superstes
Mitglied
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Zitat:Was ist Euch heute-letzte Woche-dieses Jahr-irgendwann in Eurem Leben al sehr gut gelungen oder wo habt Ihr schonmal welche Krise bewältigt?
Die Vorstellung, oder das Wissen darüber, schon einmal eine schwere Lebenskrise überwunden oder überstanden zu haben, hilft mir zur Zeit nicht, mit meiner (30 jahre späteren) neuen Lebenskrise
zurecht zu kommen. Was mir damals so nach und nach geholfen hat...ist jetzt nicht mehr Hilfreich !
Natürlich kommt bei mir mein Alter (72) dazu, die kontaktfeindliche Pandemie. Meine Trauer und Einsamkeit, keine neuen Ideen aus der Dunkelheit heraus zu kommen.
Dennoch ist dieser Faden sicher hilfreich, über seine Fähigkeiten nachzudenken, Krisen und Belastungen zu bewältigen, nicht daran zu zerbrechen und gestärkt daraus hervor zu gehen.
Schon einmal ist mir (damals) dies gelungen, auch ohne von dem Wort Resilenz je gehört zu haben. Damals war es das sehr langsame annehmen meiner schweren Behinderung, das nicht mehr weiterleben wollen, weil sich die Auswirkungen meiner Verletzungen, meinen Lebensalltag bösartig ausgewirkt haben. Es waren dann die kleinsten Fortschritte, z.B wieder ein paar Seiten in einem Buch zu lesen, ohne schon nach drei Sätzen wieder ins destruktive Grübeln zurück zufallen...
Auch das annehmen von schlechten Tagen, wo gar nichts mehr ging außer auf dem Sofa teilnahmslos herum zu hängen. Ich nannte dies damals...meine Sofatage (mein Schneckenhaus).
doch dann das wieder neuendecken meiner kreativen und zugeschütteten Vergangenheit...das hieß, natürlich erst kleinste Brötchen backen und viel Geduld über die langsamsten Fortschritte aufbringen.
Das ist das was ich euch weitergeben kann, viel Geduld, um eine widerstandsfähige, innere Festigkeit zuückbekommen.
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