Zitat von Binchen95: das ist ja das was mich so ärgert, bis gestern konnte ich das auch gut verpuffen lassen. Aber immer wenn es bergauf geht kommt eine und haut mich wieder um
Es gibt viele Wege mit denen man aus dem Kreislauf herauskommen kann. Welche Methode für einen passt, hat man für sich herauszufinden. Emotionen wie Angst und Wut kann man kanalisieren, wie @Elemente es beschrieben hat.
Eine Panikattacke entsteht, wenn der innere Stresspegel die Angstschwelle überschreitet. Bevor es dazu kommt, sollte man den inneren Stresspegel so niedrig wie möglich halten. Eine Erkältung kann den Pegel erhöhen. Ist der Pegel vorher schon erhöht gewesen, ist der Puffer für die Erkältung geringer.
Wichtig ist auch die eigene Einstellung zu einer Panikattacke. Mir ist durchaus bewusst, das sie alles andere als Spaß sein können. Mit Achtsamkeit betrachtet sind sie eigentlich ungefährlich. Denn sie sind "nur" die Entladung der aufgestauten Energie + die ausgeschütteten Stresshormone.
Je mehr man sich gegen eine PA streubt, je mehr man sie verteufelt oder Wut gegen sie aufbaut, desto mehr Raum nimmt sie in den Gedanken ein. Im Prinzip stellt man sie auf einen Sockel von dem sie, von weit oben herab auf uns böse herunterschaut.
Meine Erfahrung ist - je weniger ich mich dagegen gerwehrt habe, desto weniger hat es mich belastet. Desto weniger hatte ich Angst vor der Angst.
Des Weiteren finde ich einen Punkt elementar wichtig - es ist die Integration der eigenen Erfolge.
Man hat PA überstanden / durchlebt. Diese Momente sollte man sich bewusst in der Erinnerung halten. So halte ich es bis heute - Wenn ich in einem Gedankenkreisel komme, den ich mit meinen Stoppmethoden und Regulierungsfähigkeiten nicht unterbrechen kann, sage ich mir immer wieder
"Du kennst das. du hast das zig mal durchlebt. Es hört irgendwann auf."
Meine Worte kombiniere ich mit einer eigenen Imaginationsübung, in der ich einen nebligen Weg entlang gehe, wo auf der rechten Seite immer wieder Pfosten sind, an der eine sehr dicke, rote Kordel den Pfad entlang ist.
Daran halte ich mich in Gedanken fest.
Das ist mein persönlicher 'Weg um damit umzugehen.
Ein Leben mit einer Angstsymptomatik erfordert ein konsequent an seine Befindlichkeiten angepasstes Leben, mit kontinuierlicher Übung seiner Skills. Schwankungen sind normal.