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Hallo,

Jetzt habe ich mich registriert. Ich wollte es korrigieren, was ich am Ende meines Postings geschrieben habe, nämlich, dass in der neueren Physik wohl von einer "Unendlichkeit" des Universums ausgegangen wird, aber ich meinte natürlich "Endlichkeit". Hoffentlich täuscht man sich da.........

Grüße von Tinchen

15.01.2008 03:03 • #41


ZZerRburRuSs
hi

persönlich finde ich die frage nach endlich oder unendlich auch sehr interessant. aber nur aus technischer sicht.
aus menschlicher sicht finde ich sie eher amüsant.
egal ob endlich oder unendlich, ich bin zu klein als das es mich wirklich interessieren müsse.

bei der angst vor dem tod muss man mal überlegen was einem da soviel angst macht ?
angst vor ungewisheit? angst vor kontrollverlust?

der mensch hat ja n super spass daran alles zu verstehen und lernen zu können , nur zeit und tod pfeifen drauf die machen einfach was sie wollen !

einsteins sprüchlein find ich schon gar nicht schlecht :
zwei dinge sind unendlich.
die dummheit des menschen und das universum.
obwohl, beim universum bin ich mir noch nicht sicher .

@ tinchen

du hast natürlich schon viel erlebt was einen deine grosse angst vor dem tod verstehen lässt .
aber du solltest nicht aufhören daran zu arbeiten , du scheinst ja deine familie sehr zu lieben. wenn du selbst entspannter und gelassener werden kannst profitieren da wahrscheinlich alle von.
dass das viel arbeit ist weiss ich selbst aber selbst kleine vortschritte lohnnen da schon enorm !

alles gute ZZ

15.01.2008 14:40 • #42



Panische Angst vor dem Sterben / Tod

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Hallo zusammen! Nun melde ich mich auch mal wieder zu Wort.

Ersteinmal kurz zu Dir lieber Dieter888:

Du bist 25 Jahre alt, hast zwei kleine Kinder und somit auch eine Menge Verantwortung. Ich bin kein Psychologe, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Du Angst hast zu früh aus dem Leben zu scheiden. Denn Du wirst von Deiner Familie gebraucht. Du hast eine Lebensaufgabe. Wahrscheinlich denkst Du Dir unterbewusst, was wäre mit meiner Familie, wenn ich plötzlich nicht mehr da wäre? Du hast eigentlich nicht direkt Angst vor dem Todsein! Oder?
Sag mir, wenn ich damit falsch liege. Würde mich freuen, von Dir zu hören.

Und nun zum Tinchen:

"Diese eiskalte Endlichkeit, dieses Unaufhaltbare, diese absolute Machtlosigkeit macht mir eine ANGST, die ich nicht beschreiben kann.
Ich bin mir so darüber im Klaren, dass es einfach SICHER ist, dass das kommen wird, dass ich da auch keinen Gedanken-Ausweg mehr finden kann."

Damit hast Du mir wie aus der Seele gesprochen. Eiskalte Endlichkeit, das trifft es wirklich gut. Und ich weiß auch was Du damit meinst, wenn Du keinen gedanklichen Ausweg mehr findest, wenn Du über den SICHEREN Tod nachdenkst. Bei mir geht es sogar soweit, dass ich es mir weit darüber hinaus ausmale: Ich bin weg, die Erde dreht sich weiter. Menschen kommen, Menschen gehen. Irgendwann gibts die Erde nicht mehr, die Sonne nicht mehr - weil sie auch vergänglich sind. Und dann ist da nur noch ein großes NICHTS! Versteht jemand, was ich meine?
Und während ich diese Zeilen schreibe, beschleicht mich wieder dieses komische Gefühl in der Magengegend und mein Herz klopft wie wild. Wahnsinn.

Ich kann diese unendliche Dunkelheit, dieses nicht aufhörende Nichts richtig spüren. Es klingt verrückt, aber es ist so.

Nun komme ich lieber zum Ende, sonst steigere ich mich bloß wieder rein.
Würde mich freuen, von Dir zu hören Tinchen!

Viele Grüße an ALLE LEIDENDEN & "ANGSTHASEN"

Euer muenchner78

PS: Verliert trotz allem nie Euer Lachen!

15.01.2008 21:50 • #43


Hallo! Wie geht es Dir Dieter888? Hast Dich ja gar nicht mehr gemeldet. Und wie es dem Tinchen geht, würde mich auch interessieren. Viele Grüße, muenchner78

27.01.2008 12:20 • #44


kaysmama
Seit ich meine Panikattacken habe (Anfang Dezember 2007) habe ich auch andauernd angst davor...

erstrecht wenn dann dieses herzrasen und so dazu kommt

27.01.2008 13:52 • #45


Hi Kaysmama! Das geht den meisten Leuten mit Panikattacken so. Aber sei versichert, an einer Panikattacke stirbt man nicht. Das kann ich Dir beruhigt sagen. Das Herz ist so stark und belastbar, da stört ein wenig Herzrasen nicht. Zum Vergleich: Bei einer PA hatte ich mal einen Puls von 140. Beim Joggen und Sprinten liegt mein Puls zwischen 130 und 170.

Nun noch was zu mir: Heute früh, als ich noch im "Dämmerschlaf" lag, war es mal wieder soweit. Es bohrte sich, wie aus dem Nichts, der Gedanke der ewigen Nichtexistenz nach dem Tod in mein Gehirn. Bin panisch geworden, aufgeschreckt und auch gleich aufgestanden und wie wild durch das Schlafzimmer gerannt.
Meine Psychologin meint, dass ich Probleme und Dinge aus dem Alltag/Berufsleben verdränge, bei denen ich denke ich kann sowieso nichts ändern. Anstatt mich damit zu beschäftigen, beschäftige ich mich lieber mit dem Sterben/Tod/Nichtexistenz. Und ich muss sagen, sie hat Recht. Um mich mit dem "ganzen schei." der mich nervt nicht auseinandersetzen zu müssen, verdrängt mein Gehirn diese Dinge (unterbewusst) und füllt diese Lücke bequem mit meiner Angst vor dem Tod aus. Ich übe jetzt, mich bewusst mit meinen wahren Problem auseinander zu setzen, allerdings klappt das früh im Bett nicht so gut.

Würde mich über ein paar neue Beiträge freuen! Es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist.

Viele Grüße
muenchner78

28.01.2008 11:41 • #46


Nach 5 Selbstmordversuchen und diversen Toten, die ich beim Kriseninterventionsdienst gesehen habe bekam ich eine ganz eigene Beziehung zum Tod. Im Altersheim habe ich monatelang am Bett einer Sterbenden verbracht.

Was mich an Eurem Austausch stört, ist, daß keiner über die christliche Seite schreibt. Ich bin überzeugte Christin, will in die Sterbebegleitung einsteigen. Mit Schamanen will ich nichts zu tun haben. Gott bestimmt, wann wir sterben.

29.01.2008 00:11 • #47


Zitat von muenchner78:
Hi Kaysmama! Das geht den meisten Leuten mit Panikattacken so. Aber sei versichert, an einer Panikattacke stirbt man nicht. Das kann ich Dir beruhigt sagen. Das Herz ist so stark und belastbar, da stört ein wenig Herzrasen nicht. Zum Vergleich: Bei einer PA hatte ich mal einen Puls von 140. Beim Joggen und Sprinten liegt mein Puls zwischen 130 und 170.

Nun noch was zu mir: Heute früh, als ich noch im "Dämmerschlaf" lag, war es mal wieder soweit. Es bohrte sich, wie aus dem Nichts, der Gedanke der ewigen Nichtexistenz nach dem Tod in mein Gehirn. Bin panisch geworden, aufgeschreckt und auch gleich aufgestanden und wie wild durch das Schlafzimmer gerannt.
Meine Psychologin meint, dass ich Probleme und Dinge aus dem Alltag/Berufsleben verdränge, bei denen ich denke ich kann sowieso nichts ändern. Anstatt mich damit zu beschäftigen, beschäftige ich mich lieber mit dem Sterben/Tod/Nichtexistenz. Und ich muss sagen, sie hat Recht. Um mich mit dem "ganzen schei." der mich nervt nicht auseinandersetzen zu müssen, verdrängt mein Gehirn diese Dinge (unterbewusst) und füllt diese Lücke bequem mit meiner Angst vor dem Tod aus. Ich übe jetzt, mich bewusst mit meinen wahren Problem auseinander zu setzen, allerdings klappt das früh im Bett nicht so gut.

Würde mich über ein paar neue Beiträge freuen! Es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist.

Viele Grüße
muenchner78


Hallo,

ich kenne das Gefühl auch sehr gut und es ist wahnsinn das es so viele Menschen gibt die genau das fühlen was man selber erlebt hat. Bis vor kurzem dachte ich noch das ich damit fast alleine bestraft worden bin. Meine Psychologin sagt das ich diese Attacken bekomme weil ich dann einmal auf mich aufmerksam werde, weil ich mich dann um mich künmmern muss! Und nicht um alle anderen 12000 Menschen da draußen. Ich weiß nicht wie es bei Euch ist, aber ich habe ständig so viele Stimmen im Kopf (anders kann ich es nicht beschreiben), die mir sagen ist der sauer auf dich und was ist mit ihr ............... ich versuche es allen recht zu machen und bleibe selber dabei auf der Strecke . In dem mom. der Panik denke ich an keinen anderen sonder nur an mich.

Ich weiß nicht was ich/wir getan habe/n das ich/wir so etwas verdient habe/n, aber ich weiß das ich mein Lebenlang so nicht weiterleben kann. Es muss sich etwas tun.

VG Nina

29.01.2008 01:51 • #48


Hallo Mona Lisa,

von welchem Gott schreibst du, der alle drei Sekunden ein Kind verhungern läßt???

Gruß Peter

29.01.2008 15:25 • #49


Zitat von MonaLisa:
Nach 5 Selbstmordversuchen und diversen Toten, die ich beim Kriseninterventionsdienst gesehen habe bekam ich eine ganz eigene Beziehung zum Tod. Im Altersheim habe ich monatelang am Bett einer Sterbenden verbracht.

Was mich an Eurem Austausch stört, ist, daß keiner über die christliche Seite schreibt. Ich bin überzeugte Christin, will in die Sterbebegleitung einsteigen. Mit Schamanen will ich nichts zu tun haben. Gott bestimmt, wann wir sterben.

Liebe Mona Lisa und dann 5 selbstmordversuche??
Ganz verstehen tu ich das jetzt grade nicht.

29.01.2008 15:40 • #50


Zitat von peter:
Hallo Mona Lisa,

von welchem Gott schreibst du, der alle drei Sekunden ein Kind verhungern läßt???

Gruß Peter

Ich glaube das hier ist auch nicht die richtige plattform für glaubensfragen.
Liebe grüsse Engel

29.01.2008 15:45 • #51


Hallo,
ich habe auch Angst vorm Sterben und einfach nicht mehr da zu sein.
Ich habe Angst einfach umzufallen und nicht mehr die schönen Dinge des Lebens zu erleben.... ich kann keine Horrorfilme mehr sehen, oder Schicksalsreportagen im TV oder wenn ich höre, dass einer an einer Krankheit gestorben ist, fang ich sofort mit Grübeln an.
ich habe noch so viel vor und denke das Leben ist einfach viel zu kurz.
aber:
Sehen wir es doch mal so: In der Zeit in der wir uns mit dem Tod und dem Sterben beschäftigen, verpassen wir das reale Leben! Und das ist doch das was wir uns alle wünschen oder?

30.01.2008 11:10 • #52


Hallo MonaLisa! Ich stimme den anderen zu, das ist nicht die richtige Plattform um über christlichen Glauben zu diskutieren. Ich bin mir sicher, dass es eine höhere Macht gibt, allerdings nicht so einen Gott, wie uns ihn die Kirche verkaufen will. Mehr sage ich dazu nicht. muenchner78

30.01.2008 11:36 • #53


Zu Nina001: Deine Psychologin ist gut, sie hat völlig recht. Ich achte auch mehr auf andere und ich bin mir ebenso sicher, dass meine Angst ein Warnsignal meines Körpers ist, um mal auf mich zu achten. Da ich allerdings auch offen für neue Gedankengänge bin, kann es nicht auch sein das es eine "dunkle Begabung" ist, den Tod zu spüren/fühlen/sich hineinversetzen zu können? Und wenn es eine ist, wofür? Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee! Jedenfalls hoffe ich, dass ich diese Angst bald besiege, damit ich mich wieder auf die schönen und auch wichtigen Sachen im Leben konzentrieren kann.

Zu Sushi84: Das einfach nicht mehr dasein ist genau DAS Problem. Das zweite ist, man ist ja gleich für immer und ewig weg. Und das ist dass, was mich zum Wahnsinn treibt und mir richtig Angst macht. Du hast Recht, das Leben ist einfach viel zu kurz um ALLES zu erleben. Bekommst Du auch wenn Du Filme mit einer Beerdigungsszene siehst Panik?

muenchner78

30.01.2008 11:43 • #54


Ich werde nicht weiter zu diesem Thema schreiben, weil ich Euch nicht verstehen kann. Ich wollte auch nicht über Gott diskutieren. Schade, wenn Ihr nicht an ihn glaubt, ist Eure Sache.

Die 5 Selbstmordversuche sind Jahre her, da war ich sehr depressiv und nicht christlich, stark traumatisiert.

Aber diskutiert zu diesem Thema lieber ohne mich.

30.01.2008 11:57 • #55


Hallo Muenchner,

meine Psychologin hat mich mal gefragt was wäre wenn ich 80 Jahre wäre ob ich dann immer noch angst vor dem Tod hätte?! Und ich habe geantwortet ich glaube nicht weil ich dann mein Leben gelebt hätte und ich das z.B. bei meiner Oma sehe die 84 Jahre alt ist und da ganz entspannt drüber spricht und meinen Opa irgendwann mal wiedersehen möchte. Da hat sie mir gesagt das es komisch sei, ich habe angst jetzt zu sterben wo die wahrscheinlickeit viel viel geringer wäre als wenn ich 80 bin und dann habe ich keine Angst? Dann meinte sie die wirkliche Angst von mir betrifft eigentlich garnicht den Tod sondern jetzt mit dem Leben klar zu kommen. Und ich finde da ist eigentlich was wares dran. Ich denke jeder von uns hat schon viel mitmachen müssen und ist für Verletzungen der Seele sehr anfällig. Das man dann irgedwann nicht mehr wirklich gut mit dem Leben klar kommt ist ja auch ganz normal.

Aber wie kann man mit dem Leben jetzt klar kommen so das die Attacken nicht mehr entstehen? Was muss man tun damit diese aufhöen. Hhmm ein Rezept gibt es glaube ich nicht, aber vielleicht ist die Lösung garnicht so weit weg. Wenn ich sie gefunden habe sagen ich euch bescheid .

Lg Nina

30.01.2008 12:06 • #56


Hallo an alle Mitfühlenden.
Ich bin gerade mal 16 Jahre und habe etwa seit 1Jahr die ersten Ängste vor dem Tod erfahren.
Ich kann einfach nicht mit dem Gedanken fertig werden, das einfach mal alles vorbei ist, ich weg bin, ich einfach nicht mehr existent bin.
Gibt es denn überhaupt einen Sinn dann zu Leben?
Ich bin ein sehr liebenswerter Mensch, habe sehr viel spaß am Leben.
Doch seit ca. 3Wochen hab ich so eine unbeschreibliche Angst vor dem Tod, das es kaum auszuhalten ist.
Ich denke einfach jeden Tag daran, das ich einfach nicht mehr existieren werde, ich werde nichts mehr merken.Einfach nicht mehr LEBEN!

Ich lese schon seit 2Wochen intensiv und jeden Tag jedliche Berichte zu z.B. (Nahtoderlebinssen, Kontakt zu Toten, Zeichen von Verstorbenen, Forschungen von Wissenschaftler usw.)

Ich muss einfach ständig daran Denken. ICH WILL NICHT STERBEN!
Aber ich kann es doch auch nicht verhindern.
Ich stelle mir dann täglich etliche Fragen um mich Aufzumuntern.
Ich frage mich, das uns doch jemand erschaffen haben muss, oder vielleicht haben die Leute mit Nahtod Erlebnissen wirklich recht, doch dann kommt auch wieder ein Gedanke wie z.B. vor der Geburt hab ich doch auch nichts gemerkt, warum sollte ich danach etwas merken und dann noch etwas was ich einfach nicht beschreiben kann...ich kann doch nich irgendwie einfach so aus dem nichts enstanden sein, einfach da...und dann einfach wieder weg. Es kann doch nicht einfach alles aus dem NICHTS entstanden sein.
Ich bekomme einfach immer ein so flaues Gefühl.Und ich werde mir einfach der Zeit bewusst.
Das Leben rennt mir einfach davon.
Ich habe schreckliche Angst davor.


Nun auch einmal zu den Panikattacken...mir ist irgendwann einfach mal als ich im Bett lag und schlafen wollte klar geworden, was sterblichkeit eigendlich bedeuted.
Einfach sein bewusstsein zu verlieren. Einfach die nichtexistenz
Man ist einfach weg...einfach so.Und man kann es nicht einmal verhindern.
ich musste mich an meiner Decke festkrallen und mir irgendwie immer wieder positive Gedanken machen...


Aber sind wir nicht einfach ein Gehirn?..wenn man z.B. Funktionen des Gehirns verändert...verändert es dann auch nicht gleichzeitig den Menschen?
Und wenn das Gehirn einfach nicht mehr existiert...existiert dann die Persönlichkeit, der Mensch selber nicht einfach auch nicht mehr?

Ich mache mir manchmal Hoffnungen, das das Gehirn doch einfach in einen mechanischen körper verfrachtet und dort versorgt werden kann.

Aber bis überhaupt so ein Gedanke enstanden seien wird...dann bin ich schon längst TOD...ich werde es sowieso nichtmehr mitbekommen...


ICH HABE SO SCHRECKLICHE ANGST!



Entschuldigt für den ellenlangen Text...aber da ich das Gefühl hatte, das diese Forum hier noch aktiv mit diskutiert, musste ich einfach mal aus mir herausschreiben, was ich denke und fühle

herzlichen Dank an euch alle...


MfG

19.02.2008 20:16 • #57

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Ihr Alle!

Wahnsinn, wenn ich Eure Beiträge so lese, habe ich das Gefühl als wären sie von mir. Wenn ich in der Zeitung lese, dass eine junge Frau in meinem Alter zusammengebrochen ist, wird mir schlecht. Wenn ich Todesanzeigen lese, dann lese ich immer zuerst das Geburtsdatum. Wie alt war dieser Mensch als er starb? Dann gehen meine Gedanken auf ihren Weg. War dieser Mensch krank, Unfall etc. etc.? Mein Panik-Zeitraum ist diesmal schon so lange. Vor ca. einer Woche hat es angefangen. Mir geht es nicht die ganze Zeit schlecht, aber ich habe dieses Mal das Gefühl, dass ich nicht rauskomme. Ich bekomme einfach keinen "Fuß in die Tür". Ich finde diese Forum toll. Jedesmal wenn es mir schlecht geht, lese ich nur Eure Beiträge und weiß, ich bin nicht allein. Das hilft mir sehr. Viel Glück an alle, LG Bienchen

20.02.2008 12:32 • #58


Die Angst vor dem Tod ist für mich auch ganz schlimm. Genau das läuft ja in der Panikattacke darauf hin bei mir. Früher hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht. Aber immer wenn ich lese: Herzinfarkt mit 32 oder Schlaganfall mit 25 krieg ich die Krise. Ich habe einfach Angst an bestimmten Sachen zu sterben. Mit Schmerzen, mit Angst, etc. Seitdem ich meine 2 Kinder habe ist das sehr viel stärker geworden. Angst davor, die Kinder alleine zurückzulassen. Sie traurig zu machen. Ich will sie aufwachsen sehen im Leben begleiten! Aber im Grunde genommen können wir doch eh nicht bestimmen wann wir wie sterben. Es kann jeden Moment was passieren. Manchmal wünsche ich mir, dass ich nie geboren wäre, um nicht diese Angst vor dem Tod zu haben.

20.02.2008 23:55 • #59


Hallo an alle,

Ich sitze jetzt schon seit ca. 1 Stunde vor meinem Computer und lese Eure Beiträge immer und immer wieder. Immer wieder laufen mir Tränen übers Gesicht. Klingt komisch, aber ich habe das Gefühl, dass es mir hilft. Ich möchte auch meine Tochter aufwachsen sehen. Habe aber gleichzeitig Angst, sie irgendwann loszulassen. Sie wird einen Freund finden und irgendwann ausziehen. Natürlich! Ich möchte Sie auch auf keinen Fall an mich binden. Aber die Vorstellung, dass ich irgendwann einmal alleine bin, ist furchtbar. Ich wohne seit ca. 2 Jahren wieder bei meinen Eltern (nach der Scheidung). Mein kleiner Bruder spricht vom Ausziehen, sobald er mit der Meisterschule fertig ist. Meine Eltern sind 57 und 56 Jahre alt, auch sie müssen irgendwann einmal gehen. Ich weiß, dass ich auch irgendwann einmal gehen muss. Der Gedanke daran ist furchtbar. Meine Oma ist 79 Jahre alt und spricht ständig vom Sterben. Sie möchte eher heute als morgen sterben (hat es mit ihrer Schwiegertochter ziemlich schwer und hat wohl keinen Lebenswillen mehr). Wenn meine Oma vom Sterben spricht, versuche ich ständig, das Thema zu wechseln. Letzte Woche musste bei uns im Ort eine Frau (73 Jahre alt) von der Feuerwehr aus dem Bett getragen werden, weil sie so dick ist. Sie ist jetzt im Krankenhaus auf der Intensivstation (hat soviel Wasser!) Wenn in meiner Familie über solche Sachen gesprochen wird, wechsle ich sofort das Thema oder versuche mich auf den Fernseher zu konzentrieren, damit ich das Gespräch nicht mit anhören muss. Ich habe das Gefühl, dass ich momentan solche Sachen geradezu magisch anziehe. Oder bin ich momentan nur so hellhörig für diese Themen? Ich brauche wohl doch psychologische Hilfe, denn irgendwie fahren meine Gedanken ständig im Kreis.
LG, Bienchen

21.02.2008 10:20 • #60



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