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Hatte gestern wieder einen Termin.
Irgendwann meinte er ich soll mit meinem Mann Bahn fahren und 3 Tage später alleine.
Ich bin schon 5 Jahre keine Bahn mehr allein gefahren Es geht einfach nicht.
Und der Psychotherapeut meinte ich soll mich dann melden wenn ich gefahren bin dann bekomm ich auch wieder einen Termin vorher bekomme ich keinen mehr
Ziemlich hart, oder? Ob der mich jemals noch mal sieht?
Letztens stand ich an der Bahn Haltestelle allein wurde mir schlecht, paar Tage später wollte ich dort nur auf den Fahrplan gugen bekam ich Herzrasen.
Wie soll ich es dann schaffen allein da einzusteigen?
Ich krieg ja ein Herzkasper vor angst

Lg

19.06.2008 10:24 • 03.07.2008 #1


11 Antworten ↓


Hallo Snoopy,

habe gelesen, was Dir passiert ist, warum Du keine Bahn mehr fahren willst.
Ich denke, dass Dein Therapeut Dich etwas unter Druck setzen will. Er weiß ja, dass Du irgendwie "abhängig" von Deiner Therapie bist und will Dich somit dazu bewegen, wieder zu fahren. Ob das für Dich jetzt die richtige Lösung ist, weiß ich nicht, aber vielleicht wird er schon wissen, was er macht, auch wenn das, was er gesagt hat, ziemlich hart für Dich ist.
Du solltest Dir vor Augen halten, dass Du zu diesem Zeitpunkt schwanger warst und überall hättest umkippen können. Dass das mit der Bahn absolut nichts zu tun hatte. Die Bahn war nicht der Auslöser, sondern die Schwangerschaft.
Hast Du es denn nicht mal versucht, mit Deinem Mann zu fahren?
Liebe Grüße

19.06.2008 10:53 • #2



Psychotherapeut gibt mir keinen Termin

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Christina
Zitat von Snoopy_1978:
Ziemlich hart, oder? Ob der mich jemals noch mal sieht?
Mich würde der schon aus Prinzip nicht mehr wiedersehen... Man macht doch eine Therapie, weil man es eben bisher nicht ohne geschafft hat. Und mindestens das, was Kati geschrieben hat, hätte der Therapeut erklären müssen - zusätzlich zu all' dem anderen, was er einem Patienten zum Umgang mit der Angst an die Hand geben kann und muss. Im Zweifelsfall ist es sogar der Job des Therapeuten, bei den ersten Übungen dabei zu sein. Mag sein, dass dieser Therapeut diese Art von Provokation und Druck als Methode verwendet, es gibt aber genug andere, die empathischer vorgehen. Und diese anderen wären für mich zumindest besser geeignet. Wie es für Dich ist, musst Du selbst wissen, das "klassische" Vorgehen der VT ist das jedenfalls nicht.

Liebe Grüße
Christina

19.06.2008 12:43 • #3


Ja mit meinem Mann zusammen kann ich Bahn fahren,
bekam da letztes Jahr zwar noch PA´s, aber die letzten male klappte das.
Aber alleine? Das pack ich nicht

Ob der Therapeut mich wieder sieht?
Im Moment denke ich eher nein. Ich find das schon ziemlich hart von ihm
wenn ich das alleine könnte würd ich ja nicht zu ihm kommen.

Lg

19.06.2008 12:56 • #4


ZZerRburRuSs
Hallo

Ganz schön hart was dein Therapeut da anstellt.
Sein Ziel ist ja schon klar aber ob diese Massnahme für so richtig ist ?
Ich glaubs ja nicht so richtig

lg ZZ

19.06.2008 13:07 • #5


hallo

vielleicht hätte dein therapeut lieber metzger werden sollen

ich würde ihm eine karte schenken mit der aufschrift "denken hilft"

abolut unmöglich was du da schreibst, einen menschen der unter pa leidet unter druck zu setzen ist falsch.

du solltest dort abgeholt werden wo du gerade stehst und nicht dort wo dein therapeut dich haben will.

meine empfehlung ist, suche dir einen anderen therapeuten.

lieben gruss michel

19.06.2008 15:27 • #6


Ja ich denke immer noch das der mich nicht mehr sehen wird.
Ich komm ja nicht aus langeweile zur Therapie und der muß das doch gemerkt haben das es mir nicht gut ging als er mir das sagte das ich ganz nervös wurde und am Gummiband rum gezupft hab und und und....
Nee der sieht mich nicht mehr, is mir ja keine Hilfe
Muß halt selber gugen jetzt wie ich vorwärts komme.

Lg

20.06.2008 18:15 • #7


War gerade bei meiner Hausärztin ne Überweißung zum Psychather holen
Die fragte dann ob ich noch zu dem Psychotherapeut gehe?
Da hab ich gesagt Nein, mit dem war ich nicht zufrieden.
Bleib immer noch dabei der sieht mich nicht mehr
Ob der mich irgendwann mal anruft und nachfragt?
Aber das ist mir dann auch egal.

Lg

03.07.2008 09:59 • #8


Fahre dann Bahn wenn du dich bereit dafür fühlst!
Du knnst auch versuchen eine Station zu fahren, ihn dann anrufen und sagen das du trotzdem nicht mehr zu ihm kommst!

03.07.2008 13:27 • #9


Ja wenn ich bereit dazu bin werde ich fahren
*lach* Das is ne Idee ihn dann anzurufen

03.07.2008 14:35 • #10


Lysira
Hallo Snoopy,

hm.... ich bin da ein bisschen anderer Meinung. Sicher ist es ziemlich hart, was Dein Therapheut da verlangt. Er hätte auch nicht gleich mit "Terminentzug" drohen sollen, aber dennoch hat er irgendwie Recht.

Die Angst kann man nur durch Konfrontationen besiegen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann bist Du immer ganz normal Bahn gefahren. Als du schwanger warst in der Bahn umgekippt und plötzlich geht es nicht mehr?

Ich möchte mal etwas aus dem Buch von Doris Wolf: "Angst verstehen und überwinden" zitieren (etwas abgekürzt) (ich hoffe, ich darf das hier)

Frau L. hat Angst, mit der Strassenbahn zu fahren. Sie ist während ihrer Schwangerschaft einmal in der Strassenbahn zusammengebrochen und seitdem nie mehr gefahren.

Die Gefühle von Frau L nach dem ABC Muster

A= Situation
B= Bewertung
C= Gefühle,Körperreaktionen und Verhalten


A: Frau L. sieht die Strassenbahn

B. Strassenbahn fahren ist gefährlich, da bin ich zusammengeklappt. Bestimmt klappe ich wieder zusammen und alle anderen sehen, wie hilflos ich bin. Das kann ich nicht aushalten

C: Sie fühlt angst, ihr wird heiss, sie fährt nicht mit der Strassenbahn. Die Angst verschwindet daraufhin.

Vor ihrem Zusammenbruch sah ihr ABC so aus:

A. Frau L. sieht die Strassenbahn

B: Gut, dass die Strassenbahn kommt, dass ist ein bequemes Fortbewegungsmittel, Strassenbahnfahren ist ungefährlich

C. Sie ist ruhig und locker und fährt mit der Strassenbahn



Erkennst Du Dich darin wieder?

Bei mir ist es so, dass ich Angst vor der Dunkelheit habe. Sobald es dunkel wird, bekomme ich Beklemmungen und denke, dass ich vielleicht nie wieder Tageslicht sehen könnte.
Nachdem ich das Buch von Frau Wolf gelesen habe, habe ich das genannte Beispiel für mich umgemünzt.

Wenn es dunkel wird, dann erinnere ich mich daran, was ich früher an der Nacht eigentlich so mochte:
Es wirkt alles viel friedlicher, in der Nacht ruft kein nerviger Kunde an, ich hab meine Ruhe und kann mir gemütlich Kerzen anmachen usw.

Das funktioniert. Mittlerweile geht es mir sehr viel besser und ich nehme an manchen Tagen gar nicht mehr bewusst wahr, dass es schon dunkel geworden ist.

Also, ich denke nicht mehr die negativen Gedanken, sondern erinnere mich daran, was an der Dunkelheit positiv ist.

Das ist natürlich sehr viel leichter wie bei Dir. Das ist mir klar. Deine Konfrontation hat ja auch noch mit anderen Menschen zu tun.
Aber vielleicht kannst Du es mal versuchen. Ein paar Tage einfach nur zum Bahnhof gehen, Dir die Züge ansehen und überlegen, was magst Du am Bahnfahren. Ohne wirklich zu fahren.
Vielleicht kannst Du Dich dann doch in einigen Tagen hineinsetzen und fahren.
Wenn Du es einmal wieder geschafft hast, wird es leichter und leichter werden.

Ein neuer Therapheut ist doch auch nur Flucht, oder?



Viel Kraft
Lysira

03.07.2008 16:04 • #11


Ja ich erkenne mich darin wieder

Ich war letztens an der Straßenbahn da wurde mir schlecht, ein paar Tage später wieder da bekam ich Herzrasen
Ich krieg ja den Herzkasper wenn ich da rein soll denk ich mal

Ich weiß echt ncht wie ich das schaffen soll

Vor der Ohnmacht vor 5 Jahren bin ich täglich gefahren zur Arbeit, zum shoppen in die Stadt....
Heute sitze ich hier im Dorf fest
Zum Glück kann ich wenigstens hier wieder überall hin gehen also auch ans andere ende vom Dorf alleine

Einen neuen Therapeut suche ich nicht,
beim Psychather war ich eh schon gleichzeitig wie beim Therapeut

Lg

03.07.2008 22:51 • #12



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