-IchBins-
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Zitat von Nora5:Ich schaffe es, fast ausnahmslos freundlich mit mir selbst zu sprechen innerlich
Das kann so viel bewirken, ist bei mir nicht anders. Ich spreche zu meinem inneren Kind quasi. Ich denke, dass manche Menschen mit psychischen Belastungen (Krankheiten), je nachdem welche, widerstandsfähiger sein können, als "Gesunde".
Ich merke es an mir, weil ich auf mich allein angewiesen bin, zumindest in der Woche. Niemand kann mir helfen, meine Eltern nicht und auch sonst kaum jemand, was ich aber gut finde, auf mich allein gestellt zu sein, denn nur so lerne ich, mit vielen Schwierigkeiten zurecht zu kommen. Und wenn es mal gar nicht geht, bin ich gezwungen, mir Hilfe zu holen.
Durch das überbehütete Aufwachsen in meiner Kindheit habe ich lange nicht gelernt, selbstständig mich um mich zu kümmern. Was jetzt ganz anders ist, ich habe Dinge geschafft, die ich mir niemals hätte vorstellen können in der Vergangenheit und so leicht lass ich mich auch nicht mehr aus meiner Balance bringen.
....ich glaub, jetzt bin ich abgeschweift...
• x 4 #41


oh ja, das kenne ich. Genauso habe ich auch empfunden. Bei mir hat die Krise jetzt die zwei Jahre überschritten, ich muss feststellen, es ist so mega viel besser geworden mit mir. Zu Beginn wollte ich nicht mehr leben, habe jegliches weiter machen als so unendlich sinnlos empfunden, ich kam nicht zur Ruhe, war so eifersüchtig auf alle, die sich einfach so Ruhe gönnen konnten, normale Dinge tun konnten, Urlaub genießen etc. Ganz furchtbar fand ich die sicherlich von Freunden gut gemeinten Sprüche "Fahr doch mal in Urlaub, wird dir sicher gut tun". Oh Gott, wie fühlte sich das schlimm an. Was hatten die für eine Ahnung. Von wegen würde mir das gut tun! Ich wäre ja da nur noch mehr mit meinem Elend und der entsprechenden Stimmung und dem alles sinnlos Gefühl konfrontiert gewesen. Ich habe das als so dermaßen deplaziert empfunden, ich hätte diese Personen am liebsten laut angeschrien, und doch, scheint es ja die normalste, nett gemeinteste Sache der Welt. Es fühlte sich aber eben nicht so an und dazu noch eine Art Mundverbot, sich gegen diese Kommentare wehren zu dürfen und nicht richtig vermitteln zu können, wie sehr andere mich damit gequält haben.
je nachdem, welcher Mensch zu mir spricht. Aber wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach den Mund halten oder eben mal nachfragen, wie es einem geht, wenn es jemand ist, dem man wichtig ist. Verstehen muss man es nicht, aber wenigstens einfach akzeptieren, damit wäre dem einen oder anderen schon geholfen.