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hallo alle zusammen!

Der Threat ist ja inzwischen ewig lang, war jetzt zu faul, alle Beiträge zu lesen, hab nur den 1. gelesen
Ich fühl mich bei dem Thema auch total angesprochen, könnte echt von mir sein! Das Sterben und der Tod gehören mitunter zu den schlimmsten Dingen, die ich mir vorstellen kann. Allerdings glaube ich überzeugt an die Reinkarnation, also Wiedergeburt, so dass ich mich nicht mit den Gedanken beschäftige, dass ich nicht mehr existieren werde. Ich hoffe, es klingt nicht allzu verrückt, aber der Glaube, dass meine Seele nach dem Tod in einem neuen Körper wiedergeboren wird, wie es auch vor meinem jetzigen Leben war, hilft mir unheimlich.
Trotzdem hab ich panische Angst vorm Sterben und kriege auch schnell Panik wenn ich im TV irgendwas sehe, wo es um den Tod geht oder wenn es in einem Gespräch darum geht. Meine Gedanken kreisen dann auch ständig nur darum.
Der viel schlimmere Gedanke bei mir ist nur, beim Sterben alles mir so vertraute, mein ganzes Leben, alles was sich darin ereignet hat, sowie meine Familie und meinen Freund zurücklassen zu müssen und ins Unbekannte gehen zu müssen, ohne jemanden der bei mir ist, ohne, dass ich mich verabschieden kann. Das ist das, was mich so plagt. Und dann die Vorstellung, dass mein Körper, wenn auch dann ehemaliger, unter Erde liegt finde ich grauenvoll.
Ich glaube, wenn ich denken würde, nach dem Tod ist alles aus und es existiert nur noch das Nichts, würde ich komplett verrückt werden. Der Glaube an die Wiedergeburt hilft mir da schon ziemlich (auch wenns nich der Normglaube in unsrer Kultur ist, weils ja vom Buddhismus her kommt, ich hoffe ihr haltet mich nicht für durchgeknallt )

Lg, Pinxi

17.05.2008 13:49 • #81


Ich habe mich hier mal angemeldet weil ich die Ängste verstehen kann und auch diese Panikattacke öfters erlebt habe und sie hin und wieder bekomme. Einen Auslöser dafür konnte ich nicht finden wobei ich bei mir vermute das ich die meist dann kriege wenn mein Leben recht geordnet ist und ich wenig sorgen habe aber ich habe diese Attacken meist einmal im Jahr für 2-3 Wochen. Ich bin ein sehr technischer Mensch und weniger Reliös von daher helfen mir die meisten Religionen weniger wenn es um die Aussage nach dem Leben nach dem Tod geht. Ich denke viele machen den Fehler (so wie ich auch sich einfach das nicht existieren vorzustellen). Aus technischer Sicht gibt zu allem einen gegensatz von daher denke ich kommt man meist dann auch auf das nicht Existieren. Es gibt aber auch Regeln im Kosmos die auch bewiesen sind. So Sachen wie das keine "Energie" verloren geht. Einen Raum in der absolut keine Materie besteht gibt es ja auch nicht. Jeder muss für sich seinen eigenen glauben finden. Obwohl ich momentan schon wieder eine dieser Zeiträume habe versuche ich meinen eigenen Glauben der in Richtung Buhdismus geht zubestärken. Wir hinterfragen einfach zuvieles und können daher an nix ausser eine Nonexistenst glauben. Ich bin nur mittlerweile froh das diese Attacken nicht mehr so stark wie früher sind. Es gab Zeiten wo ich mich damit auch an andere gewandt habe und die mich am liebsten in eine Gummizelle gesteckt hätten.

03.06.2008 18:34 • #82



Panische Angst vor dem Sterben / Tod

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hallo zusammen!

ich kenne das habe meine PA erst durch den tod vin meiner tante bekommen! kann mich auch nicht so gut mit dem thema auseinander setzen! ist schwer damit umzu gehen!! habe das sonst nie gehabt, aber irgentwie ist da die angst so groß das man selber sterben kann!! klar das das irgentwann ma passiert, aber man denkt da oft dran!! hatte sowas vorher nicht so dolle, aber hab da schon ofz nachgedacht, was ist wenn meine eltern sterben und so, weil die schon alt sind und mein dad krank!! jetzt habe ich diese ängste noch stärken!! schon komig!


lg sarah

05.06.2008 11:55 • #83


Hallo,
habe mich immer gefragt, ob es normal ist Angst vorm Sterben oder Angst vor dem Tod zu haben. Ich bin heute 34 Jahre geworden und lebe mit dieser Angst seit wahrscheinlich mein ganzes Leben. Der Gedanke kommt während ich mir meine Kinder ansehe oder meine Familie, beim Fernsehen, beim Schlafen eigentlich fast überall. Weiß nicht, warum ich Angst habe. Mir wird schlecht dabei und ich bekomme Magenkrämpfe wenn ich nicht schnell an was anderes Denke. Ich zähle sogar manchmal die Jahre die ich eventuell noch haben könnte. Ich sehe mich in einer Box liegen, nicht in der Lage zu sein zu Denken, Fühlen, Lachen.....! Ich halte es nicht mehr aus! Wenn es eine Hypnose dagegen gäbe, würde ich sie sogar machen. Möchte doch einfach nur mal mein Leben genießen können, ohne Panik Attacken zu bekommen. Es ist ja nicht so, das sich durch meine Angstzustände irgendetwas ändern würde. Sterben wird jeder mal. Aber dann kommt die Frage immer, WARUM?? Sogar jetzt beim Schreiben bekomme ich stechende Schmerzen in meiner Brust. Wie kann ich anfangen zu leben?

06.06.2008 21:32 • #84


hallo zusammen,

ich habe das auch seit ich 17 bin fing es mal mit herzrasen an dann rytmusstörungen untersucht nichts. bin 33 jahre alt und habe einen 11 jahre alten sohn.
bei mir ist es wohl so das ich mit 9 jahren erleben musste wie meine oma an einem schlaganfall verstarb. als ich 12 jahre alt war verstarb mein opa den ich sogar tot gesehen habe er war 95 jahre alt er war halt alt ich denke auch das dies nicht der grund ist. als ich 14 war bekam mein vater mit 52 einen herzinfarkt und ich denke da fing es an über den tot nachzudenken besser gesagt bewusst darüber nachzudenken.
bin natürlich für jeden mist zum doc gegangen betablocker und gut war es. dann mit 20 lernte ich meinen mann kennen und kurz darauf bekam meine mutter mit 45 eine schlaganfall und es war wohl nicht der erste sie muss viele kleine die man so nicht merkt gehabt haben.
da fing es ganz schlimm an da fing es bei mir auch an zu rumoren.
jeder kopfschmerz schwindel leichte taubheit meint man ja ich hatte schlaganfall. oder ich habe tumor.dann kam mein sohn und mir ging es gut.ganz selten das ich eine attake hatte meist wenn ich was getrunken hatte. dann wurde unser nachbar schwer krank speiseröhrenkrebs und ich hatte plotzlich auch wieder alles.
nur dann kam mein hammer ich habe dann im februar 2002 einen pickel an der schläfe der störte mich ging nicht weg tat weh störte ich haarwurzelentzündung doc meinte das auch. weggeschnitten und 2 wochen später hatte ich lymphdrüsenkrebs. der schock war tief aber oh wunder ich hatte keine angst mehr zu sterben im gegenteil. chemo gemacht mir ging es super . da ist 6 jahre her gelte als geheilt, aber seit etwas über einem jahr ist meine angst schlimmer den je, von herrasen zittern übelkeit schwindel taubheitsgefühle usw alles was es so gibt.
ich bin zwar nicht ganz gesund durch die chemo hat meine leber einen schaden bekommen.ich bin aber eigentlich kerngesund und bräuchte keine angst zu haben.
vor 14 tagen bin ich sogar ins krankenhaus weil mein blutdruck so hoch wurde immer niedrigen und herzrasen von 160 schlägen . die haben mich auch da behalten zur vorsicht. bis halt auf meine leberwerte alles ok kein vergrössertes herz lunge ist voll ok nierenwerte super.
ich denke ihr versteht mich ich werde bekloppt therapie hatte ich auch schon .
das war es von mir genug meine lebensgeschichte geschrieben danke fürs zuhören

09.06.2008 18:39 • #85


Ich habe auch Angst vor dem Sterben und viele Panikattacken deswegen gehabt.

Allerdings habe ich es geschafft, in meinem Denken etwas zu verändern, nämlich dahingehend, dass wir ALLE sterben müssen. Früher oder später.

Damit habe ich mich abgefunden.

Seit dem bin ich nicht mehr bereit, mir die Tage, Wochen oder Jahre von meiner Angst "versauen" zu lassen. Denn ich denke mittlerweile, dass ich ja so jeden Tag schon gedanklich sterbe. In dieser Angst zu leben kann der eigentliche Tod nicht schlimmer sein und so habe ich nict mal die Zeit des Daseins genossen, sondern mir sie schon gedanklich verdorben.

Ich bejahe das Leben wieder und weigere mich, mir mein Leben im Gedanken an den Tod versauen zu lassen. Denn sonst kann ich eigentlich nicht wirklich leben und bin schon so gut wie tot vor Angst. Welch vergeudete Zeit. Lieber schaue ich mir die schönen Dinge des Tages nun an und denke: Wenn Du morgen nicht mehr aufwachen solltest, so hattest du heute zumindest einen wirklich guten und schönen Tag, den mir niemand mehr nehmen kann, anstatt in Angst zu "erstarren" und so schon tot zu sein.

Habe auch alles geregelt, wie ich beerdigt werden möchte, was mit meiner Tochter passieren soll etc. Seit dem hat sich eine angenehme Ruhe breit gemacht und ich kann wieder genießen, denn ich teile das Schicksal des sterben müssens mit allen Menschen auf der Welt. Es kommt niemand drumherum.

Ich denke sogar nun oft, wie egoistisch von mir. Ich muss ja irgendwann mal Platz machen für meine Enkel und Urenkel etc. Würde jeder so denken, hätte ich auch nie Platz gefunden auf dieser Welt. Es ist eben der Lauf der Dinge, früher oder später. Ich kann und werde es eh nicht ändern!

Aber die Zeit bis dahin kann ich besser nutzen, als mich zu fürchten. Dann bin ich eben einfach nicht mehr da. Ich merke es ja wahrscheinlich nicht. Und wenn ich es eh nicht merke, wozu dann Angst haben? Es ndert ja nichts an der Tatsache, das es so sein wird!

10.06.2008 01:57 • #86


Man stelle sich nur mal vor, dass selbst die Forenbetreiber sterben werden. Auch diese teilen das gleiche Schicksal und leisten hier trotzdem gedankliche Hilfe.

Ob es nun 40 Jahre sind, 50, 60 oder 90....ist es das Wert, diese Jahre mit Angst vor dem Tod zu vergeuden?

Seit ich nun neuerdings kranke Menschen begleite, sehe ich das Sterben nicht mehr immer nur als Drama, sondern oft auch als Erlösung und als Prozess.

Mir fällt auf, an welchen Kleinigkeiten sich wirklich kranke Menschen erfreuen können und dann fühle ich mich oft klein und dumm,dass ich als derzeit gesunder mich gedanklich so krank mache, anstatt wirklich mich am Leben und dem drumherum zu erfreuen.

Für mich ist die Angst vor dem Sterben mittlerweile eher Angst vor dem Leben. Ich glaube sogar, dass gerade Menschen, die so eine panische Angst vor dem Tod haben, obwohl sie derzeit gesund sind, am Leben kranken. Gerade diese Menschen werden besonders lebensbejahend, wenn ihnen wirklich etwas fehlt. Dann ist selbst die unrealistische Angst plötzlich verflogen und diese können endlich die schönen Dinge klar sehen.

Wie fatal eigentlich und dumm zugleich, erst dann, wenn der Fall der Fälle eigetreten ist, zur Ruhe zu kommen und plötzlich das Leben zu sehen!

Aus heutiger Sicht würde ich manchem Angstkranken, der Angst vorm Sterben hat raten, Sterbehilfe zu leisten und sich mit dem Tod wirklich auseinander zu setzen. Dann verliert er sogar seinen Schrecken.

10.06.2008 02:18 • #87


durch meine krebserkrankung glaub mir habe ich viele sterben gesehen,war ja in einer onkologie wo alles vertreten war von leber lungen bauchspeichel leukämie fast alles was es so an krebserkrankungen gibt und wärend einer therapie unterhält man sich was hast wie lange noch da geht es auch etwas mit galgenhumor zu,
was traurig war eine woche vorher ein kraftstrozender mensch trotz erkrankung nächste woche war er halt tot.
ich weiss auch nicht ob das die richtige therapie ist für angstpatienten.
ich denke auch das jeder angstpatient weiss das man wenn man seine attaken bekommt daran nicht sterben wird und das wir alle mal dran sind das wissen wir ja nun letztendlich auch.aber die angst frisst oft einen halt auf

10.06.2008 16:57 • #88


Hi Fee,
klingt richtig, was du schreibst. Ich denke, dass hinter der Angst vor dem tod auch überwiegend die Angst vor Situationen steht, die man nicht kontrollieren kann. Und diese ist absolut unkontrollierbar.
Ich kenne auch noch andere Zustände, in denen ich meine, dass die Angst vor dem tod, die Angst vor dem Ich-Verlust ist. Ich bekomme z.B. auch Angst vor dem Tod und Panikattacken, wenn ich zu lange meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle wegdrücke. Also "mich" übergehe und dann Angst bekomme, dass ich sterbe und "nicht mehr da" bin.
Also auch keine Kontrolle mehr habe. Ich habe dann aber anderen mehr Kontrolle übergeben und mich "sitzen" gelassen.
Diese Variante tritt auch auf. Es ist dann nicht die Konfrontation mit dem Tod an sich.
Andererseits ist in meinem Beisein schon einmal jemand gestorben allerding sehr jung. Ich hatte da erste Ansätze von Panik, aber noch nicht so stark.
Es hat mich sehr geschockt und ich konnte nichts tun. Seit diesem Erlebnis glaube ich, bin ich dabei auf alle und auf mich permanent aufzupassen, damit wir nicht sterben. Es kamen dann immer wieder Situationen in denen ich mit Toten zu tun hatte. Es waren alles Menschen, die relativ jung gestorben sind, durch äußere Umstände (Mord), Unglück,
am Stück Fleisch erstickt, Selbstmord, Herzinfarkt in jungen Jahren (vererbte Disposition).......
alle wurden immer irgendwie aus dem Leben gerissen. Ich glaube, daher
kommt meine Panik. Ich habe nie jemanden beim Sterben begleitet, der krank oder alt war. Das ist auch schwer, aber sicher anders zu verarbeiten, als wenn es relativ junge Menschen sind, denen irgendetwas widerfährt. Und genau davor habe ich Angst. Vor diesem schnellen plötzlichen "weg sein".

10.06.2008 21:01 • #89


Hallo Kishti,

ich kann das was Du schreibst sehr gut nachvollziehen und erkenne mich da voll wieder in allen Ausführungen.

Natürlich wollen wir alle alt werden, aber leider ist es nun mal so, dass dies eben nicht auf alle zutreffen wird. Es kann mir also auch jeden Tag passieren, dass ich sterbe. Sei es durch einen nicht mal verschuldeten Autounfall, zur falschen Zeit am falschen Ort (Erdbeben in China, Tzunami), durch eine plötzliche Krankheit oder oder.

Es gibt also viele Situationen, die wir einfach nicht beeinflussen können.

Es trifft auch auf mich zu, dass solche Ängste oft dann hochkommen, wenn ich mich tatsächlich übersehe" oder auch eigene Bedürfnisse lange unterdrücke, es also nicht schaffe im normalen Lebenswahnsinn mir Lücken zu schaffen, die mir gehören.

Ich bin schon lange alleinerziehende Mutter voll berufstätig und wenn ich lange nur für andere da bin, nur "funktioniere" und mich und meine Bedürfnisse gar nicht mehr wahrnehme, dann bekomme auch ich Angst und sie mündet dann darin zu meinen, jetzt nicht sterben zu können, weil ich ja noch gar nicht "richtig" gelebt habe. Und dann ist die Angst da.

Aber hier liegt auch für mich einer der Knackpunkte. Es ist für niemanden richtig, seine Bedürfnisse ständig hinten anzustellen. Ich muss mir also Lücken verschaffen, in welchen ich mich spüre, Dinge tue, die mir gefallen, nach Alternativen suchen um auch das Leben in mir zu spüren.

Das müssen nicht immer Tage oder Wochen sein, dass kann ein Kinobesuch sein, ein Konzert, ein Hobby, nette Abende mit Freunden, ein Tag in der Woche den ich frei gestalten kann oder oder.

Der Zustand, etwas verpasst zu haben oder, das das Leben an einem vorbei rauscht, wird viel weniger. MAn benötigt gerade bei kleinen Kindern dann sicher Hilfe von Anderen (Babysitter etc. ) und vor allen Dingen erfordert das auch ein gewisses Ablegen des schlechten Gewissens, wenn man auch mal nur an sich denkt. Gerne wird einem dann mal Egoismus vorgeworfen. Heue sage ich, klar bin ich da egoistisch, denn wenn ich nicht auf mich achte, wer denn dann?

Ich versuche genau das umzusetzen und mir das bewußt zu machen. Und ich stelle dabei fest, dass ich dann an vielen Abenden die Angst vorm Sterben loslassen kann, weil ich ein Stück bewußt gelebt habe und schöne Dinge gesammelt habe, die mir gehören. Dabei kommen wiede viel mehr positive, lebensbejahende Gefühle auf, mein eigenes Leben macht mir weniger Angst.

Ich habe mir sogar ein kleines Buch gemacht, in das ich jeden Tag 3 Dinge schreibe, die ich schön fand. Der Effekt ist auch der, dass man wacher durch den Tag geht. Vielleicht den Sommer riechen kann mal ganz bewußt, die Blütenpracht wieder wahrnimmt etc. Am Anfang war das echt schwer, aber mit der Zeit fällt es immer leichter und ich sehe so viele auch schöne Dinge und bin nicht mehr nur auf Last und negativ "programmiert". Und meine Angst rückt eher in den Hintergrund.

11.06.2008 01:25 • #90


Hi Fee,
du schreibst mir aus dem Herzen!
Ich denke, dass das der Weg ist. Leider auch nicht so einfach zu gehen.
Ich versuche es auch, bin aber zur Zeit noch zu sehr vom tod meiner Mutter geschockt.
Fühle mich zur Zeit wie eine Dampflok, die ich einerseits einheize um Gas zu geben und andererseits auf die Bremse trete. Der Erfolg: Sie steht und dampft vor sich hin und pfeift manchmal.
bin neulich gerade mit dem Gedanken aufgewacht, dass ich jetzt endlich wieder leben will und dass ich mir viel zu viel "Negatives" selbst reinziehe, Todesfälle, Katastrophen....... anstatt mich mit den kleinen schönen Dingen zu beschäftigen. Geht aber noch nicht, da ich wohl auch einen Burn-out habe, mir macht einfach nichts richtig Spass und ich habe wenig Freude.

Ciao

11.06.2008 21:30 • #91


Setzte Dich nicht selber so arg unter Druck. Du bist total erschöpft und Du trauerst. Das braucht seine Zeit und die soll man sich nehmen.

Gerade dann, wenn man mit Tod und Sterben "hautnah" konfrontiert ist, tuen sich viele Gedanken auf. Und auch diese braucht man.

Die eigene, oft verdrängte Endlichkeit, wird einem mit Macht vor Augen geführt. Das macht auch Angst. Jedem!

Manchmal tröste ich mich damit, dass es niemanden gibt, an dem dieser Kelch vorüber gehen wird. Sei er arm oder reich und egal wo auf der Welt.

Da man sich ja im Leben bewußt wahrnimmt, macht die Vorstellung, einfach unter Umständen nicht mehr zu sein, riesige Angst. Ich ertappe mich dabei, ewig leben zu wollen, weil ich doch alles mitkriegen muss.

Dann wiederum denke ich, ich kann nur das hier und jetzt bewußt leben und versuchen zu genießen. Wo immer ich dann auch hingehe. Wer weiß das schon?

Manchmal fällt mir der Spruch aus Isabel Alliendes Buch "Das Geisterhaus" ein. Sterben ist wie geboren werden, nur andersherum!

Ich glaube fest daran, dass man auch dann einen Sinn erfüllt. Wie in dem Film "König der Löwen", der Kreislauf des Lebens.

Dann kann ich manchmal denken "Carpe Diem", nutze den Tag. Denn nur der gehört gerade wirklich Dir.

Ich denke, Du mußt erstmal wieder zur Ruhe kommen und Kräfte sammeln für DEIN Leben.

Diese Angst haben alle, nur viele können ihn verdrängen und loslassen und lassen sich im Leben nicht davon behindern, so wie ich mich zB manchmal.

12.06.2008 00:34 • #92


Ja auch ich, habe unheimliche angst einfach nicht mehr dazu sein. Nicht mehr reden, essen einfach nichts mehr. Nach meinen Überfall ist das schlimmer geworden. Liege einfach nur da und dann bekomme ich so richtig angst und die Gedanken Kreisen. Das geht nicht, bin nicht mehr da, Man kann doch nicht einfach aufhören zu Existieren. Wo bin ich dann!! Gerade Nachts wenn ich im Bett liege und mir den Mond anschaue. Wenn ich dann endlich eingeschlafen bin sehe ich mich im Sag. Ne jetzt muss ich auf hören bekomme Herzrasen und Schweißausbrüche.
Bis dann mal.

12.06.2008 14:34 • #93


Hallo an alle,

will jetzt doch mal mich äußern. Ich habe keine Angst vorm Sterben, aber ich bin geschult darin. Deshalb interessiert mich dieses Thema.

Ich habe das Gefühl, daß ihr ein verklärtes Bild habt vom Sterben. Sicher ist es für uns immer unbegreiflich, daß jemand geliebtes z.B. auf einmal nicht mehr da ist.

Aber seit ich Leute monatelang beim Sterben praktisch erlebt habe ist bei mir keine Angst mehr da. Es waren alte Leute, die sterben wollten oder einfach nur sehr alt waren und körperlich nicht mehr konnten.

Was ist für Euch so schlimm bei dem Gedanken ans Sterben? Vielleicht kann ich Euch ein bißchen Mut machen.

gruß
Monalisa

12.06.2008 19:41 • #94


Wenn ich drüber nachgedacht habe:

Für mich ist der schlimmste Gedanke der, einfach nicht mehr da zu sein.

Eben einfach weg, ausgeschaltet, ausgeknipst und das für immer.

12.06.2008 20:56 • #95

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich habe auch davor Angst wie Fee aber für mich ist der gedanke früh zusterben viel erschreckender als das ich überhaupt sterben muss

12.06.2008 21:05 • #96


Hallo

Ich weiß ja das jeder einmal Stirbt das gehört zum leben.
Das Gefühl fing glaube ich, mit 12 Jahren an habe mir aber nie was bei gedacht. Dachte es ist normal,jetzt bin ich 30 und weiß das es nicht normal ist.
Habe leider panische Angst, nicht mehr da zu sein nichts mehr machen zu können. Kann selber nicht sagen warum.
habe meinen Schwiegervater beim Sterben begleitet,da hatte ich auch keine angst war nur erleichtert das er, jetzt keine schmerzen mehr hat.
bei meiner Schwiegermutter war ich auch dabei,
Als meine Schwester gestorben ist, hatte ich eine ganze Zeit lang keine angst mehr davor, weil ich mir dachte das ich dann wieder bei ihr bin. Aber wie gesagt seid dem ich den Überfall hatte ist es wieder da und das Gefühl ist schrecklich.

12.06.2008 22:35 • #97


ich habe das ja auch. seit ich 17 bin.
zuzeit erlebe ich meinen vater der demenz hat stirb jeden tag etwas mehr, für ihn wäre es besser da er auch schwer herzkrank ist, aber der gedanke er ist weg komische gedanken.
ich persönlich habe vor dem tot sein ansich keine angst kann man ja eh nicht änderen. angst habe ich vor dem moment nicht mehr atmen zu können , bekommt man das bewusst mit oder stirben vorher die hirnzellen ab, was ich mal in einer dokumentation gesehen haben erst stirbt das hirn dann setzt atmung und herz erst aus diese doku fand ich super hatte keine angst. aber wiederum habe ich lungenkrebspatienten gesehen die langsam am ersticken sind fängt ja mit wasseransammlung in der lunge an bis hin das er aufgeht und man blutspuckt dann geht es zwar flott das macht mir angst.
meine freundin die 39 jahre alt war die ist einfach umgekippt sie sagte noch ich bekomme keine luft ich sterbe viel um und war tot. das sind meine gedanken.
ich hoffe ich habe nicht noch mehr angst geschührt wollte nur meine gedanken mal einbringen

13.06.2008 17:22 • #98


Hallo,
die Redaktion von Akte 08 ist immer auf der Suche nach Betroffenen ungewöhnlicher Ängste oder Phobien. Wenn du dir vorstellen könntest über deine Erfahrungen auch vor der Kamera zu berichten, würden wir uns freuen, wenn du dich bei uns meldest. Viele Grüße Beatrice

13.06.2008 18:28 • #99


Danke für die Antworten.

Ich arbeite mit Dementen. Aber ich sehe es nicht so, daß sie jeden Tag ein bißchen sterben.

Mir scheint, es geht mehr um Eure eigenen Erfahrungen. Was ich so lese, Überfall usw. löst wahrscheinlich Eure Ängste aus. Angst, daß es auf einmal vorbei ist.

Ich mache gerade eine Schulung in Sachen Sterbebegleitung. Da sollte man keine Ängste haben. Wahrscheinlich beschäftigt sich jeder unbewußt mit seinem eigenen Tod. Aber er muß nicht grausam sein. Bei einem Selbstmordversuch hatte ich schöne Bilder. Alle meine bisherigen Tiere haben mich an einem Fluß abgeholt. Man sagt das so. Alle geliebten Tiere holen einen ab, wenn man stirbt. Aber mittlerweile habe ich diese Selbstmordphase überwunden und daher wohl eine andere Einstellung zum Tod.

Vielleicht könnt Ihr mit so friedlichen Bildern etwas anfangen.

gruß
Monalisa

14.06.2008 06:22 • #100



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