkt elementar wichtig - es ist die Integration der eigenen Erfolge.
Man hat PA überstanden / durchlebt. Diese Momente sollte man sich bewusst in der Erinnerung halten. So halte ich es bis heute - Wenn ich in einem Gedankenkreisel komme, den ich mit meinen Stoppmethoden und Regulierungsfähigkeiten nicht unterbrechen kann, sage ich mir immer wieder

"Du kennst das. du hast das zig mal durchlebt. Es hört irgendwann auf."

Meine Worte kombiniere ich mit einer eigenen Imaginationsübung, in der ich einen nebligen Weg entlang gehe, wo auf der rechten Seite immer wieder Pfosten sind, an der eine sehr dicke, rote Kordel den Pfad entlang ist.
Daran halte ich mich in Gedanken fest.

Das ist mein persönlicher 'Weg um damit umzugehen.

Ein Leben mit einer Angstsymptomatik erfordert ein konsequent an seine Befindlichkeiten angepasstes Leben, mit kontinuierlicher Übung seiner Skills. Schwankungen sind normal.

#17

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Binchen95
@fourofour danke für deine Worte, mein Pegel war schon vor der Grippe sehr hoch, viel Stress, wenig schlaf, also eigentlich war es vorprogrammiert, die frage war nur wann. Na mal schauen so langsam fällt die Anspannung etwas, der "Panik-Hangover" scheint dem Ende entgegen zu gehen.

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fourofour
Gerne - weiterhin viel Kraft Daumen hoch

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