Billie2805

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Hallo, ich habe schon ein wenig gelesen und denke, dass ich hier richtig bin. Ich schreibe mal ein wenig von mir. Stehe seit 2015 unter Dauerstress. 2 Todesfälle in der Familie, selbst gesundheitliche Probleme. Nach dem Tod meines Vaters hatte ich zum 1. Mal Panikattacken. Sie verschwanden dann wieder. Im Frühjahr diesen Jahres wurde ich mit krebsverdacht konfontiert. Zum Glück blieb es bei dem Verdacht. Auch während dieser Zeit litt ich unter Panikattacken und innerer Unruhe. Nach Entwarnung wieder völlig weg. Nun wurde ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule festgestellt. Dieser äußert sich mit verschiedenen Symptomen (Schmerzen, schluckbeschwerden, Ohr wie wenn ein Stöpsel drin ist). Das alleine macht mir schon Angst, aber ich hatte mich langsam damit arrangiert. Seit letzter Woche nun kam noch Schwindel dazu und auch die Panikattacken sind wieder da. Fühle mich auch so benommen. War sogar 2mal beim Arzt. Neurologische Ursachen bestehen wohl nicht. Wurde in der Notaufnahme von einem Neurologen behandelt. Dieser tippt auf die Psyche. Ich habe schon selbst erkannt, dass ich Hilfe brauche. Bei den Symptomen, die mein Körper meldet habe ich natürlich auch Angst, dass doch etwas nicht passt. Das rationale denken ist ab und an komplett ausgeschaltet. Ich nehme seit gestern Globuli Aconitum und trinke Beruhigungstee. Mir geht es besser, wenn ich gut abgelenkt bin und an die Luft gehe, aber das ist nicht immer möglich. In 10 Tagen wollen wir in den Urlaub fliegen. Bin da sehr zwiegespalten. Zum einen erhoffe ich mir Besserung und dann ist wieder die Angst, dass mir dort was passiert. Mich beschäftigt auch seit dem krebsverdacht, dass meine Mom schon so viel durchgemacht hat und wenn ich jetzt auch noch krank wäre, sie das nicht packen würde. Wir haben nur noch uns 2. Der andere Todesfall war mein Bruder. Ich denke auch, dass ich an Zwängen leide. Habe im letzten Jahr 20 Kilo abgenommen und seitdem beschäftigt mich meine Ernährung und meine Bewegung( bewege ich mich genug, habe ich meine Schritte geschafft). War auch im letzten Jahr schon sehr unruhig und konnte nicht wirklich entspannen. Alles wohl schon Anzeichen. So, das war es erst mal. Vielleicht mag jemand Kontakt mit mir aufnehmen und von seinen Erfahrungen berichten. Bin für jeden Tipp dankbar

08.09.2019 11:58 • 09.09.2019 #1


6 Antworten ↓


Lemon

Lemon


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Liebe Billie,

oh man, du ist ja auch wirklich schön schlimm, was du durchmachen musstest. Ich glaube, das ist ganz normal, dass du deinem Körper da jetzt erstmal nicht mehr richtig traust. Aber das kannst du zurückgewinnen, dieses Vertrauen. Die Ärzte haben jetzt sicher alles durchgecheckt oder? Dann übe, ihnen zu vertrauen. Sag dir immer wieder vor, dass alles in Ordnung ist und das andere die Psyche macht.

Mir geht es genau so - wenn etwas mit einem Verdacht auf Krankheiten ist (bei mir oder meiner Familie), dann klinkt mein Kopf komplett aus. Ich kann nicht mehr ruhig denken, ich kann nicht mehr rational denken, ich kann die Wahrscheinlichkeiten nicht mehr normal einschätzen, ich werde total kopflos. Mir hilft es immer, mit Leuten zu sprechen. Mit Leuten, die ruhig und rational sind am besten. Und den Ärzten glauben.

Ansonsten hilft es mir bei Symptomen, die ich wahrnehme, immer daran zu denken, dass diese bei Ablenkung zwischendurch verschwunden sind und dass es dann ja keine schlimme Krankheit sein kann. Sowas halte ich mir dann auch vor Augen.

Die Leute, mit denen du in den Urlaub fährst - kannst du gut mit denen über diese Ängste sprechen? Das ist wichtig. Und manchmal versuchen, sogar ein bisschen darüber zu lachen.

Insgesamt nach diesen Schicksalsschlägen würde die vielleicht für eine Zeit eine therapeutische Unterstützung ganz gut tun?

08.09.2019 21:43 • #2


Billie2805


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Hallo Lemon, vielen Dank für deine lieben Worte. Es ist tatsächlich Zeit mir Hilfe zu holen. Hätte schon viel früher diesen Schritt gehen müssen. Ich fahre mit meinem Mann in den Urlaub. Er weiß Bescheid und unterstützt mich. Versuche die körperlichen Symptome nicht ernst zu nehmen, denn es ist so wie du sagst.... sie sind nicht immer da. Angst macht mir aber dennoch der Schwindel. Aber auch da meint der Neurologe, dass es keine neurologischen Ursachen hat. Alles nicht so einfach.....

09.09.2019 06:34 • #3


Lemon

Lemon


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Schwindel ist echt beunruhigend, da fühlt man sich so verunsichert und nicht richtig "funktionsfähig". Aber du hast ja mit deiner Halswirbelsäule eine gute Erklärung dafür!

Ach mir gehts auch blöd im Moment, die Angst ist viel präsenter als sonst... Irgendwie muss man durchhalten und weitermachen.

09.09.2019 09:03 • #4


Billie2805


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Das die HWS was mit dem Schwindel zu tun hat, habe ich auch gelesen. Aber ein Neurologe sagte mir, dass da kein Zusammenhang bestehen kann..... Er tippt komplett auf meine Psyche. Leidest du auch unter Schwindel?

09.09.2019 09:36 • #5


Lemon

Lemon


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Achso, für mich ist das ein ganz offensichtlicher Zusammenhang mit HWS und Schwindel.

Ich hatte immer mal wieder Probleme mit Schwindel. Verschiedene Sorten: Manchmal länger im Untergrund und nicht so stark, dann mal so, als ob es mich zur Seite zieht und manchmal nur einen kurzen Moment, dafür sehr stark... Bei mir war das immer alles psychisch, glaub ich.

09.09.2019 09:42 • #6


Billie2805


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Ich denke auch, dass da ein Zusammenhang bestehen kann. Aber wie das meist so ist: Frage 5 Leute und du bekommst 10 Antworten Denke schon, dass bei mir einfach ein Punkt erreicht ist, an dem ich Hilfe benötige. Hattest oder hast du therapeutische Unterstützung? Da gibt es wohl sehr lange Wartezeiten....

09.09.2019 09:49 • #7



Dr. Christina Wiesemann


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