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Hallo ihr Lieben,

bei mir ist leider etwas ganz schief gelaufen. ich war auf dem gymnasium immer die beste. als ich nach 5 jahren beziehung meinen ersten freund verloren habe, stress zu hause hatte und aus trotz ausgezogen bin das erste mal, konnte ich mich nicht mehr konzentrieren und hab kurz vor schluß das handtuch geworfen. danach hab ich einen dümmeren job nach dem anderen gefunden, einfach weil ich keinen plan hatte, wohin ich mich wenden soll. alle anderen wußten anscheinend genau was sie machen, wie das leben laufen soll ect. nur ich stand da wie der letzte depp. dann, wieder aus lauter panik, nichts mehr zu bekommen, hab ich eine ausbildungsstelle zur arzthelferin bekommen, dadurch hab ich jetzt eine dermaßen starke angst vor menschen entwickelt und hypochondrie, dass ich nicht mehr schlafen konnte. jetzt hab ich das wieder geschmissen.
die ganzen jahre lang (7jahre) hab ich mich total gehen lassen und mir selber so viel wie möglich schaden zugefügt. rauchen, falsche kontakte etc. ich bin praktisch wie ein zombie durch die welt gerannt.... dann vor 3 jahren bin ich auf einen mann gestoßen, in den ich mich gleich total verschossen hab, aus einer anderen kultur, aber unglaublich lieb. er tut alles für mich und hat volles verständnis für mich.
ich hab mich sozusagen jahre lang nur damit beschäftigt, wie ich beruflich fuß fassen soll, was ich machen soll, dass ich ein totaler versager bin ect.
alle hobbys aufgegeben, keine entstpannende minute mehr, nur gedanklich was steht in meinem lebenslauf, panik keinen job mehr zu finden...nun, da ich mich auf meinen schatz verlassen kann (volles vertrauen) ist es auf einmal so, dass ich mich wieder mit meinen gefühlen beschäftigen muß...letztes jahr ist mein vater gestorben den ich seit 6 jahren nicht mehr gesehen hatte (er hatte zeitlebens dieselben probleme, mit beruf, schizophrenie, einzelgänger etc.) und ich kann es bis jetzt nicht glauben, ich hab nur kurz geweint bei der beerdigung.
da ich jahrelang praktisch nur überlegt hab, was wohl der arbeitsmarkt von mir denkt und mich geistig eher zurückentwickelt habe, ist es nun so, als würde ich aufwachen. wieder in der realität zu sein. jetzt, da ich keine angst mehr haben muß, alleine überleben zu müssen. jetzt scheint mir auf einmal erst wieder bewußt zu werden, dass ich ja lebe und dass ich auch sterben muss. und das mit fast 26?
kann jemand dazu bitte antworten?

29.02.2008 19:59 • #61


ich weiß nicht, wann das genau angefangen hat, aber als ich aus der schule raus bin, wo mir immer klar war, was ich zu machen habe, haben die grübelgedanken losgelegt. wer bin ich überhaupt, was soll ich überhaupt machen im leben, was ist glück, woher soll ich überhaupt selbstbewusstsein nehmen? auf was kann man denn stolz sein? mit was soll man sich beschäftigen im leben?
ich finde das echt dramatisch, wenn man nicht weiß wohin man gehen soll. komischerweise entscheiden sich viele menschen einfach so für karriere, familie oder sonstwas, und das schon oft ganz früh? woher kennen die sich selber so genau?
natürlich sind kinder oder karriere toll? aber was, wenn man nichts davon zustande bringt? ist das leben nicht viel zu komplizert, um kinder auf die welt zu bringen?
ich hab natürlich auch eine schreckliche familiengeschichte, und im moment bin ich eigentlich nur froh dass ich überhaupt atmen kann.
wenn ich irgendwo mal bin, denke ich mir ständig, was machen wohl all diese menschen, was haben die für ein leben, wo rennen die die ganze zeit hin? "das leben der anderen"!
ich denke im grunde genommen ist das beste, wenn man nicht grübeln müßte, einfach jeden tag irgendwie genießen, denn die zeit rennt...
ich bin wirklich neidisch auf alle menschen, die irgendwie arbeiten, hobbys haben, freunde, etc. dieses nachdenken ist die hölle. man verpaßt sein leben. aber wie anfangen? wenn man durch das grübeln total isoliert wurde, wie freunde finden, hobbys´, wie soll man anfangen?
gibts hier eigentlich auch treffen`im wirklichen leben?

29.02.2008 20:27 • #62



Panische Angst vor dem Sterben / Tod

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Zitat von muenchner78:
Ich hatte schon als Jugendlicher eine leichte Angst vor dem Sterben. Und im Laufe der Jahre, als auch noch meine Panikattacken hinzukamen, wurde es immer schlimmer. Um es klar zu sagen: Das Sterben an und für sich ist für mich nicht das Problem. Sondern eher die Vorstellung, für immer und ewig nicht mehr existent zu sein.


Ich hatte und habe immer noch ähnliche Erfahrungen. Mir überkommt der Gedanke an die "Nicht-Existenz" immer im Bus, wenn ich nach Feierabend wieder nach Hause fahre. Dabei ist es nicht einmal ein "Gedanke" im herkömmlichen Sinne, sondern eher ein Gefühl. Dieses Gefühl ist einmalig und kommt nur in dieser Situation. Es ist eine sehr besondere Art von Traurigkeit und einem eiskalten Schaudern.

Ich glaube der Tod ist eine Grenze. Eine Grenze für unsere Vorstellung, denn unser Verstand wurde für den Tod nicht gemacht. Wir wissen was auf Erden mit Menschen passiert, wenn sie sterben, aber wir hoffen dennoch auf ein Leben nachdem Tod. Ich glaube wir können uns nicht vorstellen wie der Tod ist. Den Tod, so denke ich, kann man sich gar nicht vorstellen, denn er liegt außerhalb unseres Vorstellungsspektrum. Ich vergleiche das immer gerne mit einem Blinden. Wenn jemand sein ganzes Leben Blind ist, dann kann man noch so viel versuchen, aber er wird nicht verstehen, wie die Farbe Rot aussieht. Oder allgemein was Sehen ist. Er kann es nicht. Es liegt außerhalb seines Verstandes und seiner Erfahrung. Tod zu sein, wird wahrscheinlich genau so ablaufen.

Wir können uns kein Ende vorstellen, weil wir es nicht gewohnt sind diese Grenze zu erfahren zu haben. Ich denke es kommt keine Dunkelheit nachdem Tod, auch kein Nichts. Wenn man stirbt dann ist das Bewusstsein vermutlich ebenfalls nicht mehr aktiv. Wir nehmen also nichts mehr wahr. Folglich auch keine Dunkelheit und kein Nichts.

Tod zu sein, und so formulierte es schon das Musical "Tanz der Vampire" ist komisch. Ironischerweise ist der Tod das Normalste, das Sicherste und das Vertrauteste was die Menschheit und das Leben kennt. Der Tod gehört zu uns, wie die Geburt. Das ist erstmal Fakt und ich weiß, dass dies zu schwierig, zu abstrakt und zu unangenehm für unser Verstand ist.


Zitat:
Versucht mal Euch vorzustellen, wie es war als ihr noch nicht geboren ward. Ihr habt praktisch bis zu Eurer Geburt Millionen Jahre nicht existiert. Wer sich versucht das vorzustellen, weiß wovon ich rede.


Ich glaube das unser Verstand nicht ausreicht um diesen Gedanken zu fassen und zu ertragen. Ich selbst hab mir das so oft vorgestellt und habe die Nicht-Existenz immer mit der Dunkelheit gleichgesetzt. Aber eines Tages kam mir ein anderer tröstender Gedanke. Mein Bewusstsein wird mit den Jahren in die Vergangenheit "unschärfer". Ich kann mich nicht mehr entsinnen, welcher Moment der erste Moment war, in dem ich irgendwas wahr nahm. Und da kam es mir schlag auf schlag. Ich machte mir selbst Angst, denn ich setzt die Dunkelheit als zwingend voraus als Nicht-Existenz. Dabei stimmt das doch gar nicht! Du hast schon immer gelebt, du warst schon immer da und du wirst bleiben, bis an Ende aller Zeiten! Nur die Formen der Existenz verändern sich. Jetzt bist du ein Mensch, aber was warst du früher? Als das Universum aus der Singularität (jener Ort an den es noch kein Zeit und kein Raum gab, der Anfang vom Anfang) herausgeboren wurde und es zum Urknall kam, warst du schon da! Ja, wir alle waren da! Als das erste Feuer im Universum entstand und sich die ersten Moleküle miteinander verbanden waren wir alle schon entstanden. Nun vielleicht waren wir nicht reif um uns selbst zu betrachten, aber unser Material war schon da! Und als der erste Homo Sapiens auf Erden wandelte, war der Weg gelegt damit du entstehen konntest! Wir machen einen furchtbaren Fehler, wenn wir unsere Nicht-bewusstsein mit Dunkelheit gleichsetzen. Bevor wir als Menschen geboren waren und sich damit das menschliche Bewusstsein bildete, waren wir und sind noch ein Teil des Universum. Und weißte was das Beste ist? Wir werden es für alle Zeit auch bleiben!

Dieser Gedanke ist für mich unendlich tröstend. Nein, sogar viel mehr. ich weiß nun das ich ein Platz im Universum habe und das ich diesen immer haben werde. Der Tod beendet vielleicht meine menschliches Bewusstsein, aber ICH als Geist, als physisches Körper und als lebendiger Nachruf in den Köpfen anderer Menschen werde weiterhin so quick lebend sein, wie früher. Vielleicht sogar noch viel viel lebendiger! Wir verlassen beim Tod nicht die Erde, wir sind die Erde, wir sind das Universum, wir alle sind der Kanal in dem das Universum durch uns denkt. Jeder deiner Gedanken ist real und wird in der Gesamtheit des Universums leben.

Mein Geist wird jene Gegenstände durchdringen die ich erschaffen habe (andere Menschen werden wieder diese Gegenstände ansehen und sich darüber neue Gedanken machen), mein Körper wird zu Erde, oder zur Asche oder zu Rauch. Aber nichts von dir geht verloren, du existierst in anderer Form weiter.


Zitat:

Ich kann sogar, wenn ich mich in den Tod "hineinversetze" eine Panikattacke gezielt auslösen. Wahnsinn oder? Ich weiß nicht, wie ich das in den Griff bekommen soll.


Sieh dich im Spiegeln an, sieh dir die Welt da draußen an, sieh dir die Wolken an, die sich Tag für Tag formen. Warum solltest du dir Gedanken machen über dem Tod? Der Tod ist zu groß für unser Verstand. Unser Verstand vermag nur die Dunkelheit zu sehen, aber der Tod an sich ist nichts anderes als eine Übergabe in eine neue Form des Lebens. Weißt du, du besteht selbst aus unendlich viel Leben! In dir tummelt sich so viel Leben. Bakterien, Zellen die sich teilen, DNA... du bist selbst ein Universum. Und wenn die Sonne in dir, ich setze dies mal mit deinem Gehirn gleich, in dem sanften Schlaf der Ruhe hinabgeleitet, dann ist es noch lange zu Ende mit DEINEM Universum. Deine Bestandteile gehen in neue Bestandteile über, deine Person wird weiter in den Erinnerungen deiner Mitmenschen weiterleben und jeder Gegenstand, den du angefasst hast, wird für immer deinen Abdruck haben. Du bist nicht weg! Deine Existenz geht hinüber in die universale Existenz des Lebens. Dein Tod öffnet anderen das Leben, sowie andere dir das Leben geöffnet haben. Und nichts als das Leben wird dich nach deinem Tod erwarten. Die Dunkelheit bleibet dir fern.

Ich stelle mir das immer so vor, dass die Geburt und der Tod nichts anderes sind als Straßenbahnen oder Taxen die mich vom einem zum anderen Ort hinfahren. Und jedes Mal wenn ich aussteigen bin ich was anderes! Eigentlich finde ich den Gedanken mehr als tröstlich, eigentlich finde ich diesen Gedanken ganz toll! Ich hab daraus neue Kraft geschöpft und genieße es ein Mensch zu sein und mit meinem Gedanken die Welt hier und jetzt zu färben, zu beeinflussen und zu formen. Klar, irgendwann ist diese Zeit zu Ende und na klar habe ich auch Angst vor dem Kontrollverlust, aber ich meine Angst vor der Dunkelheit ist gewichen, wenn ich mir vorstelle das jedes einzelne Atom meines Körpers, jeder noch so kleinste Teil wieder zu dem wird was es mal war: Das Universum.

Also Kopf, stoßen wir auf eine ewige Existenz in verschiedenen Reinkarnationen an! ich jedenfalls freue mich schon immer gelebt zu haben und weiterhin ewig zu leben!

08.03.2008 18:55 • #63


Hallo erst mal an alle, die hier sind.
Ich kann es echt nicht glauben, aber es gibt Menschen auf dieser Welt, die genau die gleichen Gedanken haben wie ich.Das gibt es doch gar nicht. Dachte immer wäre die einzigste die solche Horror Gedanken hat. Vor allem muenchner78 spricht mir aus der Seele. Alle diese Gedanken über Tod und Sterben habe ich auch. Und ich habe immer das Gefühl,wenn ich zu lange darüber nachdenke werde ich wahnsinnig. Leide leider auch immer wieder unter Panickattacken.War auch schon mal in einer Therapie. Danach ging es mir gut, aber so langsam fängt es wieder an. Deshalb bin ich auch auf dieser Seite gelandet. Keiner kann sich vorstellen wie es ist mit diesen Gefühlen und Gedanken. Irgendwie bin ich gerade beruhigt, dass es noch weitere Menschen wie mich gibt. :)

11.03.2008 22:15 • #64


Hallo meine lieben,bin grad auch auf die Seite gestoßen weil ich mal wissen wollte woher meine Gefühle kommen,euere Beiträge haben mir gezeigt das ich nicht alleine bin.Babsi spricht mir aus der Seele.Danke das es euch gibt,leider kann ich jetzt nicht schreiben da ich mit meinen Sohn noch lernen muss.Drück euch feste

Cori

12.03.2008 21:19 • #65


Hallo an alle die mit dieser Angst zutun haben,
ich leide seit meiner Kindheit an dieser Angst zutun, da meine Mutter schwer krank war und ich mit 4 Jahren schon begriff das sie jeden Tag sterben kann. Ich habe versucht mir wie oft vorzustellen wie es sein würde wenn all die Dinge die in meinem Zimmer standen fort wären und es war grausam. Irgendwann kamen Alpträume hinzu die mich nicht mehr zur Ruhe kommenl liessen.

Im Verlauf der Jahre starb meine Mutter schliesslich als ich 14 Jahre alt war und drei Monate vorher träumte diese Bilder die mich wieder einholten an jenen Tagen. Ich habe dann später oft darüber nachgedacht und mir Berichte über Nahtoderlebnisse angesehen und auch darüber gelesen, es half mir dabei diese Angst zu überwinden.
Seit der Zeit kann ich aktzeptieren, dass der Tod dazu gehört und ich glaube fest daran, das danach nicht einfach alles vorbei sein wird.

Vielleicht hilft es ebenfalls dem ein oder anderem!

Liebe Grüsse

Jessy

12.03.2008 21:52 • #66


susi2008
hi, bin neu hier und aus reinem Zufall auf dieser Seite gelandet. Ich leide schon seit Jahren unter diesen unerträglichen Angstzuständen.
Angefangen hat alles damit, dass ich auf einmal auf keinen Rummel mehr gehen konnte da ich aus heiterem Himmel in einem Karussell panischen Angst bekam. Später hatte ich Angst vor Menschen zu sprechen.

Danach die typischen Supermarkt ängste, bis hin zur völligen Isolation. Ich habe lange an mir selbst gearbeitet bis ich endlich aus diesem Loch herausfand (ohne Therapie und Tabletten).

Habe die Ängste gut überwunden, bzw. kann sie kontrollieren, denn ganz weg sind sie nicht. Aber nun diese Ängste ich könnte sterben. Immer wieder ertappe ich mich dabei ganz genau in meinen Körper hineinzuhorchen um jede aber auch wirklich jede kleine Zuckung oder kleine Schmerzen zu sehen und natürlich gleich an das schlimmste zu denken (Hilfe ich habe einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, Atemnot...ich muss sterben)
Danach Herzrasen, schwitzen, zittern, beben. Es ist ein ständiger Kampf mit mir selbst. Ich weiss dass ich nicht sterben werde (so schnell denk ich mal) trotzdem diese Panikattacken. Dies werde ich wohl nicht allein in Griff bekommen schätz ich mal....

Aber wie gesagt es sind Qualen die sich ein "gesunder" Mensch gar nicht vorstellen kann. Man wird sogar belächelt wenn man dies einem "gesunden" Menschen erzählt.

07.04.2008 16:22 • #67


Da hast du recht. Es sind schreckliche Qualen die ein gesunder nicht versteht.



Sonja

07.04.2008 16:45 • #68


hallo,
ich bin erstaunt, wie viele menschen auch diese angst vorm sterben haben.
bei mir ist es die große angst, einfach weg zu sein. es vergehen weitere 100000 jahre, irgendwas passiert mit der welt und ich bin weg, meine gefühle, mein wesen, meine gedanken. das ist seit dem ich ein kind bin eine horrorvorstellung für mich! wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich schwer luft und werde total nervös. ich versuche es also zu verdrängen, geht aber nicht immer.
dann habe ich noch nie einen geliebten menschen verloren und habe so angst davor. wenn meine oma stirbt, was nicht mehr all zu lange dauern dürfte, oder wenn meiner mutter etwas passiert. ich kann einfach nicht damit leben, dass menschen, mit ihren persönlichkeiten und empfindungen, einfach weg sind. ausgelöscht. wie soll das gehen? was ist das nichts? ich hatte mal ne vollnakose, da hab ich auch nix mitbekommen, gar nicht so schlimm, klar, also könnte man auch denken, ok so schlimm ist es nicht weg zu sein, man merkt ja nichts. aber damit kann ich mich nicht anfreunden.
es ist so eine blöde angst, da sie echt beeinträchtigt und man sollte statt andauernd darüber nach zu denken, das beste aus seinem leben machen, was kommt das kommt, aber so lange sollte man nicht mit angst verbringen, das verhindert auch nichts. ich weiss das, doch umsetzen kann ich es auch nur schwer.
ich hoffe, dass ich bald besser mit dem thema umgehen kann. wenn ich doch nur gäubig wäre und an wiedergeburt glauben könnte. das wäre vll. eine hilfe.

beste grüße

13.04.2008 20:09 • #69


susi2008
oh je, Deine Angst ist ja gleich noch größer wie meine....Ich glaube ganz fest an die Wiedergeburt. Und ich glaube zu wissen, dass es danach wenn man gestorben ist ein danach gibt...ich hoffe Du verstehst was ich meine. Es hat ja alles seinen Sinn, das leben und das sterben mein ich.....Klar hab auch ich Angst nicht mehr da zu sein. Ich hab Angst vor dem Ungewissen...keiner weiss wo wir enden und was aus uns dann wird. Naja auf alle Fälle trennt sich die Seele vom Geist und wer da wo hinfliegt hab ich keine Ahnung....

13.04.2008 20:35 • #70


Hallo,
Zu diesem Thema hatte ich ja das Ein oder Andere mal schon gepostet. Im Momenat ist es wirklich ganz schlimm mit meinen Ängsten vor dem Tod. Am Tag bekomm ich das relativ gut unterdrückt, aber am Abend geht es nicht mehr. Die letzten 4 Abende war es so extrem,dass ich dachte ich dreh durch. Wie aus dem Nichts kommen mir die Gedanken an den Tod. Diese Körpergefühle, welche dabei ausgeschüttet werden sind extrem unangenehm und ich möchte am liebsten schreiend weglaufen.
Ich kann es einfach nicht in meinen Kopf reinbekommen, dass alles dann zu Ende ist. Ich versuch mich dann immer damit aufrecht zu halten,dass ich ja vor der Geburt auch nicht da war. Naja, das funktioniert auch nur bedingt.
Hab schon eine echt Erwartungshaltung vor dem Abend aufgebaut und Angst ins Bett zu gehen.
LG Kathi

16.04.2008 14:14 • #71


Wahrscheinlich bin ich etwas spät dran, hier noch etwas zu posten, aber das möchte ich jetzt noch loswerden: Was hier beschrieben wird kann ich so gut nachempfinden! Ich habe genau die gleichen Ängste vor dem Sterben und dem Tod und besonders vor dem tot sein. Momentan geht es, aber es gab Zeiten, da bin ich nachts panisch wach geworden mit Herzrasen und ganz außer Atem, weil ich in diesem Moment so eine furchtbare Angst hatte. Zum Glück hatte ich das schon länger nicht mehr, aber die Angst ist immernoch da.

12.05.2008 00:41 • #72


hallo,

auchich habe furchtbare Angst vorm tot und all diese gedanken die hier sehr oft geschildert wurden. Ich glaube das es bei mir auchein stück Angst vor kontrollverlust ist, da man ja den tot absolut nicht kontrollieren kann. Manchmal muß ich nur einen krankenwagen hören und ich verfalle in panick und telefoniere wie blöd durch die gegend ob alle noch leben. Ichhabe nicht nur angst vor krankeiten und meinem eigenem tot sondern auch das menschendie ich liebe sterben. Leider ist das beimir schon viel zu oft passiert. Und auch erzählungen aus dem Bekanntenkreis machen es nicht besser. Ich habe noch keinen super weg gefunden diese Ängste in den griff zu bekommen und tolle tips kann ich auch nicht geben aber mir hilft in den momenten immer nur eins :aufgeben. Irgendwann bin ich so panisch das ich gar nicht merh kann. Panikattacken sind mega anstrengend und irgenwann komme ichan einen punkt wo ich mir denke: Angst du kannst mich mal....Ich lege mich dann zum *sterben* hin. Hört sich total blöde an aber es funktioniert. Nehme mir ne decke und lege mich aufs sofa und sage mir :"ok, wenn schon sterben dann jetzt sofort damit ich es hinter mir habe. Und dann liege ich da und sterbe aber einfach nicht. Na ja is ja recht logisch da man an angst eher selten stirbt. Und eben weil ich nicht sterbe obwohl ich es in diesem moment akzeptiert hätte zu sterben legt sich der schalter um und die angst ist sofort weg. Um so öfter ich mich zu *sterben* hin gelegt habe um so schneller bin ich nicht gestorben und die angst war weg. Mittlerweile hab ich aufgegeben mich hin zu legen, sterbe ja doch nicht. Ob diese methode gut ist weis ich nicht aber mir hat es gut geholfen. Bei mir funktioniert das *umdrehen* immer gut. Wenn ich mir selber sage: ok, angst los jetzt nun komm schon du mußt jetzt einfach kommen, früher bist du in dieser situtaion auch immer gekommen aber mir is das egal, kommt sie nicht. Da ich nie das tue was andere mir sagen, scheint wohl auch meine Angst nicht auf das zu reagieren was ich von ihr verlange. Is ja super denn man kann es einfach umdrehen.

13.05.2008 15:35 • #73


Hallo,

@ nicky 82,

ich heiße Dich willkommen im Forum!

diese Ängste zu sterben kenne ich auch leider! es kommt schon mal bei mir vor, dass ich morgens aufwache und mich noch wundere, dass ich noch lebe.

13.05.2008 15:39 • #74


huhu zurück,

ja is schon komisch. Ich bin mir oft nicht sicher ob sterben weh tut. Grübel oft drüber nach und weis man in dem moment das man sterben wird? Na ja ich werds irgendwann wohl wissen aber hat wohl noch zeit. Wache auch jeden morgen wieder auf. Eigentlich schade, wieviel zeit man damit verschwendet über den tot nach zu denken, die zeit könnte man besser nutzen. Ich wette das wenn ich sterbe ich mich ärger so viel zeit mit dran denken verbracht habe.

13.05.2008 16:35 • #75

Sponsor-Mitgliedschaft

Wahrscheinlich kommt es darauf an, woran man stirbt, ob es dann weh tut oder nicht. Ich kann mir vorstellen, dass man bei manchen Krankheiten vorher so viele Schmerzen hat, dass das Sterben dann eine Erleichterung ist, weil man einfach die Schmerzen nicht mehr ertragen möchte oder kann. Wahrscheinlich ist - bei schwerer Krankheit - die Zeit vor dem Sterben schlimmer als das Sterben selbst.

Mir wird schon wieder ganz komisch, wenn ich darüber nachdenke und schreibe...

14.05.2008 13:58 • #76


Hallo,
bin auch gerade erst auf diesen Thread gestossen. Ich kann mich allem
hier anschließen. Ich habe auch immense Angst vor dem tod.
Ich hatte sie schon in der Kindheit. Immer angst meine Eltern könnten sterben und ich dann auch oder ich könnte sterben und meine Mutter danach auch.
Das hat bei mir dazu geführt, dass ich auch alles was irgendwie mit tod, Friedhof etc. zu tun hat meide.
Ich habe nun beide Eltern verloren, meine Mutter zu der ich eine engere Beziehung hatte ist vor ca. 3/4 Jahr gestorben und es hat mich total umgehauen. Und zwar meine eigenen Ängste vor dem Tod.
Ich habe immer schon Probleme gehabt den Tod zu akzeptieren als Teil des Lebens und auch ich kann nicht loslassen, mich nicht, und andere nicht.
Und auch ich meine, dass es die Angst vor dem Kontrollverlust ist.
Leider kann ich es nicht einer religiösen Gemeinde übergeben, da bei mir die Spiritualiät in dieser Richtung nicht ausreicht.
Es geht bei meinen Ängsten auch eher darum einfach "weg" zu sein, das meine ich nicht ertragen zu können auch bei anderen nicht.
Mir ist auch klar, dass ich angst vor dem Ich-Verlust habe und nicht vor dem Sterben an sich. Letzteres hat wohl jeder mehr oder weniger.
Daher hilft es mir auch nicht, mir vorzustellen, dass ich als irgendeine Aura im Äther herumflitze oder meine Seele durch viele Zeiten wandert. Sie weiß ja nichts mehr von mir!
Hört sich vielleicht komisch an, aber das ist echt mein Problem.

15.05.2008 11:56 • #77


Hallo Kishti,

Du sprichst mir aus der Seele. Ich meide auch alles, was mit Tod zusammenhängt. Ich war beispielsweise auch noch nie auf einer Beerdigung. Bei allen, die aus meiner Familie gestorben sind, war ich noch zu jung und musste nicht mit, aber ich wüsste nicht, wie es jetzt wäre.
Einfach weg zu sein, der Gedanke ist auch für mich unerträglich. Wenn ich länger daran denke, bekomme ich das Gefühl, durchzudrehen.

Liebe Grüße
Mel

15.05.2008 12:26 • #78


Hi Mel,
so geht es mir auch, denke, ich dreh durch.......
Ich habe allerdings schon öfter mit dem Tod Kontakt gehabt.
Mein Vater hat unter anderem Grabpflege gemacht und ich bin als kleines Kind mit ihm mit, da machte mir das nichts aus. Später hatten wir Kontakt zur Friedhofswärterfamilie, da wurden immer gräuslige Stories erzählt und irgendwann dachte ich ich hätte Leichengift erwischt und muss sterben. Konnte mit keinem drüber reden, hatte Angst meine Mutter würde vor Angst sterben. Seit dem gehe ich nur unter Zwang auf den Friedhof.
Es gab auch eine Zeit, in der ich ständig mit Toten zu tun hatte.
Mehrere Freunde von mir sind schon in jungen Jahren an Herzinfarkten und eigenartigen Krankheiten gestorben und kaum kam ich im Urlaub an den Strand, da ertrank jemand oder gemeuchelte Boatpeople wurden an den Strand gespült.
Zu der Beerdigung meines Vaters mußte ich halt. Es hat mich sehr viel Kraft gekostet, aber da hatte ich meine Mutter noch und war frisch verliebt. Daher habe ich das gut überstanden. Es war auch eine Erdbestattung. Bei meiner Mutter jetzt war ich endgültig allein. Ich bin jetzt noch sauer, dass sie eine Urnenbestattung wollte. So hatte ich das alles zweimal. Erst die Trauerfeier, das ging noch, weil ich noch unter Schock stand und die meisten Bekannten dahin kamen, auch eine Tante und ein Onkel.
3 Wochen später kam dann die Urnenbestattung und bis auf eine Bekannte stand ich allein vor dem Urnenloch. Da wäre ich fast zusammengebrochen.
Ich habe hinterher gedacht, dass es gut ist, dass ich keine Kinder habe, da bleibt denen das wenigtens erspart. Ich weiß, Blödsinn, aber das war mein erster Gedanke.
Danach ging es bei mir los....Panik, Heulkrämpfe, Angst vor dem Tod, Angst allein zu sein etc. Ich bin auch immer noch nicht durch. Brauche wohl noch Zeit zum Trauern und mich umorganisieren. Bei mir ist nun richtig das Leben aus den Fugen geraten. Manchmal denke ich, das eigentlich alles egal ist, wenn man sowieso stirbt, dann braucht man eigentlich keine Panik mehr zu haben und sollte das Leben auskosten so weit es geht. Das habe ich früher so gehandhabt und mir ging es gut damit.
Ich werde dann sauer auf mich, weil ich denke, ich sitze hier und gräme mich mit den Ängsten und dem Tod und draußen tobt das Leben.
Ist das nicht bescheuert..... Die Ängste halten einen vom Leben ab!!!
Und sterben muss man ohnehin. Was soll der Zirkus eigentlich?

Auf der anderen Seite denke ich, ich könne ja heute noch sterben, also was soll das alles noch: Rentenversicherung?? Und der ganze Quatsch.

Tja, das beutelt mich ziemlich......

15.05.2008 17:08 • #79


Zitat von ich1985:
Hallo ihr alle!
Ich bin leider auch krank! Und dass mit 22ig. Meine mutter hat sich 93 den kopf angeschnitten in unserem keller und ich hatte ein wunderschönes leben


Für mich klingt Deine Atemnot und der grausame Tod Deiner Mutter als untrennbar miteinander verbunden. So wie Du darüber berichtet hast klang es für mich, als hättest Du es (sehr verständlicher WEise) versucht herunter zuspielen und verdrängen. Hast Du dieses Trauma therapeutisch begleitet versucht zu verarbeiten??

Liebe Grüsse und alles Liebe,

Lisa

15.05.2008 17:21 • #80



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